Archiv für den Monat Juni 2014

Meine Kochbücher…Nr. 125

Um mich herum mutieren plötzlich alle zum Vegetarier – oder, noch schlimmer einen Schritt weiter, zum Veganer. Tja, diese Ernährungsform ist zwar momentan „in“, aber keineswegs neu. So hat GU 1996 sein Kochbuch „Kochvergnügen vegetarisch“ herausgegeben.
Kochvergnügen vegetarisch
Wie bei allen Kochvergnügen-Büchern gibt es auch hier eine ausführliche Einleitung mit Erklärungen, einem Saisonkalender und, sehr hilfreich, einem „Was koche ich, wenn…“-Teil. Dieser gibt geeignete Rezepte des Buches an, wenn Gäste kommen, es ein kaltes Buffet geben soll oder der Winter kommt.

Ein Kochbuch ohne Fleisch und Fisch und dann 240 Seiten voll? Joa, das geht. Und zwar so, daß keine Nahrungsmittelgruppe übermäßig repräsentiert wäre (also, zum Beispiel fast nur Rezepte mit Nudeln drin wären). Man bekommt beispielsweise Rote-Bete-Taler mit Dip, Apfel-Kartoffel-Gratin oder, Getränke sind hier nämlich auch gut vertreten, einen Rhabarber-Cooler.

Interessante Rezepte wechseln sich hier mit den Klassikern ab und hier ist ausnahmsweise auch das Problem mit den merkwürdigen Mengenangaben der Kochvergnügen-Reihe fast gar nicht vorhanden wie bei den anderen Werken. Zu dem hat man hier nicht den Eindruck, daß es sich einfach um Rezepte handelt, wo der Fleischteil einfach weggelassen wurde. Einzig bei den Büromahlzeiten zum Mitnehmen fand ich einige Rezepte sehr unglücklich gewählt, wie die gefüllten Paprikascheiben, die sich sehr nett auf einem kalten Buffet machen, für die Vesperbox jedoch eher ungeeignet sind, genau wie die Käse-Pastete.

Alle anderen Rezepte sind wirklich auch alltagstauglich und schmackhaft und der Gebrauch seltsamer Zutaten aus dem Reformhaus hält sich in sehr, sehr, sehr sehr geringen Grenzen (Hirsemehl gibt es aber auch im Kaufland bei uns…). Anfänger sollten hiermit eigentlich auch zurecht kommen, sooo viel kann man bei Gemüse ja auch nicht falsch machen… *g*

Schönes Buch, schöne Rezepte; wer Vegetarisch mal ausprobieren will, der kann hiermit einsteigen, da die Rezepte doch schon sehr „normal“ sind und ohne Leute-Schreck wie Tofu auskommen (na ja, bis auf 1 Rezept… aber nur ein winziges).

Wirsing, Sususi

Museum der Brotkultur Ulm

Durch einen zufälligen Zufall war ich vor kurzem in Illertissen. Und wenn man in Illertissen ist, dann ist man nicht so weit von Ulm weg. Und in Ulm befindet sich das Museum der Brotkultur. Dieses Museum stand bei mir auf der „Bei Gelegenheit mal besuchen“-Liste, da es von Pforzheim ja doch etwas weiter ist. So ergriff ich allerdings die Gelegenheit und da das Parkhaus in der Salzstadelgasse auch nur ca. 30 Meter vom Eingang des Museums weg war, musste ich noch nicht mal weit laufen. (Das Parkhaus ist auch ein guter Startpunkt für weitere Ausflüge in Ulm, zum Beispiel zum Münster)
„Museum für Brotkultur? Davon hab ich ja noch nie gehört“ Tja, geht bestimmt vielen so. Dabei ist es nicht verwunderlich, dass ausgerechnet ein Land mit ca. 300 verschiedenen Brotsorten dazu eine Ausstellung beherbergt. Wenn man mal nachdenkt, dann ist Brot ein universeller und untrennbarer Bestandteil der menschlichen Kultur, Religion, Politik und Entwicklung.
Das Museum kostet für Erwachsene 4 € Eintritt und ist barrierefrei zugänglich. Es gibt dort eine Dauerausstellung und Sonderausstellungen, aktuell beschäftigt sich diese mit der Tradition und Moderne der Bäckerei. Wer also schon immer mal wissen wollte, wie man Kaisersemmeln backt, was in alten Lehrverträgen von Lehrlingen alles gefordert war oder welche Fehler sich im fertigen Brot zeigen können, der sollte unbedingt vorbeischauen.
Untitled
Auch ein Blick auf mögliche Schädlinge ist geboten:
Schädlinge Bäckerei
Die Geschichte des Brotes beginnt natürlich mit dem Getreide: Nahezu alles, was zu Mehl vermahlen werden konnte,
Mahlgrade Getreide
wurde dies im Laufe der Geschichte auch schon mal um daraus Brot herzustellen und es verwundert nicht, dass Brot bereits im alten Ägypten einen so hohen Stellenwert hatte, dass man den Verstorbenen als Grabbeigabe kleine Statuen und Dioramen von Bäckern oder Getreide-Mahlern beilegte, um sie im Jenseits mit Nahrung zu versorgen.
Bäckerei Grabbeigabe
Für den Ausstellungsteil im zweiten Stockwerk gibt es übrigens einen Audioguide, der die Exponate näher erklärt.
Nachdem die Menschheit herausgefunden hat, was sich alles zu Brot verarbeiten läßt und wie, war der Schritt bis zur religiösen Verwendung nicht mehr weit. Man denke nur an Berches (jiddisch) oder Challot (hebräisch), also die Sabbatbrote, Matze und nicht zuletzt die christliche Hostie.
Sabbabtbrotteller
Natürlich spielte Brot im Laufe der Menschheit noch eine viel entscheidendere Rolle: nämlich wenn es ums nackte Überleben ging. Immerhin hat Brot, beziehungsweise der Mangel an selbigem einen nicht unerheblichen Beitrag zur französischen Revolution geleistet. Nicht umsonst heißt es „Brot für die Welt“. Die letzten Hungersnöte in Europa sind noch gar nicht so lange her und die Älteren unter uns dürften sich noch an Brotmarken und Plakate wie dieses hier erinnern:
Plakat Don´t waste Bread
Was beim Kaffee mit Muckefuck funktionierte, wurde auch beim Brot versucht: man versuchte, das nicht vorhandene Mehl mit Füllstoffen wie Sägemehl, Quecken oder anderen kreativen Mitteln zu strecken, die allerdings keinerlei oder nur sehr geringen Nährwert aufwiesen, bzw. gar nicht erst verdaulich waren.
Aus Zeiten, in denen Brot keine Mangelware war, sind diverse Zunftgegenstände erhalten geblieben; angefangen bei der Zunfttruhe, Zunftkrügen und Prozessionstangenaufsätzen
Prozessionsstangenaufsatz
Natürlich findet sich das Thema auch in der Kunst auf vielfältige Weise betrachtet wieder:
Une Boulangére
wie am Beispiel dieser Bäckerin zu sehen ist.
Alles in allem gibt es also ganz viel zu entdecken. Man sollte mindestens eine Stunde veranschlagen, besser sind eher 1 ½ mit Audioguide bzw. wenn man jemanden zum diskutieren hat. Denn das angestoßene Thema ist natürlich viel umfangreicher als es ein Museum darstellen kann.

Wirsing, Sususi

KoRo Drogerie Vollwaschmittel

„Wie viel Wäsche kann denn in einem Ein-Personen-Haushalt schon anfallen?“ Diese Frage kriege ich immer von Bekannten zu hören, wenn ich erzähle, daß schon wieder die ganze Wäscheleine voll hängt. Tja, es kann eine ganze Menge anfallen. Vor allem, wenn man wie ich in einem Labor mit Metallstaub, Öl, Rost, sonstigem Dreck und viiieeel Schweiß (1300 °C heiße Schmelzöfen) zu tun hat. Da ist jeden Tag wechseln angesagt! Und, da Laborkittel auch noch weiß sind… Nun ja, man kann es sich vorstellen.
Für weiße Wäsche nimmt man, außer man greift zu Spezialmitteln, ein sogenanntes Vollwaschmittel. Dieses enthält, entgegen den Colorwaschmitteln, Bleichmittel und Stoffe, die den gefürchteten Grauschleier verhindern. Deshalb sollte man mit Vollwaschmitteln auch keine Buntwäsche waschen, die kann nämlich dadurch ausbleichen.
Herkömmlicherweise gehe ich zu Müller oder DM und hole mein Waschmittel, und da sich der Weg sonst nicht lohnen würde, kaufe ich auch gleich alles andere noch mit ein. Geht aber auch einfacher. Glaubt Ihr nicht? KoRo-Drogerie machts möglich: www.korodrogerie.de
Wenn Ihr jetzt sagt, „Häh?“, dann reagiert ihr genau wie ich, als ich auf www.produkttest-online.de von einem Waschmitteltest für diese Drogerie gelesen habe.
Getestet wurde das Vollwaschmittel der KoRo-Drogerie; es kommt im 10 kg Sack für schlappe 6,90 € und reicht für 167 Waschladungen. Damit schlägt es preislich alle anderen mir bekannten Hersteller!
Koro Vollwaschmittel Sack
Allerdings sollte man sich im Klaren sein, daß 10 kg halt auch 10 kg sind und das ist eine ganze Menge. Trocken aufzubewahren ist hier etwas schwierig, denn der Sack läßt sich nicht wieder verschließen. Man braucht also eine Box. Diese hat KoRo leider nicht mit im Angebot, ebensowenig wie einen Dosierlöffel. Vielleicht könnte man eine Art Starterpaket machen für einen Euro mehr, da gibt es dann beides mit dazu. Wäre praktisch.

Dafür sind auf dem Sack alle Angaben, die man braucht, von Inhaltsstoffen bis zur Dosieranleitung.
Koro Vollwaschmittel
Dosieren lässt es sich seht gut, denn das Pulver ist schön fein, aber ohne Klumpgefahr. Hier mal kurz der Lösetest: links das Vollwaschmittel von KoRo, rechts ein herkömmliches. Beide wurden in 250 ml Wasser gelöst.(Und nein, das rechte ist kein Latte Macchiato, es ist tatsächlich Waschpulver!) Man sieht, daß sich bei KoRo auch bei dieser geringen Wassermenge fast alles schon gelöst hat und daß die Schaumbildung fast nicht vorhanden ist. Das heißt, man braucht später auch nicht so viel Wasser, um das Waschmittel aus der Kleidung rauszuspülen und für die Kläranlage ist weniger Schaum auch besser.
Koro Vollwaschmittel Schaum
Aber wie wäscht es denn nun? Also, ich bin zufrieden. Bei allen Mischgeweben hatte ich gute Ergebnisse, bei Polyester und Polyelastan die besten Ergebnisse, da haben die Fasern fast schon geleuchtet. Wovon ich nicht so überzeugt war, war die Leistung bei reiner Baumwolle. Da bildet sich meiner Ansicht nach ein leichter grauer Schleier mit der Zeit. Allerdings muß man zugeben, daß die vorhandenen Flecken alle rausgegangen sind.

Was mir sehr gut gefallen hat, war der Duft. Das Pulver selber riecht sehr intensiv „sauber“ und waschmittelig, aber das verfliegt sofort beim waschen. Nach dem Waschen roch ich – gar nichts! Absolut porentief rein sozusagen, keine Rückstände von irgendwas mehr in der Wäsche. Das ist toll!
Jedenfalls werde ich bei diesem Preis ernsthaft drüber nachdenken, nicht auch mal die anderen Produkte auszuprobieren: Weichspüler oder Oxireiniger oder so.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 124

So, hat also die Schafskälte doch noch zugeschlagen! Es ist zwar nicht richtig kalt, aber doch schon kühler. Und nasser. Und so fällt der geplante Ausflug aus. Nur, was sonst tun? Ich könnte mal wieder einen Kuchen backen… und schon war ich mitten in einem meiner Lieblings-Backbücher verschwunden: “Backvergnügen wie noch nie” aus dem Gräfe und Unzer Verlag. Das Original stammt von 1984, aber es wird alle paar Jahre mal wieder neu aufgelegt, genau wie die anderen aus dieser Serie (bis auf das grüne “Kalte Köstlichkeiten wie noch nie”… aber genau das fehlt mir noch!)
Backvergnügen wie noch nie
238 Seiten beschäftigen sich hier nicht nur mit den Rezepten (die alle mit Bild sind) sondern auch mit Theorie und Tipps z. B. für Blätterteig, Brandteig, Backzutaten und Backgeräten.
Ansonsten ist hier alles vom süßen oder herzhaften Kleingebäck bis hin zur mehrstöckigen Hochzeitstorte wirklich alles drin. Also, die Auswahl ist wirklich groß und lecker, aber: irgendwie sind die Mengenangaben hier (und in den anderen der Serie) eher als freundliche Empfehlung zu sehen.
Entweder stimmen die Mengenangaben so wenig, daß damit nicht das gewünschte Endprodukt rauskommen würde oder die Personen/Stückangabe weicht erheblich ab. Jedenfalls würde ich niemandem ohne Erfahrung dieses Buch ans Herz legen. Das geht schief. Rückschläge sind hier also sozusagen vorprogrammiert. Zumal zwar durch die Eingangstheorie viel vermittelt wird, aber die Rezeptbeschreibungen sehr spärlich sind. Hat man es aber einmal raus, was man ändern muß, dann kommen wirklich tolle Geschichten dabei raus.

Jemand, der aber backen kann und weiß, wenn ein Teig zu flüssig/fest/komisch ist und wie man dem Abhilfe schafft oder der nicht so einfach das Handtuch schmeißt, der findet hier viele wirklich schöne Rezepte. Sei es der Himbeer-Baiserkuchen, die kleinen Schoko-Igel oder Anchovishappen… prima Ideen, prima Geschmack (wenn´s klappt!). Brot, Pizza, Gesundheitskuchen, Torten, Früchtekuchen, jahreszeitliche Spezialitäten, alleine schon hier durchzublättern macht Appetit auf das kleine Kaffeegedeck am Nachmittag (für mich wahlweise natürlich mit Tee).

Und da das Apfelmus eh weg muß und in der Hoffnung auf besseres Wetter versuche ich mich jetzt mal an den schwedischen Apfeltörtchen… die kann man nämlich auch zum Picknick mitnehmen, sollte das Wetter morgen wieder schöner sein.

Wirsing, Sususi

Bofrost Dessert

Passend zum Sommer hatte ich Gelegenheit mich mit Kollgeninnenunterstützung mal durch verschiedene bofrost*-Sachen durchzufuttern. Während das Lava-Dessert Schoko-Minze und die Himbeer-Joghurt-Törtchen bei allen gut ankamen, schieden sich bei anderen Sachen die Geister. Das Schoko-Minze Dessert hat in der Mitte zwischen dem Schokoladen-Eis ein Schokominzsaucenreservoir, welches man beim Löffeln sozusagen ausgräbt. Der Becher war ganz schön groß, trotzdem war unserer Meinung nach genug Sauce dazu drin. Die Sauce selber war nur sehr dezent minzig, sozusagen nur ein Hauch von. Das fand ich sehr gut, so harmonierte es gut zum Eis. Die Himbeer-Joghurt-Törtchen waren fein, wenn auch ein wenig zu klein. Der Keksboden hat dazu besonders gut geschmeckt.
bofrost Desserts
Weiter ging es mit diesem hier: den Quark-Marillen-Palatschinken. Fangen wir damit an, daß die Zubereitung genau so funktioniert, wie sie auf der Packung steht. Macht man sie in der Mikrowelle heiß, sind sie gleichmäßig aufgetaut und durch und werden auch nicht matschig. Die Füllung ist schön cremig, ausreichend mit Marillenstückchen und erfreulich richtig gesüßt. Ein wenig blöd ist hier allerdings die Packungsmenge: 5 Stück waren in der Packung; das ist für 4 Personen doof, weil einer dann zwei kriegt oder man einen übrig hat. Ungerade Anzahlen sind eh nicht so geschickt, finde ich. Noch einen mehr rein und die Sache ließe sich schon ganz anders aufteilen.
bofrost Quark-Marillen Palatschinken
Etwas unglücklich waren wir auch mit der Botinchen-Torte. Jeder kennt bestimmt das Stiel-Eis mit der Kaugummi-Nase. Dieses gibt es jetzt in größer als Eistorte. Geschmacklich läßt sich hier nichts negatives finden, die Qualität ist gut. Aber, erstens ist die Torte sehr klein, also grade mal so für 4 Personen. Und dann gibt es das Problem der Aufteilung. Wer zwei oder mehr Kinder hat, der weiß, daß Dinge, die man nicht in gleiche Stücke teilen kann, ein Spiel mit dem Feuer sind! Dazu noch, wo hier auch nur eine Nase zu verteilen ist! Scheiben sind ungünstig, Viertel sind ungleich, Hälften sind zu groß. Und jetzt? Alleine essen? Also doch wieder am Stiel…
bofrost Botinchen-Torte
Das Erdbeer-Pannacotta-Eis war geschmacklich genau meins. Richtig schön sahnig, das Erdbeermark ausreichend vorhanden und richtig fruchtig. Bloß, wie essen? Um das Problem mal kurz zu beleuchten: eingefrorenes Eis lässt sich mit dem Löffel abstechen. Gefroren, aber nicht hart. Eingefrorene Sahne lässt sich nicht mal mit der Säge bearbeiten. Steinhart. Beides in Kombination und ich habe hartes Eis. Jedesmal, wenn ich dem Eis mit dem Löffel zu nahe kam, flüchtete es (rutschte es weg), legte sich quer oder versuchte, sich umzudrehen. Der Papieruntersetzer war auch nicht hilfreich, darin hatte das Eis keinen Halt. Aß man es frisch aus dem Tiefkühler, war es unmöglich nur mit Löffel zu essen. Messer und Gabel brachten hier das beste Resultat. Ließ man es kurz antauen, war es außen rum schon sehr weich und auch nicht mehr optimal. Vielleicht könnte man das ganze ja auch in einen Becher geben?
bofrost Erdbeer-Pannacotta Eis
Bis auf diese Kleinigkeiten waren wir aber zufrieden. Nur, bei den Törtchen und dem Pannacotta-Eis hätte die Portion ruhig auch größer sein können.

Ignoriert die Schafskälte und gönnt Euch ein Eis!

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 123

Es ist ja jetzt schon geraume Zeit wettermäßig wirklich sooo schön, daß dem Besuch im Schwimmbad eigentlich nichts mehr im Weg steht. Oder? Ähm, tja, wenn der Bikini halt noch passen würde… Denken sich bestimmt einige und versuchen im letzten Augenblick noch zur Strandfigur zu kommen. Und da es inzwischen ungefähr 5 Millionen verschiedener Diätratgeber gibt, und man eh nicht mehr weiß, was klappt und was nicht – kann man auch genauso gut auf dieses Werk hier zurückgreifen: „Low-Fat“ von 2003 aus dem Parragon Verlag.
Low Fat
Ob die auf 384 Seiten verteilten Rezepte tatsächlich einer ausgewogenen und fettärmeren Ernährung entsprechen – hm, wahrscheinlich schon. Dabei sind die Rezepte hier eigentlich alle ganz normal, sie verwenden genau so Öl zum anbraten, Mozzarella zum überbacken oder Parmesan zur Garnierung. Das einzige, woran man das Low-Fat merkt, ist, daß bei Rezepten wie beispielsweise der cremigen Muschelsuppe oder den Kartoffeln mit Guacamole statt normalem Joghurt oder Frischkäse die fettarme Variante in der Zutatenliste steht. Die anderen Rezepte sind so gewählt, daß sie schon von vorne herein schön „leicht“ sind, wie Biryani mit Zwiebeln oder der gekühlte Bohnensalat. Also kann man hier auch reinschauen, wenn man nicht unbedingt auf Low Fat wert legt.

Alle Rezepte enthalten natürlich konsequenterweise Nährwertangaben pro Person, damit man auch weiß, wieviel man von der 4-Personen-Portion essen darf…*g*.

Geschmacklich scheiden sich hier bei mir wirklich die Geister. Die eine Hälfte Rezepte ist wirklich gut und lecker und trifft genau meinen Geschmack, die andere Hälfte ist geschmacklich eher fragwürdig, obwohl das auf den ersten Blick aus den Zutaten nicht erkennbar ist. Hier muß man also wirklich ausprobieren. Viele der Rezepte eignen sich übrigens nicht wirklich zum einfrieren, also bei weniger als 4 Personen lieber schon vorher weniger davon kochen. Ein wenig schade ist auch, daß die Kategorie mit den Beilagen schon arg kurz ist – da hätte man lieber von den knapp 40 Seiten Suppe ein paar weggelassen.

Die Anleitungen sind allerdings sehr schön klar strukturiert und die Rezepte auch nicht wirklich kompliziert, also auch prima anfängertauglich. Außerdem ist von Fisch über Fleisch bis zum Gemüse und Obst alles ausgewogen vertreten.

Wirsing, Sususi

Vegan Street Day Stuttgart 2014

etzten Sonntag war es wieder einmal soweit: der Vegan Street Day 2014 fand wieder in Stuttgart statt. Drängten sich letztes Jahr alles unter den Schirmen und an den Häusern um nicht naß zu werden, flüchteten dieses Jahr wieder alle an die selben Stellen. Naß werden ließ sich aber diesmal gar nicht vermeiden, denn die Sonne brutzelte uns alle bei strahlend blauem Himmel. Es war so warm, daß es schon fast zu heiß zum essen war!
Aber wozu gibt es denn auch bei Veganern so was wie Eis? Zum Beispiel dieses hier: Booja Booja Coconut Hullabaloo und Hunky Punky Chocolate (allein für diese Namen muß man es einfach lieben…)
Booja Booja Eis
Das ist Eis mit absolut nix drin, will sagen: milcheiweißfrei, glutenfrei, gentechnikfrei, raw, soyafrei und, äh, ja. Das Kokosnußeis ist mit Cashew und dies schmeckt man auch ganz deutlich. Kokosnuß war geschmacklich nur sehr dezent vorhanden, aber das hat mich jetzt nicht gestört. Es war schön cremig und nicht zu süß und vor allem kalt! Das Hunky Punky Chocolate war wirklich sehr schokoladig und sehr zu empfehlen. Leider gab es das mit Ingwer nicht mehr, das hätte ich gerne noch probiert. Praktisch ist auch, daß hier der „Löffel“ sozusagen im Deckel eingebaut ist.

Es gab aber noch mehr Eis (es gab soviel Eis, das hätten wir gar nicht alles probieren können): Bruna lockte mit spannenden Sorten wie: Orange-Avocado, Erdbeer-Rhabarber, Schoko-Buchweizen oder, hier, Zitrone-Minze:
Zitronen-Minze-Eis Bruna
Und das war mal wirklich gut! Schön zitronig, aber ohne die übliche sehr zuckerige Süße und durch die Minze wurde alles sehr erfrischend. Es wurde übrigens keine Pfefferminze verwendet (Darf ich sagen, welche Minze? Ich habe mir meinen deutlichen geschmacklichen Eindruck noch mal bestätigen lassen… Ach, nö, probiert doch selber… *g*). Mit 1,20 € pro Kugel liegen wir hier auch nicht teuerer als wo anders.

Aber, man kann ja von nur Eis auch nicht satt werden, egal, wie warm es ist. Bei der ganzen Auswahl an Wraps, Burgern, Taco-Salaten, Indischen Gerichten ect. entschieden wir uns für: Hot Dogs. Diesmal von der Heißen Möhre in verschiedenen Ausführungen angeboten. Hier ist der All American Style Hot Dog mit Gurken-Relish und Senf.
Heiße Möhre All American Hot Dog
Ich muß leider sagen, diese vegane Hot Dog Variante war leckerer als so manche mit „echten“ Würstchen drin. Groß, mit viel Belag, würzig und vor allem mit wirklich scharfen Senf, nicht mit so Blembl wie sonst oft. Das Gurken-Relish war süß-säuerlich (mehr süß als säuerlich) und passte gut dazu. Damit konnte man zufrieden sein.

Es gab natürlich auch außer was zum Essen auch noch viele andere Sachen zum Probieren und Entdecken: Mixer, Kleidung, Lush, Kosmetik, Kokosnußwasser, Raw-Angebote, grüne Smoothies ect.
Bianco-Mixer

An eine Sache habe ich mich aber nicht herangetraut:
Baola
Baola, ein Fruchtgetränk auf Baobab-Basis. Mit Grausen erinnere ich mich noch an das letzte Mal, als meine Geschmacksknospen Kontakt mit Baobab hatten… *grusel* 3 € waren mir für dieses Experiment einfach zu riskant.

Myrten-Beeren

Also, es hat sich dieses Jahr auch wieder gelohnt, vorbeizuschauen. Man findet immer Spannendes und Neues und hat viele leckere Sachen zum probieren zur Auswahl. Und beim Losen gab es diesmal Heiße Schokolade von Alnatura…

Wirsing, Sususi