Archiv der Kategorie: Haushalt

Toast & Snack

Toast it, Toaster Strudel, Toaster Schnitzel, Pop tarts… der Toaster als Fertiggerichtekochgerät ist ja nu nichts Neues. Alle paar Jahre kommt mal wieder ein anderer Hersteller und alle haben eines gemeinsam: alle haben eine wirklich erstaunliche Anzahl an künstlichen Zusatzstoffen, das glaubt man gar nicht. Deshalb ist auch das folgende Produkt in meinem Einkaufswagen gelandet. In drei Geschmacksvarianten (Käse + Schinken, Käse + Salami und Pizza für ca. 1,89 € bei Aldi) ist ein Blick auf die Zutatenliste äußerst amüsant.
Toast & Snack PackungMan hat hier lauter gute Sachen drin: Natriumnitrit, Maltodextrin, Aroma, Dextrose, Natriumascorbat, Diphosphat, Glucosesirup, Saccharose, Ascorbinsäure, Natriumcitrat, Polyphosphat, Gelatine, Sorbinsäure, Hefeextrakt, Kaliumjodat. Erstaunlich, aus was der Mensch alles Nahrungsmittel machen kann…Toast & Snack Ingredients
Nun ja, man kann der Packung zwei einzeln verpackte Toasts entnehmen, diese aus der Folie befreien (ausnahmsweise geht diese tatsächlich total einfach auf!) und dann in den Toaster stecken. Äh, wie jetzt? Vier Minuten? Wie soll ich das denn an meinem Toaster einstellen? Ich habe einen Toaster, der zwar 10 Stufen hat, aber keine davon toastet 4 Minuten. Im Ofen geht es auch, bei 180 °C 8-10 Minuten, aber das ist irgendwie nicht der Sinn eines Toaster-Snacks… Also ein wenig rumprobiert…
Toast & Snack
Außen war der Toast dann schon schön braun und knusprig…
Toast & Snack getoastet … aber innen war der „Käse“ noch nicht ganz schön zerlaufen. Also, das ist nix mit meinem nicht-auf-vier-Minuten-einstellbaren Toaster…Toast & Snack Füllung
Geschmacklich… eh, müssen wir darüber noch sprechen? Salzig, viel zu salzig, sehr künstlicher Schinkengeschmack, der Käse klebt fürchterlich an den Zähnen und… na ja, der Toast war gut. Die Füllung nicht. Andererseits kann man sich auch einfach diesen Flammkuchen-Aufstrich von Hochland kaufen… der ist ähnlich wider.. , äh, salzig.

Wirsing, Sususi

Fa Magic Oil

So, alle den Muttertag überlebt?
Dan können wir uns jetzt ja der neuen Test-Aktion von trnd.com und Fa zuwenden: Fa Magic Oil! Pflegt mit Öl und erfrischt wie ein Duschgel uhund: obwohl es mit Microölen ist, fettet es nicht. In drei Duftrichtungen kommt es: Ingwer-Orange, Blauer Lotus und Pinker Jasmin. Also, let´s „lather, rinse, repeat; and lather, rinse, repeat; as needed“ (*sing* – muß ich euch sagen, aus welcher Serie der Song stammt oder findet ihr es raus?)
Fa Magic Oil
Ein wares Wunder, äh, pure Magic halt. Also, die Flaschen gefallen mir schon mal. Glitzer. Schöööön. *räusper* Na, stimmt doch! Zumindest bei Ingwer-Orange. Doch der Reihe nach, gehen wir sie eins nach dem anderen durch.

Ingwer-Orange:
Die Farbe ist der Hammer! Grade wenn Licht auf den (auf dem Etikett der Rückseite angebrachten) Glitzer trifft. Dann ist im Badezimmer Sonne pur aufgegangen. Gefällt mir sehr gut. Riechen tut es vor allem nach Orange. Wer von Treaclemoon „Ginger Morning“ kennt… der findet bei Fa keine Spur von Ingwer. Ein wenig schade, wenn der Orangenduft nicht wirklich so toll wäre. Ich habe mich schon unter der Dusche ertappt, daß ich glatt noch mal Duschgel genommen habe, obwohl ich schon fertig war. Aber es hat so toll nach Orange gerochen! Leider blieb nach dem Duschen kaum Duft auf der Haut zurück. Der Schaum den das Duschgel erzeugt, ist sehr seidig und angenehm, definitiv kein „Bauschaum“. Dafür schäumt es aber nicht besonders stark. Nach dem Duschen fühlte sich meine Haut sehr schön an. Definitiv nicht ölig oder fettig, aber längst nicht so ausgetrocknet wie mit herkömmlichen Duschgel. Nachcremen mußte ich aber trotzdem. Alles in allem ein Duschgel, mit dem ich mich unter der Dusche sehr wohl gefühlt habe und welches wohl ab und an wieder im Badezimmer landen wird.
Fa Magic Oil Incis
Pinker Jasmin:
Ehrlich? Ich habe mir davon mehr versprochen. Es riecht zwar süßlich und ein wenig jasminig, aber nur beim dran-vorbei-riechen im Drogeriemarktregal hätte ich es nicht mitgenommen. Ich habe auch den Eindruck, es ist ein Duft, den man schnell über wird. Vielleicht fehlt mir ein wenig, um die Jasmin-Süße auszubalancieren. Außerdem muß ich gestehen, daß ich kein Fan von rosa bin, und das ist wirklich extrem seltsames rosa. Äh, pink. Für die Duscheigenschaften gilt das Selbe wie beim Ingwer-Orange. Nur nachkaufen werde ich es vermutlich nicht gleich. Vielleicht mit ein wenig warten, vielleicht probiere ich es im Winter noch mal, wenn man was blumiges braucht… Außerdem hätte ich die Farbe jetzt nicht unbedingt mit Jasmin-Duft verknüpft, obwohl, ja, es gibt pinke Jasminblüten… trotzdem ziehe ich die weißen vor.

Blauer Lotus:
Puh, der Duft ist schwierig zu definieren. Vor allem, da ich noch nie an einer lebenden Lotusblüte gerochen habe, und somit nicht sagen könnte, ob das Duft so hinkommt. Andererseits hatte ich den Eindruck, daß es riecht, wie jedes andere „blaue“ Duschgel auch (etwas süßlicher vielleicht) – und damit kommen wir schon zu meinem Problem: ich finde einfach, blau ist momentan im Kosmetiksektor total überrepräsentiert! Jeder Hersteller hat ein blaues Duschgel, meistens irgendwas mit „Ocean“ oder „Lagune“ oder so im Sortiment und oft weiß man nicht mehr, hat man Duschgel, Weichspüler oder Kloreiniger vor sich, es riecht eh alles gleich. „Blau“ halt. Das Duschgel fand ich langweilig und nichtssagend, sowohl vom Duft wie auch von der Optik.

Fazit:
Ingwer-Orange: Ja, ja, ja! Richtig tolles Duschgel. Pinker Jasmin: Tolles Duschgefühl, wenn man die Augen zumacht, sieht man das rosa nicht mehr und riechen tut es nicht schlecht. Blauer Lotus: Kann man nix falschmachen mit, duschen kann man damit.

Und jetzt: Fröhliches Duschen!

Wirsing, Sususi

Eichenrinde

Moment mal. Das sieht ja aus… wie… Holz? Stimmt, ist es auch. Genauer gesagt, es ist Eichenrinde. Und außnahmsweise will ich nicht, daß Ihr das esst. Eichenrinde Nicht, daß Eiche generell un-essbar wäre. Man denke nur daran, daß aus Eicheln eine Art „Kaffee-Ersatz“ hergestellt werden kann oder daß Eichelmehl auch verbacken werden kann (aber bitte nie rohe Eicheln essen!).

Hier geht es aber diesmal um die Rinde des Baumes. Eichenrinde enthält sehr viele Gerbstoffe und diese wirken adstringierend auf die Blutgefäße. Das heißt, sie ziehen sich zusammen. Diese Eigenschaft ist sehr nützlich, denn so ergibt sich ein blutstillender Effekt. Darüber hinaus sind diese Gerbstoffe für die Haut juckreizstillend. Man kann Eichenrinde also zum Beispiel einsetzen bei Neurodermitis oder anderen juckenden Hautausschlägen. Entweder als Vollbad (nicht bei Fieber oder Bluthochdruck!) oder als aufgekochter Sud, um die juckenden Stellen zu behandeln. Das gleiche gilt auf Grund der adstringierenden Wirkung bei Hämorrhoiden. Dazu nimmt man entweder 1/2 Tl für ca. 150 ml Wasser für eine Tasse bzw. für ein Bad ca. 500 – 600 gr., die man vorher mit Wasser aufkocht, 10-15 min ziehen läßt und dann den Sud (ohne die Rinde) ins Badewasser gibt.

Dieser blutstillende Effekt kann auch nützlich sein für Menschen, die gerade Blutverdünner nehmen müssen: Blutungen können so viel schneller wieder zum Stillstand gebracht werden.

Als Sud eignet sie sich auch bei Zahnfleischbluten, Zahnfleischentzündung oder anderen kleineren Wunden, um die Wunde schneller heilen zu lassen. Hier sollte man jedoch berücksichtigen, daß gerade bei frisch aufgebrühtem Sud immer kleine Schwebeteilchen im Sud sein werden, die man absetzten lassen sollte. Sonst kann es passieren, daß diese die Wundheilung eher verzögern als beschleunigen. Deshalb sollte der Sud niemals bei sehr frischen Wunden wie direkt nach einer Zahn-Extraktion zum Beispiel angewendet werden. Ist der Zahn aber schon ein paar Stunden draußen, dann kann man damit den Mund spülen, so für eine bessere Heilung sorgen und dafür sorgen, daß die Wunde nicht wieder anfängt zu bluten. (Für Weißheitszähne: einfrieren und als Eislutscher lutschen… klappt wunderbar und kühlt noch dazu…).

Alles in allem also durchaus ein kleiner nützlicher Helfer für daheim. Durch die Gerbstoffe kann Eichenrindensud auch bei Durchfall helfen, aber das ist nur etwas für hartgesottene Mägen bzw. intensive Fälle, da Eichenrinde schon sehr viel Gerbstoffe enthält – das schlägt unter normalen Umständen viel zu sehr auf den Magen. Theoretisch wirkt der Sud auch bei inneren Blutungen, aber da wird wohl keiner hier so blöd sein, damit rumzuexperimentieren – damit bitte sofort zum Arzt! Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie… na ja, Ihr kennt den Spruch ja!

Wirsing, Sususi

Thymian

Seht Ihr´s? Bzw. seht Ihr es nicht? Eine Seite ist normaler getrockneter Thymian aus dem Gewürzregal, die andere Seite ist Thymiantee. Kein Unterschied. Beides das Gleiche, auch preislich ist hier kein großer Unterschied. Nur hat man meistens eben statt Tee dann das Gewürz daheim, wenn man es grade braucht.
Thymian
Brauchen? Wofür? Ganz einfach: so gut wie für alles. Egal was Ihr habt, Thymian hilft bestimmt. Thymian wirkt antibakteriell, fungizid, schleimlösend, krampflösend, hilft sogar gegen antibiotika-resistente Bakterien, gegen Magen-Darm-Grippe, Wechseljahresbeschwerden, Karies, Parodontose, Akne (als Tinktur oder Salbe), bei Ratten zumindest gegen Bluthochdruck, gerüchteweise gegen Lepra und wahrscheinlich noch gegen viel mehr. Also sozusagen der „Allrounder“ unter den Heilkräutern.

Glücklicherweise verlegen sich auch immer mehr Arzneimittelhersteller auf die natürliche Heilwirkung des Thymians (Bronchipret Pastillen z. B.). Aber wenn man ihn schon daheim hat, dann kann man auch genau so gut einfach einen Thymiantee trinken. Dazu einfach 1 Tl getrockneten Thymian mit 1/4 Liter heißem Wasser aufgießen oder in den Erkältungstee geben, ziehen lassen und am Besten mit Honig süßen.

Auf diese Weise hat man bei Halsschmerzen (am Besten in Kombination mit Salbei) und Husten immer schnelle Hilfe im Haus. Grade bei Bronchialerkrankungen, sei es durch eine Erkältung oder Asthma, Reizhusten oder Keuchhusten, bringt Thymian sehr schnell Linderung. Dazu trägt auch bei, daß die ätherischen Öle beim Einatmen auf das Nervensystem beruhigend wirken, was auch der Grund ist, warum Thymian oft in Erkältungsbädern zu finden ist.

Aber auch hier: Nebenwirkungen gibt es. Ein Beiname des Thymians ist „Hexenkraut“, da er zu den Kräutern gehört, die eine abortive Wirkung haben können. Deshalb bitte besonders in der Schwangerschaft sehr aufpassen, d. h. im ersten Trimester komplett darauf verzichten und später sehr sparsam. Sind die Wehen allerdings bereits im Gange kann Thymian durchaus ebenfalls schmerzlindernd und beruhigend wirken. Auch hier gilt: im Zweifelsfall lieber einen Arzt fragen. Das gilt auch für Allergien. Thymian gehört neben Lavendel zu den zwei Dingen, die in Erkältungsbädern sehr häufig Ursache für darauf folgenden Nesselausschlag sind.

Aber keine Sorge, sparsam im Essen verwendet sollten Nebenwirkungen eigentlich nicht auftreten. Im Gegenteil, Salmonellen, Listerien und Coli-Bakterien haben so sogar noch weniger Chancen…

Wirsing, Sususi

Minze

Schokominze, Orangenminze, Erdbeerminze… obwohl es inzwischen so viele verschiedene Minz-Arten gibt (die sich daheim übrigens hervorragend im Blumentopf ziehen lassen…), sind die bekannstesten wohl immer noch Pfefferminze, Nana-Minze und die Marokkanische Minze.  Hier auf dem Bild ist marokkanische Minze zu sehen, leider gekauft, da mir Blattläuse letztes Jahr meine komplett zerfressen haben *grummel*

Wer Minze-Tee sehr häufig als Erfrischungsgetränk zu sich nimmt (kann man keinem verübeln, ist ja auch lecker und durstlöschend), der kann eigentlich aufhören zu lesen, denn der Körper gewöhnt sich schon nach drei bis vier Wochen so daran, daß eine Heilwirkung danach ausbleibt.
Marokkanische Minze
Wer das nicht tut, der hat mit Minze in jeder Art eine sehr gute Ergänzung zum Erkältungstee. Das in allen Minz-Arten in mehr oder weniger hohen Konzentration (marokkanische Minze z. B. hat bloß einen geringen Anteil) enthaltene Menthol macht die Atemwege bei verstopfter Nase wunderbar frei. Zusätzlich wirkt auch Minze leich schmerzstillend und entspannend auf die Atemwege. Zusätzlich hilft es natürlich, wenn man die heißen Tee-Dämpfe auch gut einatmet – dadurch werden die Schleimhäute nicht nur gut befeuchtet sondern zusätzlich befreit.

Obwohl ich nicht der große Freund von Minz-Öl bin (ein Alkoholauszug ist mir hier lieber – meine Haut reagiert da nicht so empfindlich drauf: einfach in Korn mit mind. 45 % im Verhältnis 10:1 mit Minze mischen, zwei bis drei Wochen stehen lassen, abfiltrieren und dunkel aufbewahren), wirkt Minz-Öl (und die Tinktur) bei Spannungskopfschmerzen lindernd: das Menthol bewirkt über einen TRP-Nerven-Kanal zwar ein Kühlungsgefühl (was bei der Tinktur noch durch das Verdunsten des Alkohols verstäkt wird), erweitert aber die Blutgefäße und steigert somit die Durchblutung und Entspannung der Nackenmuskulatur. Auch auf die Stirn und die Schläfen gestrichen, ergibt sich ein ähnlicher Effekt. Durch diese Durchblutungsförderung kann es auch bei müden Muskeln und rheumatischen Erkrankungen eingesetzt werden.

Als Tee wirkt Pfefferminze ebenfalls gegen Übelkeit, also eine Alternative für alle, die keinen Ingwer mögen/vertragen. Stillende Frauen sollten wissen, daß Pfefferminztee den Milchfluß hemmt.

Aber, wie überall: Nebenwirkungsfrei ist Minze nicht. Zum einen können empfindliche Menschen nicht nur hautmäßig auf das Öl allergisch reagieren sondern auch auf das Kraut direkt. Insbesondere bei hohen Dosen oder bei Kindern kann dann der sogenannte Menthol-Krampf auftreten, der besonders bei Kindern unter 6 Jahren zu Atemstillstand führen kann. Hier sollte man auf Minzöl ganz verzichten und Pfefferminztee auch nur sehr vorsichtig geben. Bei einigen Menschen kommt es auf Grund des Menthols zu Magenbeschwerden, obwohl Minze andererseits grade bei Gastritis als Heilkraut empfohlen wird. Bei Gallensteinen aber bitte auf Minze verzichten.

Auch hier gilt: Im Zweifelsfall lieber den Arzt fragen – der kennt nämlich auch die jeweilige persönliche Situation und kann deshalb etwas mehr als allgemein beraten.

Wirsing, Sususi

Kamille

Also, nach den paar Wochen Vorweihnachtszeit/Weihnachten/Silvester bin ich sooooo vollgefuttert, daß ich Essen grade nicht mehr so wirklich sehen kann…. folglich hatte ich auch keine Lust auf ein Kochbuch und dachte, wir Kräutern noch ein wenig. Heute hätte ich da Kamillenblüten anzubieten:
Kamillenblüten
Sollte man Kamille selber sammeln wollen, dann muß man aufpassen, daß man sie nicht mit der Hundskamille verwechselt – sieht fast gleich aus, hat aber keinen Wirkstoff. Das geht aber ganz einfach: die echte Kamille duftet nach Kamille und hat einen hohlen Kopf – die Hundskamille nicht.

Das zweite Wissenswerte über die Kamille ist folgendes: sie ist tückischer, als man glaubt! Immer wieder werden Empfehlungen ausgesprochen, Kamillensud bei juckenden Augen anzuwenden oder bei Erkältungen als Tee zu trinken. Dabei ist genau das eigentlich verkehrt. Die feinen Härchen der Kamille wirken nämlich äußerst reizend auf die Schleimhäute und können so sogar Bindehautentzündungen auslösen (abfiltrieren hilft nichts – Blauband vielleicht, aber schon bei Schwarzband sitzt ihr drei Tage dran, bis ihr ein paar Tassen durch habt…). Zudem wirkt Kamille auch noch austrocknend auf Schleimhäute und die Haut. Diese Wirkung ist manchmal durchaus gewünscht, z. B. bei Ekzemen, aber bei Halsschmerzen macht sie die Sache manchmal noch schlimmer…

Was macht man denn dann überhaupt mit Kamille? Zum einen wirkt sie beruhigend auf den Magen. Eine Tasse Kamillentee bei Magenschmerzen, Krämpfen, Durchfall oder Gastritis wirkt schön lindernd. Zum anderen wirkt sie entzündungshemmend. Dafür ist unter anderem das alpha-Bisabolol verantwortlich, welches oft als entzündungshemmender Wirkstoff in Kosmetikas eingesetzt wird. Bei Ekzemen, Schuppenflechte oder sonstigen Hautproblemen kann man die betroffenen Stellen mit Kamillen-Tee betupfen, bis die Probleme verschwinden.

Warum habe ich Kamille jetzt trotzdem im Erkältungstee? Also erstens, sie wirkt schon antibakteriell und entspannend. Zweitens, sie schmeckt gut. Manche Kräuter sind nicht gerade ein kulinarischer Hochgenuß und deshalb können sie ein wenig Geschmack schon vertragen. Nur, wie gesagt, aufpassen bei Halsschmerzen, dann lieber weglassen.

Wirsing, Sususi

Eibischwurzel

So, da der Winter sprunghaft fortschreitet, kann man neben der Erkältung auch ein bißchen Husten mitnehmen… wir hatten ja schon ein paar Zutaten für unseren Erkältungstee und heute gibt es etwas, was zwar nicht direkt mit in die Teemischung mit rein soll, aber ergänzend ziemlich gut paßt: Eibischwurzel!
Eibischwurzel
Ob Eibischwurzel in Frage kommt, richtet sich immer nach der Art des Hustens. Ist es eher ein verschleimter Husten, dann bringt Eibischwurzel nicht viel. Ist es eine Art trockener Reizhusten oder Halsschmerzen beim Schlucken oder gereizter Hals durchs Husten – dann ist Eibischwurzel richtig toll!

Die enthaltenen Schleimstoffe legen sich wie eine Schutzschicht auf die Schleimhäute und mildern so das Kratzen im Hals und das störende Gefühl, welches einem immer wieder hüsteln läßt. Diese Schleimstoffe sind aber auch der Grund, warum man Eibischwurzeltee separat zubereiten sollte: am Besten macht man davon nämlich einen sogenannten Kaltauszug (während man den restlichen Erkältungstee ja möglichst heiß trinken soll…). 1 Tl Eibischwurzel auf eine Tasse mit 150 ml Wasser geben und mind. zwei Stunden stehen lassen. Dann kann man den Tee trinken. Je länger man ihn stehen läßt, desto mehr Schleimstoffe werden freigesetzt und die Eibischwurzel wird etwas, na, wie drückt man das gefühlvoll aus… ekelig-schleimig. Also besser in einen dieser losen Teebeutel geben! Mehr als zwei bis drei Tassen sollte ein Erwachsener am Tag davon aber nicht trinken.

Nebenwirkungen sind mir jetzt keine bekannt – was aber nicht heißt, daß keine möglich sind! Also gilt hier auch, was für alle Kräuter/Heiltees gilt: Vorsicht, wenn man sich nicht sicher ist.

Gute Besserung und Wirsing,

Sususi