Archiv der Kategorie: Produkttests

Clatronic MWG 775H

Warum kauft man sich eine Mikrowelle für 90 Euro? Ganz einfach: man hat in der Ferienwohnung nur zwei Kochplatten… folglich muß man entweder diverse Infrarotkochapparaturen aus dem Home-Shopping-Sendern ausprobieren… oder eine Mikrowelle mit Heißluft UND Grill. Die billigste, die ich fand, war hierbei die Clatronic 775H.

Schick sieht sie ja schon aus, zumindest die ersten paar Minuten nach dem Auspacken. Es gibt sie nämlich nur in Edelstahl. Und, wie man sieht, sind schon einige Fingertapser drauf zu sehen. Für daheim wäre sie ehrlich gesagt deshalb nichts. Ich HASSE Küchengeräte aus Edelstahl! Aber für eine Zweitwohnung ist mir das wurscht. Sie ist auch ganz schön groß; 23 Liter Garraum, das sind Abmessungen von 40,5×48,5×29,5 cm.
Clatronic MWG 775H
Da die Mikrowelle eine Grillfunktion hat, wird sie bei Benutzen eben dieser oben dran ganz schön heiß, will sagen, sie zählt zu den freistehenden Mikrowellen. Ist aber logisch, oder? Die Grillschlangen liegen ja direkt unter der oberen Seite und eine Mikrowelle ist nicht so gut isoliert wie ein Ofen. 1200 Watt Grillleistung tun hier ihr übriges. 1200 Watt Heißluft soll sie auch haben und 800 Watt Mikrowellenleistung.

Die Frage ist jetzt, taugt sie was? Warm machen kann eigentlich jede Mikrowelle, dafür hätte ich nicht so viel Geld ausgeben müssen. Aber kann sie überbacken, mit Heißluft garen und eventuell sogar Pizza backen? Laut Anleitung kann sie das, sie hat sogar unter den 9 Automatikprogrammen eines für Pizza.

Der Test begann ganz einfach: ein überbackenes Käsebrot. Also, das geht schon mal prima. Es gibt einen „Grilleinsatz“, auf den legt man das Brot und schaltet die Grillfuntkion ein. Der Käse wäre bestimmt auch braun geworden, aber erstens war es nur Babybell, der bräunt sowieso schlecht – und es war der erste Versuch. Da muß man mit den Zeiten etwas spielen, bis man das optimale Ergebnis hat, aber es geht prima.
Brot Mikrowelle

Der zweite Versuch waren Aufback-Baguettes. Auch die gehen wirklich gut. Aber, auch hier muß man ein wenig experimentieren. Auf den Grillrost legen, je nach Baguettegröße zwischen 5 1/2 Minuten und 7 1/2 Minuten einstellen bei 180 Grad Heißluft – und während des Garens mindestens einmal wenden. So nach 2 1/2 Minuten oder so. Man kriegt es mit etwas Übung so hin, daß die Baguettes knusprig sind, aber nicht verbrannt und innen durch, und nicht mehr roh. Diese hier sind außen so dunkel geworden, weil ich sie bloß einmal gewendet hatte bei 8 Minuten. Zweimal wenden führt zu einem besseren Ergebnis. Aber auch das klappt.
Baguette Mikrowelle

Wie schlägt sie sich jetzt bei Pizza? Nun ja, hier war der erste Versuch definitiv nichts. Die Pizza war durch – und weich! Aber, der Teil, wo sie nicht auf dem Teller auflag sondern frei in der Luft hing, der war auch knusprig! Also werde ich demnächst ein Kuchengitter versuchen – dort kann die Pizza flach aufliegen, aber es kommt überall Heißluft ran und ich denke, damit könnte auch die Pizza wirklich knusprig werden. Ich werde jedenfalls berichten, wie das dann geworden ist.

Ansonsten bin ich rundum zufrieden – sie macht heiß, sie gart, sie backt. Für den Preis kann ich sie jedem nur empfehlen, der ein Kombi-Gerät möchte – mit der Einschränkung, daß man etwas Geduld braucht, um gute Ergebnisse zu erziehlen, denn die Anleitung ist sehr knapp.

Oh, einige Leute bemängelten, daß die Mikrowelle 4 oder 5 Mal laut piept, wenn sie fertig ist – eine etwas seltsame Kritik, aber: sie piepst nicht, wenn man sie gleich aufmacht. (Man muß dann halt daneben stehen und sofort nach Ablauf der Zeit aufziehen…). Ehrlich gesagt, finde ich das Piepsen nicht schlimm, so hört man wenigstens auch im anderen Zimmer, wenn sie fertig ist…. Nun ja. Im Betrieb ist sie übrigens auch nicht lauter als meine „normale“.

Die Mikrowellenstärke und die Temperatur der Heißluft und der Grillfunktion lassen sich alle bequem mit Drehknopf regeln; sie läßt sich für mich zumindest intuitiv bedienen (ich weiß, die meisten Leute sehen das anders… aber dafür gibt es die Anleitung…).

Wie lange sie nun wirklich hält, dazu kann ich freilich noch nichts sagen. Ich habe sie erst seit gut zwei Monaten. Aber ich bin zufrieden. Man kann damit weit mehr machen, als in einer herkömmlichen 08/15 Mikrowelle und für den Preis kann man echt nichts sagen!

Wirsing, Sususi

 

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Maggi topfinito Mac & Cheese

Wenn mein Körper mal wieder ein gewisses Füllmaß an Salat und Obst erreicht hat, dann verbünden sich mein Magen und mein Gehirn und melden: „Stop – wie wär es jetzt mal mit irgendwas Fettigem? Was Salzigem? Was Knusprigem? So irgendwas mit viiieeeel Käse… Pizza, Käsespätzle oder so?“ Macht sich bloß schlecht, wenn man das grade nicht da hat. Glücklicherweise stand im Vorrat noch eine Dose Maggi topfinito Mac & Cheese. Hab ich zum Ausprobieren mal mitgenommen für 1,99 €.
Maggi topfinito Mac & Cheese
Die Anleitung sollte eigentlich jedem klar sein – meiner Mikrowelle offenbar nicht, denn nach den drei Minuten war das Ganze auch nach dem Umrühren eher lauwarm. Es klappt besser, wenn man nach der Hälfte der Zeit schon mal durchrührt.
Maggi topfinito Anleitung
Als es heiß war, sah es erst mal gar nicht so schlecht aus. Gut, die Nudeln waren von der Konsistenz her mehr als nur schlabberig, das merkte man schon beim Umrühren. Es roch – ja, nach was eigentlich? Eigentlich nach gar nichts. Eher seltsam. Ein wenig unangenehm. Undefinierbar.
Maggi topfinito Mac & Cheese offen
Ich habe die Sauce (die übrigens sehr flüssig war) vor dem heiß machen mal kurz kalt probiert. Es schüttelte mich inklusive meiner Geschmacksnerven, aber ich hatte die Hoffnung, daß es heiß meistens besser schmeckt. Das war hier leider ein Trugschluß. Heiß schmeckte es genau wie kalt. Irgendwie nach cremigen Sägespänen (also, nicht von der Konsistenz. Nur vom Geschmack her). Nicht, daß es übersalzen gewesen wäre. Als würde man an Pappe lecken, die mit Palmfett und Hefeextrakt beschichtet ist. Das war das absolut widerlichste Fertiggericht, welches ich je hatte! Da hätten auch Geschmacksverstärker dran nichts mehr geändert. Und dazu die wirklich weichen Nudeln… Ich hab nach einem viertel gestreikt! Das ist auch das erste Mal, daß ich ein Fertiggericht so scheußlich fand, daß ich es nicht aufessen konnte. Und das schlimmste war, daß der Geschmack noch nicht mal wegging, als ich danach ein Joghurt gegessen hatte…. Und nein, das Verfallsdatum war noch lange nicht abgelaufen…

Maggi fand ich bisher zwischendurch gar nicht so schlimm. Das topfinito Chili zum Beispiel läßt sich tatsächlich essen (auch wenn es auch nicht soooo der Brüller ist…), aber das hier? Absoluter Horror! Ich rate in diesem Fall wirklich dringend von Selbstversuchen ab! Sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt!

Wirsing, Sususi (die jetzt erst mal Zähneputzen geht…)

Kürbissuppe

Heute gibt es ein wenig Abwechslung von Westerland – da hab ich noch ein paar in petto, aber heute erst mal ein Rezept aus dem nächsten Kochbuch. Und zwar ein total einfaches, auch super für Anfänger geeignet: Kürbissuppe, genauer „Buris Kürbissuppe“. (So heißt sie im Buch; es ist ein absolutes Basisrezept: schnörkellos, gut für sich selber, aber wunderbar abwandelbar für Experimentierfreudige. Darüber hinaus eignet es sich auch noch zum einkochen.)

Also, fangen wir an. Man braucht einen Hokkaidokürbis (den muß man nämlich nicht schälen; Gewicht ist egal), 5 Pfefferkörner, 1 Tl Currypulver, 1 Orange (von der man 1 Tl Orangenschale abreibt), 3 EL trockenen Weißwein, Wasser, Salz und 1 Prise Muskat. Wenn jemand keinen Alkohol im Essen will/darf, dann presst er die Orange einfach aus und nimmt davon den Saft statt den Weißwein. Zur Deko (die hier nicht mit zu sehen ist, da ich die Suppe eingekocht habe), empfehlen sich geröstete Kürbiskerne und/oder Kürbiskernöl und/oder ein Klecks Schlagsahne und/oder ein Löffelchen Sauerrahm.
Kürbissuppe Zutaten
Jetzt den Kürbis waschen und halbieren. Die Kerne ausschaben und entsorgen (oder abwaschen und rösten…). Dann den Kürbis in kleine Stückchen säbeln. Wer kein scharfes Messer hat, kann auch ein Sägemesser nehmen…
Da die Suppe später püriert wird, ist es wurscht, wie groß oder unterschiedlich geformt Eure Kürbisstückchen werden. Nur, Ihr solltet dann immer an den größten Stückchen prüfen, ob der Kürbis schon gar ist.
Kürbissuppe schneiden
Die Stücke in einen Topf geben und knapp mit Wasser bedecken. Nehmt Ihr zuviel Wasser, müßt Ihr später eben einfach länger einköcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Die Pfefferkörner, das Currypulver, Die Orangenschale und den Weißwein dazugeben. Aufkochen lassen und mind. 1/2 Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen.
Kürbissuppe im Topf
Wenn Ihr ein größeres Stück Kürbis anpiekst, und es weich ist, könnt Ihr die Suppe pürieren. Tadaaa, schon ist es Suppe. Dann abschmecken mit Salz und Muskat und zur gewünschten Konsistenz bringen: ist die Suppe zu dick, Wasser zum verdünnen zugeben. Ist sie zu dünn, einfach weiter köcheln lassen, bis sie dick genug ist.
Kürbissuppe fertig
Zum Servieren wie gewünscht garnieren. Als Beilage empfiehlt das Buch in Olivenöl geröstetes Weißbrot.
Das ist wirklich die absolut einfachste Kürbissuppe, die man machen kann und sie schmeckt auch in der Grundversion total lecker und man muß sich nicht immer verkünsteln. Deshalb finde ich es schön, daß manche Kochbücher immer wieder mal auch ganz einfache Rezepte mit im Repertoire haben.

Wie gesagt, sie eignet sich so auch zum einkochen; dafür heiß in Gläser füllen und im Ofen im Wasserbad (oder Eurer bevorzugten Einkochmethode) mind. 30 Minuten einkochen lassen.

Wirsing, Sususi

Toast & Snack

Toast it, Toaster Strudel, Toaster Schnitzel, Pop tarts… der Toaster als Fertiggerichtekochgerät ist ja nu nichts Neues. Alle paar Jahre kommt mal wieder ein anderer Hersteller und alle haben eines gemeinsam: alle haben eine wirklich erstaunliche Anzahl an künstlichen Zusatzstoffen, das glaubt man gar nicht. Deshalb ist auch das folgende Produkt in meinem Einkaufswagen gelandet. In drei Geschmacksvarianten (Käse + Schinken, Käse + Salami und Pizza für ca. 1,89 € bei Aldi) ist ein Blick auf die Zutatenliste äußerst amüsant.
Toast & Snack PackungMan hat hier lauter gute Sachen drin: Natriumnitrit, Maltodextrin, Aroma, Dextrose, Natriumascorbat, Diphosphat, Glucosesirup, Saccharose, Ascorbinsäure, Natriumcitrat, Polyphosphat, Gelatine, Sorbinsäure, Hefeextrakt, Kaliumjodat. Erstaunlich, aus was der Mensch alles Nahrungsmittel machen kann…Toast & Snack Ingredients
Nun ja, man kann der Packung zwei einzeln verpackte Toasts entnehmen, diese aus der Folie befreien (ausnahmsweise geht diese tatsächlich total einfach auf!) und dann in den Toaster stecken. Äh, wie jetzt? Vier Minuten? Wie soll ich das denn an meinem Toaster einstellen? Ich habe einen Toaster, der zwar 10 Stufen hat, aber keine davon toastet 4 Minuten. Im Ofen geht es auch, bei 180 °C 8-10 Minuten, aber das ist irgendwie nicht der Sinn eines Toaster-Snacks… Also ein wenig rumprobiert…
Toast & Snack
Außen war der Toast dann schon schön braun und knusprig…
Toast & Snack getoastet … aber innen war der „Käse“ noch nicht ganz schön zerlaufen. Also, das ist nix mit meinem nicht-auf-vier-Minuten-einstellbaren Toaster…Toast & Snack Füllung
Geschmacklich… eh, müssen wir darüber noch sprechen? Salzig, viel zu salzig, sehr künstlicher Schinkengeschmack, der Käse klebt fürchterlich an den Zähnen und… na ja, der Toast war gut. Die Füllung nicht. Andererseits kann man sich auch einfach diesen Flammkuchen-Aufstrich von Hochland kaufen… der ist ähnlich wider.. , äh, salzig.

Wirsing, Sususi

Fa Magic Oil

So, alle den Muttertag überlebt?
Dan können wir uns jetzt ja der neuen Test-Aktion von trnd.com und Fa zuwenden: Fa Magic Oil! Pflegt mit Öl und erfrischt wie ein Duschgel uhund: obwohl es mit Microölen ist, fettet es nicht. In drei Duftrichtungen kommt es: Ingwer-Orange, Blauer Lotus und Pinker Jasmin. Also, let´s „lather, rinse, repeat; and lather, rinse, repeat; as needed“ (*sing* – muß ich euch sagen, aus welcher Serie der Song stammt oder findet ihr es raus?)
Fa Magic Oil
Ein wares Wunder, äh, pure Magic halt. Also, die Flaschen gefallen mir schon mal. Glitzer. Schöööön. *räusper* Na, stimmt doch! Zumindest bei Ingwer-Orange. Doch der Reihe nach, gehen wir sie eins nach dem anderen durch.

Ingwer-Orange:
Die Farbe ist der Hammer! Grade wenn Licht auf den (auf dem Etikett der Rückseite angebrachten) Glitzer trifft. Dann ist im Badezimmer Sonne pur aufgegangen. Gefällt mir sehr gut. Riechen tut es vor allem nach Orange. Wer von Treaclemoon „Ginger Morning“ kennt… der findet bei Fa keine Spur von Ingwer. Ein wenig schade, wenn der Orangenduft nicht wirklich so toll wäre. Ich habe mich schon unter der Dusche ertappt, daß ich glatt noch mal Duschgel genommen habe, obwohl ich schon fertig war. Aber es hat so toll nach Orange gerochen! Leider blieb nach dem Duschen kaum Duft auf der Haut zurück. Der Schaum den das Duschgel erzeugt, ist sehr seidig und angenehm, definitiv kein „Bauschaum“. Dafür schäumt es aber nicht besonders stark. Nach dem Duschen fühlte sich meine Haut sehr schön an. Definitiv nicht ölig oder fettig, aber längst nicht so ausgetrocknet wie mit herkömmlichen Duschgel. Nachcremen mußte ich aber trotzdem. Alles in allem ein Duschgel, mit dem ich mich unter der Dusche sehr wohl gefühlt habe und welches wohl ab und an wieder im Badezimmer landen wird.
Fa Magic Oil Incis
Pinker Jasmin:
Ehrlich? Ich habe mir davon mehr versprochen. Es riecht zwar süßlich und ein wenig jasminig, aber nur beim dran-vorbei-riechen im Drogeriemarktregal hätte ich es nicht mitgenommen. Ich habe auch den Eindruck, es ist ein Duft, den man schnell über wird. Vielleicht fehlt mir ein wenig, um die Jasmin-Süße auszubalancieren. Außerdem muß ich gestehen, daß ich kein Fan von rosa bin, und das ist wirklich extrem seltsames rosa. Äh, pink. Für die Duscheigenschaften gilt das Selbe wie beim Ingwer-Orange. Nur nachkaufen werde ich es vermutlich nicht gleich. Vielleicht mit ein wenig warten, vielleicht probiere ich es im Winter noch mal, wenn man was blumiges braucht… Außerdem hätte ich die Farbe jetzt nicht unbedingt mit Jasmin-Duft verknüpft, obwohl, ja, es gibt pinke Jasminblüten… trotzdem ziehe ich die weißen vor.

Blauer Lotus:
Puh, der Duft ist schwierig zu definieren. Vor allem, da ich noch nie an einer lebenden Lotusblüte gerochen habe, und somit nicht sagen könnte, ob das Duft so hinkommt. Andererseits hatte ich den Eindruck, daß es riecht, wie jedes andere „blaue“ Duschgel auch (etwas süßlicher vielleicht) – und damit kommen wir schon zu meinem Problem: ich finde einfach, blau ist momentan im Kosmetiksektor total überrepräsentiert! Jeder Hersteller hat ein blaues Duschgel, meistens irgendwas mit „Ocean“ oder „Lagune“ oder so im Sortiment und oft weiß man nicht mehr, hat man Duschgel, Weichspüler oder Kloreiniger vor sich, es riecht eh alles gleich. „Blau“ halt. Das Duschgel fand ich langweilig und nichtssagend, sowohl vom Duft wie auch von der Optik.

Fazit:
Ingwer-Orange: Ja, ja, ja! Richtig tolles Duschgel. Pinker Jasmin: Tolles Duschgefühl, wenn man die Augen zumacht, sieht man das rosa nicht mehr und riechen tut es nicht schlecht. Blauer Lotus: Kann man nix falschmachen mit, duschen kann man damit.

Und jetzt: Fröhliches Duschen!

Wirsing, Sususi

Vernel Soft & Oils Weichspüler

„So weich, so frisch, Vernel.“ Hm. „Traumhaft weich. Traumhaft frisch.“ Ok, Slogans liegen Henkel offenbar nicht so sehr. Trotzdem, die gefürchtete Trockenstarre bekämpft man heute auch ohne peppigen Zweizeiler: nämlich mit Vernel Soft & Oils. Das ist der neueste Weichspüler-Spross der Kette und verspricht Weichheit und faszinierende Pflege.
Vernel Soft & Oils
Ein wenig sperrig finde ich die 750 ml schon verteilt – zwar erkennt man die Flasche ohne weiteres sofort im Regal (gut für den Hersteller…), aber daheim im Wäscheeck nimmt sie doch viel Platz weg (schlecht für den Verbraucher…). Ansonsten ganz wie sonst auch. Informationen vorne und hinten alle drauf, Dosieranleitung und Dosierkappe auch da.

Schnuppert man zur Probe mal Probe, dann riecht der Weichspüler süßlich-mild, aber undefinierbar. Dieser Duft bleibt auch sehr lange in der Wäsche erhalten. Auch nach ein paar Tagen Balkon-Trocknung (habe keinen Trockner) und mehreren Tagen Schrank ist in der Wäsche noch ein deutlicher „frisch-gewaschen-Duft“ zu riechen.
Vernel Soft & Oils Incis
Weicher als andere Markenweichspüler macht er meiner Ansicht nach aber nicht. Statt 750 ml (reicht für ungefähr 21 Anwendungen) ist auch die 1,5 Liter Version zu haben; beide Größen in den varianten Gold, Blau und Violett. Wobei ich noch nicht rausgekriegt habe, was da der Unterschied ist.

Die angegebene Dosierung habe ich nicht ganz eingehalten, ich habe immer etwas weniger Weichspüler genommen als empfohlen. Trotzdem war die Wäsche noch sehr schön weich. Ob sich durch Soft & Oils die Reibung der Wäsche am Körper tatsächlich verringert – das weiß ich noch nicht. Dazu verwende ich ihn noch nicht lang genug.

Schöner Weichspüler, der landet bestimmt mal wieder in meiner Wäsche.

Wirsing, Sususi

Birkensaft

Erinnert Ihr Euch an die Folge von „Gilmore Girls“ wo Lorelai mit dem Weihnachten feiern wartet, bis Rory zu Besuch kommt? Natürlich ist Weihnachten dann auch schon vorbei und leider gibt es deshalb keinen Candy Cane Coffee mehr. Tja, eigentlich wollte ich erzählen, wo ich bei uns dieses wirklich widerliche Zeug gefunden habe… aber dann war ich einkaufen.
Und, ihr kennt mich ja, ich habe mal wieder etwas aufgegabelt. Birkensaft. Ja, richtig gelesen. Saft aus diesen merkwürdigen Bäumen mit der schwarz-weißen Rinde (aus denen man, wie jeder Survivalist seit Helmut Fuchs weiß, auch Birkenspaghetti und Birkenzucker machen kann… oder, ein Rezept von 1834 berichtet von Birkenwein bzw. der vergorenen Sektvariante… ja, in meinem Hirn spuckt eine Menge sekundärrelevanter Informationen rum…)

Jedenfalls gibt es von Dovgan 1,5 Liter des Saftes im Tetra-Pak bei City-Spar (gehört zu Edeka, oder?) für rund 2,29 €. Allerdings nicht pur sondern mit Minze-Geschmack. *neugierig-hippelig*
Dovgan Birkensaft
Lange hält er sich ja nicht, nur zwei Tage nach dem Öffnen im Kühlschrank… Laut Zutatenliste auch nicht ungesünder als anderes Zeug im Tetra-Pak.
Birkensaft Incis
Im Glas eher sehr unspektakulär durchsichtig; leicht getrübt. Konsistenz wie Wasser und der Geschmack… *hmm*. Das ist ja tatsächlich lecker! *huch* Es schmeckt so ähnlich wie, ja was eigentlich? Eine Mischung aus Holunderblüten, Lindenblüten, marokkanischer Minze und Zitronenmelisse.
Birkensaft Glas
Das muß ich mir für den Sommer merken, mit Zitronenlimo aufgießen und Eiswürfel rein. Noch ein Minzblatt und ein wenig Zitronenmelisse. Oder einfach mit Mineralwasser für ein wenig Blubber. Ob das mit Sekt schmeckt?

Also, ich empfehle: ausprobieren! Hat sicher nicht jeder, ist mal ein wenig etwas Außergewöhnliches in Westeuropa, im Osten ist das wohl weiter verbreitet. Die Birke hat nicht nur in der Heilkunde sondern auch in der Küche durchaus ihre Berechtigung und wenn man an Ahornsirup denkt, dann ist es zu den anderen Bäumen nicht weit.

Wirsing, Sususi