Archiv der Kategorie: Ausflüge/Urlaub

Ganesha Graz

Bisher mussten wir für gutes indisches Essen gut 650 km weit fahren. Nach Bad Liebenzell. Dort ist das „Veda“ und es ist in der Region Stuttgart/Pforzheim/Karlsruhe für mich das beste indische Restaurant. Jetzt kann man sich ja denken, daß ich dort nicht mehr so oft essen gehe, seit ich in Graz bin. Glücklicherweise durfte ich am Freitag feststellen, daß auch Graz in dieser Hinsicht sehr gut ausgestattet ist. Da die beiden anderen ausgesuchten Inder spontan nicht auf hatten, folgten wir dem Wink des Universums und begaben uns statt dessen in die Pestalozzi-Straße ins Ganesha.
Wenn man nicht weiß, wo es ist, man muß schon drüber stolpern, sonst findet man es nicht. Einfach rein, die Stufen runter und links…. schon steht man drin…
Ganesha Eingang
…in einem Restaurant mit typisch „indischem“ Dekor und Flair: viel Gold, roter Samt, diverse Wandbilder. Ziemlich gemütlich drinnen und bequem wenn man sitzt. Die Stühle sind doppelt so schwer, wie sie aussehen.Wir wurden mega freundlich empfangen und die ganze Zeit betreut und bedient!

Getränkemäßig kriegt man hier natürlich auch einen Mango-Lassi
Mango Lassi
aber auch zur Abwechslung mal indisches Bier. Cobra oder Kingfischer steht zur Auswahl, beides passt einfach gut zum Essen, da es schöne leichte Biere sind, die die Gewürze im Essen gut auffangen.
Cobra Bier
Ein Blick in die Speisekarte verrät noch mehr Interessantes: zum einen steht hier eine Mulligatawny-Suppe auf der Karte.
Mulligattani Soup
Wer sie nicht kennt, die „Mulligattani“: es ist sozusagen ein Überbleibsel der britischen Kolonialzeit in Indien. Sozusagen ein Zugeständnis der Inder an die britische Menüfolge (eine Vorsuppe) und ein Zugeständnis der Engländer an die würzige indische Küche (mit viel Curry). Im Laufe der Zeit wanderte die Suppe dann auch mit nach England und ist dort heute noch sehr beliebt. Nur außerhalb von England findet man sie eigentlich so gut wie gar nicht. Im Ganesha kann man sie probieren. Dort ist sie sehr heiß, mit ordentlich Einlage, sehr gut und nicht scharf.
Scharf waren dafür diese hier: die Chili Pakoras mit Tamarinden-Dip:
Chili Pakoras
Der Pakora-Teig war ziemlich dick, aber vom Geschmack her gut. Die kleinen grünen Chilis da drin sind schön scharf, nicht ganz Buldak Ramen Niveau aber schön scharf, was heißt, man kann sie gut essen, der Tamarinden-Dip war lecker dazu (ich hätte ihn nicht gebraucht) und alles in allem machen sie ein klein wenig süchtig….

Als Hauptgerichte stehen viele Gerichte auf der Karte, die man woanders auch findet, z. B. das Lamm Khorma (mild):
Lamm Khorma
Aber auch wieder Gerichte, die man sonst nicht findet, zum Beispiel den Kerala Dream, ein Fisch-Curry:
Kerala Dream Fischgericht
Auch wenn hier keine Makrelen-Art für das Curry verwendet wurde (ein typischer Fisch für Kerala Fish Curry ist King Mackerel), war es ein schöner fester Fisch, der zart und nicht trocken war. Er ist nicht zerfallen und er war vorher schön angebraten worden, bevor er in die Soße kam. Diese war würzig (ich wurde zwar gefragt, ob ich es „spicy“ möchte…. da geht noch was! Wahrscheinlich muß sich auch das Restaurant erst an die Kunden rantasten, wenn man bekannter ist, wird es bestimmt auch schärfer…), cremig, rund und einfach zum reinlegen!

Als Beilage kann man diverse Brote auswählen oder Reis. Wir entschieden uns diesmal für Garlic Naan – und das war eine sehr gute Entscheidung!
Garlic Naan
Außen knusprig und splittrig, innen weich und warm und das Ganze mit einem kleinen Hauch Knoblauch. Die perfekte Ergänzung, um die ganze Sauce aufzutunken.

Das Ganze war ein rundum Wohlfühl-Paket, bei dem alles stimmte. Ambiente, Service, Essen… ein kleiner Kokosschnaps am Ende rundet die ganze Sache ab, besonders bei so netten Gastgebern. Wir waren satt und zufrieden und diesmal muß ich dem Schild am Eingang recht geben:
Ganesha Schild

Namaste und Wirsing,
Sususi

Gasthaus zum Riesen Miltenberg

Dieses Mal dreht sich alles um das älteste Gasthaus Deutschlands. Nach eigenen Angaben. Historisch belegt ist tatsächlich eine urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1411. Allerdings streitet sich das Gasthaus zum Riesen in Miltenberg mit der „Herberge zum Löwen“ (1231) und „Zum roten Bären“ (1311) um den Titel. Die Gaststätte Röhrl von 1658 ist damit schon eher abgeschlagen, aber diese kann wenigstens von sich behaupten, seit damals durchgängig als Gasthaus geöffnet gewesen zu sein (Dafür gab es einen Guinnes Buch Titel). Wie dem auch sei, der „Riese“ ist sicher das bestaussehende Gasthaus aus dieser Auswahl.

Gasthaus zum Riesen

Wir kennen den „Riesen“ jetzt schon seit fast 25 Jahren… und man könnte sagen, die Beziehung ist kompliziert. Gab es zwischendurch eine Phase, in der ein Besuch gar nicht empfehlenswert war (und zwar was das Essen, die Bedienung und die Rechnung anging), sind wir seit etwa 10 Jahren wieder sehr regelmäßig dort.

Das liegt zum einen am Miltenberger Brauhaus Faust (das einen eigenen Artikel wert ist und erklärt, warum die Biersteuer verhindert, daß wir in Österreich dort bestellen können…) und an den daher stammenden Bieren (und einem Doppelbockbrand, der ebenfalls einen Artikel wert ist…).
Zum anderen liegt es an der „gutbürgerlichen fränkischen Küche“, die dort serviert wird.
In all den Jahren haben wir es geschafft, uns wirklich fast durch die ganze Karte zu futtern.

Diese hat sich in den letzten Jahren vermutlich Corona-bedingt etwas verändert: früher gab es das „Riesen-Journal“ im Zeitungsformat, zweisprachig und mit ein paar mehr Gerichten als momentan. Vielleicht kommt man irgendwann zu dieser Variante wieder zurück. Im Laufe der Zeit ändern sich auch schon mal die Beilagen, aber im wesentlichen sind die meisten der Gerichte auch heute noch zu finden.

Die Miltenberger Rossäpfel zum Beispiel, wenn sie auch momentan mit Brot statt Kartoffelpüree auf der Karte stehen:
Original "Miltenberger Rossäpfel"
Das sind riesige Leberknödel (schön feine Masse, nicht gummiartig sondern schön fest-fluffig) mit Dunkelbiersoße.
Die sind soooo lecker, daß ich sie schon selber nachgekocht habe!
Die Veränderung der Karte bringt aber auch noch andere Fragen mit sich.
Kräftige Rinderbrühe mit Leberknodel
Das hier ist die Kräftige Rinderbrühe mit Leberknödel. Der Leberknödel war super, geschmacklich gut, Konstistenz super. Aber: die „kräftige Rinderbühe“. Kräftig war die nicht. Eher ziemlich fade. Kaum Geschmack und Salz hätte auch noch rangedurft. Wer die Karte liest, dem wird folgendes auffallen: Es gibt keinerlei Gericht, aus dem eine kräftige Rinderbrühe hätte entstehen können! Das war allerdings nicht immer so, 2019 stand noch das „Miltenberger Suppenfleisch“ auf der Karte. Da hätte man sicher die Basis für eine Rinderbrühe bekommen… jetzt habe ich blöderweise die Leberknödelsuppe nie vor 2022 probiert und deshalb kann ich leider auch nicht sagen, wie sie früher war. Ich hätte da lieber die „Meerrettichcremesuppe mir Schwarzbrotcroutons“ wieder, die grade leider nicht mehr auf der Karte steht:
Cremige Meerrettichsuppe

Vorspeisen sind aber auf Grund der Portionsgröße dort eh schon eher sportlich…
Die Haxe beispielsweise:
Gegrillter Haxen
Super knusprig außen, super zart und saftig innen. Und eigentlich hatten wir zu zweit noch genug für eine dritte Person übrig… Ich habe allerdings auch schon Leute diese Portion alleine essen sehen. Aufessen. Immer wieder erstaunlich!
Und es ist egal, was man bestellt, man hat ordentlich auf dem Teller.
Die Käsespätzle sollten mit Salatgarnitur kommen. Ich habe kurz überlegt, ob ich nicht lieber noch einen Beilagensalat bestellen soll, ich habe glücklicherweise drauf verzichtet:
Käsespätzle
An Käsespätzle kann man nicht viel falschmachen, aber jede Menge richtig: sie waren würzig und das Verhältnis Röstzwiebeln zu Spätzle war endlich auch mal richtig gut! Ich hätte vielleicht den Salat gerne auf einem extra Teller gehabt, die Salatsoße suppt halt ein bisserle in die Spätzle.

Zustätzlich zur normalen Karte gibt es grade immer eine Wochenkarte, von dieser stammt das Hirschragout hier: (nicht täuschen lassen, das ist ein tiefer Teller!)
Hirschgulasch mit Semmelknödel
Das ließ sich bequem mit dem Löffel essen, es war sehr zart. Ich hatte keine Flachsen oder durchwachsenen Stücke dabei, keine Schrotkugel (warum eigentlich immer ich? Ich hab schon zweimal auf so ein Ding gebissen…Nicht lustig!) und genügend Preiselbeeren. Die Semmelknödel finde ich beim Riesen immer lecker und ich hatte so viel Soße, daß es bis zum letzten Bissen Knödel gereicht hat. A propos draufbeißen: weder beim Sauerkraut dort noch beim Rotkohl hatte ich je das Missvergnügen, auf eine Nelke oder eine Wacholderbeere zu treffen. Nicht mal ein Stück Lorbeerblatt, obwohl geschmacklich alles da ist.

Momentan gibt es aber nicht nur die Aktionskarte und die normale Speisekarte sondern auch eine „To Go Karte“. Das ist super, kurz bestellt, entweder direkt dort oder telefonisch, dann bereiten sie es zu und verpacken es transportsicher.
So kamen wir in den Genuß des Bayerischen Schweinebratens mit Dunkelbiersoße, Semmelknödeln und Rotkohl. Beides echt super verpackt und die Box kann man wieder befüllen lassen.
Bayerischer Schweinebraten mit Dunkelbiersoße
und den hausgemachten fränkischen Kochkäse mit Schwarzviertlerbrot, Zwiebeln und Butter
Hausgemachter fränkischer Kochkäse
Das steht eigentlich als kleinerer Snack auf der Karte, aber nach der Portion fühlte ich mich gut satt. Der Kochkäse war mild und cremig, mit Kümmel obendrauf und die Menge der Zwiebeln (die es in einem extra Töpfchen dazu gab) war schon fast etwas übertrieben.

Zum Trinken sollte man eines der 19 Biere der Brauerei Faust versuchen, wobei hier das Schwarzviertler und das Auswandererbier meine absoluten Favoriten sind. Zu einem guten Kräusen sag ich aber auch nicht nein.

Sollte man dann aus unerfindlichen Gründen noch nicht satt sein, dann kann man am Wochenende einen Apfelstrudel haben (den wir leider verpasst haben, am Montag war nix mehr übrig…)
oder eine Zartbitter-Schoko-Tarte mit hausgemachter Vanillesoße:
Zartbitter-Schokotarte
Die war…ok. Keine kulinarische Offenbarung, einfach eine Schokotarte, die ich an anderer Stelle schon besser hatte und auch selber besser hinkriege.
Es gibt noch gebackene Apfelringe, die hatten aber beim Essen einen merkwürdigen Nachgeschmack, vielleicht war das Fett noch nicht ganz heiß gewesen, vielleicht gebe ich denen noch mal eine zweite Chance. Aber eigentlich bin ich mit den Nachspeisen durch, man braucht sie dort nicht, und sie sind nicht grade die Stärke des „Riesen“.

Was man noch wissen sollte, man sitzt dort drinnen mitunter eng. Und es ist warm, nicht nur, wenn es technische Probleme gibt wie dieses Jahr… Dafür kriegen sie inzwischen sogar größere Gruppen (so um die 20) wieder ganz gut hin, wenn auch die optimale Personenanzahl so um die 6 Personen oder weniger liegt.
Wir sehen uns garantiert wieder, hoffentlich schon dieses Jahr, wie immer, meistens so zwischen Weihnachten und Silvester. Ich freu mich jedenfalls wieder drauf!

Wirsing, Sususi

Die Brizza!

„Sie können sich heute über mich lustig machen, denn heute bin ich ein Gott!“ Dachte sich Jackson, als er in „Gilmore Girls“ die Himquat erfand. So oder so ähnlich haben sich bestimmt auch die Aschaffenburger Erfinder dieser Kreation hier gefühlt: der Brizza!

Brizza

Dies ist übrigends genau das, wonach es aussieht: ein Brezel-Pizza-Hybrid. Mit Weißwurst. Dieser hier stammt aus Miltenberg vom Brezel-Wirt, offenbar werden die Laugenböden in einer Art Franchise-Verfahren an Gastronomen verkauft, die sie dann belegen und backen.

Es handelt sich also um einen Laugenboden mit diversen Belägen, typisch bayerisch kommt sie mit Obazter daher, als Münchner mit Weißwurst, süßer-Senf-Schmand-Creme und Zwiebeln (die obrige Variante) oder sogar exotisch als „der Grieche“. Das klang pervers genug, um es zu probieren!

Witzigerweise schmeckt es nur halb so pervers, wie es aussieht. Der Laugenboden war schön kross, oder besser, resch. Die Weißwurst, na, da kann man eh nix verkehrt machen. Die unterlegte Schmand-Creme mit süßem Senf passte gut. Nur, die Zwiebeln, die roten, die waren absolut verkehrt hier drauf! Da hat man eine angenehm milde Komposition, und plötzlich puncht einem da so eine Zwiebel in die Geschmacksknospen. Auf der Brizza mit Obatzer, da passt sie bestimmt gut. Aber doch bitte nicht zur Weißwurst!

Das war aber schon der einzige Kritikpunkt, es ist ein guter Zwischendurch-Snack, ein Weißbier passt bestimmt auch super (das dürfte grade in Miltenberg biertechnisch kein Problem sein, da was passendes zu finden – Faust läßt grüßen).

Ob mein fränkisches Herz allerding die Variante mit Sauerkraut und Nürnbergern verträgt, das weiß ich noch nicht….

In diesem Sinne,

An Guadn und Wirsing,

Sususi

PS: man kann die rohen, belegten Böden auch mitnehmen zum selber backen. Das ist auch eine nette Idee!

Österreichischer Skulpturenpark bei Graz

Wer schon mal mit dem Auto zum Schwarzlsee gefahren ist, (und das ist vermutlich jeder Grazer schon mal…), der kennt sicher auch den Österreichischen Skulpturenpark. Denn der ist sozusagen mit der selben Ausfahrt zu erreichen, kostet aber weder zum Parken noch zum Benutzen Eintritt. Hat den Vorteil, daß man vom Skulpturenpark mitunter einen sehr schönen Ausblick hat. (Und den Nachteil, daß man von dort nicht ins Wasser kann, aber das ist je nach Wetterlage ja nicht schlimm…)
Ausblick Schwarzlsee
Jedenfalls dachte ich immer beim Vorbeifahren, ja, gut, ist halt ein Park. Steht ein wenig Kunst rum. Muß man nicht sehen. Doch! Muß man!
Erstens ist es eine wirklich schön angelegte Parkanlage, in der man wunderbar bummeln, schlendern, wandern und spazieren gehen kann. Bei ca. 7 Hektar kann man das auch ausgiebig.
Alleine schon wegen der schön angelegten Landschaft lohnt sich ein Besuch:
Lotosteich
Mit Glück kommt man zur richtigen Jahreszeit und kann die Lotosblüten blühend bewundern:
Lotosblüten
Zweitens steht da Kunst rum, die tatsächlich mitunter echt sehenswert ist. Oder zumindest interessant. Kontrovers. Lustig. Beunruhigend. Seltsam. Kunst halt!
Wie dieses -3m Brett von Markus Wilfling:
-3m Brett
Oder die wild zusammengewürfelten Airplane Parts & Hills von Nancy Rubins:
Air Plane Parts & Hills
Ok, der Perambulator (Karin Hazelwander) gibt da schon mehr Raum für Diskussionen:
Perambulator
Eine Horde Wale trifft es vielleicht eher? Man sieht, es bietet sich eine tolle Gelegenheit, zu lachen, zu diskutieren und einfach einen schönen Tag zu haben.
Ein Besuch lohnt sich also tatsächlich, und da aktuell der Ansturm noch nicht so groß ist, kann man ganz in Ruhe die Gelegenheit nutzen.
In diesem Sinne: (I. Strobl, o.T.)
Skulptur ohne Titel
Wirsing, Sususi

Alpaka Expo 2020 Graz

Ok, i have no idea wer oder was Alpakas erfunden hat – aber was auch immer es war, es war definitiv eine fantastische Idee! Alpakas sind so was wie Instant-Happiness…. wer das nicht glaubt, der hat noch nie einem Alpaka in die Augen geschaut. Wer das noch nicht hatte, der konnte es auf der diesjährigen Alpaka Expo in der Grazer Messehalle ausprobieren.

Wir haben davon auch nur durch Zufall einen Tag vorher erfahren – und sobal ich gelesen hatte, daß man dort einen Alpaka-Spaziergang machen kann, war für mich klar, da müssen wir hin.
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Für einen kleinen Spaziergang mit einem Alpaka – alleine dafür hat sich der Weg gelohnt. Abgesehen vom Eintritt der Messe kostete es uns nur eine kleine freiwillige Spende und ein wenig Anstehen. Weil wir früh genug dran waren. Sonst hätten wir schon ganz schön Schlange stehen müssen. So konnten wir relativ schnell mit diesem hübschen Kerl hier eine Runde drehen – Antonio nahm es sehr gelassen. Alpaka eben. Zu knabbern gab es für ihn auch was unterwegs.
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Eine Messehalle plus Außenbereich mit ca. 250 Alpakas und ein paar Lamas konnte man sich anschauen – und eine so relaxte Athmosphäre kriegen wohl nur Alpakas auf Ausstellungen dabei hin. Einzig das Angefingere durch den Preisrichter bei der Show fanden ein paar nicht so lustig. Wobei man dazu sagen muß, daß er schon lange an dem Alpaka zupfen musste, bevor es endgültig genervt war und die Züchterin nebenan anspuckte.

Man konnte auch noch Lamas durch einen Parcour führen, Filzen mit Alpakawolle oder Faser mit dem Spinnrad verspinnen. Eine Modenshow und diverse Produkte aus Alpaka-Wolle und, falls jemand selber in die Zucht einsteigen möchte, Futter und diverses andere Zubehör war zu erwerben.

Am Besten waren aber immer noch die Alpakas selber, die man im Außenbereich sehen konnte. Man glaubt gar nicht, wie unterschiedlich sie alle aussahen. Jedenfalls müssen wir uns diesen Termin auf alle Fälle merken, denn nächstes Jahr findet nicht nur die Alpaka Expo hier statt sondern die World Alpaca Conference. Man darf annehmen, daß dann noch viel mehr der hübschen Tiere hier zu sehen sein werden.

Plus, einige von ihnen sind einfach nur sooooo flauschig!
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Wirsing, Sususi (die ihren Alpaka-Kalender schon in der Küchen hängen hat und jetzt beim Kochen das Alpaka des Monats sieht…)

Stemot 2020

Letztes Wochenende fanden in Wettmannstätten in der Weststeirerhalle die vierten Steirischen Modellbautage kurz: STEMOT statt. Modellbauer aller Art und Alter stellen ihre Modelle aus, kaufen und verkaufen Zubehör, Bausätze, künstlichen Rost, Farben, Klebstoffe und sonstiges.

Zu sehen gibt es alle möglichen unterschiedlichen Modelle aus jedem Genre, wie hier zum Beispiel die CSS Virginia für alle Liebhaber der Sezessions-Kriegs-Modelle…
USS Virginia

Harleys… (nicht Quinn…)Harley

Um auf hoher See zu bleiben… hier die Santa Maria.Santa Maria

Kleine Dioramen setzen die Modelle zusätzlich in Szene wie hier:Camel Trophy 1942

Auch aus Papier kann man erstaunliche Sachen basteln. Vom Kleintier…Hamster

bis zu Science-Fiction.So ein Yoda aus Papier… cool!Yoda

Raumschiffe gab es natürlich auch: Der Maquis Fighter ist gut gelungen.Maquis Fighter

Es lohnt sich, vorbei zu schauen, denn man findet Cooles, Interessantes, handwerklich Beeindruckendes und Skurriles aus der Welt des Modellbaus.

Bananaaaa

In diesem Sinne: Bananaaaaa, äh, Wirsing, Sususi

Street Food Market Graz 2019

Gerüchteweise ist Graz ja die Genußhauptstadt der Steiermark und seit 2008 ist das sogar offiziell. Echt? Ja, dann bin ich ja mal gespannt, was Graz mir so zu bieten hat…
Einen kleinen Einblick konnten wir letztes Wochenende erhaschen: vom 07.06 – 09.06 fand nämlich der Street Food Market Graz statt! Dazu trafen sich am Karmeliterplatz rund 30 Street Food Stände und präsentierten, was sie konnten.
Das konnten wir nicht verpassen! Das Wetter war herrlich, wir waren hungrig, ideale Voraussetzungen also.

Ein kurzer Rundgang, um sich einen Überblick zu verschaffen und schon mal vorzumerken, was unbedingt probiert werden mußte, dann fingen wir mal mit den BBQ-Rippchen mit Potato-Crispers und Dip von „Highway to Grill“ an:
BBQ-Ribs
Leicht rauchig; süßliche BBQ-Sauce, lecker! Sozusagen der perfekte Appetizer zusammen mit einmal Corn on the Cobb.
Corn Cob
Ok, das war dann halt ein Maiskolben, wie ein Maiskolben halt so ist und sein muß. Kann man nichts falsch machen.

Als nächstes wandten wir uns dem Wasser zu: frittierte Ährenfische vom „Seeteufel“:
Frittierte Ährenfische
Schöne Portion! Frisch frittiert, knusprig, lecker. Condiments wie Salz, Hot Sauce und Malzessig (weil auch Fish&Chips auf der Karte stehen) waren vorhanden und damit ließen sich die Fischchen ratz-fatz wegknabbern. Nett fand ich außerdem die „Zeitungs-Auslage“ des Schälchens.

Bei einem Abstecher nach Tibet probierten wir die Momos:
Momos
Da wir uns nicht entscheiden konnten, probierten wir beides: sowohl die mit Käse-Kartoffel-Füllung als auch die mit Fleisch. Beide gut, obwohl mir die mit Käse-Kartoffel besser geschmeckt haben. Die Sauce dazu war reichlich, tomatig und sehr neutral gewürzt, wenn ich das mal so sagen darf. Die hätte ich jetzt nicht unbedingt dazu gebraucht…

Langsam klebte uns bei den Temperaturen die Zunge am Gaumen, aber wo es Crêpe gibt, gibt es auch Limonade. Zumindest am Street Food Market. Wir probierten Matcha-Minze-Eistee und Minze-Zitronen-Limonade.
Minze-Matcha
Diese waren deutlich leckerer, als sie auf dem Bild aussehen. Und vor allem nicht zu süß sondern schön erfrischend mit leichter Minz- u. Zitronennote. Auf Matcha wäre ich allerdings nur durch probieren nicht gekommen. Die „Gläser“ schlugen übrigens mit 3 Euro zu Buche… finde ich absolut ok, nur sollte man es vielleicht auch irgendwo anschreiben. Die Schlange vor dem Stand war nur so lang, weil die Leute das vermeintlich passende Geld noch mal aufstocken mußten…

Wir näherten uns laaaangsam der Sattheitsgrenze, aber ein paar Sachen mußten einfach noch sein: Zum Beispiel Paella! Beim ersten Rundgang war die hintere Pfanne grade leer geworden und die Pfanne vorne neu bestückt worden.
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Wir drehten also ein paar Runden bis sie fertig war. Na ja, fast. Die Muscheln fehlten noch. Die wurden aber nachgeliefert.
Paella

Eine der besten Sachen haben wir uns bis zum Schluß aufgehoben:
Churros
Churros! Von „SAM CHURROS“. Hatte ich schon oft, hatte ich schon öfter sehr gut, aber die hier waren richtig gut! Knusprig, nicht zu viel und nicht zu wenig Zucker, leckere Schoko-Sauce, boah! Zum Reinlegen! Und wenn ich am Schluß auch nur einen Bissen mehr runtergebracht hätte, dann hätte ich noch mal Churros genommen! Übrigens gab es da auch etwas, was ich bisher noch nicht kannte (und leider noch nicht probieren konnte… platztechnisch und des Magens wegen…). Strukelji. Und ich dachte, ich kenne alles seltsame Gebäck…

Jedenfalls konnten wir nicht gehen, ohne wenigstens einen der vielen Burger zu probieren:
Die Wahl fiel auf den „Cheesy Bird Burger“:
Cheesy Bird Burger
Ein Burger mit Strauß, Käse, Whiskey-Zwiebeln, Triple Cheese Cream (Cheddar, Gouda, Guiness Beer). Klingt lecker? Ja. Sieht lecker aus? Auch. Leider war er nicht so toll, wie er hätte sein können: das Bun war sehr knusprig. Also, wirklich sehr. Bröselig. Zu lange am Grill. Die Whiskey-Zwiebeln waren sehr, sehr süß und passten nicht so wirklich gut dazu. Die Triple Cheese Cream (Triple? Cheddar, Gouda und Bier als dritte Käsesorte?) war nicht halb so käsig, wie sie sich anhörte. Vielleicht hätten wir den Bison-Burger probieren sollen…

Jedenfalls gab es außer all dem auch noch Hot Dogs, Poffertjes, andere Burger, Falaffel, Mezze, Linsencurry, Steakwiches, gebackene Apfelringe mit Sahne, Waffeln, Panini, Süßkartoffelpommes, Thai Gin (yummy! Erfrischende Mischung aus Gin, Ginger Ale, braunem Zucker und diversem anderen), Kaffee, Baumstriezel, Burritos und noch vieles mehr.

Sehr satt und sehr zufrieden konnten wir uns wieder auf dem Heimweg machen…

Bis zum nächsten Mal und Wirsing,
Sususi

Kaffeehaus im Altstadtmarkt Miltenberg

Erinnert Ihr Euch hier dran?
Altstadtmarkt Miltenberg

Der hatte ja leider geschlossen! Nun gibt es aber einen Neustart; jetzt gibt es dort das „Kaffeehaus im Altstadtmarkt“ mit dem vielversprechenden Slogan „Miltenberg trifft Wien“. Das mußten wir Silvester ausprobieren!

Von außen hat sich nichts verändert….
Altstadtmarkt

…und von innen eigentlich auch nicht viel:
Altstadtmarkt Innen
Vorne im Salon sitzt man heller und gemütlicher, dafür aber auch voller…. wir sind einfach oben rauf marschiert, das machen wir schon seit Jahren und Stammgäste dürfen das, gell?

Wie man es allerdings von einem Kaffeehaus erwartet, gibt es jetzt eine schöne Auswahl an Kaffee. Natürlich gibt es auch was anderes zu trinken…. Der Rhabarbersaft ist seeeehr lecker!
Speisekarte 1

Und ich muß sagen, der Einspänner hier
Einspänner
hatte nicht nur ordentlich Schlagobers, hoppla, Sahne drauf sondern auch einen sehr leckeren Kaffee drunter!

Die Trinkschokolade war jeden sündigen Schluck absolut wert! Laut Besitzerin ist diese erstens aus Italien und zweitens gibt es davon noch eine dunkle Variante, die hatte sie aber gerade nicht da.
heiße Schokolade
Wer übrigens keine heiße Schokolade da hat, nimmt für einen ähnlichen Effekt 1 Tasse Milch, eine halbe Tasse Sahne und (kein Scherz), 226 gr. Schokolade seiner Wahl…. nur mal so zur Anmerkung….

Ok, Getränke sind hier wirklich uneingeschränkt zu empfehlen! Wie sieht es mit dem Rest aus?
Das ist … meh…. hm….
Speisekarte 2

Auswahl hat es an herzhaften Speisen genug, auch an der Kuchentheke kann man sich einiges aussuchen, zum Beispiel könnte man eine Walnuß-Krokant-Torte nehmen…

Walnuß-Krokant

Oder eine Nußtarte:
Nuß-Tarte

Oder eine Sacher-Torte, einen Möhrenkuchen oder einen Apfelstrudel…

Alles nicht schlecht. Aber, eben auch nicht mehr so gut wie es mal war. Die Walnuß-Torte war mir persönlich etwas zu süß… und etwas wenig nach Nuß schmeckend. Die Nußtarte war auch nicht schlecht, aber der Boden etwas sehr trocken.

Was allerdings mehr als lecker war, das war das Wirtshausgulasch!
Wiener Wirtshausgulasch
Einmal kurz mit dem Löffel angestippt, fiel das Fleisch butterzart auseinander. Nicht scharf, aber leicht pikant mit deutlicher kümmeliger Note. Gulasch ohne chi chi, so wie es sein muß. Die Portion war grade richtig, wobei ich hier aus reiner Gier gleich noch einmal eine Portion hätte essen können…. Und im Gegensatz zum Apfelstrudel nicht in der Mikrowelle aufgewärmt sondern auf dem Herd. Meins war heiß, das von einem Freund bei einem weiteren Besuch allerdings nicht, aber da wurde nachgearbeitet.

Ja, nu… Getränke sind diesmal spitze. Kuchen gibt es in Miltenberg besseren. Allerdings hatte dieses Jahr das Cafe Sell zu… vielleicht wechseln sie sich ab?

Wir sind Ende des Jahres wieder da, das steht fest. Was wir dann alles probieren werden, schaun wir mal…

Wirsing, Sususi

Trattoria Santa Lucia Stuttgart

Diesen November waren wir mal wieder in Stuttgart. Und hey, dort gibt es nicht nur Mexikaner sondern auch Italiener! Einer davon ist die „Trattoria Santa Lucia“ in der Steinstraße.
Trattoria Santa Lucia
Eine Trattoria mit…. wow. Gesalzenen Preisen… und Pizza auf der Karte. Ok, eigentlich hat eine Trattoria keine Pizza, das ist eine eher deutsche Erfindung. Eine Trattoria ist in Italien ein kleines Speiselokal mit „familiärer Atmosphäre“. Das ist das Santa Lucia auf alle Fälle! Unbedingt reservieren, es ist dort nicht gerade viel Platz und es ist knallevoll!
Das schlägt sich auch im Lautstärkepegel nieder: für ein trautes Abendessen zu zweit sollte man dort nicht hingehen. Wenn man aber mit mehreren Leuten einen lustigen Abend haben möchte, bei dem man auch mal laut Lachen und sich nicht in Flüsterlautstärke unterhalten möchte, dann ist man hier richtig. Leise war es dort drinnen an keinem Tisch!

Die Speisekarte steht auf der Homepage, aber zusätlich gibt es wechselnde Empfehlungen:
Speisekarte Santa Lucia

Die Vorspeisen-Bruschetta sahen auch sehr lecker aus und waren eine schöne Portion. Leider auf der anderen Seite des Tisches, daher ohne Bild. Eines muß man beim Bestellen der Pizza beachten: dort steht Tomaten, Mozzarella und Basilikum. Damit sind keine frischen Tomaten gemeint sondern Tomatensauce. Wer also keine Tomaten auf der Pizza mag, aber Tomatensauce, der braucht sich keinen Kopf zu machen.

Die Spaghetti mit Meeresfrüchten von der normalen Karte sahen so aus:
Spaghetti mit Meeresfrüchten
Geschmeckt haben sie mindestens so lecker, wie sie aussahen.

Ich hatte lieber ein Gericht von der Wochenkarte, da man das bei uns sehr selten findet: die Fregola*. Hier con vongole e bottarga**. Wobei man sagen muß, daß die deutsche Variante der Karte nicht wirklich stimmt. Vongole sind keine Miesmuscheln und Bottarga keine Meeräsche. Italienisch sprechende Esser sind klar im Vorteil *g*…
Fregola con Vongole
Sehr, sehr lecker! Gutes Verhältnis von Muscheln zu Fregola… gut abgeschmeckt…. leicht und lecker. Die Protion so groß, daß man Vorspeise oder Nachspeise schafft, aber auch nicht zu klein. Damit war ich mehr als zufrieden!

Als Nachspeise mußte ich das Tiramisu versuchen.
Tiramisu
Schön fand ich die Kaki als Deko, das hat man auch nicht so oft…. die Protion war wirklich groß! Zwar sehr sahnelastig, aber selber gemacht und gut. Nicht zu schwer, die Biskuits nicht zu durchweicht und das Ganze grade richtig süß. Damit fährt man als Nachtisch echt gut.

Vielleicht lag es an der Masse der Leute, die dort waren, aber unsere Bedienung war ein klein wenig gestresst. Nicht unfreundlich, aber etwas, hm, italienisch hektisch. Wer das Eiscafe in der Schlössle Galerie kennt, der weiß vielleicht, was ich meine.

Ein wenig Schade ist, daß man nicht in der Lage ist, separat abzurechnen. Der gesamte Tisch wird als ein Bon eingegeben und wenn dann einer schon gehen will oder muß, dann muß der gesamte Bon abgerechnet werden und ALLE zahlen. Das sollte man bei größeren Gruppen berücksichtigen. Auch ist auf dem Bon manchmal nicht ganz klar ausgezeichnet, worum es sich bei dem jeweiligen Posten handelt. Auf der Weinkarte steht eine ganze Latte Wein, aber nur „Wein, Glas“ mit dem Preis abzurechnen, geht manchmal schief. Auch bei den Gerichten kam das so vor. Also, nicht nur merken, was man isst sondern am Besten auch, wie viel es kostet, damit man hinterher auseinandersortieren kann…. (oder, einladen lassen!). Gut ist allerdings, daß man hier auch mit Karte zahlen kann!

Das ist für mich kein Restaurant, wo ich dauernd hingehen muß. Aber, wenn mich jemand fragt, hey, gehen wir mal wieder ins Santa Lucia, dann würde ich nicht ablehnen.

Das war es für heute schon wieder,
Wirsing,
Sususi

* Fregola: eine Art runde Nudel aus Hartweizenmehl; eine sardische Spezialität.
** Bottarga: getrockneter Meeräschenrogen

Miu Miu Pforzheim

Seit der Burger King auf der Wilferdinger Höhe ausgebrannt ist, mußten sich die Kollegen mit Hornbach-Imbiß, McDonalds, Panda, Subway, Tankstelle und Supermarkt zufrieden geben…. gut, daß seit einiger Zeit ein neuer Thailänder/Chinese aufgemacht hat!

Da wir schon mehrmals in der Mittagspause dort waren und es immer lecker war, hatten wir beschlossen, dort auch unsere Weihnachtsfeier zu machen. Wir waren also hier:
MiuMiu Pforzheim
Nicht irritieren lassen, wenn auf den ersten Blick nur Europcar zu sehen ist, es ist ein klein wenig klein und versteckt, besonders, wenn viele Autos davor stehen. Parken kann man aber bequem auf dem Hornbach-Parkplatz und dann hinlaufen. Drinnen ist es erst mal kein typischer „Chinese“, eher industriell-modern eingerichtet. Ein wenig Radio im Hintergrund ist auch ok und nicht zu laut. Mit bis zu 6 Personen kann man da gut hingehen, bei mehr Leuten müssen welche am Katzentisch sitzen…

Das Miu Miu hat eine Speisekarte, auf der eigentlich das zu finden ist, was es in jedem China-Imbiß gibt. Nur ein bis zwei Euro teurer. Warum? Das Miu Miu ist eine Kette, die in verschiedenen Städten Filialen hat, die sich folgendes auf die Fahne schreiben: z. B. keine Eier aus Käfighaltung. Ohne Glutamatkonzentrate. Verbrauchsarme Lieferfahrzeuge. Biologisch abbaubare Lieferverpackungen. Klingt schon mal gut. Aber, lohnt es sich?
MiuMiu Speisekarte

Zunächst mal muß man betonen, daß alles hier beurteilte nur für die Filiale in Pforzheim gilt. Das heißt, ich weiß nicht, ob man in anderen Städten auch so lange warten muß….
Des Weiteren ist es ein wenig schade, daß die Speisen nicht zusammen auf den Tisch kommen. So ist einer schon halb fertig mit seiner Ente, bevor der andere sein Essen bekommt….

ich hatte als Vorspeise die Pekingsuppe: Die war mal richtig lecker! Eine gute Portion, nicht zu sauer, mit ordentlich Einlage.
Pekingsuppe
Auch war sie nicht ganz so „angedickt“ wie man es manchmal kennt…. Mit Abstand war das die beste Pekingsuppe seit Jahren in Pforzheim!

Die anderen Vorspeisen sahen jetzt auch nicht schlecht aus, einmal die hausgemachten Frühlingsrollen und die Wan Tans.
Wan Tan

Hausgemachte Frühlingsrollen

Die Portionen hier sind wirklich groß! man wird davon wirklich auch ohne Vorspeise gut satt. Hier sieht man die Reisnudeln mit Ente und Hühnerbrust mit Garnelen in Curry.
Gebratene Reisnudeln mit EnteGarnelen und Hühnerbrust
Die Gerichte haben kleine Peperoni als Schärfegradanzeiger auf der Karte; eine für nicht sehr scharf, zwei für schärfer und drei kann man bestellen, ist aber so nicht auf der Karte. Dazu muß man sagen, daß ich auch die Gerichte mit zwei Peperoni nicht scharf finde. Andere schwitzen schon bei einer…

Eine Sache, die man aber sehr selten beim Chinesen hier auf der Karte findet ist folgendes: Knusprige Ente mit Gewürzbohnen. Gewürzbohnen sind kleine, schwarze, fermentierte Sojabohnen, die sehr sehr salzig, sehr cremig und sehr lecker schmecken. Sie haben einen ganz charakteristischen Geschmack und ich liebe diese kleinen Dinger!
Knusprige Ente Gewürzbohnen
Leider waren sie bei diesem Besuch (im Gegensatz zu den vorherigen) nicht im Ganzen im Gericht, sondern kleingehackt. Ob das bloß dieses Mal so war, oder ob mal es so beim herkömmlichen Europäer besser ankommt, bleibt abzuwarten.
Die Ente war knusprig, diesmal nicht zu trocken und das Gemüse knackig und frisch.

Was anzumerken ist, ist, daß die Sauce bei dieser Art Filiale logischerweise ein Fertigprodukt ist. Das läßt sich nicht anders machen, sonst würde das Gericht ja in jeder Filiale anders schmecken. Diese Sauce war diesmal sehr stark angedickt und man konnte sie bei einigen Gerichten schon fast schneiden. Das ist aber nicht immer so. Man kann hier also Glück haben oder nicht. Geschmacklich finde ich es dort sehr lecker.

Nicht vorenthalten möchte ich euch den Nachtisch: Schaut euch mal diese riesige Kugel Vanilleeis an!
gebackene Banane mit Vanilleeis
Das findet man auch noch selten in der Größe. Dafür hätte es mehr Banane sein können….
gebackene Ananas
Die Bedienung bei uns ist freundlich gewesen, auch der vergessene Espresso wurde prompt nachgeliefert.

Leckeres Essen, nicht zu teuer, hier paßt das Preis-Leistungs-Verhältnis gut zusammen. Finde ich gut.

Das war´s für heute erst mal, Wirsing,

Sususi