Archiv für den Monat November 2013

Meine Kochbücher…Nr. 95

Ja, auch wenn man es nicht glauben mag, auch in Griechenland gibt es einen Winter. Auch wenn dieser nicht immer so kalt ist wie 2005, da hatte es auch in Griechenland -21 Grad. Normalerweise ist die Wintertemperatur trotzdem höher als bei uns in Deutschland, und so ist es nicht verwunderlich, daß man bei einem Kochbuch über Griechenland eher an sommerliche Rezepte denkt:
Griechische Küche
Trotzdem enthält das 2003 im Bella Vista Verlag erschienene Werk auf den 61 Seiten auch eine ganze Menge Rezepte, die sich im Winter auch erstaunlich gut verspeisen lassen: Sfogáto, Musaka oder Smyrna-Würstchen sind alles Ofengerichte, die auch bei kaltem Wetter richtig gut schmecken. Natürlich sind auch „sommerlichere“ Gerichte vertreten wie die Garnelen mit Schafskäse, Griechischer Bauernsalat oder Taramosaláta.

Das Schöne hierbei ist, alle Rezepte hier funktionieren, lassen sich leicht umsetzten und gelingen auch Anfängern gut. Die Anleitungen sind so detailliert, daß sogar erwähnt wird, beim Putzen der Paprika die Trennwände zu entfernen! Beim Würzen kann man sich nahezu wortwörtlich an die Zutatenangaben halten, und das bei allen Rezepten (oder fast, das Gelee mit frischen Früchten ist das einzige Rezept aus dem Buch, welches ich noch nicht ausprobiert habe).

Mehr braucht man gar nicht mehr sagen. Kaufen; lohnt sich in diesem Fall wirkllich.

Wirsing, Sususi

 

Meine Kochbücher…Nr. 94

Uff, man merkt, daß bald wieder Weihnachten ist: Man kommt einfach zu gar nichts mehr! Deshalb gilt grade in der kalten Jahreszeit: Energie-u. Vitaminreserven gut aufladen; und womit geht dies wohl besser als mit Obst und Gemüse? Allerdings ist in diesem Band aus dem Bella Vista Verlag von 2003 nur eine dieser beiden Gruppen vertreten: „Gemüse – Gesund und raffiniert“
Gemüse - Gesund und Raffiniert
Auf 61 Seiten kommen diesmal aber keine 08/15 Rezepte mit Gemüse daher sondern durchaus Varianten, die man so bestimmt eher selten zusammen kocht: Gefüllte Weinblätter mit Mangosahne, Tomaten mit Hirsefüllung und Bohnen oder Spargelsuppe mit Avocado – äußerst gewagte Zusammenstellungen, wenn man mich fragt. Um so erstaunlicher finde ich, daß zum Großteil tatsächlich etwas Eßbares dabei rauskommt – wobei ich ganz ehrlich sagen muß, daß der überwiegende Teil der Rezepte von mir ziemlich abgewandelt wurde – Steinpilzbrühe in einem Rezept ohne einzuweichende Steinpilze zu verwenden ist etwas, hm, lästig, weil, woher nehmen? Schabzigerklee kommt jetzt auch nicht unbedingt in meinem Arsenal vor und Delikata mußte sogar ich erst googlen.

Für Anfänger finde ich dieses Werk trotz der Bilder und detaillierten Anleitung jedenfalls nicht geeignet, es sind einfach zu viele „unbekannte“ Geschmäcker pro Rezept dabei und etwaige Mißerfolge kann man hier nicht so leicht nachvollziehen, so daß man zu dem Schluß kommen könnte, es schmeckt einem einfach das verwendete Gemüse nicht.

Und was die Zuckermaiskolben in Quarkblätterteig angeht – nette Idee, schaut toll aus, ist aber total bedröppelt zu essen: Maiskolben abnagen ist an sich ja schon eine Herausforderung für sich, wenn jetzt aber noch knuspriger, bröseliger Blätterteig dazukommt, dann braucht man nicht nur zwei Hände, um den Kolben zu halten sondern auch noch zwei Hände um die Reste aufzufangen, die sich im Umkreis von mehreren Metern verteilen können.

Eßbar sind die Rezepte, aber toll ist anders.

Wirsing, Sususi

Eat & Style Messe Stuttgart 2013

Dieses Wochenende war wieder ein Besuch in der Messe Stuttgart angesagt. Genauer gesagt interessierte mich eigentlich am Stuttgarter Messe Herbst fast nur die Halle 7 (fast deshalb, weil auch in Halle 8 noch Interessantes zu finden war.): dort fand nämlich die diesjährige Eat&Style Messe statt. Das ist eine Messe, die regionale und internationale Leckereien, Küchen-Neuheiten und Koch-Shows an drei aufeinanderfolgenden Tagen bietet. Man kann probieren, einkaufen, noch mal probieren, noch viel mehr shoppen und zwischendurch ein paar Kochshows anschauen. Diesmal waren außer Frank Oehler auch noch Sarah Wiener (die mit einem eigenen Stand vertreten war) und Sante de Santis vertreten, der hier auf seinen eigenen Auftritt morgen wartet und derweil…
Sante de Santis
seinem Kollegen Stefan Marquard beim servieren zuschaut.
Stefan Marquard

Natürlich gab es auch wieder die üblichen Verdächtigen, wie den Käsehimmel, wo ich diesmal ein Stückchen hiervon naschte:
Trüffelkäse
Vielleicht erinnert sich einer an meine Aussage zu Trüffeln (hier noch mal nachzulesen:http://sususi.meinblog.de/2013/04/16/slow-food-messe-2013-stuttgart/). Tja, was soll ich sagen? Im Käse fand ich den Trüffel gar nicht mehr sooo schlimm. War schon fast eßbar!
Aber ich probierte dann lieber etwas schmackhafteres:
Rosen Eis
Das ist Rosen-Eis, auf Schafsmilchbasis von Kreß, der Honig-Eis-Manufaktur. Sieht unspektakulär unfarbig aus, schmeckt aber sehr lecker! Erstens ist das Eis wirklich fest, nicht so cremig-lätschig wie Eis in den letzten Jahren geworden ist. Je cremiger nämlich das Eis ist, desto weniger kalt empfindet man es – mag ich gar nicht! Eis sollte schön kalt sein. Wie dieses. Und dann war natürlich auch der Geschmack entscheidend: dezent nach Rosen, nicht zu süß, die Schafsmilch hat man gar nicht geschmeckt. Rundherum sehr zu empfehlen!

Steak mit Cuciniale zubereitet
Diese Probier-Portion Steak mit Risotto wurde (fast) von einem Computer gekocht! Cucinale hat nämlich einen Sensor entwickelt (sieht aus wie ein Bratenthermometer) und die dazu passende App, nutzbar auf iPod, iPhone oder iPad. Dieser App gibt man vor, ob man Fleisch, Fisch, Risotte ect. kochen will, welche Herdart man hat, und welchen Garpunkt man möchte. Dann steckt man den Sensor in das Gericht und die App sagt einem dann, wann man wenden muß, den Herd runterschalten soll und wann das Fleisch innen medium ist. Eigentlich eine völlig unnütze aber ziemlich coole Sache, die in der Grundausstattung (Sensor + App) mal satte 300 € kostet!

Ein paar Dinge haben mir aber auch dieses Jahr nicht so gut gefallen. Dazu zählte zum Beispiel Herr von Due:
Herr von Due
Eigentlich ist die Idee eines fertigen Fondue-Mix ja nicht neu. Eigentlich ist es auch eine gute Idee, diesen Mix mit frischem Käse anzubieten. Aber Herr von Due bietet keinen richtigen Fondue-Mix an, sondern nur geraspelten Käse. Und den ganz schön preisintensiv. Alle weiteren Zutaten wie Knoblauch, Kirschwasser oder Wein, Speisestärke ect. muß man trotzdem noch selber dazugeben. Das ist irgendwie eher unnütz.

Auch nicht toll war der Senf von Columella.
Columella Senf Lucinella
Alle Senfsorten dort schmeckten irgendwie muffig und hatten überhaupt keine Säure, die die anderen Geschmäcker wieder ausbalanciert hätte.

Werder würde ich sonst eigentlich immer empfehlen.
Werder Ketchup & Saucen
Aber die Curry-Wurst-Sauce fand ich außer leicht scharf überhaupt nicht schmackhaft. Zuwenig tomatig, zuwenig süß, einfach unrund. Schade.

Genügend gute Sachen waren aber trotzdem noch da, und deshalb hier die diesjährige Ausbeute:
Ausbeute
Das ist Grüntee Knuspersalz, knackig mit einem leichten Geschmack nach grünem Tee. Der heiß-ersehnte Spiralschneider durfte diesmal natürlich auch mit. Bei Sarah Wiener nahm ich Lavendel-Rot-Orange Tee mit. Dieser hat einen sehr leichten Lavendel-Geschmack und ist insgesamt sehr sanft im Geschmack. Bei IKK gewann ich eine Dose mit Pfefferminz-Pastillen und die UFOP (Union zur Förderung von Oel-u. Proteinüpflanzen) verschenkte nach Beantwortung eines kleinen Raps-Fragebogens eine Flasche Rapsöl und einen Kochlöffel. Am Stand Leinfelden-Echterdingen Marketing konnte man seine eigene Seifenkugel herstellen.

Man sieht, es wird einem wirklich ganz viel geboten, es waren noch ganz viele andere tolle Hersteller mit tollen Produkten vor Ort und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Wer sich nicht so für Essen & Trinken interessiert kann beim Stuttgarter Messe Herbst mit der selben Eintrittskarte auch noch andere Messen besuchen, Modell Süd, die Spielemesse, Hobby + Elektronik, ect. Bloß gute Nerven sollte man mitbringen, bei so viel Leuten…

Wirsing, Sususi

Nivea In-Dusch Body Milk

Wer wünscht es sich nicht: spürbar weiche und gepflegte Haut und ein wunderbar zartes Hautgefühl. Und das direkt nach dem Duschen? Klar, jeder natürlich *g*. Weiß nämlich Nivea. Und deshalb verspricht die neue Nivea In-Dusch Body Milk auch genau das.
Nivea In-Dusch Body Milk
Sie verspricht reichhaltige Pflege und ein intensiv gepflegte Hautgefühl für trockene Haut, so daß ein zusätzliches Eincremen nach dem Duschen gar nicht mehr nötig ist. Klingt toll? Stimmt, dachte ich auch. Deshalb habe ich mich auf diesen Produkt-Test auch gefreut.
Nivea In-Dusch Inhaltsstoffe
Zunächst mal war ich aber über die Packungsgröße etwas überrascht. 400 ml in einer Riesen-Flasche! (Nachforschungen ergaben aber auch eine 250 ml Größe.) Jedenfalls wurde mir bald darauf klar, warum man so eine große Flasche braucht. Aber der Reihe nach:

Zunächst duscht man wie gewohnt. Da jeder wissen sollte, wie duschen funktioniert, sollte ich hier nicht näher darauf eingehen müssen. Dann dreht man das Wasser ab und….HALT! Noch nicht abtrocknen! Auch noch nicht aus der Dusche steigen. Jetzt cremt man sich (frierend) mit Nivea In-Dusch ein. Und dann duscht man noch einmal. Diesmal aber ohne Duschgel. Dann trocknet man sich ab – und fertig. Anziehen nicht vergessen.

Also zunächst mal finde ich den Geruch nicht schlecht. Angenehm süßlich mit dem typischen Nivea-Unterton. Dann stand ich unter der Dusche. Und überlegte, ob ich jetzt das Wasser laufen lassen soll während ich mich eincreme (hat den Vorteil, daß das Wasser sofort richtig temperiert ist, wenn man die Creme abspülen soll und man nicht so in der Dusche friert) oder nicht (hat den Vorteil, daß man nicht halb im Wasser steht, wenn man versucht sich einzucremen). Muß jeder für sich entscheiden. Jedenfalls war die Creme bei Entnahme sehr flüssig. Und auf der nassen Haut wurde sie logischerweise noch flüssiger. Man hatte also das Gefühl, als versuchte man, sich mit Wasser einzucremen. Aha, deshalb auch die große Packung, um sich nämlich komplett einzucremen, braucht man gehörig viel von dem Zeug! Während ich die Creme wieder abduschte, versuchte ich mir nicht vorzustellen, was die nicht wasserlöslichen Bestandteile der Creme bei Dauerbenutzung in meinem Abfluß anrichten würden. Eine Befürchtung hat sich allerdings nicht bestätigt: Ich dachte, hinterher würde die Badewanne eher einen Ölfilm haben wie zum Beispiel nach einem Ölbad. Das war glücklicherweise nicht der Fall.

Dann ging es ans Abtrocknen. Hier hinterließ die Creme, wie versprochen, tatsächlich keine Rückstände (oder zumindest keine offensichtlichen) im Handtuch zurück.

Was jetzt aber das Hinterher angeht: Also, spürbar weiche und gepflegte Haut hatte ich hinterher definitiv nicht! Es hat sich beim Drüberstreichen eher angefühlt wie eine Anti-Rutsch-Matte! So, als hätte man sich nicht richtig abgetrocknet. Wenn das der Wasserspeicherungs-Effekt der Creme ist: dieser mag ja für die Haut ganz gut sein, aber wenn ich erst warten muß, bis der Effekt wieder weg ist, dann kann ich auch normale Body-Lotion nehmen und warten, bis diese eingezogen ist! Zugegebener Weise war die Haut dann nämlich tatsächlich gepflegt.

Mein Fazit: Hört sich toll an. Spart aber keine Zeit (2 x Duschen + Abwarten, bis der Anti-Rutsch-Effekt weg ist) und man braucht sehr viel Produkt. Nein, gefällt mir nicht besonders gut und werde ich auch nicht kaufen. Schon gar nicht zu einem Preis von 4 € für 400 ml.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 93

Heute begeben wir uns hinter die Landesgrenzen des wohl am häufigsten mit Spitzenköchen assoziierten Landes: Frankreich. Kaum hört man Frankreich, denkt man schon an Bocuse, Point und Ducasse… und legt eingeschüchtert den Löffel zur Seite. Französische Küche, das ist doch unheimlich kompliziert. Denkt man. Dabei liegt man damit absolut falsch. „Französiche Küche“, so übrigens auch der Titel des 2003 im Bella Vista Verlag erschienenen Werkes, ist nicht komplizierter als Deutsche Küche. Oder Spanische. Oder Italienische. Oder sonst irgendeine andere. Nur, wie auch in der Deutschen, Spanischen und Italienischen Küche auch, es gibt eben Gerichte, die sind viel komplizierter als andere. Aber daß in Frankreich gaaaaanz viele nicht komplizierte Gerichte warten, davon kann man sich hiermit überzeugen.
Französische Küche
Auf 61 Seiten erhält man einen bebilderten Einblick in all die kleinen Köstlichkeiten, die einen in ein kleines französisches Bistro an der Seine entführen: Omelette froide á la ciboulette (auf deutsch klingt das sehr viel schnöder: Omelett mit Schnittlauch), Tarte au fromage, Poulet à la normande… Und da sich ein französisches Essen sehr lange ziehen kann sind von der Vorspeise über die Hauptspeise bis zum Nachtisch alle Gänge vertreten, um einen Abend lang Urlaub zu machen. Und das gilt auch für die Köchin/den Koch, denn die Rezepte hier erfordern kein stundenlanges in-der-Küche-stehen-statt-sich-mit-den-Gästen-zu-amüsieren.

Alle Rezepte sind machbar, die Zutaten allgemein erhältlich und die Zubereitung so beschrieben, daß nahezu nichts mehr schiefgehen kann. Außerdem enthält es eines der einfachsten und ursprünglichsten Rezepte für Mousse au choccolat, das ich kenne. Reinschauen lohnt sich also auf alle Fälle.

Wirsing, sususi

 

Exquisa Quark Genuss Vanillekipferl

Heute habe ich einen freien Tag, und wie kann man so etwas besser nutzen als mit Einkaufen? Ich nahm mir also zu einer Zeit, wo die Märkte tatsächlich erstaunlich leer sind gaaaanz viel Zeit und las mich durch die Regale. Schnappte mir hier und da das ein oder andere Produkt wobei auch einige in meinem Wagen landeten. Und dann sah ich es. Es stand in der Kühltheke, etwas über Augenhöhe, etwas über dem Preisschild „1,29 €“. Es stand ein bißchen versteckt hinter Quark mit Aprikosen. Ich wußte sofort, das muß ich haben! Ich schickte also meinen Arm Richtung Regal. „Haaaalt“, schrie mein Gehirn. „Nicht schon wieder. Erinnerst Du Dich nicht mehr an das letzte Mal, als Du so etwas haben wolltest?“ Mein Arm hielt auf halber Strecke zwischen dem Wagen und dem Produkt mitten in der Luft an. Ich stutzte. Verflixt! Ich gebe es nur ungern zu, aber mein Gehirn hatte recht! Das Tiramisu-Joghurt aus der Andechser Molkerei war ein ziemlicher Reinfall. Wer stellt aber auch Tiramisu-Joghurt mit Rosinen drin her? Rosinen! Im Tiramisu! Brrrrr! Mein Arm bewegte sich ein paar Millimeter zurück. Aber das ist doch Exquisa, nicht Andechser. Exquisa Quark Genuss. Der war doch bisher immer lecker. Mein Gehirn seufzte. „Du willst es unbedingt wissen? Na schön, aber sag hinterher nicht, ich hätte Dich nicht gewarnt“. Es gab meinen Arm frei, dessen Hand sich sofort um die ersehnte Packung schloss:
Quark Genuss Packung
Exquisa Quark Genuss Vanillekipferl. 500 gr. Eine der neuen Wintersorten.

Quark Genuss Inhalt

Nachdem der Blick auf die Zutaten diesmal nichts Absonderliches wie Rosinen oder ähnliches zu Tage gebracht hatte, zuckte mein Gehirn mit den Schultern und sagte nur „Bitte“.

Stolz trug ich meine Beute nach Hause. Dann kam der große Moment. Ich nahm den Plastik-Verschluß-Deckel ab und zog die Alufolie ab.

Quark Genuss offen

Es kam leicht cremefarbene Quark-Creme hervor, die beim Durchrühren Stückchen nach oben förderte, die vermutlich die Vanille-Kipferl-Stückchen waren. Gleich mal eines herausgefischt und probiert. Hmmm, eindeutig lecker, eindeutig weiche Keks/Kuchen Stückchen in Quark. Süß, nicht zu süß, leicht vanillig, vielleicht ein wenig kleine/zu wenig Kipferl-Sückchen, aber eindeutig sehr lecker. Mjamjamjam.

Was soll ich sagen? Erwartungen voll erfüllt und das wird garantiert wieder gekauft. Da ist sogar mein Gehirn sprachlos. Wer von Almighurt das Käsekuchen-Joghurt kennt und mag, der kann auch hiermit nichts falsch machen.

Wirsing, Sususi

 

Meine Kochbücher…Nr. 92

Heute ist zwar Sonntag und nicht Freitag, aber war sagt denn, daß es Fisch bloß an einem Tag der Woche geben soll? (Ja, ja, ich weiß, sooo war das nicht gemeint…). Auch wenn die Jahreszeit eher nach Wild und Eintöfpen und Deftigem schreit… das kann man doch nicht dauern essen! Also werfen wir einen kleinen Blick in dieses Werk:
„Fisch – Köstlich und leicht“ aus dem Bella Vista Verlag von 2003.
Fisch - Köstlich und leicht
Vom Bella Vista Verlag gibt es eine ganze Reihe dieser netten, dünnen Büchlein (dieses ist nur 61 Seiten stark), die sich alle mit jeweils einem Thema beschäftigen – und hier ist das eben Fisch. In allen Variationen, als Vorspeise oder Suppe oder Gekocht, ect.

Von dem Einband-Bild sollte man sich nicht abhalten lassen – der Seeaal im Bild kommt tatsächlich nur in einem Rezept vor, alle anderen verwenden besser zu erlangende Fische wie Kabeljau, Forelle oder Lachs. Daß man damit aber auch raffinierte Gerichte zaubern kann, beweist zum Beispiel die Seezunge in Safransauce oder die Hechtfrikadellen mit Tomaten. Jedes Rezept enthält, übrigens typisch für Bella Vista, eine Kategorisierung, anhand derer man sehen kann, welches Rezept sich für Gäste eignet, oder etwas teuerer ist oder leicht gelingt. Was das leichte Gelingen angeht – da sollte es auch bei den Rezepten, die dieses Label nicht tragen, zu keinerlei Problemen kommen. Die Zubereitungsbeschreibungen sind nämlich schön ausführlich.

Wer sich bisher noch nicht an Fisch rangetraut hat, der sollte sich dieses Buch hier schnappen: nicht zu dick, nicht durch unnötige Kompliziertheit abschreckend und mit einem Bild, damit man sich vorstellen kann, was aus der Pfanne rauskommen sollte. Einzig für das Register hätte ich mir zusätzlich noch eine alphabetische Sortierung nach Fischart gewünscht.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 91

Blasen und Läppern, Schlürfen und Schmatzen…. wovon ist hier wohl die Rede? Natürlich von der ersten Speise bei einem Mahle, namentlich von der Suppe. Auch wenn das Buch hier aus dem Mary Hahn Kochbuchverlag von 1979 den Titel „Sonntagssuppen“ trägt, soll das nicht heißen, daß sie nicht an anderen Tagen auch serviert werden können.
Sontagssuppen
Auf 128 Seiten sind zwar ganz viele Rezepte, die wirklich etwas Besonderes sind und es von daher verdient haben, das Sonntagsmenü einzuläuten, wie beispielsweise die „Gebundene Trüffelsuppe mit Teigdeckeln“ oder „Rehlebersuppe mit Preiselbeeren“, aber natürlich auch Suppen, die für den täglichen Hausgebrauch geeignet sind wie die „Tessiner Gulaschsuppe“ oder die „Knoblauchsuppe“. Auch für die Einlagen ist gesorgt: Gänseleberschnitten, Käseklößchen oder Eierstich – nicht nur Croutons kann man nehmen, um eine klare Suppe aufzuhübschen.

Die Suppenzusammenstellungen hier drin sind vielfältig und außergewöhnlich – zumindest aus heutiger Sicht. Nichtsdestotrotz gerade deswegen ein spannendes Werk für Leute, die gerne ein wenig herumprobieren und nicht immer nur auf Tomatensuppe aus der Tüte zurückgreifen wollen.  Die Rezepte sind alle so aufgebaut, daß man mit ein wenig Grunderfahrung (z. B. wie macht man eine Mehlschwitze) keinerlei Probleme bei der Herstellung haben sollte – bei den Zutaten kann das Beschaffen bei einigen Rezepten eine Herausforderung sein, sollte aber bis auf ein oder zwei Ausnahmen (echte Schildkrötensuppe z.B.) auch machbar sein.

Auch ohne Bilder ein Buch, dessen Anschaffung man sicher nicht bereuen würde.

Wirsing, Sususi

 

Messe des regionalen Geschmacks Pforzheim

Heute fand im CongressCentrum Pforzheim die „Messe des regionalen Geschmacks“ statt. Nicht zu verwechseln natürlich mit dem Markt des guten Geschmacks (SlowFood Messe). Unsere wurde veranstaltet vom Verein Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e.V. Leider fand sich die Veranstaltung gar nicht auf der Homepage des Veranstaltungsortes und auch sonst war vorher kaum Werbung dazu zu finden. Diesmal war aber zumindest der Eintrittspreis schon vorher gut kommuniziert: der Eintritt war diesmal frei! Nun sagte zwar schon Albert Einstein: „Was nichts kostet, ist nichts wert“, aber bekanntlich hat auch er sich des Öfteren schon geirrt. Deshalb und weil es zu Fuß von mir aus nicht gerade weit war, wollte ich das schon mal selber überprüfen.
Als Veranstaltungsort das CongressCentrum zu nutzen, war eine wirklich gute Idee. Erstens ist dort Platz genug für alle Besucher
Messestände
und zweitens läßt sich die „Genußtafel“ (dazu kommen wir noch) bequem im großen Saal unterbringen.
Saal mit Tafel
Damit sind wir aber schon bei einem kleinen Kritikpunkt: das Licht im großen Saal wurde auch später nicht heller gedreht. Hat natürlich zur Folge, daß man dem Geschehen auf der (ebenfalls nicht besonders gut ausgeleuchteten) Bühne besser folgen kann, aber andererseits nicht mehr wirklich gut sieht, was man auf dem Teller hat. Zumal die Dunkelheit um 12:00 Uhr mittags auch extrem schläfrig macht.

Rahmenprogramm war auch umfangreich vorhanden, so spielten zur Eröffnung zum Beispiel die Jagdbläser, die später auf der Bühne ebenfalls noch einmal einen Auftritt hatten,
Jagdbläser

Frau Wäber war zu Besuch (ok, ich finde diese „Dame“ nicht lustig, eine Reihe neben mir sind ein paar Leute vor Lachen bald vom Stuhl gefallen, jedem das Seine!)
Frau Wäber

Natürlich war das allerdings nicht der Hauptgrund der Anwesenheit: es gab auch noch viel zu probieren. Zum einen natürlich an den ca. 25 Ständen: Wildschweinwurst, Schokoladenlikör oder Senf (Senf gab es an ca. 5 Ständen. Alle hatten den gleichen Senf, die gleichen Gläser, den gleichen Geschmack und die gleichen Preise.)
Senf

Zum anderen gab es wieder die „Genußtafel“, d.h. Tische, an denen man die verschiedenen Speisen verzehren konnte, die von den Naturpark-Wirten zubereitet wurden:
Speisekarte

So gab es zum Beispiel einen Schwarzwälder Vorpeisenteller (hier rechts) oder geschmälzte hausgemachte Maultaschen (hier links)
Beispielteller

Ich entschied mich aber lieber für Wild: hier die Bolognese vom Reh auf Nudelbett mit Preiselbeeren
Bolognese vom Reh
Ordentliche Portion, über die Preise kann man diesmal echt nicht meckern (auch an den Ständen ok) und geschmacklich nicht schlecht. Ich sage jetzt „nicht schlecht“, weil die Nudeln für mich einen Tick zu schlabberig waren. Und die Bolognese es fast geschafft hat, den Rehgeschmack nicht in den Hintergrund treten zu lassen. Aber eben nur fast.

Für mich persönlich hat es sich schon deshalb gelohnt, weil ich ein paar gute Wanderkarten abstauben konnte, die ich noch nicht hatte. Vielleicht sogar eine mit einer gelben Raute, die tatsächlich zum Ziel führt? (Insider-Witz)
Alles in allem? Lohnt sich schon. Ich würde dazu nicht extra anfahren, aber wenn man grade mal schon da ist, bekommt man leckeres Essen mit Unterhaltung für gute Preise von Wirten, die man sonst vielleicht nicht so oft in ihren Gasthäusern besucht. Plus für Pforzheim.
Oh und ich habe nicht widerstehen können und mir die Pfiffikus-Streuwürze endlich gekauft. Ja, ich weiß, ich hätte noch drei Wochen bis zur eat&style Messe warten können. Aber das ist dann schon mal eine Sache weniger, die ich dort mit rumschleppen muß.

Wirsing, Sususi