Archiv für den Monat August 2012

Föhr kulinarisch…14

Irgendwann befiel mich im Urlaub mal der Hunger nach einer Pizza. Das sollte ja kein Problem darstellen, gibt es doch in Hafennähe „Franco“, ein Restaurant mit italienischer und deutscher Küche; mit kleinem Außenbereich und Gerichten zum Mitnehmen. Wenn man reinkommt erwartet einen eine merkwürdige Mischung aus Seemannskneipe, Museum und italienischem Lokal; so hat man wenigstens was zum Schauen, wenn man auf das Essen wartet.

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Meine bestellte Pizza Mozzarella zum mitnehmen kam dann auch recht schnell. Für 5,90 € ein akzeptabler Preis, für Inselverhältnisse sogar günstig.

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Zunächst mal aufgefallen ist, daß die Pizza nicht vorgeschnitten war. Weiter ist eine Mozzarella-Pizza nun mal eine Pizza, wo der Belag an sich recht wenig Geschmack hat. Das muß dann natürlich ausgeglichen werden durch gut abgeschmeckte Tomatensauce und einen gut gewürzten Teig. Beides war hier nicht der Fall. Ich hatte geschmacklosen Teig mit geschmackloser Sauce mit geschmacklosem Käse. Hätte ich aus Versehen ein Stückchen Pappkarton erwischt…es wäre geschmacklich kein großer Unterschied gewesen. Leider ist dies nicht das erste Mal. Ich hatte dort auch schon eine Friesische Muschelsuppe…genau das Gleiche. Absolut geschmacksneutral! Die Portionsgröße ist dort zwar nicht schlecht, aber was habe ich davon, wenn es nach nichts schmeck? Leider ist dort ein Besuch nach bisheriger Erfahrung nicht zu empfehlen.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 27

Heut gibt es mal wieder was aus dem NGV Verlag. Über das genaue Erscheinungsdatum bin ich mir allerdings nicht sicher: „Amerika“

Oh je, knappe 159 Seiten und keine Einschränkung auf „nur“ USA oder „nur“ Südamerika; nein, ganz Amerika wird hier versprochen. Das ist eigentlich eine gewaltige Aufgabe, und bisher ist sie fast jedesmal schief gegangen, wenn es ein Verlag versucht hat.

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Amerika hat soooo viele tolle, typische Rezepte zu bieten, Philly Cheese Steaks, Sloppy Joes, Ranch Dressing, Po´Boy Sandwiches, Muffuletta Sandwiches, ach, mir fallen allein für die USA noch tausende von typischen Rezepten ein. Und dann schlägt man dieses Buch hier auf und findet….Tomatensuppe! Tomatensuppe? Ok, Andy Warhol hat sogar eine Dose davon auf Leinwand gebannt, aber: Tomatensuppe? Und Reisauflauf? Und Gazpacho? Dazu noch ein wirklich nicht tolles Hot Dog Rezept.

Also wirklich, was war denn bitte das Konzept dieses Werkes? Die Aufteilung in Breakfast und Lunch, Suppen + Salat + Sandwiches ect ist ja noch gut durchdacht. Dazu gibt es ein Vorwort, in dem wirklich tolle Amerika-typische Sachen erwähnt werden… bloß … davon taucht dann bloß leider keine in den Rezepten mehr auf.

Schade, hätte man mehr draus machen können. So aber: nicht zu empfehlen.

Wirsing, Sususi

 

Föhr kulinarisch…13

Zeit für einen Nachmittagskaffe mit Kuchen. Oder eher Nachmittagstee, weil ich nicht so der Kaffee-Freund bin. Direkt neben dem Kino in Wyk ist ein Eiscafé, das „Glenngelato“.

Natürlich gibt es hier Eis; pro Kugel 1 Euro; sowohl zum MItnehmen als auch in verschiedenen Eisbechern zum dort essen. Da das Café ebenfalls direkt an der Strandpromenade liegt, ist für einen unterhaltsamen Ausblick gesorgt. Das Interieur ist zwar etwas sehr spartanisch –  einheitlich weiß, klare Linien, auch im Geschirr, aber das tut dem Genuß keinen Abbruch. Hier läßt es sich sehr schön Tee trinken (z. B. ein Kännchen „Unser Bester“ für 3,80 €) und wenn es etwas kühl ist, werden für die Kunden draußen die Decken ausgepackt. Die Waffeln hier finde ich allerdings nicht so gut.

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Was hier sehr zu empfehlen ist, das ist der Apfelkuchen. Schon optisch war erkennbar, daß dieser hier selbst gemacht sein muß. Auf Nachfrage bei der (sehr freundlichen und netten) Bedienung stellte sich heraus, daß die Kuchen von den Chefs „zu Hause selber gebacken“ werden. Hier finden sich leicht säuerliche Äpfel auf einem sehr leckeren Boden aufgeschichtet wieder, jede Schicht noch deutlich erkenn -u. schmeckbar; das Ganze leicht mit Zimt gewürzt. Obendrauf hält eine dünne Schicht Tortenguß den Kuchen zusammen und fixiert die Mandelsplitter. Durch und durch saftig und seeeehhhr lecker!

Zur Saison gibt es hier auch Erdbeeren mit Sahne, sogar im Eisbecher zum Mitnehmen.

Wirsing, Sususi

Föhr kulinarisch…12

Bietet sich bei dem schönen Wetter heute an: ein Besuch in einem schönen Café. Diese gibt es natürlich nicht nur auf dem Festland sondern auch auf der Insel Föhr. So wie dieses hier: das Café Südstrand am Südstrand.

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Falls die Sonne so schön scheint kann man hier auf der Terrasse sitzen und seinen Café genießen; wenn das Wetter nicht so schön ist: ein Teil der Terrasse ist überdacht und durch die Glasverkleidung ist es auch herrlich windgeschützt. Dazu bietet sich einem ein wunderbarer Ausblick, denn das Café liegt genau am Strand und, wenn man Glück hat, kann man die Schüler aus der Surfschule planschen sehen.

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Hier gibt es Frühstück, kleine Snacks und Süßspeisen wie Waffeln, Crepes und Eis. Für 3,80 € gab es Sahnequark mit Heidelbeeren. Daran kann man nichts verkehrt machen, es hat auch ganz normal geschmeckt (Heidelbeeren aus dem Glas). Windbeutel mit Sahnefüllung kann man auch bestellen (na ja, war ok, die Pfirsiche in der Sahnefüllung leider aus der Dose) oder die allseits bekannte Friesentorte. Zu empfehlen ist auch der Cafe Orange (Kaffeee mit Orangenlikör und Sahne).

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 26

Heute mal wieder zur Abwechslung einen meiner Flohmarkt-Funde der jüngsten Zeit: „Kulinarische Reise durch deutsche Lande“ von Hannelore Kohl aus dem Zabert Sandmann Verlag von 1996.

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Das Buch entstand in Zusammenarbeit mit Alfons Schuhbeck und damals gingen von jedem Exemplar Geld in die Hannelore-Kohl-Stiftung.

Dieses Kochbuch dreht sich, wie man am Titel schon erkennen kann, um deutsche Hausmannskost aus allen Regionen Deutschlands, zum Beispiel „Zwischen Ostsee und Spree“ oder „Vom Niederrhein zur Eifel“. Jedes Kapitel hat außerdem ein Vorwort geschrieben von Helmut Kohl.

Vegetarier sind mit diesem Buch nicht gut beraten – nahezu alle Gerichte hier drin sind Fleischgerichte. Bei Helmut Kohl denkt man natürlich sofort an Pfälzer Saumagen – dieses Rezept ist natürlich auch vertreten zwischen den für die jeweilige Region typischen Gerichten. Schweinebraten im Schwarzbrotmantel, Tafelspitzsülze und Gaisburger Marsch sind dabei bloß einige der insgesamt 300 Rezepte; die meisten davon mit Bild.

Die Rezepte sind genau das, was sie sein sollen: deftige Hausmannskost, leckere Braten und der Nachtisch dazu – Familien -u. Sonntagstauglich. Keine Diätküche, nichts Aufgeschnörkseltes sondern bodenständige, gut umzusetzende Rezepte.

Wirsing, Sususi

Was wurde aus… Garnier Body Intensiv 7 Tage?

Also, nach ausgiebigen Testen muß ich leider sagen…daß Garnier grade meine bisherige Lieblings-Bodylotion von Shinobu vom Thron gestoßen hat!!! Unbelievable! Es ist wirklich hart, mich von etwas so komplett zu überzeugen, wie es hier gelungen ist.

Schau´n wir mal: es wurde versprochen, daß das Creme-Gel schnell einzieht. Ja, das tut es tatsächlich. Es läßt sich ebenfalls leicht verteilen, ist ergiebig und erfrischend leicht. Alle diese Versprechen sind meiner Ansicht nach absolut eingehalten worden. Wahrscheinlich durch den enthaltenen Alkohol hat das Gel auch einen kühlenden Effekt (wär mir persönlich im Winter zu frisch, deshalb da wieder zurück zur Shinobu), der für den Sommer richtig toll ist. Sie ist genau so zartschmelzend, wie auf der Flasche versprochen.

Sie zieht sofort ein und: sie fettet tatsächlich nicht! Das war das erste Mal, daß ich nach dem Eincremen nicht das Gefühl hatte, sofort die Hände waschen zu müssen, weil sie pappen wie blöde. Trotzdem fühlt sich die Haut gut gepflegt an.

Der Duft ist auf der Haut auch noch ein paar Stunden nach dem Eincremen dezent wahrnehmbar und obwohl ich ziemlich oft mit Allergien zu kämpfen habe, hatte ich hier absolut keine Probleme mit Unverträglichkeiten.

Einzig ob sich das Hautbild nach längerer Anwendung verbessert… dazu kann ich (noch) nichts sagen, weil ich sie ja erst seit ein paar Tagen verwende. Jedenfalls bin ich absolut begeistert davon und werde sie auch wieder nachkaufen, sobald meine Flasche leer ist.

Wirsing, Sususi

Wilhelma

Da ich letzte Woche noch Urlaub hatte, habe ich mir einen schönen Tag rausgesucht, um in Stuttgart mal die Wilhelma zu besuchen. Für 12,50 € Eintritt teuerer als Karlsruhe, ein bißchen billiger als Nürnberg…aber wert jeden Cent!

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Während man in Karlsruhe sehr nahe an den Tieren dran ist, ist man in der Wilhelma bis auf wenige Ausnahmen etwas weiter weg. Dafür sind die Gehege aber so angelegt, daß die Tiere auch viele Plätze zum Verstecken haben; es kann also sein, daß man nicht in jedem Gehege sofort Tiere sieht – manchmal tauchen sie auch gar nicht auf.

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Der Baum war allerdings nicht breit genug, um sich dahinter zu verstecken *g*

Das Besondere in der Wilhelma sind für mich allerdings die weitläufigen Gewächshäuser, die eine unglaubliche Vielfalt an exotischen Pflanzen bieten – und noch viel mehr: hier z. B. im Schmetterlingshaus, wo die Schmetterlinge um einen herumfliegen und sich sogar auf einem nierderlassen können.

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Sehr zu empfehlen und mein besonderes Highlight: die Blattschneider-Ameisen-Kolonie im Insektarium.

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Hunger! Also dem überall aushängenden Lageplan studiert und dem Weg bis hierher gefolgt: dem „Café Belvedere“. Seeeehr voll! Ein Selbstbedienungscafé mitten in der Wilhelma, wenn man den richtigen Platz bekommt sogar mit schöner Aussicht.

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Ich entschied mich bei Selbstbedienung für Maultaschen in Brühe und ein kleines Wasser (zusammen für 6,20 €, das ist noch ok). Ansonsten konnte man die obligatorischen Wienerle mit Brötchen o. Kartoffelsalat essen, verschiedene Stücke Kuchen (zu klein für die Preise) und Salate. An alle mit Kindern: Pommes gibt es hier nicht!

Die Maultaschen-Brühe war würzig, aber nicht zu salzig und die Maultaschen ließen sich prima mit dem Löffel zerteilen, ohne daß man Angst hatte, daß sie gleich beim Nachbarn am Schoß landen würden. Also durchaus nicht verkehrt für einen kurzen Zwischensnack.

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Ich werde auf alle Fälle bald wieder hier her kommen; vielleicht zum Tag der offenen Tür.

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Wirsing, Sususi