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Über susimtsch

Tja, über mich gibt es mehr zu sagen, als hier hinpassen würde, deshalb lass ich es lieber weg. Auf meinem Blog landet alles übers Essen und Trinken und artverwandte Themen, Ausflüge die man machen sollte oder besser nicht, und ab und zu landet auch mal irgendwas anderes dazwischen.

Lebkuchen … mit Oliven…

Lebkuchen kennt, glaube ich, jeder. Besonders liegen diese natürlich den Nürnbergern am Herzen; das liegt unter anderem natürlich an den berühmten Elisenlebkuchen. Diese gibt es mit Zuckerguß, mit dunkler Schokolade und … mit Oliven!
Lebkuchen mit Oliven

 

Da stutzt der Zeidler erst mal (für alle Nicht-Fränkisch Aufgewachsenen: Zeidler = Imker), das hätte er sich auch nicht träumen lassen, was so alles aus seinem Honig werden kann.

Ich gebe zu, auch ich hätte bei Oliven gedacht an Knoblauch, Rosmarin oder Schafskäse; auf Schokolade und Lebkuchen wäre ich nicht gekommen. Andererseits: erinnert Ihr Euch noch an mein Kochbuch „Kochen mit Olivenöl“? Dort war auch ein Rezept für ein Schoko-Dessert mit Olivenöl.

Eine spannende Sache also, das Ganze. Wohlgemerkt, wir reden hier tatsächlich über Elisenlebkuchen mit schwarzen Oliven drin. Es sieht aus wie ein großer Lebkuchen mit Schokolade. Und es schmeckt … hervorragend! Der Olivengeschmack ist ganz dezent vorhanden, ich bin mir nicht sicher, ob ich drauf gekommen wäre, wonach es schmeckt, wenn ich es nicht gewußt hätte. Man schmeckt beim Beißen zwischendurch sehr saftige Olivenstückchen, der ganze Lebkuchen ist dadurch sehr saftig. Die Nußstückchen im Lebkuchen balancieren die leicht süßlich-bittere Schokolade und die fruchtig-herben Olivenstückchen sehr gut miteinander aus. Für meine Begriffe passen Schokolade und Oliven wirklich hervorragend zusammen.

Im Mund merkt man ganz spät eine leichte Säure von den Oliven, wie wenn man Olivenöl probiert hat. Diese ist jedoch nur sehr schwach wahrnehmbar. Und keine Mißverständnisse aufkommen lassen: Der Lebkuchen schmeckt auf keinen Fall ölig, sondern wie ein normaler, sehr saftiger Lebkuchen mit ein bißchen dem besonderen Touch.

Wer interessiert ist, schaut einfach mal bei http://www.tresaromas.de

Wirsing, Sususi

Aeroccino Plus von Nespresso

Ich hab ein neues Spielzeug… und zwar ein Küchengerät, das eigentlich nur eine einzige Funktion ausführen soll und im Vergleich zu seinem Nutzen unwahrscheinlich teuer ist. Mit anderen Worten: ein absoluter Luxusartikel, der unglaublich viel Spaß macht!

Hier ist er, der Aeroccino Plus von Nespresso für *hüstel*…70 Euro. Dazu muß man allerdings sagen, auf anderen Seiten als direkt über Nespresso geht der Aeroccino mal locker für den doppelten Preis weg (Amazon!)
Aeroccino Plus

Er kann eigentlich zwei Sachen, Milch aufschäumen und Milch heiß machen. Milch heiß machen interessiert mich nicht, aber die Milch-Aufschäumung hier ist eben einfach unschlagbar. Erstens produziert er unheimlich viel Schaum. Dies scheint laut anderen Erfahrungsberichten allerdings abhängig von der Milchsorte zu sein; Bioland funktioniert angeblich nicht so gut wie z. B. Gut und Günstig. Ich habe die Aldi-Milch Milfina mit 1,5 % Fett verwendet und damit hat es prima geklappt. Drückt man nur einmal sehr kurz auf den Ein-Schalter, schäumt der Aeroccino und wärmt die Milch gleichzeitig. Hält man den Ein-Schalter ca. 2-3 sek. lang gedrückt, schäumt er bloß, ohne zu heizen.
Cappucino

Mit einem Mal aufschäumen hat der Aeroccino eine ganze Tasse voll Schaum geliefert und er war noch nicht mal bis zur maximalen Füllhöhe befüllt. Für zwei Portionen Cappuccino sollte er also ohne Probleme Schaum genug liefern.

Und zweitens gefällt mir, daß der Schaum richtig schön fest wird. Jetzt werden einige motzen: „Bauschaum-Qualität“ und „für Cappuccino ungeeignet, weil sollte cremig und halbflüssig sein“, aber ich trinke recht wenig Cappuccino. Und auf meinem Kakao möchte ich festen Milchschaum. Ebenso auf meiner Suppe und meinen Erdbeeren, ect.

Reinigen ist auch ganz einfach, einfach mit kaltem Wasser ausspülen, die Spirale rausnehmen (die dank eines Magnet sicher sitzt und sich trotzdem leicht rausnehmen läßt) und das Innere mit einem Küchentuch trocknen. Dauert bei mir grade mal 10 Sekunden. Ehrlich gesagt kann ich aber nichts zur Reinigung sagen, wenn die Milch heiß gemacht wurde, da scheint es manchmal zu Schwierigkeiten mit Ablagerungen zu kommen. Man müßte da mal bei Nespresso nachfragen, ob man den Milchaufschäumer mit herkömmlichen Milchsteinentferner reinigen kann. Ansonsten gilt natürlich: wegen der Anti-Haft-Beschichtung auf keinen Fall ätzende oder scheuernde Reinigungsmittel verwenden (auch keine Mikrofasertücher!) oder sonst irgendwie drin rumkratzen.

Warum ich den Aeroccino Plus wollte und nicht den Aeroccino 3, also das Nachfolgemodel? Der Aeroccino Plus läßt sich durch den etwas größeren Durchmesser in Kombination mit der geringeren Höhe für meinen Geschmack leichter saubermachen. Und der hat einen Henkel. Und eine Ausgießtülle. Deutliches Plus also für den „Plus“ *g*

So, ich geh jetzt noch eine Tasse Schaum genießen…

Wirsing, Sususi

UPDATE: Inzwischen habe ich verschiedene Milchsorten und Fettstufen ausprobiert, und er hat alle gut aufgeschäumt. Sogar die entrahmte H-Milch mit 0,1 % Fett von Kaufland (Wellyou). Wichtig ist bloß, daß die Packung frisch geöffnet wird. Stand sie schon ein paar Tage geöffnet im Kühlschrank, dann wird der Schaum nicht mehr so fest und es wird auch nicht so viel Schaum. Fragt mich nicht, warum.

Meine Kochbücher…Nr. 50

Tadaa! Das halbe hundert ist voll! Und noch dazu ist es heute ein eher außergewöhnliches Werk: „Die moderne Hauswirtschaft – Verarbeitung der Lebensmittel im Familienhaushalt und in Anstaltküchen“ aus dem Schöningh Verlag von 1973.
Die moderne Hauswirtschaft

Hier drinnen sind Rezepte mit Mengenangaben von 1 über 4 bis 100 Portionen. Ok, ihr könnt den Finger wieder von der Stirn nehmen, ich meine das völlig Ernst. Und wer schon mal den verzweifelten Versuch erlebt hat, Schinkennudeln für 50 Personen zu servieren – die eine Hälfte nicht ganz fertig, die andere Hälfte matschig und beides nicht besonders dolle abgeschmeckt – dann mag man den betreffenden Leuten gerne dieses Werk hier in die Hand drücken! Eintopf läßt sich ja noch ganz gut hochrechnen, aber schon mal mehr als 4 Portionen Rührei mit Speck auf einmal gemacht? Oder Pfannkuchen für 20 Leute? Jeder, der das schon mal versucht hat und gescheitert ist, der sollte sich merken, daß man manche Zutaten nicht einfach so hochrechnen kann – dafür ist aber diese Büchlein mit 380 Seiten sehr hilfreich.

Da hier zum einen die Grundrezepte angegeben sind und zusätzlich die Mega-Portionen ist es natürlich geradezu ideal für Freizeiten oder Festivals geeignet. Dazu kommt noch, daß alle Zubereitungsarten sehr ausführlich erklärt werden, von verschiedenen Arten, Mürbteig herzustellen bis hin zu schmoren, dünsten und dämpfen.

Das einzige Manko, mit dem man leben muß, ist, daß die Temperaturangaben z. B. mit „mittelstarker Hitze“ angegeben sind – aber wer kocht auch schon für eine ganze Gruppe, wenn er noch nie einen Herd von Nahem gesehen hat? Oh, Bilder gibt es leider auch nicht.

Wirsing, Sususi

 

Meine Kochbücher…Nr. 49

Also, ich finde es keine besonders gute Idee, einen Buchladen ausgerechnet in der Einkaufsgalerie zu eröffnen, wo ich meinen Stellplatz für mein Auto habe. Irgendwann muß ich sonst meine Küche meinen Büchern überlassen, weil kein Platz mehr für mich ist. *g* Mit anderen Worten, ich konnte bei diesem Werk hier einfach mal wieder nicht widerstehen:
„500 Partycakes“ aus dem Bassermann Verlag von 2010:500 Partycakes

Auf rund 288 Seiten verteilen sich „Kuchen, die immer gelingen“, „Kuchenklassiker“ oder „Käsekuchen“; insgesamt 7 Kategorien. Alle Rezepte sind mit Bild und zusätzlich zum eigentlichen Rezept sind auch immer Abwandlungen des selben angegeben. Aber, und hier kommt ein großer Kritikpunkt: Diese Abwandlungen sind nicht direkt beim Rezept zu finden, sondern am Ende eines Kapitels sind alle Abwandlungen aufgeführt. So kann es sein, daß ich auf Seite 191 den Aprikosen-Mandel-Kuchen habe und auf Seite 206 die dazu passenden Abwandlungen. Das ist sehr lästig; da hätte ich mir gewünscht, daß die Variationen gleich passend anschließend zu finden sind.

Schön ist allerdings, daß bisher alle Rezepte problemlos geklappt haben; ohne daß an Temperatur oder Zeit größere Abwandlungen vorgenommen werden mußten. Einzig die Zuckermenge reduziere ich bei etlichen Rezepten, aber diese Sachen muß halt jeder selber ausprobieren.

Wenn man dann alles richtig macht, dann kann so etwas hier bei rauskommen: Das ist der Saftige Schokoladenkuchen; der, wenn alles geklappt hat, einen weichen, cremigen Kern hat so wie hier:
Saftiger Schokoladenkuchen

Dazu paßt übrigens ganz hervorragend Vanille-Eis!

Kaufen und losbacken!

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 48

Als nicht-vierköpfige Familie hat man es wirklich manchmal schwer. Egal, wo man hinschaut, überall findet man Rezepte für 4 Personen. Das endet dann meistens damit, daß die Tiefkühltruhe nicht mehr zugeht, der Eintopf täglich grüßt oder man im Kühlschrank lauter halbe Sachen hat: die übrige halbe Augergine, die übrige Paprika, der übrige halbe Kopf irgendwas. Abhilfe sollte dies hier schaffen: „Kochen für Zwei“ aus der Essen & Trinken Reihe der Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft. Erscheinungsjahr kann ich mal wieder nicht bieten

Kochen für Zwei

Jetzt heißt das Werk zwar nicht „Kochen für Singles“ aber zwei Portionen sind leichter aufzuessen, als vier. *g*

Auf 160 Seiten sind die Rezepte mit Bildern verteilt in 11 Kategorien wie Nudeln, Schwein, Eier, ect. Am Ende sind auch noch diverse jahreszeitliche Menüs zu finden. Das Schöne hierbei: bei fast allen Rezepten sind die Zutaten so, daß man mit möglichst wenig Resten sitzenbleibt, bzw. die Sachen auch stückweise erwerben kann.

Manche Rezepte in diesem Buch sind ein klein wenig ungewöhnlich; zum Beispiel Erdbeer-Mozzarella-Salat oder Bunter Schillerlockensalat, da hab ich mich zugegebenermaßen noch nicht rangetraut. Die meisten Rezepte sind allerdings eher normal und einfach: Lachs-Spaghetti, Birne Helene oder Hähnchen-Salat mit Pfirsichen. Die Beschreibungen zu den einzelnen Rezepten sind schön ausführlich und sollten auch für Anfänger keine größeren Probleme bieten.

Für mich ein gelungenes Werk.

Wirsing, Sususi

 

Meine Kochbücher…Nr. 47

Heute also wieder ein Kochbuch. Zugegeben, es ist auch schon etwas älter, nämlich von 1978 aus dem Vehling Verlag: Kochen, backen und servieren.

Kochen

 

Auf 304 Seiten findet man sage und schreibe 1000 Rezepte, manche davon mit Bild und einige mit einer bebilderten Anleitung.

Es ist allerdings etwas schwierig, sich in diesem Werk zurechtzufinden, wenn man ein bestimmtes Rezept sucht. Zwar gibt es hinten drin ein Verzeichnis, aber wenn man zum Beispiel das Rezept für Cendrillon-Torte finden will, muß ich hier nicht unter „C“ suchen sondern unter „Torten“ und dann unter „C“. Das ist etwas lästig. Zum anderen ist das Werk nicht in Kategorien wie „Vorspeisen“, „Salate“, ect. gegliedert sondern zuerst in „Grundrezepte und Kochtechniken“, „Für die Gastgeberin“ oder „Gäste-Bewirtung“ und erst innerhalb dieser Überkategorien in Unterkategorien wie „Leichte Menüs“, Festliche Desserts“ oder Warme Abendessen“.

Kulinarische Höhenflüge sind hiervon natürlich nicht zu erwarten. Dafür aber Rezepte, die man getrost auch Gästen vorsetzen kann – vorausgesetzt, man entstaubt sie manchmal ein bißchen – den Rezepten hier merkt man eben mitunter an, aus welchem Jahrzehnt sie stammen. Das kann aber ja manchmal auch durchaus gewollt sein – und Syllabub, Haselnußtorte oder Kalbsfrikassee schmecken eigentlich in jedem Jahrzehnt!

Wirsing, Sususi

Aal oder Kann man das essen ?!?

Heute gab es bei mir dies:
Aal

Richtig, das ist ein frischer Aal. Wie kam ich da drauf? Das letzte Mal, als ich in einem alten Kochbuch blätterte (wo drin auch sonst? *g*), stieß ich auf diverse Rezepte mit Aal und  da stellte sich mir natürlich die Frage: „Aal, huhm? Warum gibt´s den eigentlich so selten?“

Hm, ein Grund dürfte wohl sein, daß Aal nicht gerade billig ist – 4,50 € kann man schon pro 100 gr. rechnen. Zum anderen ist Aal ein Fisch, der in den heutigen Geschäften hauptsächlich in geräuchertem Zustand auftritt – Vorbestellen ist also fast unumgänglich. In der TK-Abteilung braucht man übrigens nicht zu suchen: Aal eignet sich ganz schlecht zum Einfrieren. Da es ein sehr fettiger Fisch ist, schmeckt man schon nach knapp 6 Wochen deutliche Veränderungen – also bitte frisch holen. Hat man es also geschafft, ein frisches Exemplar an Land zu ziehen, hat man das Schwierigste schon fast hinter sich.

Was jetzt noch zwischen mir und dem Aal stand, war die Haut. Fast überall hört man Horrorstories, wie schwierig es angeblich sei, einen Aal auszuziehen.

Aalhaut

Dabei ist es wirklich einfacher, als man denkt. Erst mal den Kopf abschneiden. Dann am Rand die Haut etwas vom Fleisch abschaben und wie eine Lasche rundherum auf einer Länge von ca 3 cm vom Fleisch ablösen ungefähr so, als würde man einen Aufkleber vom Trägermaterial abziehen. Jetzt hat man ein Stück, an dem man den Aal buchstäblich schälen kann – einfach mit einem Handtuch packen (ist zwar nicht richtig glitschig, aber schon rutschig) und kräftig (!) nach unten zum Schwanz hin ziehen.
gehäuteter Aal

Ok, wenn der Aal jetzt so aussieht, dann hat alles geklappt, wer jetzt irgend etwas anderes vor sich liegen hat, der sollte sich eine bebilderte Anleitung suchen und es einfach noch mal versuchen. *g*

Den gehäuteten Aal in Stücke schneiden.
Aal in Stücken

DIese werden in einer Pfanne mit Olivenöl, Salbei und zwei zerdrückten Knoblauchzehen angebraten, bis sie leicht gebräunt sind.
Aal anbraten

Die Aalstücke herausnehmen und in Semmelbröseln wenden.
Aal panieren

Den Bratensatz mit 1 Glas Wein ablöschen und in einen Bräter geben. Die Aalstücke obendrauf setzen. Bei 200 °C in den Ofen stellen (nicht zudecken) und ca. eine halbe Stunde backen. Dabei sollte der Wein zu einer sirupartigen Konsistenz einkochen.
Aal alla fioentina

Das sieht dann so aus – zumindest, wenn man sich einbildet, daß man noch Weißwein daheim hat, der sich dann als Rotwein entpuppt. Hat mir aber fast besser geschmeckt.
Gebratener Aal

 

Dazu gab es bei mir heute Pellkartoffeln. War richtig lecker, ist wirklich nur zu empfehlen! Vor allem ist es ein schön einfaches Rezept und wer Räucheraal nicht mag, der sollte ihn unbedingt mal so probieren.

Guten Appetit und Wirsing, Sususi

 

DHL oder Wo zum Henker ist mein Paket?!?

Wie schade, daß es noch nicht möglich ist, ein Paket über die Telefonleitung zu verschicken!

„Früher, lange bevor es Internet, E-Mails und Telefone gab, war das Austauschen von Briefen und Nachrichten eine gefährliche und schwierige Sache. Boten waren oft wochenlang unterwegs, kosteten viel Geld und waren nicht immer vertrauenswürdig.“ So beschreibt Planet Wissen die Anfänge der Post. Nur…so wie es aussieht, hat sich nicht viel daran geändert, außer daß der Postbote heute eher in Hundehäufchen tritt als in Postpferdeäpfel.

Heutzutage ein Paket oder ein Päckchen oder gar nur einen Brief zu verschicken ist offenbar immer noch ein wagemutiges Unterfangen, insbesondere, wenn DHL oder die Deutsche Post involviert sind.

In den letzten 3 Monaten (!) habe ich: 3 bereits geöffnete Briefe erhalten, 3 Päckchen gingen ohne ersichtlichen Grund wieder zurück an den Empfänger. Ich hatte eine gelbe Empfängerkarte im Briefkasten – als ich damit auf die Postfiliale ging, hatte keiner ein Paket. Das Paket tauchte zwei Wochen später in einem ganz anderen Verteilerzentrum wieder auf. Mehrere Pakete wurden ohne Empfängerkarte an Nachbarn verteilt, ohne daß ich überhaupt mitgekriegt hätte, daß sie da sind, wenn meine Nachbarn nicht so nett gewesen wären, mich zu informieren. Diverse Päckchen wurden vor dem Haus einfach vor die Tür gelegt (vielbefahrene Straße davor, wo alle naselang einer vorbeikommt – Resultat: Päckchen verschwunden). 1 Paket lag so lange auf der Post, weil ich keine Empfängerkarte bekam, daß es wieder zurückgeschickt wurde. Ich war auch schon öfter den ganzen Tag daheim und konnte dem Paketboten beim Nicht-Klingeln und wieder wegfahren zuschauen.

Bei Rückfragen und/oder Beschwerden gibt es eine kostenpflichtige Nummer, die anscheinend so überlastet ist (merkst´ was?), daß man nicht durchkommt. Bei der kostenfreien Nummer bekommt man widersprüchliche Angaben, und den Rat, sich schriftlich zu beschweren. Die Anmeldung zur Lieferung in die Postfiliale hat augenscheinlich zwar geklappt, aber alle Pakete, die wie von DHL beschrieben dorthin gesendet werden, gehen mit „Empfänger unbekannt“ wieder zurück an den Empfänger, und keiner von DHL kann sich (oder mir) erklären, wieso.

In Zeiten der Postkutschenüberfälle wußte man hinterher wenigstens, warum das Paket nicht ankam!  Leider kann man oft nicht bestimmen, mit welchem Anbieter Dinge an einen geschickt werden – sonst würde ich bestimmt nicht Post oder DHL auswählen. So, das mußte ich jetzt mal loswerden – bei DHL interessiert es ja leider keinen!

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 46

In Zeiten der fortschreitenden Wirtschaftskrise ist es sicher nicht verkehrt, ein wenig sparsamer zu sein. Eine gute Hilfe könnte dies hier sein: „Gut gekocht für wenig Geld“ aus dem Heyne Verlag von 1968.
Gut gekocht für wenig Geld

Auf ca. 185 Seiten findet man hier zwar keine Bilder, dafür aber alles sonst: Delikate Fleischgerichte, So schmecken Kartoffeln täglich besser oder Mit Mehl und Reis … um nur ein paar der Kapitel zu nennen. Alle Rezepte sind für 4 Personen und wenn dabei Sachen herauskommen wie Seemannsessen mit grünen Heringen, Fleischwurst mit Kräuterkartoffeln auf hessische Art oder Rindfleischtopf auf südfranzösische Art, dann spare ich gerne ein wenig. Zudem sind die Rezepte auch noch einfach und unkompliziert umzusetzen und familientauglich – was will man also mehr?

Wirsing, Sususi

 

Gasthof Mouzaki in Nürnberg

Am Wochenende gab es mal wieder die Gelegenheit, ein Restaurant in Nürnberg auszuprobieren, von dem ich bisher nicht wußte, daß es existiert, da es sich in einer Gegend befindet, in der ich vorher nie was zu tun hatte: in der alten Wallensteinstraße liegt der Gasthof Mouzaki. Ein griechisches Restaurant mit angeschlossener Pension.
GEDC0177

Die Speisekarte beinhaltet eine erstaunliche Vielfalt an Mezedes (Vorspeisen), warm oder kalt. Ebenso vorhanden sind alle üblichen anderen griechischen Speisen, die man im Restaurant so findet und diverse deutsche Gerichte. Ebenso existiert eine Tageskarte.
Mouzaki Speisekarte

Das Interieur ist allerdings gar nicht so, wie man es gewöhnlich vom Griechen um die Ecke gewohnt ist; es ist hell und modern eingerichtet, geschmackvolle bequeme Ledersitze, elegante Tische. Die sonst üblichen Salz-u. Pfefferstreuer sind hier Mühlen und in der Vase auf dem Tisch findet man keine verstaubten Plastikblümchen sondern echte Tulpen.
Gasthof Mouzaki

Als erstes bekamen wir den Beilagensalat: sehr schön angerichtet und geschmacklich sehr gut.
Beilagensalat

Die Hauptspeisen folgten, bei mir waren es gebackene Sardinen mit Tsatsiki. Ein bißchen schade war, daß die Hauptgänge nicht zusammen kamen, aber das kann auch daran liegen, daß an diesem Tag sehr viel los war, unter anderem eine Geburtstagsgesellschaft. Was soll ich sagen? Der Reis war diesmal ohne Erbsen und war durch ohne matschig zu sein, hatte sozusagen noch einen leichten Biß. Körnig und gut abgeschmeckt, perfekt. Die Sardinen waren lecker, da kann man aber nicht viel falsch machen, sie waren nämlich gut gebacken ohne in einer Öllache zu schwimmen oder sich fettig vollgesaugt zu haben. Der Knaller war allerdings das Tsatsiki: cremig, überhaupt nicht wässrig; die Gurken sehr dünn; schön Knoblauchig, ohne scharf zu sein und abgeschmeckt mit frischem Dill; Säure perfekt ausgewogen. Zum Reinlegen! Davon hätte ich ruhig mehr haben können!

Gebackene Sardinen

Ich habe auch noch einen Kalamari fremdstibitzt und dieser war butterzart. Also, hier lohnt es sich hinzugehen, daß Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier nahezu unschlagbar. Hier bin ich sogar neugierig, auf die deutschen Gerichte, denn diesem Restaurant würde ich zutrauen, daß es den Spagat schafft und beide Länderküchen hinkriegt.

Im Übrigen fand ich es sehr angenehm, daß man im Hintergrund ausnahmsweise mal nicht Musik-berieselt wurde. Ích freue mich schon auf das nächste Mal, wenn ich Gelegenheit habe, dort zu essen.

Wirsing, Sususi