Archiv für den Monat April 2013

Meine Kochbücher…Nr. 62

Heute gibt es, von 2010 und wieder aus dem Bassermann-Verlag, „500 Aufläufe & Co“. Es stammt aus der selben Reihe, wie die „Partycakes“ (siehe hier: http://sususi.meinblog.de/?p=601)

500 Aufläufe & Co

Deshalb auch gleich der selbe Kritikpunkt wie bei den Kuchen: auch hier stehen die Abwandlungen nicht direkt bei dem jeweiligen Rezept sondern immer ein paar Seiten davon weg. Das ist lästig!

Ansonsten gibt es an dem 288 Seiten starken Werk nur Kleinigkeiten auszusetzen, die schon wie verzweifeltes Gemecker klingen, weil man sonst nichts Negatives gefunden hat. Zum Beispiel gefallen mir diesmal die Fotos nicht so besonders gut. Ok, Aufläufe sind jetzt natürlich nicht das optimale Fotomotiv, und selber könnte ich es nicht mal annähernd so gut, aber irgendwie kommen sie diesmal ziemlich lieblos und aus einer merkwürdigen Perspektive daher. Das haben wir von Ian Garlick aber schon mal besser gesehen. Nur bei „Qiunoa mit Gemüse“…da ist er entschuldigt, Quinoa ist nun wirklich nicht gerade fotogen. *g*

Tut aber dem Geschmack ja keinen Abbruch, und hier gibt es nun wirklich nichts zu meckern: Kaninchen in Weißwein, Spinatauflauf mit Champignons oder Kürbis-Lasagne…jetzt nichts übermäßig Originelles, wenig Spannendes, aber eine umfangreiche Sammlung ohne große technische Herausforderungen.

Wirsing, Sususi

Pferdefleisch

Ok, in letzter Zeit war das Thema Pferdefleisch buchstäblich in aller Munde. Fragt sich bloß, warum. Viele der regionalen Spezialitäten wurden ursprünglich aus Pferdefleisch hergestellt – Sauerbraten, Pferdesalami, ect. Urlaubsreisende aus Spanien oder Italien erinnern sich vielleicht an eine besonders quietsch-rosa aussehende Variante der Salami – Esel.
Jemand, der jemals ein derart lecker schmeckendes Baguette mit Pferde-o. Eselssalami gegessen hat, wird sich gerne wieder an den Geschmack erinnern und sich fragen…“Was haben sie bloß alle“? Vielleicht ist es einfach, daß man für Rindfleisch bezahlt hat und dafür nicht geprüftes Pferdefleisch bekommen hat…Oder, daß Pferd doch eher als „Haustier“ gesehen wird. Egal, Pfedefleisch schmeckt richtig gut. Karlsruhe und Stuttgart haben jeweils Pferdemetzger; wer diese Glück nicht hat, der kann ja noch auf das Internet zurückgreifen. Das habe ich diesmal auch getan:
Pferdefleisch

Diesmal sollte es nicht einfach nur Schinken oder Salami oder Sauerbraten sein. Ich bestellte Schinkenknacker (zur Häflte Schwein, zur Hälfte Pferd), Rossfleisch-Schmaus (ähnlich wie Sülze, nur ohne die ganze Gelatine) und Gulasch.

Was soll ich sagen? Alles war genau so, wie erwartet. Die Schinkenwürstchen waren lecker; nicht überwürzt sondern knackig-fleischig. Ein sehr guter Snack zu Bauerbrot. Der Rossfleisch-Schmaus war wie eingemachtes Hackfleisch mit dem gewissen Etwas an zusätzlichem Geschmack. Pferd ist etwas schwer zu beschreiben; irgendwie herzhafter als Schwein, ein wenig „dunkler“ im Geschmack. Von Rind jedenfalls gut zu unterscheiden; ein bißchen wie festes, mildes Wild. *lecker*

Ein guter Pferdemetzger liefert excellent geprüftes Fleisch, es ist eben wie mit allem anderem Fleisch: man muß dem Metzger vertrauen. Pferdefleisch ist für mich nicht anders als Schweinefleisch oder Hirsch oder Rind…. Wer einmal die psychologische Schranke überwunden hat, der kann den Geschmack auch schätzen. Was nicht heißt, daß man nicht auf art-gerechte Haltung und Schlachtung Wert legen kann…Aber dies ist ein völlig anders Thema. Ich finde die entstandene Diskussion jedenfalls in so fern schade, als daß man jetzt Pferdefleisch noch weniger Chance als zu vor gibt.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 61

Ok, das heutige Werk ist kein reines Kochbuch. Es hat zwar auch Rezepte drin, aber ansonsten beschäftigt es sich auf 288 Seiten damit, wie man richtig ordentlich Partys feiert. Es heißt dementsprechend auch: „Prima Partys, frohe Feste“ und stammt von 1977 aus dem Hoffmann und Campe Verlag.
Prima Partys, frohe Feste

Der Eine oder Andere mag den Namen des Autors schon mal gehört haben: Gerd Käfer, ein Münchner Feinkostspezialist und Gastronom, der irgendwann auch in die Party-Branche eingestiegen ist.

Jetzt kann man sich ja denken, daß man 1977 Feste und Partys etwas anders gefeiert hat als heute. Tanzabende wird wohl kaum mehr jemand veranstalten und wer auf der nächsten Teenagerparty seines Nachwuchses Hackbraten aufs Buffet stellt, kann sich auf was gefasst machen! Trotzdem, Bottlepartys, Wohnungseinweihungen oder Küchenpartys… das sind Klassiker, die machen einfach Spaß. Auch wenn sie heutzutage unter anderem Namen laufen, Anregungen kann man sich hier schon holen.

Kirschstrudel, Club-Sandwiches oder Zwiebelsuppe – die Rezepte sind schon da, die Party dazu muß man sich halt noch ausdenken.

Nicht unbedingt nötig, nicht unbedingt hilfreich, aber schön zu lesen. Und Kartoffelparty haben wir auch schon gefeiert…

Wirsing, Sususi

 

Slow Food Messe 2013 Stuttgart

Ich habe es getan. Am Samstag hab ich mich getraut: Ich habe eine Auster gegessen!
Und zwar beim „Markt des guten Geschmacks“ auch bekannt als „Slow Food Messe“ in Stuttgart. Da mußte ich natürlich hin, und ich hab es nicht bereut. Also, weder den Messebesuch noch das Austernprobieren. Für 12 € Eintritt auch gar keine Frage. Die Auster hat diesmal 2,50 € gekostet, aber das war sie mir mal wert.

Austern

Eine Auster schmeckt ganz anders, als man auf Grund des Aussehens vermuten könnte: gar nicht glitschig oder schlabberig; eher festes Fleisch wie eine kalte dicke Miesmuschel. Und vom Geschmack her…stellt Euch einfach vor, wie Meer schmeckt, wenn man das Salz abzieht.

Das war natürlich nicht das einzige kulinarische Highlight:

Pepper Deluxe

Oben zu sehen ist der „Pepper Deluxe“: fermentierter Hochland-Pfeffer aus Sri Lanka mit Meersalz.  Vom Geschmack her pfeffrig-salzig-würzig und kaum scharf, alleine schon pur mit Tomaten richtig toll.

Oder dies hier: Schwäbischer Thunfisch:

Schwäbischer Thunfisch

Der Trick dabei ist, das ist gar kein echter Thunfisch. Es ist Schweinefleisch in Öl und Weißwein eingelegt, so daß es tatsächlich ein klein wenig Ähnlichkeit mit eingelegtem Thunfisch bekommt. Das hat mir sehr, sehr gut geschmeckt.

Auch toll: von il mercato fine foods habe ich nicht nur die Caponata probiert sondern auch Gemüsekapern: normalerweise ja fürchterlich säuerlich mit ekeligem Nachgeschmack. Diese waren jedoch in Olivenöl, Knoblauch und Weißwein mariniert und eingelegt. Dadurch waren sie wunderbar knackig und würzig, jedoch ohne den säuerlichen Nachgeschmack. *lecker*
Gemüsekapern

Eine weitere interessante Sache war die „Höri Bülle“ – eine Gemüsezwiebel so wunderbar mild im Geschmack, daß man glatt roh reinbeißen könnte. Leider wird diese Zwiebel nur in einer sehr kleinen Region um den Bodensee angebaut. Wenn die Ernte aufgebraucht ist, gibt es halt für dieses Jahr keine mehr. Leider sind sie grade aufgebraucht und erst wieder im September lieferbar. Wenn man schnell genug ist.

Es gab natürlich noch viel mehr tolle Sachen, z. B. habe ich noch Olivenöl mit Lorbeer mitgenommen und noch viel mehr tolle Sachen probiert. Aber es gab auch wieder Sachen, die ich nicht so toll fand.

Zum Beispiel Trüffel. Jedes Jahr probiere ich wieder Trüffelbutter, Trüffelöl oder Trüffelaufstrich. Jedes Mal habe ich den Eindruck, Trüffel schmecken nach alten warmen Sportsocken. Wenn auch noch Knoblauch mit dran ist, schmeckt es nach alten warmen Sportsocken mit Knoblauch. Und jedes Jahr frage ich mich, ob nun meine Geschmacksknospen verbogen sind, oder ob alle anderen die Dinger heimlich genau so widerlich finden wie ich und es nur nicht zugeben wollen, weil es so exklusiv teuer ist.

Dann waren da noch die eingelegten Lilienknospen, die mich nicht überzeugen konnten.
Lilienknospen

Der ein oder andere kennt die Lilienknospen vielleicht getrocknet aus dem Asia-Laden. Diese hier waren im Grunde genau so geschmacklos. Nur waren sie in dermaßen unabgeschmecktem Essig eingelegt, daß da nicht mal ein netter Gag für den nächsten Brunch drauß wurde – so passen sie nämlich zu gar nichts.

Auch kein Kracher: von Frische Bio Suppe gibt es jetzt eine vegetarische Bolognese mit Dinkel. An sich ja keine schlechte Idee, aber sogar wenn man salzlose Nudel nehmen würde war sie mir viel zu überwürzt. *durst*

Noch schlimmer als die Trüffel war allerdings die Baobab Mayonnaise ohne Ei! *würgs* Da kann man gar keinen Geschmack beschreiben, den hat mein Hirn sofort nach dem Verkosten wieder verdrängt. Ebenfalls kein Knaller war das Camelinaöl.

Besser, allerdings mir persönlich etwas zu säuerlich war der Käse aus Stutenmilch hier
Stutenmilch
und die Sanddorn-Guave Marmelade von Christine Berger.

So viel, wie ich probiert habe und am liebsten mitgenommen hätte, kann man hier gar nicht alles aufschreiben – Kohler Bergamotte Schnaps oder Hraska (Erbsmehl für Ausbackteig) oder die Pfiffikus Streuwürze. Eine Sache werde ich aber beim nächsten Mal bestimmt mitnehmen, da schleich´ ich jetzt schon länger drum rum:

Spiralschneider

Nicht das Messer ist interessant sondern der Spiralausstecher/schneider. Den gönn ich mir auf jeden Fall, vielleicht schon auf der nächsten Lust auf Genuß Messe. Bis dahin…

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 60

Bevor ich etwas über die Slow Food Messe dieses Jahr schreiben kann, muß ich erst mal die Fotos sichten, alles verdauen (buchstäblich) und mich etwas erholen. Deshalb heute etwas, was von der SPAR Handeslgesellschaft 1989 im Glöss Verlag publiziert wurde und genau das richtige ist, um wieder fit zu werden: „Gesund & Fit – Milch“

Milch

Das nun wirklich sehr dünne Buch hat auf 64 Seiten trotzdem allerhand zu bieten: als Einstieg natürlich alle Informationen rund um Milch, Butter, Käse und Co.

Dann geht es richtig zur Sache, Rezepte für diverse Milchshakes wie den Bananen-Kaffe-Shake oder die Mandel-Honig-Buttermilch sind genauso leicht umzusetzen wie die herzhafteren Gerichte: Gurkenkaltschale, Nuß-Stangen oder die Frischkäse-Phantasie… ein Paradies für alle Milchspeisefreunde.

Ein unscheinbares Werk mit tollen Rezepten – mißlungen ist mir hier raus noch keines. Viele Rezepte kann man auch sehr gut abwandeln, grade die Drinks oder die Müslis – da muß man sich sicher nicht sklavisch an die Vorgaben halten, schadet aber ja auch nicht, dies zu tun.

Wer natürlich eine Lactose-Intoleranz hat, der muß leider drauf verzichten…und verpaßt was. *g*

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 59

So, nachdem Ihr jetzt seit zwei Tagen vor der Schüssel mit Lemon Curd sitzt…heute sag ich Euch, wie es weitergeht. Vorab aber das Buch, was alles ausgelöst hat: „Glück ist backbar“ von Marian Keyes aus dem Heyne Verlag von 2012.
Glück ist backbar

Hier bekommt man auf ca. 230 Seiten Backrezepte mit einer gehörigen Portion Witz und Humor serviert. Marian Keyes hat eine sehr charmante Art und Weise, herkömmliche und außergewöhnliche Rezepte wie den Kokosmilchkuchen, Grüntee-Pannacotta oder Lavendel-Käsekuchen mit weißer Schokolade an den Mann oder die Frau zu bringen. Zwischendurch hat sie immer mal wieder kleine Tipps oder Tricks versteckt, damit auch Backanfängern Mürbteig o. ä. gelingt. Der wohl wichtigste Tipp steht übrigens schon ziemlich am Anfang: „Hab keine Angst. Glaub mir. Es ist nur Kuchen. Auch wenn er katastrophal geworden ist – und das wird von Zeit zu Zeit passieren, selbst wenn Du alles richtig gemacht hast, – ist das kein Weltuntergang“

Einzig ein paar unglücklich gewählte Ausdrücke der Übersetzung könnten Probleme bereiten. Wenn dort nämlich „gesüßte Kondensmilch“ steht, dann greift der erfahrene Bäcker automatisch schon zu Milchmädchen, Unerfahrene könnte hier drüber stolpern.

So, jetzt aber zu den Pistazienschnecken mit Lemon Curd (so heißt das ausprobierte Rezept):

1 Rolle Blätterteig mit Lemon Curd bestreichen, mit gehackten Pistazien bestreuen, aufrollen und in Schnecken schneiden. Ob man längs oder quer rollt – von der kurzen Seite aufgerollt ergibt weniger, aber größere Schnecken. Von der langen Seite her aufgerollt ergibt mehr, aber kleinere Schnecken. Dies hier ist die mehr kleinere Schnecken Variante:
Pistazienschnecken mit Lemon Curd

Das übrige Lemon Curd dazu servieren. Oder, auch lecker, zu Croissants.

Wirsing, Sususi

Lemon Curd

Also, eigentlich habe ich seit gestern ein neues Kochbuch (bzw. Backbuch). Und eigentlich wollte ich heute grade da drüber etwas schreiben. Das war, bevor ich beschlossen habe, zur Untermalung ein Rezept aus diesem Buch auszuprobieren, welches so blödsinnig einfach ist, daß man sich fragt, wieso man da selber noch nicht draufgekommen ist. Das war, bevor ich festgestellt habe, daß ich das dafür benötigte Lemon Curd gar nicht daheim habe. Und mir ziemlich sicher war, das Famila kein Lemon Curd verkauft. Deshalb, und weil ich schließlich erst kürzlich geschrieben habe, daß man auch wissen sollte, wie man manche Dinge selber macht, gibt es heute erst das Rezept für Lemon Curd.

Was ist Lemon Curd? Lemon Curd ist das, was Leute immer geschenkt bekommen, die sich mit einem freudigen Lächeln überschwänglich bedanken und zwei Tage später bei Chefkoch nachfragen, was zum Henker sie denn bloß mit Lemon Curd machen sollen. Grob gesagt ist es ein englischer Aufstrich für Scones aus Zitronen(saft), Zucker, Butter und Eiern. Das sind auch die benötigten Zutaten: 4 Eier, 160 gr. Zucker, 200 ml Zitronensaft (Direktsaft, kein Konzentrat) und 100 gr. Butter. Zusätzlich noch ca. 1 El Speisestärke.
Lemon Curd

Die Eier in eine Schüssel schlagen und gut miteinander verquirlen. Saft, Zucker und Stärke in einen Topf geben und aufkochen lassen. Die Prise Salz für Süßspeisen nicht vergessen. Am Besten gleich einen zweiten Topf mit Wasser aufsetzen, der wird gleich fürs Wasserbad benötigt. Im Idealfall kocht das Wasser, wenn die Zitronenmischung fertig ist.
Lemon Curd

Die Hitze unter der Zitronenmischung zurückdrehen, so daß sie beim Zugeben der Butter nicht mehr kocht. Die Butter reingeben und unterrühren.
Lemon Curd

Die Butter schmilzt vollständig und die Mischung wird gleichmäßig trüb. Warten, bis alle Butter sich gleichmäßig mit der Zitronenmischung verbunden hat. Zwischendurch mal den Finger reintauchen. Hat zwei Vorteile: erstens kann man so überprüfen, ob die Sache nicht zu heiß wird (wenn man reinlangen kann, ohne sich den Finger zu verbrennen, das ist die richtige Temperatur) und zweitens kann man den Finger danach abschlecken. *jetztschonlecker*
Lemon Curd

Jetzt eine Schüssel auf den Topf mit dem heißen Wasser geben. Dort rein zuerst die Zitronenmischung geben. Ab jetzt: rühren. RÜHREN! Egal, was passiert: rühren! Jetzt werden die verquirlten Eier langsam dazugegeben, dabei dauernd rühren. Die Hitze zurückschalten, so daß das Wasser noch heiß ist, aber nicht sprudelnd kocht.
Lemon Curd

Weiterrühren. Wenn der Arm halb abfällt, Arm wechseln, bis auch dieser abfällt. Trotzdem nicht aufhören zu rühren! Wenn der zweite Arm auch abgefallen ist, dauert es noch ca. 10 min. Dann sollte die Masse anfangen einzudicken, in etwa so, als würde Pudding draus. Spätestens jetzt kann man den Topf vom Feuer nehmen, die Resthitze reicht locker aus, um die Masse fertig zu kriegen.
Lemon Curd

Auch wenn es hier durch das Licht etwas aussieht, als wäre die Masse griesselig, das ist sie nicht, sie ist schön glatt, gelb und von dicklicher Konsistenz.

Das war es eigentlich auch schon, jetzt einfach noch in Schraubgläser füllen, kalt werden lassen und dann auffuttern. Entweder zu Scones oder zu Pistazienschnecken mit Lemon Curd oder wie Marmelade aufs Brot essen. Supereinfach, viel billiger als gekauftes Lemon Curd und die Zuckermenge läßt sich nach Belieben steigern oder senken.

Wirsing, Sususi

 

Meine Kochbücher…Nr. 58

„Was hat sie denn nur immer mit den ganzen Schulbüchern?“ Das fragt sich wahrscheinlich der ein oder andere bei dem heutigen Werk:
„Richtig haushalten und ernähren“, diesmal die Jahrgangsstufe 8 von 1980.

Richtig haushalten und ernähren

Ganz einfach: die Hälfte meiner Kolleginnen können Bohnenkraut nicht von Rosmarin unterscheiden; trauen sich nicht, einen Schnellkochtopf zu verwenden und halten „Falschen Hasen“ für ein großes Kaninchen.

Ich bin auch kein strikter Gegner von Fertigprodukten, im Gegenteil, sie machen oft das Leben viel einfacher. Aber ich denke, daß man trotzdem wissen sollte, wie man verschiedene Dinge selber macht, und für beide Probleme sind gerade Schulkochbücher einfach unschlagbar, weil sie eben doch noch Sachen erwähnen, die in „normalen“ Kochbüchern einfach ungesagt vorausgesetzt werden. Zum Beispiel, daß für Eischnee die Arbeitsgeräte fettfrei sein müssen, damit das Aufschlagen funktioniert. Weiß man doch? Nein, im täglichen Gespräch muß ich immer wieder feststellen, daß es oft grade an so „einfachen“ Dingen scheitert.

So, daß waren jetzt meine two cents zum Thema Schulkochbuch (davon gibt es demnächst übrigens noch mehr…und am Sonntag ist Flohmarkt, also kann es sein, daß sogar noch eins dazu kommt…*g*). Ich geh jetzt mal mein Abendessen machen…einen Geflügelsalat…auch ein Rezept aus diesem Buch…

Wirsing, Sususi

 

Gemüseblech aus dem Ofen

So, aus dem Osterurlaub bin ich sogar schneefrei wieder nach Hause gekommen. Das heißt, eigentlich hätten wir es uns sparen können, die Ostereier weiß anzumalen (man braucht eine Meeenge Deckweiß, das kann ich euch sagen! Was legen die dusseligen Hühner auch braune Eier?)

Jedenfalls schrie mein Körper heute nach Gemüse, nach dem die letzten Tage ernährungstechnisch doch eher einseitig (btw: ein frittierter Marsriegel schmeckt tatsächlich so lecker wie er aussieht. Hätte ich nie gedacht!) waren. Halt, stimmt nicht ganz, ich glaube, ich hatte auf einem meiner Burger ein Gürkchen.

Also, mein Gehirn schrie nach frischem, knackigen Gemüse und mein Magen schrie mit und wer bin ich, daß ich mich gegen die beiden stellen könnte?
Gemüse aus dem Ofen

So sah dann die zu verwertende Ausbeute aus Kühlschrank und Kaufland aus: Aubergine, Zucchini, Zwiebel, Fenchel, Süßkartoffeln, Knoblauch, Champignons und eine irgendwie übrig gebliebene Tomate. Das ganze Gemüse putzen und in grobe Stücke teilen. Eine Knolle Knoblauch entknollen (also, in einzelne Zehen teilen), aber nicht schälen. Der Knoblauch gart in der Schale und wird ganz weich und lecker. Wenn das Gemüse fertig ist, kann man den Knoblauch auf dem Teller ganz einfach mit dem Messer aus der Schale streichen.

Alles zusammen in eine große Schüssel geben und mit Olivenöl, Salz und Kräutern (was gerade da ist: Rosmarin, Oregano, Salbei, ect. Frisch ist natürlich am Besten, da hatte ich aber nur noch Minze übrig, und die paßt nicht dazu) vermischen.

Gemüse aus dem Ofen 2

Das Gemüse auf einem Blech verteilen (die Portion in der großen Schüssel reicht bei mir für zwei Bleche voll) und für ca. 30 min (+/- 10 min) ab in den Ofen. Temperatur war bei mir ca. 200 – 220 Grad, obwohl man das bei meinem Gasherd nie so genau weiß. *g*
Gemüse aus dem Ofen 3

Nach der Hälfte der Garzeit, also nach ca. 15 – 20 min mal umwenden.
Gemüse aus dem Ofen 4

Sobald das Gemüse durch ist und eventuell leicht gebräunt ist: ab auf einen Teller. Dazu gab es bei mir einen Schafskäse-Dip aus Schafskäse und Frischkäse mit Paprika.
Gemüse aus dem Ofen 5

 

Wer will, kann auch noch Baguette dazu essen.

Und jetzt: Guten Appetit und

Wirsing, Sususi