Lemon Curd

Also, eigentlich habe ich seit gestern ein neues Kochbuch (bzw. Backbuch). Und eigentlich wollte ich heute grade da drüber etwas schreiben. Das war, bevor ich beschlossen habe, zur Untermalung ein Rezept aus diesem Buch auszuprobieren, welches so blödsinnig einfach ist, daß man sich fragt, wieso man da selber noch nicht draufgekommen ist. Das war, bevor ich festgestellt habe, daß ich das dafür benötigte Lemon Curd gar nicht daheim habe. Und mir ziemlich sicher war, das Famila kein Lemon Curd verkauft. Deshalb, und weil ich schließlich erst kürzlich geschrieben habe, daß man auch wissen sollte, wie man manche Dinge selber macht, gibt es heute erst das Rezept für Lemon Curd.

Was ist Lemon Curd? Lemon Curd ist das, was Leute immer geschenkt bekommen, die sich mit einem freudigen Lächeln überschwänglich bedanken und zwei Tage später bei Chefkoch nachfragen, was zum Henker sie denn bloß mit Lemon Curd machen sollen. Grob gesagt ist es ein englischer Aufstrich für Scones aus Zitronen(saft), Zucker, Butter und Eiern. Das sind auch die benötigten Zutaten: 4 Eier, 160 gr. Zucker, 200 ml Zitronensaft (Direktsaft, kein Konzentrat) und 100 gr. Butter. Zusätzlich noch ca. 1 El Speisestärke.
Lemon Curd

Die Eier in eine Schüssel schlagen und gut miteinander verquirlen. Saft, Zucker und Stärke in einen Topf geben und aufkochen lassen. Die Prise Salz für Süßspeisen nicht vergessen. Am Besten gleich einen zweiten Topf mit Wasser aufsetzen, der wird gleich fürs Wasserbad benötigt. Im Idealfall kocht das Wasser, wenn die Zitronenmischung fertig ist.
Lemon Curd

Die Hitze unter der Zitronenmischung zurückdrehen, so daß sie beim Zugeben der Butter nicht mehr kocht. Die Butter reingeben und unterrühren.
Lemon Curd

Die Butter schmilzt vollständig und die Mischung wird gleichmäßig trüb. Warten, bis alle Butter sich gleichmäßig mit der Zitronenmischung verbunden hat. Zwischendurch mal den Finger reintauchen. Hat zwei Vorteile: erstens kann man so überprüfen, ob die Sache nicht zu heiß wird (wenn man reinlangen kann, ohne sich den Finger zu verbrennen, das ist die richtige Temperatur) und zweitens kann man den Finger danach abschlecken. *jetztschonlecker*
Lemon Curd

Jetzt eine Schüssel auf den Topf mit dem heißen Wasser geben. Dort rein zuerst die Zitronenmischung geben. Ab jetzt: rühren. RÜHREN! Egal, was passiert: rühren! Jetzt werden die verquirlten Eier langsam dazugegeben, dabei dauernd rühren. Die Hitze zurückschalten, so daß das Wasser noch heiß ist, aber nicht sprudelnd kocht.
Lemon Curd

Weiterrühren. Wenn der Arm halb abfällt, Arm wechseln, bis auch dieser abfällt. Trotzdem nicht aufhören zu rühren! Wenn der zweite Arm auch abgefallen ist, dauert es noch ca. 10 min. Dann sollte die Masse anfangen einzudicken, in etwa so, als würde Pudding draus. Spätestens jetzt kann man den Topf vom Feuer nehmen, die Resthitze reicht locker aus, um die Masse fertig zu kriegen.
Lemon Curd

Auch wenn es hier durch das Licht etwas aussieht, als wäre die Masse griesselig, das ist sie nicht, sie ist schön glatt, gelb und von dicklicher Konsistenz.

Das war es eigentlich auch schon, jetzt einfach noch in Schraubgläser füllen, kalt werden lassen und dann auffuttern. Entweder zu Scones oder zu Pistazienschnecken mit Lemon Curd oder wie Marmelade aufs Brot essen. Supereinfach, viel billiger als gekauftes Lemon Curd und die Zuckermenge läßt sich nach Belieben steigern oder senken.

Wirsing, Sususi

 

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