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Gosch Westerland

Das allererste, was ich an der Nordsee normalerweise esse, ist…. Apfelkuchen. Nämlich auf der Fähre. Da man aber nach Sylt keine Fähre braucht, fiel dieser buchstäblich ins Wasser. Das zweite, was dann normalerweise folgt, ist ein: Fischbrötchen! Klaro.

Und da jeder, dem ich erzählte, wo ich hinfahre, sagte: „Hey, da mußt du zu Gosch“, war ich ganz brav und habe das gemacht. Praktischerweise hat Gosch ja sogar direkt am Strand einen Verkaufskiosk und ein kleines Lokal: (seht Ihr das Schild mit der Möwen-Warnung da unten rechts? Nehmt es verdammt ernst! Eine herkömmliche 08/15-Möwe braucht ca. 3,2 Sekunden für ein komplettes Räucherlachsbrötchen inkl. Aufpickens der Zwiebeln… ich habe dort in der Woche mehr als einen Touristen sein Mittagessen verlieren sehen…)
Gosch Strand1
Ich entschied mich für ein Brötchen mit Räucheraal und Meerettich für 4,50 €. Das war… gut. Also, wie ein Fischbrötchen halt. Weder kam die spektakuläre Geschmacksexplosion, mit der ich nach all den „Gosch“-Rufern gerechnet hätte, noch war es irgendwie anders als jedes andere Räucheraal-Brötchen welche ich bisher hatte.
Aalbrötchen Gosch
„Hm“, dachte ich mir, „da muß doch mehr dran sein. Muß ja einen Grund haben, daß jeder „Gosch ist toll“ schreit. Ich suchte also die „richtige“ Filiale in Westerland auf. Suchen mußte ich eigentlich nicht lange, nur sehen konnte man sie kaum: dort drängten sich jede Sekunde, die ich auf der Insel verbrachte mindestens 200 Menschen drin und drum rum.
Gosch Westerland
Drinnen bestellte man Essen (von draußen ist übrigens nicht ersichtlich, was es alles gibt und zu welchem Preis!) und suchte sich dann draußen einen Platz. Oder man suchte sich einen Platz und… ja, wie denn nun? Hat man Essen, ist der Platz weg. Hat man Platz, kriegt man kein Essen… Man sollte also mind. immer zu zweit sein, sonst klappt das irgendwie nicht. Getränke werden aber serviert und draußen bestellt, was zu diversen Verwirrungen führte und dazu, daß man drei verschiedenen Bedienungen erklären mußte, daß man noch nicht weiß, was man trinken will. Man kriegt also hinten die Tasche ins Kreuz, unterm Tisch latscht der Hund auf den Zehen drauf rum, der Kinderwagen verhakt sich in der Jacke und während man den Hummer für 20 Euro verspeist, wird man von drei Seiten mit Zigarettenqualm vollgeraucht. Soll das gemütlich sein?

Jetzt sah die Auswahl an Frischfisch für mich wirklich sehr frisch aus, aber das können andere Fischgeschäfte auch. Preislich waren die Essensangebote doch ein paar Euro teurer als anderswo. Ich entschied mich also für die Krabbensuppe, denn die liebe ich!
Gosch Krabbensuppe
Der Fairness halber muß man sagen, daß die Suppenportion ordentlich war. Auch die Krabbeneinlage war nicht so schlecht. Allgemein war das eine gute Suppe, aber sie war eben nicht sehr gut. Ein wenig flach im Geschmack. Und dann war da die Petersilie! Petersilie auf Krabbensuppe schmeckt irgendwie *brrrr*. Frühlingszwiebeln, ja. Schnittlauch, ja. Persilie, nein! Und eine kleine Scheibe Baguette dazu? Die versteckt sich hier so verschämt hinter der Schüssel; das ist aber auch knickerig! Sonst bekommt man wenigstens eine Semmel oder ein Baguettebrötchen dazu.

Nein, Gosch hat mich zumindest in Westerland gar nicht überzeugt.

Ich kann nicht für Wenningstedt sprechen oder für List, wo es zumindest eindeutig so aussah, als drängt sich dort nicht die ganze Insel:
Gosch List
Also, wenn man Fischbrötchen essen möchte, dann ist Gosch sicher keine schlechte Anlaufstelle. Wenn man aber Fisch essen möchte, dann gibt es gemütlichere, qualitativ gleichwertig oder bessere Locations für gleich viel oder sogar weniger Geld. Und was das sehen und gesehen werden angeht… in der Menschenmenge sieht man sowieso nichts.
Gosch List hinten

Wirsing, Sususi

Strandrestaurant Badezeit Sylt

Bevor wir zu den ernsten Dingen der Insel kommen (Fisch ect…), schauen wir doch noch mal schnell an den Strand… läuft man nämlich vom Strandübergang Friedrichstraße entweder in Richtung Wenningstedt oder, wie in diesem Fall, Richtung Rantum (also nach „unten“ *g*), dann stößt man zwischendurch immer wieder auf Strandrestaurants aller Preisklassen, die natürlich eine unschlagbare Aussicht bieten.
Badezeit Strand
Eines davon, bei dem man noch nicht mal weit laufen muß, ist das Strandrestaurant Badezeit. Hier kann man sogar recht günstig einmal Mittagessen gehen, wenn man nicht unbedingt Wert auf große Auswahl legt: Kartoffeln mit Beilagen wie Lachs oder Hühnchen, Rigatoni mit Bolognese oder Currywurst liegen so um die zehn Euro.
Aber noch besser finde ich es, hier einfach zu sitzen und die Aussicht zu genießen und dazu einfach einen schönen Tee zu trinken und eine der hausgemachten Waffeln zu verspeisen. Zwar war es an dem Tag sehr windig, aber durch die Glasumrandung sitzt man dort sehr geschützt. Solange es nicht regnet. Obenrum war nämlich alles offen bis auf ein paar Plätze. Wahrscheinlich wird das Verdeck erst bei richtig schlechtem Wetter geschlossen…
Badezeit Aussicht2
Jedenfalls ist die Süßspeisenauswahl mit Milchreis mit verschiedenen Toppings, Waffeln und diversen Kuchen mehr als ausreichend ansprechend. Ich entschied mich für eine Waffel mit Kirschen und Schlagsahne für 4,90 €:
Badezeit Waffel2
Was auch immer sie mit der Waffel gemacht hatten: das war eine der besten, die ich in Nordfriesland jemals gegessen habe! Eigentlich hätte ich mit einer eher belgischen Variante gerechnet, aber diese hier war sehr lecker! Sie war nicht so dick wie die üblichen Waffeln hier, aber geschmacklich einfach perfekt; die Sahne war frisch; das Kirschkompott lecker und warm (also nicht eiskalt aus dem Kühlschrank) und alles in allem rund.
Der Jasmintee für 3,50 € war von Eilles – also ein Restaurant, welches noch nicht auf den Keo-Zug aufgesprungen ist (wobei, Keo Ist halt auch gut..). Dafür war das Wasser richtig heiß.
Badezeit Tee
Für einen kleinen Snack bzw. eine Waffel würde ich hier jederzeit wieder herkommen, die sonst üblichen Hauptgerichte sind preislich dann allerdings so um die zwanzig Euro anzusiedeln. Wobei das natürlich bei der Lage und der Aussicht nicht weiter auffällt…

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher… Nr. 163

So, ein wenig Pause von Sylt…
Tun wir uns doch mal was Gutes und nehmen „Alternativ essen – Die gesunde Sojaküche“ aus dem Falken Verlag von 1980 zur Hand.
Alternativ essen - Die gesunde Sojaküche
Gratulation, wer jetzt immer noch weiterliest! Immerhin sind hier im Titel drei Wörter drin, die dafür sorgen, daß sich die Familie unterm Tisch versteckt: „alternativ“, „gesund“ und „Soja“. Und dann stammt das Buch auch noch aus den 80er und ist damit vom optischen Standpunkt aus einfach genau so, wie man sich die Rezepte unter so einem Titel vorstellt: fade, merkwürdig und „sehr gesund“.

Nun, hacken wir mal nicht auf dem „gesund“ drauf rum, das muß jeder für sich entscheiden. Immerhin kommt alle paar Jahre einer und erklärt uns, wir hätten uns bisher total falsch ernährt und wenn wir das Gegenteil täten, wäre das viel besser. Es sei also jedem selbst überlassen, für wie gesund er Soja hält.
Dafür gibt es aber auch eine Hälfte Rezepte, bei denen Soja gar nicht vorkommt, wie den Gurkensalat mit Dillrahmsauce, das Weizenkeimmüsli oder das Hirsotto mit Pilzen. Ok, bis auf ein oder zwei Ausnahmen sollte man der „alternativen gesunden“ Küche schon aufgeschlossen gegenüberstehen, daß man solche Rezepte probiert bzw. nachkocht. Wir alle haben die jesuslatschentragenden Übermutter aus den 80er als Bild im Kopf, die ihren Kindern sofort den Schokoriegel aus den Fingern reißt und durch mit Apfelsaft gesüßte Dinkel-Rosinen-Kekse ersetzt… (wobei, die sind echt lecker!). Wer sich von diesem Bild nicht verabschieden kann, der hält auch nicht viel von den Rezepten auf den 112 Seiten hier.

Sollte man jedoch kein Problem mit Sojawürstchen haben, dann kann man Gerichte wie Sojanaise, Sojawürstchen im Schlafrock, gebackene Koletts (kein Schreibfehler, zu den Koletts kommen wir noch…) mit Tomatensauce oder Phagwürfel mit Klößchen in Meerrettichsauce kochen.
Wie bitte? Phag*? Koletts? Cenofix und Vitaquell? Das ist das zweite Problem hier drinnen: sogar ich mußte die Hälfte der Zutaten erst mal googlen. Liegt wahrscheinlich daran, daß meine Jesuslatschen noch im Schrank stehen….
Sollte man es geschafft haben, die notwendigen Produkte zu erraten, im Reformhaus zu erjagen oder zu ersetzen, dann ist das Werk durchaus brauchbar.

Was mir allerdings total fehlt, sind die Angaben, wie viel Portionen ich aus z. B. aus 250 gr. Hirse für die Hirsekräuterklöße rausbekomme. Man fliegt hier sozusagen am Anfang blind, außer man hat bereits mit ähnlichen Rezepten Erfahrungen gesammelt.

Irgendwie schmecken die Rezepte auch, nun ja, gesund. Sie schmecken halt anders, als es der Gewohnheitsmensch bisher kannte. Sollte bei Fleischersatzprodukten ja auch kein Wunder sein. An dieser Stelle sein erwähnt, daß zwar Vegetarier dieses Buch ohne Einschränkungen nutzen können, die Rezepte sind aber nicht vegan.

Empfehlen mag ich dieses Werk hier mal nicht. Es ist für die richtige Zielgruppe ein interessantes Grundlagenwerk mit schönen, umsetzbaren Rezepten, die dieser Zielgruppe bestimmt schmecken. Alle anderen können damit aber nix anfangen. Sollte man sich an das Thema rantasten wollen, gibt es modernere und optisch ansprechendere Einsteigerwerke, die auch bei der Zutatenrecherche keine Mühe machen.

Ich koche ab und zu tatsächlich was hier draus, aber wirklich eher selten.

Wirsing, Sususi

P.S.:
Phag gab es bereits 1958 von der De-Vau-Ge Gesundkostwerk GmbH. Damals enthielten die Phag-Schnitten aber noch kein Soja. In den 80er bestanden die verwendeten Phag-Schnitten aus Weizengluten, Hefe, Kasein, Milchpulver, Sojaöl und Meersalz. Offenbar wurde das Produkt in Dosen verkauft.
Koletts fallen in eine ähnliche Kategorie. Man findet sie öfter als „Soy cutlet“ auf englisch-sprachigen Seiten, man kann sich also zumindest vorstellen, was es ist. Wobei „Kolett´s“ eben auch der Markenname ist, z. B. in „Kolett´s Canned Soy Sausages“

Cafe extrablatt Sylt

Ein wenig schade ist es schon, daß es nur wenige Möglichkeiten gibt, Kaffee, Kuchen oder Frühstück mit Blick aufs Meer in Westerland zu genießen. Das liegt vor allem auch daran, daß man Mühe hat, sich einen Platz zu erkämpfen!
Hat man als Einzelperson vielleicht noch Glück, wenn man früh genug dran ist, kann es mit jeder weiteren Person mehr als schwierig werden. Gerade, wenn man einen „schönen“ Platz haben will.
Eine Möglichkeit, für die man den Eintritt zum Strand nicht mal zahlen muß, ist das „Cafe extrablatt“ in der Friedrichstraße.
extrablatt Sylt
Dort hat man zwei Etagen, man kann vor dem Lokal sitzen und es hat auch noch eine Terrasse mit Meerblick, die bei schönem Wetter eine tolle Aussicht bietet. Das sieht dann von oben raus so aus:
Aussicht extrablatt Sylt
Auch wenn das Innere der Cafe/Restaurant-Kette nicht grade mein Stil ist, so kann man doch gut dort sitzen. Wenn man allerdings mit mehr als zwei Personen dort etwas essen möchte, dann hat man tatsächlich ein wenig Probleme mit den Tischgrößen… die Portionen dort sind riesig! Also, zumindest, was ich so an Burgern und Wraps am Nebentisch gesehen habe. Wie sie geschmacklich sind, kann ich nicht sagen, ich hatte nämlich dort nur Kuchen.
extrablatt innenextrablatt innen unten

 

 

 

 

 

 

 

Laut Speisekarte kann man dort auch relativ günstig frühstücken, entweder mit Buffet:
extrablatt Frühstück
oder ganz normal. Was es sonst noch gibt, hier ein kleiner Eindruck:
extrablatt Karte
extrablatt Karte 2
Aber, wie gesagt, ich hatte ja den Kuchen. Den Apfelkuchen. Mit Streuseln. Hier steht es: Apfelkuchen mit leckeren Streuseln und einem Klecks Sahne.
extrablatt Kuchen
Hm. Da sieht man mal wieder, daß Werbung (das Bild und die Beschreibung) manchmal eben nicht mit der Wirklichkeit konform gehen.
Apfelkuchen extrablatt
Ich sehe sie nicht. Die Streusel. Wieder mal sind sie vermutlich unsichtbar. Der Klecks Sahne ist da, obwohl mir nicht ganz klar ist, was man sich bei der Orangenscheibe darunter gedacht hat. Orange und Sahne paßt für mich so einfach gar nicht zusammen. Ein etwas größerer Klecks hätte auch nicht geschadet.
Der Kuchen war ok. Ganz normaler, ein wenig kompakter Hefeteig mit Äpfeln oben drauf, nichts, was einen irgendwie aus den Socken haut. Für 2,95 € ok, aber mehr auch nicht. Ich muß gestehen, die Burger sahen vielversprechender aus….

Wirsing, Sususi

Crêpes auf Sylt

Bis nach Sylt sind sie schon gewandert. Die bretonische Form der Eierkuchen. Überall in Sylt stolpert man über Crêpes! Wobei, sie sind ja schon lecker. Und schnell gemacht. Und schnell gegessen. Und so irgendwie Urlaub. Sie befriedigen die Lust auf Süßes und machen zufrieden, aber nicht papp satt.
Man findet sie in List…
Crepe List
… mit Kinderschokolade dazwischen (…nomnomnom…) oder…
Crepe Kinderschokolade
… wie hier, mitten in Westerland, mit der dicken Wilhelmine im Vordergrund. Wobei, dieser Stand hier gibt einem noch mehr Gründe, ihn aufzusuchen: hier gibt es einen Eiscafe deluxe sozusagen, denn hier gibt es Eiscafe bestehend aus Espresso und Softeis! Tolle Variante, vor allem, weil nicht die Hälfte davon aus Eiswürfeln besteht wie bei McDonalds! Crepe Westerland Inzwischen sind auch die meisten Stände dazu übergegangen, statt nur Kristallzucker (schmeckt, knirscht aber unter Umständen zwischen den Zähnen…) auch die Variante mit Puderzucker anzubieten. Süß, aber nicht zu süß, bevorzuge ich diese:
CrepCrepe Westerland Stadte Stadt Puderzucker2
Geschmacklich war zwischen all den Ständen (5 habe ich ausprobiert; vier in Westerland und einen in List) so gut wie gar kein Unterschied, alles waren anständige Crêpes mit anständiger Füllung. Preislich waren hin oder her bei den süßen Varianten mal 50 cent Unterschied, bei den herzhaften Varianten dann doch schon ein paar Euro, hier lohnt sich also der Vergleich.
Crepe Westerland
Sogar direkt am Strand bei der Crêperie am Meer direkt an der Strandpromenade in Westerland waren die süßen Crêpes preislich nicht teuerer. Man kann sich also durchaus zwischendurch mal einen gönnen. Oder mal noch einen anderen. Mal einen mit Nutella oder so…
Crepe Nutella Strand

Na dann, Wirsing,
Sususi

Toast & Snack

Toast it, Toaster Strudel, Toaster Schnitzel, Pop tarts… der Toaster als Fertiggerichtekochgerät ist ja nu nichts Neues. Alle paar Jahre kommt mal wieder ein anderer Hersteller und alle haben eines gemeinsam: alle haben eine wirklich erstaunliche Anzahl an künstlichen Zusatzstoffen, das glaubt man gar nicht. Deshalb ist auch das folgende Produkt in meinem Einkaufswagen gelandet. In drei Geschmacksvarianten (Käse + Schinken, Käse + Salami und Pizza für ca. 1,89 € bei Aldi) ist ein Blick auf die Zutatenliste äußerst amüsant.
Toast & Snack PackungMan hat hier lauter gute Sachen drin: Natriumnitrit, Maltodextrin, Aroma, Dextrose, Natriumascorbat, Diphosphat, Glucosesirup, Saccharose, Ascorbinsäure, Natriumcitrat, Polyphosphat, Gelatine, Sorbinsäure, Hefeextrakt, Kaliumjodat. Erstaunlich, aus was der Mensch alles Nahrungsmittel machen kann…Toast & Snack Ingredients
Nun ja, man kann der Packung zwei einzeln verpackte Toasts entnehmen, diese aus der Folie befreien (ausnahmsweise geht diese tatsächlich total einfach auf!) und dann in den Toaster stecken. Äh, wie jetzt? Vier Minuten? Wie soll ich das denn an meinem Toaster einstellen? Ich habe einen Toaster, der zwar 10 Stufen hat, aber keine davon toastet 4 Minuten. Im Ofen geht es auch, bei 180 °C 8-10 Minuten, aber das ist irgendwie nicht der Sinn eines Toaster-Snacks… Also ein wenig rumprobiert…
Toast & Snack
Außen war der Toast dann schon schön braun und knusprig…
Toast & Snack getoastet … aber innen war der „Käse“ noch nicht ganz schön zerlaufen. Also, das ist nix mit meinem nicht-auf-vier-Minuten-einstellbaren Toaster…Toast & Snack Füllung
Geschmacklich… eh, müssen wir darüber noch sprechen? Salzig, viel zu salzig, sehr künstlicher Schinkengeschmack, der Käse klebt fürchterlich an den Zähnen und… na ja, der Toast war gut. Die Füllung nicht. Andererseits kann man sich auch einfach diesen Flammkuchen-Aufstrich von Hochland kaufen… der ist ähnlich wider.. , äh, salzig.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher… Nr. 162

Puhh, Urlaub ist anstrengend! Also, wenn ihn jemand anders hat. Zum Beispiel meine Kollegin… Ich kann Euch versichern, ich habe Euch nicht vergessen. Nur ist grade so viel los, und es ist Tour de France (da bin ich eh für außer-TV-liche Aktivitäten nicht zu haben…). Schnell muß es also gehen.
Deshalb nehmen wir einfach die „Schnelle Küche“ aus dem Parragon Verlag.
Schnelle Gerichte
512 Seiten, schöne Bilder, brüchiger Rücken, verliert schnell.. *bla-bla-bla* Kennt Ihr ja von den anderen Parragon Büchern. Muß ich alles nicht noch mal sagen. Und eigentlich ist jedes dieser Rezepte auch in irgend einem der anderen Parragon-Bände auch schon drin. Hier sind halt alle „schnellen“ Gerichte zusammengefaßt. Diesmal stimmt das aber auch wirklich.

Rindfleisch mit Erbsen und Bohnenpaste, Sirup-Sahne-Kuchen oder Orangen-Thymian-Kürbis-Suppe… von gewohnt bis exotisch ist alles dabei, was sich schnell braten, kurz kochen oder fix backen läßt. Von daher hält das Buch, was es verspricht. Und die Rezeptauswahl ist so groß, daß von Suppen, Salaten, Fisch oder Geflügel eigentlich für jeden war dabei sein sollte. Nur „typisch deutsche Hausmannskost“, die wird man hier nicht finden.

Anfänger kriegen die Rezepte mit Hilfe auch hin (stellt jemanden daneben, der sagt, daß man den Staudensellerie erst abfädeln soll, bevor man ihn in dünne Scheiben schneidet… es wäre nicht das erste Mal!) und die wirklich exotischen Zutaten (Rauchmandeln ect.) beschränken sich auch ein paar wenige Rezepte.

Eigentlich ein universell einsetzbares Werk, „moderne“ Rezepte und vor allem leckere Rezepte für Alles-Esser, die keine Berührungsängste haben mit Chorizo, Süßkartoffeln oder Pak Choi. Mir taugt es, ich habe schon sehr viel hier draus ausprobiert und bin noch nie enttäuscht worden. Schön, um sich wirklich der Reihe nach durchzuprobieren und da es ja über 500 Seiten sind, hat man da lange was von.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher… Nr. 161

Es ist Sommer, es ist Tour de France… was paßt da besser, als eine kulinarische Reise durch Südfrankreich? „Die Landküche der Provence“ aus dem Kosmos-Verlag von 2013 bietet genau das an.
Die Landküche der Provence
144 Seiten hübsch aufgemacht mit leckeren Fotos und gut gegliederten Rezepten versetzen einen gedanklich in kleine Brasserien nach Montélimar oder Avignon…

Was ist das erste, an das jeder denkt, wenn er „Provence“ hört? Logisch, Lavendel. Weite, im Wind leicht wogende, duftende, lilablaue Lavendelfelder… Wen wundert es, daß deshalb auch hier Rezepte drin sind, die Lavendel verwenden? Die Lauchtarte mit Lavendel (Tarte aux poireaux) oder Feigen mit Lavendel-Sahne (Figues à la Niçoise) zum Beispiel. Aber auch sonst sind die Rezepte hier geeignet, um einem schier das Wasser im Mund zusammenlaufen zu lassen! Olivencreme mit Paprika (Olivade), Oventomaten (Lu Toùrmati où fourn), Rippchen mit Feigen (Travers de Porc) ect… Natürlich kommen auch die Desserts zu ihrem Recht.

Die Rezepte sind übersichtlich gegliedert und lassen sich für mich gut nachvollziehen. Den Umgang mit Kugelausstecher, Mangold oder Tintenfischen sollte man schon mal gesehen haben, also vielleicht nichts für totale Anfänger auf dem Gebiet des Kochens. Aber wer Spaß an Französischer Küche und am Kochen hat, der hat bestimmt auch Spaß an diesem Kochbuch. Die Rezeptauswahl paßt sehr gut und schön finde ich, daß die Zeitangaben gegliedert sind in Zeit, die man zum Vorbereiten braucht und tatsächliche Garzeit. Das macht es übersichtlicher. Bei manchen Rezepten sind auch noch Varianten, Beilagenempfehlungen oder sonstige Tipps vorhanden.

Zu jedem Kapitel wie „aus dem Meer“ oder „Hülsenfrüchte“ gibt es eine kleine Einführungsinformation bezogen auf die in der Provence verwendeten Produkte.

Für mich ein rundherum abgerundetes und gelungenes Werk!

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher… Nr. 160

Hach, endlich ist es mal schön warm! Und während die Kartoffeln am Fensterbrett vor sich hingaren (kein Witz, ging gestern in Alufolie prima!), kann man sich überlegen, was man heute kocht. Äh, außer sich selbst. Da sich die Nahrungsaufnahme der meisten Menschen bei diesen Temperaturen nicht nur bis kurz vor Mitternacht verschiebt und sich dann auf Salat oder Suppe beschränkt… Hier die Anregungen für Ersteres: „Das große Buch der Salate“ aus dem Weltbild-Verlag. Erscheinungsdatum leider unbekannt.
Das große Buch der Salate
Das große Buch hat tatsächlich 320 Seiten und bietet damit Anregungen für wohl fast jeden Geschmack. Ob Fleisch, Geflügel, Fisch, Vegetarisch oder Obstsalate… alles mit dabei.

Dabei sind einige Salate wirklich gut für den Herbst geeignet, der Salat mit Birnen und Knusperspeck z. B., aber grade schön leichte Salate wie der Salat mit Tomaten, Mozzarella und Avocado oder der typische Griechische Salat sind hier ausgiebig vertreten. Ganz besonders schön ist die Sparte mit den Obstsalaten, die sowohl die herzhafte wie auch die süße Variante aufgreifen. (Auf die Idee, Lebkuchengewürz für die Obstsalat-Marinade zu nehmen, bin ich auch noch nicht gekommen…) Das Schöne bei allen Salaten ist, daß die Kombinationen erfreulich wenig „Arbeitsaufwand“ vom Gehirn erfordern… zwar sind auch exotischere Salate vertreten, mit Erdnußbutterdressing oder die Kombination mit Ziegenkäse und Pfirsichen, aber es ist keine einzige Kombination dabei, die schon beim Lesen seltsam klingt. Man kann sich schon vorher vorstellen, daß bei dem jeweiligen Rezept alles zusammenpaßt – und das tut es auch, wenn der Salat fertig ist.

Die meisten Rezepte sind für 4 Personen (Ausnahmen nach oben oder unten sind auch dabei) und das kommt meistens auch so hin. Hängt natürlich davon ab, ob der Salat vorne weg, dazu oder als Einzelnes gegessen werden soll, aber hier sind fast alle Rezepte Hauptgangtauglich.

Das Dressing, daß bei den Salaten dabei ist, paßt zum jeweiligen Gericht und schmeckt auch noch – nachwürzen ist ja immer erlaubt. Die Beschreibungen sind für Salat schon ausführlich, wenn mehr Schritte dabei sind, als „alles in eine Schüssel geben und mischen“. Ansonsten kann man aber ja auch nicht sooo viel falsch machen hierbei.

Wer also keinerlei Talent im Improvisieren von Salat hat, dem sei dieses Werk wärmstens ans Herz gelegt – alle anderen tun auch gut dran, mal einen Blick hier rein zu werfen, denn es ist ein wirklich schönes Salat-Buch.

Wirsing, Sususi