Archiv der Kategorie: Allgemein

Meine Kochbücher…Nr. 98

Tja, und schon ist 2014 halb um. Zumindest ist die erste Arbeitswoche überstanden, der Winter auch schon fast. Gerüchteweise soll es jetzt kälter werden, aber gestern hatten wir 16 °C. Da hatten wir schon mal im August kältere Tage. Was liegt also näher, als auf die zwitschernden Vögelchen draußen zu hören und sich einzubilden, es wäre schon Frühling? Sagt auch “Frühlingsgemüse frisch auf den Tisch” von 2003 aus der Teubner Jahreszeitenküche.
Frühlingsgemüse frisch auf den Tisch
Hier haben wir nur knapp 80 Seiten, die unheimlich leckere Bilder bieten. Allerdings: die Rezepte sind für meine Augen (bis auf wenige Ausnahmen) nicht grade alltagstauglich, auch wenn das sozusagen auf dem Etikett steht. Sie erfordern dazu einfach zu viel Aufwand – mitunter auch finanzieller Art. Während sich die Orangen-Tarte oder die Hähnchen-Quiche mit Spinat noch recht einfach umsetzen läßt, sind die gefüllten Brandteigringe schon aufwendiger. Seehecht im grünen Sud setzt nicht nur den Fischfond selber an sondern enthält sowohl Mies-wie auch Venusmuscheln. Und wer jemals Sardinen ausgenommen hat, der wird sich dreimal überlegen, ob er die Sardinen mit Kräuterfüllung wirklich frisch zubereiten muß. Der Tipp, die Wildkräuter für den Salat immer frisch vor der Verwendung, möglichst am frühen Morgen abseits von befahrenen Straßen und gedüngten Feldern zu sammeln – der gibt der Alltagstauglichkeit wohl den Rest.

Nichstdestotrotz sind die Gerichte schmackhaft – vorausgesetzt, man nimmt sich sehr viel Zeit und Geduld mit in die Küche. Ein wenig abgehoben vielleicht – also eigentlich das Passende für einen besonderen Anlass. Dann sollte man aber unbedingt den Rhabarberauflauf ausprobieren….

Wirsing, Sususi

Altstadtmarkt Miltenberg

Juchu, ich bin gut im neuen Jahr und damit auch wieder aus dem Urlaub daheim angekommen. Wie man der Überschrift vielleicht schon entnehmen kann, wir waren in Miltenberg. Warum, das ist eine längere Geschichte. (Obwohl, so lange ist sie gar nicht: wir machen dort jedes Jahr zu Silvester 8 Tage lang Party *g*).

Jedenfalls, zwischen all dem Party feiern muß man ab und zu auch mal was essen. Ein wenig Kaffee und Kuchen sorgt auch dafür, daß der Tag zwischen Mittagessen und Abendessen nicht so lange wird. In Miltenberg gibt es verschiedene Cafes, aber unsere erste Wahl ist immer noch dies hier: der “Altstadtmarkt” mitten in der historischen Altstadt von Miltenberg.
Altstadtmarkt
Wie man dem Bild entnehmen kann, ist das Cafe in einem schönen alten Fachwerkhaus untergebracht und durch den ebenen Eingang und die automatische Schiebetür auch Rollstuhlfahrern bequem zugänglich.

Qualität wird hier groß geschrieben. Die Produkte kommen entweder aus dem eigenen Bio-Gartenbaubetrieb Parkhof oder anderen Bio-Bauern der Region und das merkt man den Lebensmitteln auch an.
Altstadtmarkt Anzeigetafel
Wo man Platz nimmt, das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks (und der freien Plätze): so kann man zum Beispiel in diesem etwas höher gelegenen Sandsteingewölbe sitzen…
Altstadtmarkt oben

…oder lieber ebenerdig. Nebenan gibt es noch den roten und blauen Salon, eine Dachterrasse ist vorhanden und gerüchteweise kann man im Sommer auch draußen sitzen.
Altstadtmarkt Innen
Unter der Woche wird man am Platz bedient, man muß aber zur Kuchentheke gehen, um zu sehen, welchen Kuchen man möchte. Wenn viel los ist und am Wochenende ist dann Selbtsbedienung angesagt, wobei hier die warmen Speisen auch serviert werden (längere Wartezeit als Kuchen, logisch, man kann ja nicht 10 min. blöd im Gang rumstehen).

Ist man an der Kuchentheke angekommen, lachen einem aus der Auslage verschiedene Kuchen und Torten appetitlich entgegen, zum Beispiel Nußtorte, Mohntorte, Apfelstrudel mit Sahne oder Vanilleeis, Apfelkuchen mit Streuseln oder diese schöne Flockentorte…
Altstadtmarkt Flockentorte

…oder eine Rumtorte… Alles ordentlich große Stücke für 2,95 € und jeden sahnigen Bissen absolut wert! Hier findet man keine angetrocknete Cremefüllung oder harten Mürbteigboden… alles super-frisch, schön fluffig-bisquitig (was für ein Wort!) und einfach nur lecker!
Altstadtmarkt Rumtorte

Das gleiche gilt auch für diesen Holunder-Brombeer-Quark-Kuchen. Der Teigboden war schön mürbe und weder krümelig noch hart. Durch die Brombeeren hatte der Belag eine sehr schöne Säure, die durch den Holunder etwas abgemildert wurde und sehr gut mit dem Quark harmonierte. Der Guß auf dem Kuchen war von schöner Konsistenz, überhaupt nicht gummi-artig oder zu schleimig, nein, fest und fast schon schmelzend im Mund.
Altstadtmarkt Holunder-Brombeer

Wem gerade nicht nach Süßem ist, der kann auch Deftiges bekommen. Zum Beispiel: ein Paar Bauernbratwürste mit Senf und Holzofenbrot.
Altstadtmarkt Bauernbratwürste
Für 6,90 € eine wirklich ordentliche Portion! Der Senf war mittelscharf von cremiger, etwas festerer Konsistenz und so ausgewogen, daß weder Säure noch Süße noch Senfaroma vorgeschmeckt haben – damit ist er ein idealer Begleiter zu den Bratwürsten, die einen ausgezeichneten Geschmack haben (und das sagt eine Nürnbergerin). Beim Bissen in das Holzofenbrot bin ich erst etwas erschrocken – Kümmel! Aber auch bei kräftigem Kauen blieb die erwartete Explosion im Mund aus – eine genauere Betrachtung ergab. keine KümmelKÖRNER! Sehr schön! Ansonsten mit knuspriger Kruste und saftigem Inneren – einfach lecker. Die Wild-Sau-Bratwurst ist übrigens auch zu empfehlen!

Wem ein Besuch hier noch nicht reicht, der kann sich ein paar der Spezialitäten mit nach Hause nehmen – Tee, Spirituosen, Marmelade und ein paar nicht-essbare Kleinigkeiten.
Altstadtmarkt Verkauf 2

Ein Besuch hier ist absolut zu empfehlen und sollte unbedingt auf dem Programm stehen. Ein kleiner Tipp: unbedingt etwas vom Wildrosenfruchtmark oder der Wacholder-Latwerge mitnehmen…

Wirsing, Sususi

Weihnachten…

…kommt immer näher. Deshalb sag ich euch jetzt schon mal: “Schöne Weihnachten, einen guten Rutsch und ein tolles neues Jahr”. Dieses Weihnachten hab ich nämlich so unglaublich viel Urlaub, daß ich erst Anfang Januar wieder dazu kommen werde, weiter zu schreiben. Noch dazu, wo der Weihnachtsfeier-Marathon am Wochenende zwar seinen Höhepunkt fand, aber immer noch nicht um ist. Also, nicht nervös werden, bald geht es weiter. Denkt Euch einfach inzwischen Werbung….

Wirsing, Sususi

Meditonsin

Da aktuell ja wieder ganz fiese, böse Erkältungen umgehen, die sich einfach heimtückisch und ohne Vorwarnung an die Leute ranschleichen und diese anspringen, ist es mal an der Zeit, ein paar Worte dazu zu verlieren. Bei der ganzen Vielfalt der Mittelchen, Tinkturen, Tränke und Pillen, die einem helfen sollen, die Erkältung zu besiegen, weiß man ja gar nicht mehr, was man nehmen soll! Früher war das ganz einfach: Arbid N Schlucktropfen und Meditonsin, diese Kombination killte jeden Schnupfen. Leider gibt es die Schlucktropfen nicht mehr (an alle mitlesenden Pharmahersteller: Ganz ehrlich? Mir wurscht, ob da Stoffe drin sind, die Blutungen der Nasenschleimhaut auslösen könnten, ich will die Schlucktropfen wieder haben. Bittebittebitte *bettel*). Gegen den Schnupfen können wir also leider nichts mehr tun, aber wir können ein paar blöde Schnupfen-Nebenwirkungen abstellen: die Halsschmerzen zum Beispiel. Dafür ist bei mir immer noch Meditonsin die erste Wahl:
Meditonsin
Es ist ein homöopathisches Mittel gegen Entzündungen des Hals-, Nasen-u. Rachenraums. Außer man ist zufällig Alkoholiker, eignet es sich für alle Altersstufen und als Nebenwirkungen ist nichts Schlimmeres angegeben, als sehr selten vermehrter Speichelfluß oder Juckreiz.
Meditonsin Flasche
Sofort nach Auftreten der ersten Unannehmlichkeiten im Hals hat es bei mir immer die Halsschmerzen zuverlässig gelindert und ziemlich schnell verschwinden lassen. Zugegebenerweise nicht so schnell wie Dobendan, aber sehr zuverlässig und ich finde, man muß nicht immer gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen. Man muß sich auch nach oben noch etwas Spielraum lassen.

Die Tropfen gibt es in verschiedenen Packungsgrößen. Die kleine Packung mit 35 ml reicht locker für zwei bis drei Erkältungen, wobei man beachten sollte, daß die Tropfen nach Anbruch nur noch 6 Monate haltbar sind. Einnehmen nach Packungsbeilage, dabei die Tropfen nicht gleich schlucken, sondern erst etwas im Mund behalten. Steht aber alles dabei. Geschmacklich finde ich Meditonsin eher angenehm (im Vergleich zum Beispiel zu Toxiloges Tropfen – brrrrr), sehr mild, leicht süßlich, etwas alkoholisch. Also auch für jemanden geeignet, der Medizin nicht so unbedingt gerne schluckt.

Ich kann Meditonsin aus eigener Erfahrung nur empfehlen.

Wirsing, Sususi

UPDATE: Ach so, eines habe ich noch vergessen: Meditonsin hilft nicht gegen Schnupfen – dafür ist es auch gar nicht gedacht. Man hört und liest immer wieder Erfahrungsberichte, in denen Leute berichten, daß die Erkältung trotzdem nicht weggegangen ist. Logisch, wenn ich ein Mittel nehme, welches gegen Halsschmerzen helfen soll, oder?

Weihnachtsmarkt in Straßburg mit Eberhardt Reisen

Gestern habe ich mich auf einen weiteren Auflug mit Eberhardt Reisen gewagt – diesmal auf den Weihnachtsmarkt nach Straßburg.
Galeries Lafayette
Abfahrt pünktlich in Pforzheim um 9:00 Uhr am ZOB mit einem kurzen Zwischenstopp in Karlsruhe, um noch weitere Mitfahrer zusteigen zu lassen. Die Fahrt war diesmal bemerkenswert unspektakulär. Ist ja auch kein Wunder, denn bis nach Straßburg ist es ja nicht weit. Bloß die Bustoilette brachte einige Leute zur Verzweiflung, weil nicht bekannt war, daß das Licht erst angeht, wenn man die Türe abschließt.
Krippe Weihnachtsmarkt Straßburg
Der Reisebus hielt, wie alle Reisebusse nach Straßburg, am Place de l´Étoile. Dort fand man auch gleich den ersten Weihnachtsmarkt. In Straßburg gibt es nämlich nicht einen zentralen Platz, wo der Weihnachtsmarkt stattfindet sondern es gibt mehrere kleine Weihnachtsmärkte, die sich überall in der Innenstadt zwischen dem Hauptbahnhof, der Oper und dem Place d´Étoile verteilen.
Weihnachtsmärkte Übersicht Straßburg
Zwischen den Weihnachtsmärkten sind natürlich die Straßen und Geschäfte geschmückt,
Straßburg Weihnachtsdeko
verbreiten weihnachtliches Flair und laden zum Shoppen und Schlemmen ein.
Christkindelsmärik
Ein Wort jedoch zu allen, die jetzt die Tasche schnappen wollen und losfahren wollen: Wenn Ihr große Menschenmassen nicht ertragen könnt, bleibt daheim. Wenn Ihr Kinder habt und diese behalten wollt, bleibt daheim. Oder versucht es vielleicht unter der Woche, möglicherweise ist da weniger los. Versucht Euch vorzustellen, die Fläche des Nürnberger Christkindlesmarkts würde halbiert werden und man würde versuchen, die doppelte Anzahl an Leute da reinzuquetschen. Das ist dann ungefähr das, was am Samstag in Straßburg los war. (Nicht von der Größe, Straßburg ist viel größer, aber von der Menschendichte her)
Straße zum Münster
Was jetzt die Weihnachtsmärkte angeht, tja, hat man einen Stand gesehen, hat man alle gesehen. Es gab abwechselnd Süßigkeiten, Waffeln, Plastik-Weihnachtsdeko, Plätzchen oder überbackenes Baguette.
Flammkuchen Weihnachtsmarkt Straßburg
Der Anteil der Süßwaren war in der Stadt erstaunlich: eine Bäckerei/Cafe am nächsten, dazwischen wieder Plätzchen und Dauerlutscher am Stand.
Glühwein gab es natürlich auch. Zwischendurch fand sich sogar das berühmte Sauerkraut in Form von Spätzle mit Sauerkraut oder Choucroute.
Choucrout Straßburg
Da der Bus erst Abends um 18:30 Uhr wieder abfahren sollte, blieb ausreichend Zeit, alle Märkte zu besuchen, Mittag zu essen, und sich auch sonst in der Stadt noch umzusehen. Eine kleine Rundfahrt wäre auch schön gewesen, aber bei den Massen, die dort anstanden, habe ich dann doch lieber drauf verzichtet.
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Der abendliche Anblick mit all den Lichtern war dann auch noch mal ein Highlight, aber da mußten wir schon wieder alle zurück zum Sammelplatz um auf den Bus zu warten und das allabendliche Busballet zu beobachten. Eigentlich sollte man doch meinen, daß es irgendwann weniger Leute werden, wenn schon 35 Reisebusse voller Menschen wieder abgefahren sind….
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Also, alleine wegen den Weihnachtsmärkten lohnt sich der Ausflug nach Straßburg meiner Meinung nach nicht. Dazu sind die Stände einfach zu gleichartig. Und eine mickerige Portion Spätzle mit Sauerkraut für 6 € kann ich auch hier essen. Aber Straßburg an sich war sehr schön, gerade mit den ganzen Dekorationen und den vielen alten Häusern.
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Vielleicht mach ich noch mal im Sommer einen Ausflug dorthin. Dann steht zwar kein Riesenweihnachtsbaum mehr,
Weihnachtsbaum Straßburg
aber vielleicht sieht man vom Münster dann etwas mehr.
Münster 2

Als dann endlich der Bus kam (am Besten sucht man sich eine erhöhte Position, sieht seinen Bus gleich beim Ankommen; rennt ihm dann hinterher; rammt alles um, was einem im Weg steht; paßt auf, daß man nicht von den anderen Bussen überfahren/anderen Menschen überrannt wird; springt noch bei laufendem Motor auf, damit der Bus gleich wieder abfahren kann; stellt dann fest, ob man alle Tüten, Taschen, Regenschirme ect noch hat und schreibt alles andere ab; und freut sich dann auf eine entspannte Heimfahrt) waren wir tatsächlich vollständig und konnten uns deshalb ohne Probleme wieder heim chauffieren lassen.

Schönen zweiten Advent und
Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 97

Und Ihr dachtet schon, jetzt kommen nur noch die Bella-Vista-Bücher… Denkste! Heute gibt es etwas von der Bertelsmann GmbH, wobei das Erscheinungsdatum mir leider nicht bekannt ist. Von dieser Reihe gibt es auch ganz viele Bände, und alle gehören sie zu meinen absoluten Lieblings-Kochbüchern: Beginnen wir einfach mit „Schlank und Gesund“ aus der Menü-Reihe:
Menü - Schlank und Gesund
550 Rezepte, davon 300 mit Bild, die sich diesmal mit dem Schlank werden, Schlank bleiben und Gesund seín beschäftigen. Aber keine Angst! Es handelt sich nicht um das typische Diät-Kochbuch. So sind die Rezepte schon mal einfach nur alphabetisch geordnet und nicht nach Tagesplan oder Tageskalorien oder ähnlichem. Zudem legt das Buch Wert darauf, den gesundheitlich positiven Wert der Lebensmittel nicht außer Acht zu lassen und verzichtet folglich auch nicht auf Butter, Kakao oder Kohlehydrate.

Szegediner Geflügel-Gulasch, Rahm-Porree mit Schinken-Rollen oder Jägerschnitzel – diese Rezepte machen deutlich, daß es hier nicht nur ums Abnehmen geht sondern darum, sich abwechslungsreich und seinem eigenen Körperbedürfnissen entsprechend zu ernähren.

Auch ohne auf Nierenschutzkost oder salzarme Ernährung angewiesen zu sein, sind die Rezepte sehr schmackhaft. Man sollte sich nicht von der kleinen Schrift, der Fülle der Rezepte oder längeren Zutatenlisten abschrecken lassen, die meisten Rezepte sind erst auf den zweiten Blick eigentlich ganz einfach. Alle Rezepte hier raus sind übrigens auch in der normalen 10-bändigen Reihe von A-Z von Menü enthalten, hier sind eben noch mal alle Rezepte gesammelt, die unter die Überschrift „Schlank und Gesund“ fallen.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 96

Hui, wir schaffen die 100 wohl doch noch vor Weihnachten! Und das, obwohl grade jetzt in der Vorweihnachtszeit so viel los ist, daß man gar nicht mehr weiß, in welche Richtung man sich zuerst drehen soll. Deshalb muß es grade jetzt oft in der Küche schnell gehen. Und dafür bietet sich natürlich ein Produkt ganz besonders an: Hackfleisch. Leicht zu verarbeiten, vielseitig, preislich günstig, einfach zu händeln und auch gut in größeren Mengen zu verarbeiten. Wer das nicht glaubt, der schaut in das Buch „Hackfleisch – Rezepte aus aller Welt“, ebenfalls aus dem Bella Vista Verlag von 2003:
Hackfleisch

61 Seiten, diesmal nicht alle mit Bild, bieten Rezepte, die jeder in seinem Repertoir haben sollte: Krautwickel, Königberger Klopse, Hackbraten oder Hackschnitten vom Blech.

Alle Rezepte haben den Vorteil, daß sie sich sehr einfach auf eine größere Personenzahl heraufrechnen lassen – und wem die Menge für 4 Personen zu viel ist, der kann fast alle Gerichte hier drin problemlos einfrieren und bevorraten. Alle Zutaten lassen sich leicht besorgen und die Gerichte lassen sich auch von Anfängern prima nachkochen. Also sozusagen ein perfektes Familienkochbuch, zumal die Gerichte wohl auch der Mehrheit der Esser gut schmecken dürften.

Absolute Empfehlung, Hackfleisch ist so vielseitig, daß es nicht schaden kann, noch ein paar Varianten mehr zu kennen.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 95

Ja, auch wenn man es nicht glauben mag, auch in Griechenland gibt es einen Winter. Auch wenn dieser nicht immer so kalt ist wie 2005, da hatte es auch in Griechenland -21 Grad. Normalerweise ist die Wintertemperatur trotzdem höher als bei uns in Deutschland, und so ist es nicht verwunderlich, daß man bei einem Kochbuch über Griechenland eher an sommerliche Rezepte denkt:
Griechische Küche
Trotzdem enthält das 2003 im Bella Vista Verlag erschienene Werk auf den 61 Seiten auch eine ganze Menge Rezepte, die sich im Winter auch erstaunlich gut verspeisen lassen: Sfogáto, Musaka oder Smyrna-Würstchen sind alles Ofengerichte, die auch bei kaltem Wetter richtig gut schmecken. Natürlich sind auch „sommerlichere“ Gerichte vertreten wie die Garnelen mit Schafskäse, Griechischer Bauernsalat oder Taramosaláta.

Das Schöne hierbei ist, alle Rezepte hier funktionieren, lassen sich leicht umsetzten und gelingen auch Anfängern gut. Die Anleitungen sind so detailliert, daß sogar erwähnt wird, beim Putzen der Paprika die Trennwände zu entfernen! Beim Würzen kann man sich nahezu wortwörtlich an die Zutatenangaben halten, und das bei allen Rezepten (oder fast, das Gelee mit frischen Früchten ist das einzige Rezept aus dem Buch, welches ich noch nicht ausprobiert habe).

Mehr braucht man gar nicht mehr sagen. Kaufen; lohnt sich in diesem Fall wirkllich.

Wirsing, Sususi

 

Meine Kochbücher…Nr. 94

Uff, man merkt, daß bald wieder Weihnachten ist: Man kommt einfach zu gar nichts mehr! Deshalb gilt grade in der kalten Jahreszeit: Energie-u. Vitaminreserven gut aufladen; und womit geht dies wohl besser als mit Obst und Gemüse? Allerdings ist in diesem Band aus dem Bella Vista Verlag von 2003 nur eine dieser beiden Gruppen vertreten: „Gemüse – Gesund und raffiniert“
Gemüse - Gesund und Raffiniert
Auf 61 Seiten kommen diesmal aber keine 08/15 Rezepte mit Gemüse daher sondern durchaus Varianten, die man so bestimmt eher selten zusammen kocht: Gefüllte Weinblätter mit Mangosahne, Tomaten mit Hirsefüllung und Bohnen oder Spargelsuppe mit Avocado – äußerst gewagte Zusammenstellungen, wenn man mich fragt. Um so erstaunlicher finde ich, daß zum Großteil tatsächlich etwas Eßbares dabei rauskommt – wobei ich ganz ehrlich sagen muß, daß der überwiegende Teil der Rezepte von mir ziemlich abgewandelt wurde – Steinpilzbrühe in einem Rezept ohne einzuweichende Steinpilze zu verwenden ist etwas, hm, lästig, weil, woher nehmen? Schabzigerklee kommt jetzt auch nicht unbedingt in meinem Arsenal vor und Delikata mußte sogar ich erst googlen.

Für Anfänger finde ich dieses Werk trotz der Bilder und detaillierten Anleitung jedenfalls nicht geeignet, es sind einfach zu viele „unbekannte“ Geschmäcker pro Rezept dabei und etwaige Mißerfolge kann man hier nicht so leicht nachvollziehen, so daß man zu dem Schluß kommen könnte, es schmeckt einem einfach das verwendete Gemüse nicht.

Und was die Zuckermaiskolben in Quarkblätterteig angeht – nette Idee, schaut toll aus, ist aber total bedröppelt zu essen: Maiskolben abnagen ist an sich ja schon eine Herausforderung für sich, wenn jetzt aber noch knuspriger, bröseliger Blätterteig dazukommt, dann braucht man nicht nur zwei Hände, um den Kolben zu halten sondern auch noch zwei Hände um die Reste aufzufangen, die sich im Umkreis von mehreren Metern verteilen können.

Eßbar sind die Rezepte, aber toll ist anders.

Wirsing, Sususi

Eat & Style Messe Stuttgart 2013

Dieses Wochenende war wieder ein Besuch in der Messe Stuttgart angesagt. Genauer gesagt interessierte mich eigentlich am Stuttgarter Messe Herbst fast nur die Halle 7 (fast deshalb, weil auch in Halle 8 noch Interessantes zu finden war.): dort fand nämlich die diesjährige Eat&Style Messe statt. Das ist eine Messe, die regionale und internationale Leckereien, Küchen-Neuheiten und Koch-Shows an drei aufeinanderfolgenden Tagen bietet. Man kann probieren, einkaufen, noch mal probieren, noch viel mehr shoppen und zwischendurch ein paar Kochshows anschauen. Diesmal waren außer Frank Oehler auch noch Sarah Wiener (die mit einem eigenen Stand vertreten war) und Sante de Santis vertreten, der hier auf seinen eigenen Auftritt morgen wartet und derweil…
Sante de Santis
seinem Kollegen Stefan Marquard beim servieren zuschaut.
Stefan Marquard

Natürlich gab es auch wieder die üblichen Verdächtigen, wie den Käsehimmel, wo ich diesmal ein Stückchen hiervon naschte:
Trüffelkäse
Vielleicht erinnert sich einer an meine Aussage zu Trüffeln (hier noch mal nachzulesen:http://sususi.meinblog.de/2013/04/16/slow-food-messe-2013-stuttgart/). Tja, was soll ich sagen? Im Käse fand ich den Trüffel gar nicht mehr sooo schlimm. War schon fast eßbar!
Aber ich probierte dann lieber etwas schmackhafteres:
Rosen Eis
Das ist Rosen-Eis, auf Schafsmilchbasis von Kreß, der Honig-Eis-Manufaktur. Sieht unspektakulär unfarbig aus, schmeckt aber sehr lecker! Erstens ist das Eis wirklich fest, nicht so cremig-lätschig wie Eis in den letzten Jahren geworden ist. Je cremiger nämlich das Eis ist, desto weniger kalt empfindet man es – mag ich gar nicht! Eis sollte schön kalt sein. Wie dieses. Und dann war natürlich auch der Geschmack entscheidend: dezent nach Rosen, nicht zu süß, die Schafsmilch hat man gar nicht geschmeckt. Rundherum sehr zu empfehlen!

Steak mit Cuciniale zubereitet
Diese Probier-Portion Steak mit Risotto wurde (fast) von einem Computer gekocht! Cucinale hat nämlich einen Sensor entwickelt (sieht aus wie ein Bratenthermometer) und die dazu passende App, nutzbar auf iPod, iPhone oder iPad. Dieser App gibt man vor, ob man Fleisch, Fisch, Risotte ect. kochen will, welche Herdart man hat, und welchen Garpunkt man möchte. Dann steckt man den Sensor in das Gericht und die App sagt einem dann, wann man wenden muß, den Herd runterschalten soll und wann das Fleisch innen medium ist. Eigentlich eine völlig unnütze aber ziemlich coole Sache, die in der Grundausstattung (Sensor + App) mal satte 300 € kostet!

Ein paar Dinge haben mir aber auch dieses Jahr nicht so gut gefallen. Dazu zählte zum Beispiel Herr von Due:
Herr von Due
Eigentlich ist die Idee eines fertigen Fondue-Mix ja nicht neu. Eigentlich ist es auch eine gute Idee, diesen Mix mit frischem Käse anzubieten. Aber Herr von Due bietet keinen richtigen Fondue-Mix an, sondern nur geraspelten Käse. Und den ganz schön preisintensiv. Alle weiteren Zutaten wie Knoblauch, Kirschwasser oder Wein, Speisestärke ect. muß man trotzdem noch selber dazugeben. Das ist irgendwie eher unnütz.

Auch nicht toll war der Senf von Columella.
Columella Senf Lucinella
Alle Senfsorten dort schmeckten irgendwie muffig und hatten überhaupt keine Säure, die die anderen Geschmäcker wieder ausbalanciert hätte.

Werder würde ich sonst eigentlich immer empfehlen.
Werder Ketchup & Saucen
Aber die Curry-Wurst-Sauce fand ich außer leicht scharf überhaupt nicht schmackhaft. Zuwenig tomatig, zuwenig süß, einfach unrund. Schade.

Genügend gute Sachen waren aber trotzdem noch da, und deshalb hier die diesjährige Ausbeute:
Ausbeute
Das ist Grüntee Knuspersalz, knackig mit einem leichten Geschmack nach grünem Tee. Der heiß-ersehnte Spiralschneider durfte diesmal natürlich auch mit. Bei Sarah Wiener nahm ich Lavendel-Rot-Orange Tee mit. Dieser hat einen sehr leichten Lavendel-Geschmack und ist insgesamt sehr sanft im Geschmack. Bei IKK gewann ich eine Dose mit Pfefferminz-Pastillen und die UFOP (Union zur Förderung von Oel-u. Proteinüpflanzen) verschenkte nach Beantwortung eines kleinen Raps-Fragebogens eine Flasche Rapsöl und einen Kochlöffel. Am Stand Leinfelden-Echterdingen Marketing konnte man seine eigene Seifenkugel herstellen.

Man sieht, es wird einem wirklich ganz viel geboten, es waren noch ganz viele andere tolle Hersteller mit tollen Produkten vor Ort und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Wer sich nicht so für Essen & Trinken interessiert kann beim Stuttgarter Messe Herbst mit der selben Eintrittskarte auch noch andere Messen besuchen, Modell Süd, die Spielemesse, Hobby + Elektronik, ect. Bloß gute Nerven sollte man mitbringen, bei so viel Leuten…

Wirsing, Sususi