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Waldmeister

Ja, ist denn schon wieder Mai? Fragt sich mancher bei dieser Überschrift, denn mit Waldmeister wird eben hauptsächlich Maibowle assoziiert. Oder Wassereis. Oder Wackelpudding. Oder…, oookay, es gibt eine Menge Zeugs mit Waldmeistergeschmack und bis auf die selber gemachte Maibowle wird wohl nichts davon je auch nur ein einziges Blatt Waldmeister zu Gesicht bekommen haben.
Die wenigsten wissen allerdings, daß Waldmeister auch als Tee zubereitet werden kann und in dieser Form eine interessante Ergänzung des heimischen Kräuterarsenals sein kann.
Waldmeister
Waldmeister hat nämlich einige tolle Eigenschaften: er wirkt in kleinen Mengen entkrampfend (bei jeder Art von Schmerzen), beruhigend und Schlaf fördernd. In dieser Eigenschaft macht er sich wunderbar als Ergänzung zum Erkältungstee. In kleinen Mengen hilft Waldmeister auch gegen Kopfschmerzen und Migräne.

Aber auch hier bitte aufpassen: Waldmeister enthält ein Cumarin-Derivat. Das ist an sich noch nichts schlimmes, bei gesunden Menschen wirkt das sogar leicht durchblutungsfördernd und gefäßerweiternd. Was beim gesunden Menschen also gegen Venenerkrankungen und Durchblutungsstörungen hilft, kann für Bluter oder Menschen, die eh schon Blutverdünner nehmen, im allerallerschlimmsten Fall tödlich sein. Trotzdem braucht niemand jetzt vor lauter Schreck auf seinen Wackelpudding verzichten, dort ist der Geschmack „nicht echt“.

Ich rede hier immer wieder von „kleinen Mengen“, was heißt das denn nun? Man rechnet mit rund maximal 3 gr. frischem Waldmeister auf einen Liter – dieser Wert ist nach neuesten Erkenntnissen auch schon wieder viel zu niedrig angesetzt. je nachdem, wie das Kraut getrocknet wurde, hat sich außerdem schon ein Teil des Cumarins zersetzt. Trotzdem kann das enthaltene Cumarin eben bei höheren Dosen eben die Kopfschmerzen auslösen, die man eigentlich bekämpfen will. Daher bleibe ich gerne bei dieser Menge. Ein Teelöffel im Teegemisch pro Kanne (1 – 1/12 Liter), das sollte eine gute Menge sein.

Wirsing, Sususi

Tintenfischbox Nordsee

Kennt Ihr das? Man hat den ganzen Tag im Kopf, was man zum Abendessen möchte… und dann, wenn man genau davor steht, sagt das Hirn: „Och…, nö! Doch nicht.“ Dafür muß man etwas anderes haben, was man gerade erst gesehen hat. So ging es mir heute. Ich stand vor der Nordsee, in der festen Absicht, ein Lachsbrötchen zu holen. Doch dann. Dann fiel mein Blick auf die Auslage und ein kleines Schildchen in der Theke. Und plötzlich sah ich mich in einem spanischen Straßenlokal, Orangina schlürfen und vor mir einen riesigen Haufen: Tintenfischringe!

„Nö,“ sagte mein Gehirn aber schon wieder. „Du kennst die Nordseeboxtütenwarmesnackdinger. Die Fish and Chips Tüte…wie-der-lich! Und die Garnelen-Box? Da kann man die Garnelen einzeln zahlen, das ist billiger!“ Ich stampfte innerlich mit dem Fuß auf. Ich will aber! Ich will, ich will! Mein Hirn seufzte hörbar und schickte eine Sprachnachricht zum Mund: „eine kleine Tintenfischbox, bitte.“

Hier ist sie. Mit, und da kann man nicht meckern, ordentlich Knoblauchsauce drin. Eigentlich viel zuviel für die Menge, ich will ja nicht Sauce mit Fisch sondern Fisch mit Dip. Alternativ wären noch Cocktailsauce oder Remoulade zu haben gewesen. Die Verkäuferin hat 9 ganze Ringe aus der Auslage befreit und sich dabei sogar bemüht, die großen rauszusuchen. Einen Holzpiekser gibt es auch noch dazu.
Nordsee kleine Tintenfischbox
Nun, also erstens fällt auf, daß die Panade überall schön gleichmäßig geschlossen und mehr oder weniger einfarbig ist. Keine abfallenden Stücke und keine verbrannten Stellen. Das ist schon mal ein Pluspunkt. Die Knoblauchsauce schmeckt sehr nach Knoblauch, aber eine Flasche aus dem Supermarkt tut es da auch. Obwohl ich nur ein paar Schritte von der Nordsee weg wohne, habe ich gleich mal einen Ring probiert, sobald ich die Box in der Hand hatte, um einen ersten Eindruck zu bekommen.
Tintenfischbox Nordsee
Also, auch wenn man bedenkt, daß die armen Ringelchen die ganze Zeit auf einer Warmhalteplatte verbringen, die Panade hätte wirklich knuspriger sein können. Die Konsistenz des Tintenfischs war aber sehr schön. Da kenne ich ganz andere Beispiele (Föhr kulinarisch…06)! Nein, diese hier waren nicht kaugummiartig sondern erfreulich zart und lecker. Ich war überrascht. Geschmacklich also gut, bis auf eine winzige Kleinigkeit: sie waren kalt! Na ja, der erste, den ich probierte, schrammte gerade so an der Grenze von lauwarm zu kalt entlang. Für 39 cent pro Stück, kann man da keine heißen Ringe erwarten? Oder zumindest sehr warme? Das hat mich schon sehr gestört!

Und nu? Weiterhin auch ohne Friteuse selber machen? Doch, ja. War mal ganz nett, war auch nicht schlecht, geht aber besser. Empfehlen kann ich sie nicht gerade, aber abraten würde ich jetzt davon auch nicht.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 136

Man möge es mir verzeihen, wenn ich heute mal aus dem folgendem Werk zitiere: Einen guten Salat habe ich zum Fressen gern. Das sehe ich genau so, deshalb findet sich „Salate mit Biskin-Öl“, ebenfalls von der Margarine-Union von 1971 auch in meinem Schrank.
Salate mit Biskin-Öl
Kochbuch, so kann man die 145 Seiten diesmal wohl nicht nennen. Wie bei Salat so üblich, kommt die Mehrzahl der Rezepte mit rohen Zutaten aus. Und eben mit Biskin. Natürlich steht es jedem frei, das geschmacklich bevorzugte Öl zu verwenden.

Von ca. 95 % aller Salate hier drin wird man vorher noch nie im Leben etwas gehört haben: Salat Après Ski, Fenchelsalat mit Loquats oder Salat Rumpelstilzchen… um nur ein paar der sehr abenteuerlich im Namen oder der Zusammenstellung anmutenden Rezepte zu nennen. Die Kombination Steckrüben und TK-Erbsen sagt halt nicht jedem zu (mir übrigens auch nicht…). Trotzdem gibt es eine ganze Reihe gut schmeckender Gemüse-o. Blattsalate zu entdecken.

Oft sind für die Würzmittel wie Salz, Zucker oder Herbadox keine Mengenangaben vorhanden, abschmecken muß jeder selber. Ansonsten kann man bei Salaten nicht wirklich etwas falsch machen, deshalb sind die Anleitungen kurz und knackig.

Wer noch Abwechslung zum alltäglichen Tomatensalat oder Gurkensalat sucht, der wird hier auf jeden Fall fündig, zumindest, wenn er sich traut, auch auf den ersten (und vielleicht auch zweiten) Bissen seltsame Kombinationen auszuprobieren. Wem es nicht schmeckt, tja, der hat nicht notwendigerweise was falsch gemacht, aber Kanarische Bananesauce zu Chicoréesalat…. wie sagt man so schön? „Schatz, das schmeckt aber interessant….“

Wirsing, Sususi

Weidenrindentee

Langsam kann man es nicht mehr ignorieren: der Sommer ist vorbei! Es wird später hell, früher dunkel und inzwischen nachts auch schon mal ganz schön frisch. Die ideale Zeit also, um sich einen netten kleinen Schnupfen zu holen.

Deshalb möchte ich heute etwas zu Weidenrindentee erzählen. Nicht so skeptisch gucken! Immerhin rennt der gewöhnliche Kranke nicht nur sofort zum Arzt und zur Apotheke sondern kauft auch in der nächsten Drogerie alle möglichen Mittelchen und Tees, die helfen solle. Erkältungstee, Grippetee, Hustentee und was weiß ich nicht noch alles. Zugegeben: die meisten helfen wirklich. Aber ich stelle meine Tees lieber selber je nach erwünschter Wirkung zusammen.

Wer das tut, der sollte auf alle Fälle eines immer im Haus haben: Weidenrindentee.
Weidenrinde
Warum? Er enthält Salicin welches im Körper zu Salicinsäure umgewandelt wird. Halt, das haben wir doch irgendwo schon mal gehört? Stimmt, Wenn man das ganze chemisch aufbereitet und ein „Acetyl“ davorsetzt, dann hat man was? Richtig, Aspirin. Weidenrindentee ist sozusagen die natürliche Form davon.

Natürlich wirkt Weidenrinde auch ebenso wie Aspirin mit einem Unterschied: es hat in der natürlichen Form nur eine sehr geringe bis gar keine blutverdünnende Wirkung. Man kann den Tee also einsetzen wie Aspirin: bei Kopfschmerzen, Rheumaschmerzen, sonstigen Schmerzen und eben auch als Zusatz im Erkältungstee.

Zubereitet wird der Tee ganz einfach: pro Tasse 1 Tl mit heißem Wasser ca. 5 Minuten ziehen lassen. Dann trinken. Aber Vorsicht: es schmeckt leider auch wie Aspirin, deshalb lieber etwas süßen. Oder gleich in einen Tee mit Lindenblüten einbauen, die sind leicht süßlich und passen auch zur Erkältung (dazu später mal mehr).

Bitte unbedingt beachten: natürliche Heilkräuter wirken in der Anwendung genau so unterschiedlich auf die verschiedenen Menschen wie normale Arzneimittel. Deshalb können natürlich auch Nebenwirkungen auftreten. Beim Weidenrindentee können bei zu viel Tee zum Beispiel auf Grund der Gerbstoffe Magenbeschwerden auftreten oder Kreislaufbeschwerden. Deshalb sollte man (übrigens auch nicht Pfefferminztee oder sonstige gekaufte Beuteltees!) Kräutertees aber ja auch nicht literweise saufen sondern mal eine Tasse. Vielleicht zwei am Tag. Das reicht!

Wer es ausprobieren will, der Tee hält sich ca. 2 Jahre und ist leider nicht überall erhältlich. Manchmal findet man ihn in großen Tee/Kräuterläden, ansonsten muß man das Internet bemühen. Es lohnt sich aber, ihn im Haus zu haben. 100 gr. kosten zwischen 3 – 5 Euro und jetzt rechnet mal aus, was euch eine Aspirin kostet und wie viele Tassen ihr aus 100 gr. rausbekommt.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 135

*wink* I AM BACK!
*uff*, die letzten Wochen haben ganz schön geschlaucht. Wer hätte aber auch gedacht, daß Stranggießen soooo gefährlich ist!

Nicht ganz so gefährlich ist das Thema des heutigen Kochbuchs: „Braten mit Biskin“. Ursprünglich wurde es 1971 von der Margarine-Union GmbH herausgegeben. Braten mit Biskin
Was Biskin ist, das muß ich euch nicht erst erklären, oder? Jedenfalls kann man damit ganz leckere Sachen braten, zum Beispiel das Rumpsteak Moskau oder Hammelkoteletts Biarritz oder Falsche Heidehasen. Natürlich auch noch viel mehr und für all das gibt es hier auf 114 Seiten ein Rezept.

Wie man sieht, ist das Format des Buches diesmal ziemlich außergewöhnlich (und für den Bücherschrank etwas lästig…). Aber während man auch allerhand zum und über Fleisch erfährt, sind das wirklich Interessante hier die Rezepte. Die natürlich nichts für Vegetarier sind. Die Rezepte sind allesamt wirklich sehr gut umsetzbar. Auch Anfänger haben hier sicher ihre Freude daran, denn die Anleitungen sind zwar nicht besonders lang, fassen aber alles wichtige kurz und knackig zusammen.

Gerade bei den Braten kann man damit nicht nur die eigene Familie Sonntags verköstigen sondern auch mal den ein oder anderen Gast. Noch nicht einmal für die Beilagen muß man sich viel selber einfallen lassen, sondern findet hier sogar noch ein paar Vorschläge mit Rezept. Zu den jeweiligen Gerichten sind übrigens Beilagemempfehlungen und Getränkeempfehlungen mit angegeben.

Wer leckeres fleischiges in Hülle und Fülle sucht, der ist hier genau richtig. Man sieht, nicht immer braucht es moderne, durchgestylte Farbbände, auch die älteren Bücher ohne Bild haben in diesem Fall wirklich ihre Berechtigung im heimischen Bücherregal.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 134

Bei Kochbuchsammlern bleibt nicht aus, daß sich auch das ein oder andere Werk in die Sammlung begiebt, welches sich mit dem beliebten Thema „Diät“ beschäftigt. Ganz einfach weil es so viele davon gibt. Sucht man auf Amazon danach, werden einem 10505 Vorschläge angezeigt. Kein Wunder, daß sich so was auch bei mir findet: die allseits bekannte, beliebte und vielfach versuchte „Brigitte Diät“ aus dem Bertelsmann Verlag von 1975.
Brigitte Diät
Eines muß ich aber gleich vorne weg schicken: ich habe nicht die leiseste Ahnung, ob man damit wirklich schlank werden und bleiben kann, wie der Titel verspricht.

Die 179 Seiten sind aufgeteilt in Frühstück, warme Mahlzeiten, kalte Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten. Diese bewegen sich immer in einem bestimmten Kalorien-Rahmen, z. B. die warmen Mahlzeiten sind alle mit 300 Kalorien, das Frühstück mit 400 Kalorien, ect. Das Buch ist dann darauf ausgelegt, daß so am Tag nicht mehr als 1000 Kalorien zu sich genommen werden. Dazu gibt es auf den ersten Seiten auch noch einen Ratgeber über Vitamine, den richtigen Weg zur guten Figur, ect. Hier bitte etwas vorsichtig sein, das Buch ist schön über 30 Jahre alt, das sind die Ernährungserkenntnisse halt eben auch.

Da aber Blumenkohl auch in den Siebzigern schon Blumenkohl war, lassen sich die Rezepte jedenfalls auch heute noch verwenden (auch für Diäten). Was mir aber sehr gut gefällt, ist, daß das Buch total single-tauglich ist. Alles ist bequem Ein-Personen-portioniert! Das gilt für die Königsberger Klopse ebenso wie für den Kartoffel-Auflauf, den Mohrrübensalat oder das Cornedbeef-Sandwich. Obwohl ich normalerweise nicht einsehe, warum ich für eine Portion Königsberger Klopse den Herd anschmeißen soll, finde ich es hin und wieder nicht unangenehm, nicht drei Tage hintereinander das Gleiche essen zu müssen. Auch Tiefkühltruhen haben eine Füllgrenze.

Was jetzt die Diät betrifft: es sind eben ganz normale Gerichte, nur eben den Kalorienangaben entsprechend ausgewählt. Dazu wird Magerquark verwendet, Buttermilch und Süßstoff (*würgs*). Viel Fisch, viel mageres Fleisch. Also eigentlich nichts anderes, als das, was heute immer noch unter „Diätkost“ fällt.

Da hier über 400 Rezepte zu finden sind, sollte die Diät auch nicht langweilig werden. Es gibt sicher genügend Variationsmöglichkeiten, selbst wenn man das ein oder andere Gericht oder die Zutat nicht so mag.

Die Brigitte-Diät ist einfach ein zeitloser Klassiker und der Apfelkuchen mit Guß sollte wohl jede Diät versüßen. Wer es findet, schaden kann es auch ohne Diät-Wunsch sicher nicht.

Wirsing, Sususi

Coca Cola life

Spätestens seit „Die Götter müssen verrückt sein“ wissen wir, daß Coca Cola die wohl bekannteste Marke der Welt ist. In diesem Film fällt eine Flasche mitten in der Kalahari-Wüste einem Buschmann auf den Kopf. Mit Apple ist das nie passiert.

So weltbekannt Coke auch sein mag, die Konkurrenz rüstet immer wieder auf. Und Coca Cola nach. Deshalb kann ich euch heute exklusiv das neueste Mitglied der Coca Cola Familie vorstellen: Coca Cola life! Bisher noch nicht auf dem europäischen Markt zu haben, der Launch erfolgte 2013 erst in Lateinamerika. Bis zur Europa-Premiere ist es aber nicht mehr weit hin (diesen Monat in England).
Coca Cola life
Während ihr euch jetzt den Kopf über meine internationalen Kontakte zerbrecht, erzähle ich euch etwas zur neuen Cola. Im Gegensatz zur herkömmlichen Variante mit Zucker und den sonstigen komischen Abkömmlingen mit Süßstoff ist die neue Variante mit Stevia gesüßt. Jawoll, das ist diese komische Grünpflanze mit den süßen Blättern, die hier lange Zeit gar nicht vermarktet werden durfte. Seit 2011 ist Steviol jedoch auch offiziell als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen und man konnte aufhören, die Blätter in den Tee zu tunken.
Coca Cola life Inci
Macht die neue Cola denn jetzt auch geschmacklich was her? Für mich: ganz klar ja! Ich hasse Süßstoff und finde den Geschmack irgendwo drin einfach widerlich. Deshalb schmeckt sie mir schon mal tausend mal besser als Cola light oder Cola zero. Sie schmeckt für meine Begriffe sogar etwas säuerlicher/zitroniger als das normale Cola und, natürlich, nicht so zuckrig. Bei Coca Cola life ist es schwierig, zu schmecken, wo die Süße herkommt. Ansonsten schmeckt sie natürlich typisch wie Coca Cola.

Ich mag sie. Schmeckt sehr angenehm. Hat für mich das Zeug, meine Lieblingscoke zu werden! Eine geschmacklich runde Sache und auf alle Fälle eine schöne Bereicherung des Sortiments.

Wirsing, Sususi

PS: ganz ohne normalen Zucker kommt die Cola trotzdem nicht aus…

Vanille-Eis

Ha, habt Ihr es gesehen? Der Sommer ist noch einmal zurück! Da kann man doch glatt das Eis wieder aus der Gefriertruhe holen… Nun ist die Auswahl an der Tiefkühltheke noch nicht so weit, uns die exotische Welt der Eisdielenauslagen bequem für den Hausgebrauch zu liefern. Aber glaubt man den alljährlich stattfindenden Umfragen, dann ist die beliebteste Sorte eh immer noch Vanilleeis. Sowieso.

Wenn man mich fragt, dann ist Vanille eine ziemlich langweilige Sorte. Das ist auf der einen Seite schlecht, wenn man einfach Eis essen will. Auf der anderen Seite ist es dadurch ein seeeehr vielseitiges Eis. Ob als sanfter Engel, Schlammbowle oder Eiskaffee…Vanilleeis passt eigentlich zu allem. Deshalb wundert es mich, daß man bei uns eine Variante vermisst, die, zumindest ich, ziemlich lecker finde.

Zunächst stellt ihr ein Glas in einer euch genehmen Größe bereit. Dazu stellt ihr eine Flasche Milch.
Milch
Dann stopft ihr so viel Vanilleeis wie möglich in das Glas.
Vanilleeis Glas
Dann noch mit der Milch aufgießen, Strohalm und Löffel dazu und loslöffeln.
Vanille-Shake
Das ist sozusagen die warmduscherweicheimixerfreie Milchshake-Variante. Was ich aber besser finde als bei Milchshakes ist: die Milch, besonders wenn sie kalt ist, friert außen am Eis fest und bildet eine dünne Schicht leichter Eiskristalle…hmmmm.

So, und jetzt entschuldigt mich bitte, eine Portion Eis ist noch da….

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher… Nr. 133

Nun, es herrscht mal wieder eine Zeit, wo ich nicht so oft dazu komme, einen Artikel zu schreiben. Liegt daran, daß ich gerade mitten in meiner Praktikumsarbeit in der Ausbildung zur FaSi mit dem spannenden Titel „Sicherheitstechnische Überarbeitung des Stranggießprozesses“ stecke. Also, nicht böse sein, noch sieben Wochen durchhalten und einfach ein paar Tage abwarten, es kommt schon immer wieder was.

So wie heute: „Dorothea´s Kochgeheimnisse mit Pfiff“, auch wieder aus dem Vehling-Verlag.
Dorothea´s Kochgeheimnisse mit Pfiff

Eigentlich könnte man jetzt sagen, lest hier nach: *Meine Kochbücher…Nr. 132* und ersetzt einfach „Backen“ durch „Kochen“. Wirklich, mehr ist da nicht dran. Oder habt ihr noch nie Rosenkohl mit Schinken-Sahne-Soße gemacht? Oder Rhabarber-Auflauf? Oder Leber mit Stachelbeeren? Nein? Ok, dann seit ihr hier richtig.

444 Seiten, von Hühnerbrühe bis gegrillten Pfirsichen ist alles dabei. Natürlich gilt auch wieder die selbe Kritik wie bei dem vorherigen Werk. Zusätzlich sind hier bereits in den Zutatenlisten Zubereitungsschritte versteckt. Das wirkt, insbesondere mit der handschriftlichen Aufmachung oft sehr unübersichtlich.

Schön finde ich hier besonders die Milchmixgetränke, die leider nur vier Seiten ausmachen… Schaden kann das Werk auf keinen Fall, nützliche Tricks kann man immer brauchen und wenn man noch kein Grundlagenkochbuch hat, dann kann man gerne dieses hier versuchen. Vorausgesetzt, man stört sich nicht daran, daß hier die Soße Tunke heißt…

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 132

Wolltet ihr schon immer wissen, wie man Plunderteig macht? Oder Ölkrapfen? Oder wieso euer Mürbteig zäh wird? Oder einfach mal eine Nußtorte mit Rumrosinen backen? Dem kann geholfen werden! „Dorothea´s Backgeheimnisse“ von, äh, irgendwann aus dem Vehling-Verlag gibt darauf ausführlich Antwort.
Dorothea´s Backgeheimnisse
Auf 422 Seiten beschäftigt sich die Autorin nur mit dem Backen. Schritt für Schritt Anleitungen der verschiedenen Teige helfen unheimlich, insbesondere weil auch immer wieder Tipps und Tricks und mögliche Fettnäpfchen angesprochen werden und so prima umschifft werden können. Bei so viel Seiten kann man sich natürlich denken, daß wirklich alles an Kuchen, Torten, Plätzchen, Gebäck, Glasuren, Füllungen ect pp vertreten ist (zumindest sehr, sehr, sehr viel).

Obwohl sehr viele nützliche Hinweise versteckt sind, bin ich mir nicht sicher, wie gut Anfänger damit zurechtkommen. Dies liegt aber weniger an den Rezepten an sich als vielmehr an dem Design: es ist handschriftlich gedruckt und dadurch verliert man an einigen Stellen leicht die Übersicht, z. B. wenn man merkt, daß am Ende der Seite noch Rezept übrig war und es etwas gequetscht wirkt. Ansonsten ist dieser Effekt sehr schön, zumal auch auf fast jeder Seite kleine Zeichnungen zur Illustration und Hintergrunduntermalung dienen.

Es ist ein sehr umfangreiches Werk, von A-Z ist genug Auswahl vorhanden und auch Feste und Feiertage kommen nicht zu kurz. Länger brauchen wir es auch gar nicht machen – ich finde es ein sehr schönes Backbuch.

Wirsing, Sususi