Meine Kochbücher…Nr. 134

Bei Kochbuchsammlern bleibt nicht aus, daß sich auch das ein oder andere Werk in die Sammlung begiebt, welches sich mit dem beliebten Thema „Diät“ beschäftigt. Ganz einfach weil es so viele davon gibt. Sucht man auf Amazon danach, werden einem 10505 Vorschläge angezeigt. Kein Wunder, daß sich so was auch bei mir findet: die allseits bekannte, beliebte und vielfach versuchte „Brigitte Diät“ aus dem Bertelsmann Verlag von 1975.
Brigitte Diät
Eines muß ich aber gleich vorne weg schicken: ich habe nicht die leiseste Ahnung, ob man damit wirklich schlank werden und bleiben kann, wie der Titel verspricht.

Die 179 Seiten sind aufgeteilt in Frühstück, warme Mahlzeiten, kalte Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten. Diese bewegen sich immer in einem bestimmten Kalorien-Rahmen, z. B. die warmen Mahlzeiten sind alle mit 300 Kalorien, das Frühstück mit 400 Kalorien, ect. Das Buch ist dann darauf ausgelegt, daß so am Tag nicht mehr als 1000 Kalorien zu sich genommen werden. Dazu gibt es auf den ersten Seiten auch noch einen Ratgeber über Vitamine, den richtigen Weg zur guten Figur, ect. Hier bitte etwas vorsichtig sein, das Buch ist schön über 30 Jahre alt, das sind die Ernährungserkenntnisse halt eben auch.

Da aber Blumenkohl auch in den Siebzigern schon Blumenkohl war, lassen sich die Rezepte jedenfalls auch heute noch verwenden (auch für Diäten). Was mir aber sehr gut gefällt, ist, daß das Buch total single-tauglich ist. Alles ist bequem Ein-Personen-portioniert! Das gilt für die Königsberger Klopse ebenso wie für den Kartoffel-Auflauf, den Mohrrübensalat oder das Cornedbeef-Sandwich. Obwohl ich normalerweise nicht einsehe, warum ich für eine Portion Königsberger Klopse den Herd anschmeißen soll, finde ich es hin und wieder nicht unangenehm, nicht drei Tage hintereinander das Gleiche essen zu müssen. Auch Tiefkühltruhen haben eine Füllgrenze.

Was jetzt die Diät betrifft: es sind eben ganz normale Gerichte, nur eben den Kalorienangaben entsprechend ausgewählt. Dazu wird Magerquark verwendet, Buttermilch und Süßstoff (*würgs*). Viel Fisch, viel mageres Fleisch. Also eigentlich nichts anderes, als das, was heute immer noch unter „Diätkost“ fällt.

Da hier über 400 Rezepte zu finden sind, sollte die Diät auch nicht langweilig werden. Es gibt sicher genügend Variationsmöglichkeiten, selbst wenn man das ein oder andere Gericht oder die Zutat nicht so mag.

Die Brigitte-Diät ist einfach ein zeitloser Klassiker und der Apfelkuchen mit Guß sollte wohl jede Diät versüßen. Wer es findet, schaden kann es auch ohne Diät-Wunsch sicher nicht.

Wirsing, Sususi

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