Archiv für den Monat März 2014

Schmuckwelten Pforzheim

Wenn man Pforzheim hört, dann denkt man: Gold. Immerhin ist Pforzheim DIE Goldstadt schlechthin und ist weltweit bekannt als Zentrum der Schmuckindustrie. Kein Wunder also, daß Pforzheim diverse Ausstellungen und Museen hat, die sich mit dem Thema Schmuck beschäftigen. Zum Beispiel die Schmuckwelten. Ein ganzes Gebäude beherbergt mitten in der Innenstadt die Schmuck-Erlebniswelt, die Mineralien-Welt, die Einkaufswelt und eine kleine gläserne Manufaktur. Für die Schmuck-Erlebniswelt und die Mineralienwelt muß etwas Eintritt gezahlt werden: als Kombiticket für 8 € zu besichtigen; einzeln kostet die Schmuckwelt 6,50 €.

Parken kann man entweder in der nebenan gelegenen Schlössle-Galerie, im Sparkassen-Parkhaus oder im Parkhaus vom Hilda-Gymnasium. Alternativ ist es vom Bahnhof ca. 5 Minuten langsames Laufen und der Bus hält direkt nebendran am Leopoldplatz. Die Schmuckwelten selber sind barrierefrei zugänglich und zu besichtigen.

Also, auf geht´s!

Hat man seine Eintrittskarte, geht es zuerst in einen Raum, in dem man ein kleines Video zur Herkunft der Elemente auf der Erde gezeigt bekommt. Im nächsten Raum findet man verschiedene Schau-Vitrinen. Diese sind, dank eines kleines Podests, auch für Kinder gut einzusehen. Ein wenig lästig ist allerdings, daß die Vitrinen einen Sensor haben, der bei Bewegung vor der Vitrine das Licht innen aktiviert. Sehr umweltfreundlich, aber leider manchmal etwas blöd, wenn man sich Stücke auf einer Seite des Kastens etwas genauer ansehen möchte und immer wieder mittig mit der Hand vor dem Sensor wedeln muß – das Licht bleibt nämlich sonst nicht lange an.
Gußbaum 2
Zu sehen sind zum Beispiel verschiedene Gußbäumchen, Goldschmiedewerkzeuge, dokimastisches Zubehör (erklär ich irgendwann mal genauer – ist schließlich mein Beruf) und natürlich auch Schmuckstücke wie dieser Halsreif.
Halsreif
Geht man weiter, landet man bei der Verteilung der Edel-u. Halbedelsteine quer über den Globus und kann vom Amethyst bis zum Citrin viel bewundern.
Citrin
Ganz toll ist auch der Diamanten-Raum: dort kann man versuchen, die 4 Unterscheidungsmerkmale von Diamanten (Cut, Colour, Carat, Clarity) selbst mal mit bloßem Auge zu erkennen: was bei Cut noch relativ einfach ist, da auch die verschiedenen Stufen groß und deutlich dargestellt werden, ist für das ungeübte Auge bei Colour nahezu unmöglich. Durch eine Lupe kann man verschiedene Farben von River (hochfeinem Weiß) bis Crystal (getöntes Weiß) versuchen zu unterscheiden.
Opale
Nicht nur Steine werden zu Schmuck verarbeitet, man darf schließlich die Perlen nicht vergessen. Daß diese manchmal nicht nur aus Muscheln kommen, sieht man hier: dies ist eine der seltensten Perlen der Erde: eine Conch-Perle. Diese stammt aus einer Fechter-Schnecke. Diese “Perle” (die eigentlich nicht aus Perlmutt besteht; also gar keine echte Perle ist) läßt sich nicht züchten. Die zu Schmuck verarbeiteten Perlen tauchen bloß ab und zu auf, da die Schnecke essbar ist und manchmal in einer eine Perle gefunden wird. Die Perlenfarbe verblasst interessanterweise mit der Zeit.
Conch-Perle
Für alle, die sich weder für Edelsteine noch für Perlen interessieren, gibt es noch die Uhren. Taschenuhren, Kuckucksuhren, Armbanduhren, Standuhren, Wecker, ect.
Taschenuhr

Halskette
Wenn man durch die Ausstellung durch ist (man sollte so 2 – 2 1/2 Stunden ansetzen), dann kann man ins Untergeschoss gehen und mit dem Kombiticket auch noch durch die Mineralienwelt gehen. Der Eingang ist etwas versteckt neben dem Restaurant Müssle im Erdgeschoss.
Untitled

Baryt mit Hemimorphit
Dort kann man neben ein paar riesigen Amethyst-Drusen auch noch einen Blick ins UV-Kabinett werfen: dort werden die Ausstellungsstücke durch UV-Licht zum Leuchten angeregt. Die 400 m² große Ausstellung ist immerhin eine der größten Privatsammlungen hier in Süddeutschland.

Wenn man durch ist, kann man, je nach Dicke des Geldbeutels, entweder ein paar tausend Euro beim Nobel-Juwelier lassen oder ein kleines, preislich passenderes Geschenk shoppen. Oder in der Stadt eine Kleinigkeit essen. Oder ein wenig bummeln gehen.

Ein schöner kleiner Ausflug für einen wettermäßig nicht ganz so schönen Tag.

Wirsing, Sususi

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Meine Kochbücher…Nr. 114

Frankreich… Da muß ich immer an Urlaub denken. An Sonne und Meer und Strand und leckeres Essen… womit wir schon beim Thema wären. Was nämlich für uns Urlaub ist, ist für die Franzosen sozusagen ihr tägliches Brot. Auch wenn es hier leider nicht um das leckere Baguette oder sonstige französische Bäckereien geht: “Französische Küche” aus dem Pawlak Verlag von 1983.
Französische Küche

Über 300 Rezepte, angefangen bei Suppen, Hors-d´oeuvres, Fisch, Krustentiere, Eier, Wild, Käse und was sonst noch so auf den Tisch kommen kann. Dabei ist jedem Rezept eine eigene Seite gewidmet; im oberen Drittel das jeweilige Bild, darunter dann das Rezept mit Angabe des Originalnamens auf französisch und auf deutsch.

Und die Rezepte, die können was! Alltägliches wie die Beurre blanc (Helle Buttersauce) oder der Gâteau aux poires (Birnenkuchen) wechseln sich ab mit ganz und gar nicht alltäglichem Kalbfleisch mit Sauerampfer (Veau à l´oseille) oder Safran-Rascasse zu der in diesem Fall ein weißer Cassis empfohlen wird. Wer sich unsicher ist. der findet nämlich unter dem Rezept die jeweilige Getränkeempfehlung.

Die Rezepte selber sind, obwohl oft ungewöhnlich, nicht besonders schwer umzusetzen, zumal die meisten Fische hier auch in kochfertigem Zustand angeboten werden ebenso wie das Fleisch und wie man Salat wäscht, muß wahrscheinlich nicht extra beschrieben werden. Hiermit können also auch Anfänger was anfangen… Dazu sind auch noch die Zutatenlisten überschaubar und das ein oder andere Gericht hat sicher das Zeug zum neuen Lieblingsgericht aufzusteigen.

Super Sache das, sehr zu empfehlen.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher… Nr. 110 + 111 + 112 +113

Ok, ich habe die nächsten paar Bücher ganz schlicht und einfach in einen einzigen Beitrag gequetscht… Ich will ja keinen zu sehr langweilen, und das Alphabet sollte inzwischen auch bekannt sein, deshalb dürfen sich die Werke Bro-Eis, Eis-Gef, Ing-Köt und Möh-Pol einen Beitrag teilen.
Menü - Das große moderne Kochlexikon

Für alle diese gilt natürlich auch, was hier steht: http://sususi.meinblog.de/?p=1181 .

Eigentlich sogar schade, daß unser Alphabet schon nach 26 Buchstaben aufhört, sonst hätte diese Reihe bestimmt noch mehr Bände, die uns kulinarische Genüsse wie die Moskauer Eier, Pfifferlinge Berner Art oder Pizokel zum daheim nachbauen liefern. Und das funktioniert eins A. Die Anleitungen sind durch die Bank sehr ausführlich und sehr verständlich und werden mit Tipps, Tricks und Anekdoten über die Geschichte der Gerichte aufgepeppt. Unbedingt besorgen und schlemmen!

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 109

Heute möchte ich Euch eines meiner am liebsten gelesenen Kochbücher vorstellen: (Ja, ich lese Kochbücher. Sogar sehr gerne. Ist wunderbar entspannend. Nicht, daß ein Werk über Quantenmechanik nicht den gleichen Effekt hätte – Kochbücher haben nur einfach leckerere Bilder). Jedenfalls, hier ist “Menü – Das große moderne Kochlexikon” aus dem Bertelsmann Verlag. Hier übrigens Band 1 A-Bri (Aachener Printen bis Brisoletten). Daraus kann man entnehmen, daß es noch mehr Bände davon gibt.
Menü A-Bri

Stimmt, es sind von A – Z insgesamt 10 Stück. Hier hatten wir schon Menü – Schlank und Schön: http://sususi.meinblog.de/?p=1089 und hier die Getränke: http://sususi.meinblog.de/?p=116

Was ist jetzt hier dran so toll? Na ja, 361 Seiten mit total leckeren Rezepten halt. Mickerig geschrieben, nicht alles hat ein Bild dabei und der Rücken wird schnell brüchig. Dafür findet man von Vorspeisen, Salate, Suppen, Cocktails, Mehlspeisen, Gebäck, Konfekt, Getränke und was einem sonst noch so einfällt wirklich alles.

Und alle Rezepte lassen sich umsetzen, wenn auch einige nur mit ein wenig Übung. Dafür sind die Anleitungen wirklich gut beschrieben, zum Beispiel die Konsistenz des Teiges für den leckeren Bananenkuchen oder oder wie die Böden für die Artischockenböden auf Kalbsschnitzel richtig sautiert werden oder wie der altenglische Punsch perfekt zubereitet wird.

Wirklich tolle Rezepte mit hilfreichen Tipps und Tricks versehen und ausführliche Anleitungen dazu – sogar als völlig Ahnungsloser kriegt man damit etwas zustande, was dem beschriebenen Gericht sehr ähnlich ist. Und bisher bin ich in alles 10 Werken nur auf ein Gericht gestoßen, was mir gar nicht geschmeckt hat: den Bananen-Salat Costa Rica. Aber Tomaten mit Bananen sind nun auch wirklich eine sehr schräge Kombination.

Zu den Gerichten ist immer das Ursprungsland mit angegeben und Beilagen- bzw. Serviervorschläge sind auch immer hilfreich mit dabei. Wer sich mal verirrt hat, der kann sowohl in einem alphabetisch geordnetem Register wie auch in einem nach Art des Gerichts geordnetem Register wieder fündig werden.

Absolut empfehlenswert und leider meistens nur in einzelnen Bänden aufzutreiben…muß man halt stückweise zusammensuchen. Trotzdem, auch schon einer der vielen Bände ist bestimmt lohnenswert.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 108

Schon mal was vom Fischwirtschaftlichen Marketing-Institut gehört? Ich vor diesem Büchlein auch nicht. Macht nichts, das FIMA gibt es seit 1996 schon nicht mehr. Dafür hat diese Broschüre des FIMA überlebt: “Vom Fisch. Und von der Lust, ihn zu genießen”. Ziemlich hochtrabender Titel für 32 Seiten, aaaaber…
Vom Fisch. Und von der Lust ihn zu genießen
…vom Krabbencocktail über die gebackenen Thunfischbrötchen oder die Römischen Fischschnitzel… alles wirklich super-lecker!
Alle Gerichte sind sehr einfach und lassen sich ohne viel Aufwand umsetzen. Es sind ja nun leider nicht so viele Rezepte drin, aber die lohnen sich alle. Und man kann nie genug Fischrezepte haben.

Auch wenn das FIMA heute nicht mehr existiert, beim FIZ (Fisch-Informations-Zentrum) gibt es immer wieder auch ganz nette Broschüren bzw. inzwischen wohl mehr PDF-Downloads mit leckeren Fischrezepten. Es lohnt sich also, hier ab und zu mal vorbeizuschauen.

Wirsing, Sususi

Belle und das Biest

Gestern waren meine Kolleginnen und ich in der Gräfin Rhena Halle in Bauschlott. Diesmal wollten wir aber keine Sportveranstaltung besuchen sondern eine Veranstaltung des RRMSV. Das ist der Kieselbronner Rollsportverein, der dieses Jahr das Rollschuh-Musical “Belle und das Biest” aufführt. Die Musik stammte aus dem Disney-Film und dem Musical und wurde vom Verein hervorragend schauspielerisch auf Rollschuhen umgesetzt. Da schon “König der Löwen” ein voller Erfolg war, waren die Erwartungen natürlich besonders hoch. Und meine wurden dabei absolut erfüllt! Besonders Jenni Kienzle als Gaston und Stephanie Katzer als Babette stellten dabei fast noch Solveig Bourges als Belle in den Schatten.
Belle und das Biest
Die ganzen Rollen wurden übrigens von Frauen gespielt. Rasante Rollschuhfahrten durchs Publikum, tolle Kostüme und überzeugende Darsteller ließen in den ganzen ca. 2 Stunden (plus 20 min. Pause) keinerlei Langweile aufkommen. Für das leibliche Wohl war auch gesorgt: Schnittchen, Laugenstangen und diverse Getränke waren käuflich zu erwerben und der gesamte Verkauf war durchwegs professionell und organisiert, so daß auch keine langen Wartezeiten entstanden.

Sitzplatzmäßig hatten wir wirklich tolle Plätze auf der Empore (14 €), da man hier den besten Überblick nicht nur über die Bühne sondern auch auf die sich im und durchs Publikum bewegenden Fahrer hatte.

Ein sehr schöner und kurzweiliger Abend war das und für die nächste Musical-Aufführung haben wir uns mental schon mal vorgemerkt. Wer dieses Musical noch sehen möchte, der hat im Oktober noch mal dazu Gelegenheit (25/26.10) und kann ab 06. April schon mal Karten bestellen. Empore, wenn´s geht.

Wirsing, Sususi

Almighurt Karibik

Beim Einkaufen heute bin ich über eine wiedergekehrte Saison-Sorte von Ehrmann Almighurt gestolpert: Karibik Typ Caipirinha! Das hatte ich bisher noch nicht probiert. Ich hing also an der Angel. Hm. Mitnehmen oder nicht? Klingt komisch, Caipirinha-Geschmack im Joghurt. Ich bin jetzt kein riesiger Fan von Caipis, aber ich mag sie schon. Und es klang besser, als die anderen Sorten: es gab noch “Asien” mit Drachenfrucht und “Afrika” mit Rooibos (im Joghurt? Ehrlich??)
Almighurt Karibik
Daheim besah ich mir die Sache mal näher: 150 g für 0,55 €. “Ohne Alkohol” steht auf dem Deckel. Aha. Beim Aufmachen bin ich aber erst mal erschrocken: Grün. Sehr, äh, grün! Meine erste Assoziation war: “Das sieht ja aus wie…” na ja, etwas sehr Unappetitliches halt. Oder wie Grünspan (damit lag ich gar nicht soooo falsch – wird gleich erklärt..). Dann erst fiel mir ein, daß es ja auch leckerere Assoziationen gibt: wie Pistazieneis. Leider kommt die Farbe auf dem Foto nicht so schön rüber.
Almighurt Karibik offen
Ok, was macht es denn nun so grün? Das ist der enthaltene Farbstoff E141. Dieser wird hergestellt, indem durch den Zusatz von Kupfersalz zum Chlorophyll dessen Zentralion durch Kupfer ersetzt wird. Resultat: haltbares Grün. Darüber hinaus ist noch Joghurt drin, Rohrzucker, Wasser, Zitronen, Zucker, Fruktosesirup, mod. Stärke, Limettensaftkonzentrat und natürliches Limetten-Minzaroma.

Geschmacklich…eh…. Für meine Begriffe sehr süß. Zu süß. *kleb* Ein wenig Säure. Gut, schmeckt wie Joghurt mit Zucker und Zitrone. Auf die Caipirinha-Assoziation wäre ich nicht gekommen. Muß ich nicht noch mal haben. Obwohl es kein fettreduziertes Joghurt war, war es aber auch nicht besonders cremig. Vielleicht hätte Almighurt hier doch lieber mit Alkohol arbeiten sollen….

Wirsing, Sususi