Schmuckwelten Pforzheim

Wenn man Pforzheim hört, dann denkt man: Gold. Immerhin ist Pforzheim DIE Goldstadt schlechthin und ist weltweit bekannt als Zentrum der Schmuckindustrie. Kein Wunder also, daß Pforzheim diverse Ausstellungen und Museen hat, die sich mit dem Thema Schmuck beschäftigen. Zum Beispiel die Schmuckwelten. Ein ganzes Gebäude beherbergt mitten in der Innenstadt die Schmuck-Erlebniswelt, die Mineralien-Welt, die Einkaufswelt und eine kleine gläserne Manufaktur. Für die Schmuck-Erlebniswelt und die Mineralienwelt muß etwas Eintritt gezahlt werden: als Kombiticket für 8 € zu besichtigen; einzeln kostet die Schmuckwelt 6,50 €.

Parken kann man entweder in der nebenan gelegenen Schlössle-Galerie, im Sparkassen-Parkhaus oder im Parkhaus vom Hilda-Gymnasium. Alternativ ist es vom Bahnhof ca. 5 Minuten langsames Laufen und der Bus hält direkt nebendran am Leopoldplatz. Die Schmuckwelten selber sind barrierefrei zugänglich und zu besichtigen.

Also, auf geht´s!

Hat man seine Eintrittskarte, geht es zuerst in einen Raum, in dem man ein kleines Video zur Herkunft der Elemente auf der Erde gezeigt bekommt. Im nächsten Raum findet man verschiedene Schau-Vitrinen. Diese sind, dank eines kleines Podests, auch für Kinder gut einzusehen. Ein wenig lästig ist allerdings, daß die Vitrinen einen Sensor haben, der bei Bewegung vor der Vitrine das Licht innen aktiviert. Sehr umweltfreundlich, aber leider manchmal etwas blöd, wenn man sich Stücke auf einer Seite des Kastens etwas genauer ansehen möchte und immer wieder mittig mit der Hand vor dem Sensor wedeln muß – das Licht bleibt nämlich sonst nicht lange an.
Gußbaum 2
Zu sehen sind zum Beispiel verschiedene Gußbäumchen, Goldschmiedewerkzeuge, dokimastisches Zubehör (erklär ich irgendwann mal genauer – ist schließlich mein Beruf) und natürlich auch Schmuckstücke wie dieser Halsreif.
Halsreif
Geht man weiter, landet man bei der Verteilung der Edel-u. Halbedelsteine quer über den Globus und kann vom Amethyst bis zum Citrin viel bewundern.
Citrin
Ganz toll ist auch der Diamanten-Raum: dort kann man versuchen, die 4 Unterscheidungsmerkmale von Diamanten (Cut, Colour, Carat, Clarity) selbst mal mit bloßem Auge zu erkennen: was bei Cut noch relativ einfach ist, da auch die verschiedenen Stufen groß und deutlich dargestellt werden, ist für das ungeübte Auge bei Colour nahezu unmöglich. Durch eine Lupe kann man verschiedene Farben von River (hochfeinem Weiß) bis Crystal (getöntes Weiß) versuchen zu unterscheiden.
Opale
Nicht nur Steine werden zu Schmuck verarbeitet, man darf schließlich die Perlen nicht vergessen. Daß diese manchmal nicht nur aus Muscheln kommen, sieht man hier: dies ist eine der seltensten Perlen der Erde: eine Conch-Perle. Diese stammt aus einer Fechter-Schnecke. Diese “Perle” (die eigentlich nicht aus Perlmutt besteht; also gar keine echte Perle ist) läßt sich nicht züchten. Die zu Schmuck verarbeiteten Perlen tauchen bloß ab und zu auf, da die Schnecke essbar ist und manchmal in einer eine Perle gefunden wird. Die Perlenfarbe verblasst interessanterweise mit der Zeit.
Conch-Perle
Für alle, die sich weder für Edelsteine noch für Perlen interessieren, gibt es noch die Uhren. Taschenuhren, Kuckucksuhren, Armbanduhren, Standuhren, Wecker, ect.
Taschenuhr

Halskette
Wenn man durch die Ausstellung durch ist (man sollte so 2 – 2 1/2 Stunden ansetzen), dann kann man ins Untergeschoss gehen und mit dem Kombiticket auch noch durch die Mineralienwelt gehen. Der Eingang ist etwas versteckt neben dem Restaurant Müssle im Erdgeschoss.
Untitled

Baryt mit Hemimorphit
Dort kann man neben ein paar riesigen Amethyst-Drusen auch noch einen Blick ins UV-Kabinett werfen: dort werden die Ausstellungsstücke durch UV-Licht zum Leuchten angeregt. Die 400 m² große Ausstellung ist immerhin eine der größten Privatsammlungen hier in Süddeutschland.

Wenn man durch ist, kann man, je nach Dicke des Geldbeutels, entweder ein paar tausend Euro beim Nobel-Juwelier lassen oder ein kleines, preislich passenderes Geschenk shoppen. Oder in der Stadt eine Kleinigkeit essen. Oder ein wenig bummeln gehen.

Ein schöner kleiner Ausflug für einen wettermäßig nicht ganz so schönen Tag.

Wirsing, Sususi

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