Archiv für den Monat Januar 2014

Milka TUC

Wenn es etwas gibt, auf das ich in meinem Leben gut verzichten kann, dann sind das Süßigkeiten. Brauch ich nicht, will ich nicht und sowohl mein Magen als auch mein Gehirn sind da mit mir einer Meinung… zumindest, wenn es sich nicht um Schokolade handelt. Obwohl ich nicht sehr oft den Drang verspüre, Schokolade zu kaufen, hat sie, wenn sie sich einmal bei mir in der Wohnung befindet, keine großen Überlebenschancen. Wenn es sich dann auch noch um die Variante Vollmilchschokolade + Keks handelt, dann beträgt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer einer Tafel ungefähr 7,9 Sekunden. Als ich deshalb gesten im Kaufland war, konnte ich deshalb nicht hier dran vorbeigehen: Milka + TUC!
Milka Tuc Verpackung
Haha! Hat man also endlich eine Verwendung für diese merkwürdigen Cracker-Dinger gefunden, mit denen seit dem Ende der Cocktail-Parties niemand mehr so richtig was anfangen kann. Denn, mal ehrlich, geschmacklich sind die nicht grade der Renner. Gut, sie helfen bei Reiseübelkeit und Bauchschmerzen, aber so eine salzige, krümelige Platte, die beim Kauen auch noch fürchterlich in den Zahnzwischenräumen hängen bleibt, nein, nicht für mich. (Sagt jemand, der Reiswaffeln mag, oy vey!)

Jedenfalls, Milka. Und Keks. Vollmilchschoko und Keks. Vollmilchschokolade und salziger Keks. Wer kann da schon dran vorbeigehen? 87 gr. für 89 cent. So weit, so gut. Sah lecker auf der Verpackung aus. Hörte sich lecker beim auseinanderbrechen an. War lecker beim reinbeißen und…war leider viel zu schnell alle!
Milka Tuc innen
Durch den salzigen Cracker bekam die Schokolade einen schönen Kontrapunkt. Leider war es bloß oben und unten auf der Schokolade ein sehr dünnes Cracker-Blättchen, welches gerne hätte größer sein dürfen. So halb Schoko, halb Cracker, das wäre perfekt gewesen. Und da die Cracker auch bloß drauf lagen, fielen sie beim Durchbeißen der Stücke einem schon entgegen. Trotzdem eine Sorte, die wohl mit zu meinen neuen Lieblingssorten gehören wird. Hoffentlich ist das keine Saison-Sache.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 101

Glaubt man den Umfragen, dann steht die “asiatische” Küche mit auf den vordersten Plätzen. Dabei ist allerdings zu beachten, daß “asiatische Küche” für viele einfach der China-Schnellimbiß um die Ecke ist. Wobei ich zugeben muß, daß ich dort auch ab und an mal anzutreffen bin, obwohl das dort servierte Essen nicht unbedingt tatsächlich mit chinesischem Essen zu tun hat. (Ausnahmen gibt es natürlich auch hier). Noch dazu, wo es gerade in China so viele unterschiedliche Regionalküchen gibt, daß man eigentlich von “dem chinesischen Essen an sich” gar nicht reden kann. Für jeden, der der chinesischen Schriftzeichen nicht mächtig ist, dem bleibt bloß ein Buch wie “Chinesisch kochen” aus dem Gräfe und Unzer Verlag von 1994 um sich an originalen Rezepten zu versuchen.
Chinesisch kochen
Schon mal frittierte Milch gegessen? Oder gebratene Tintenfische in Bohnensauce oder gedämpftes Senfgrün mit Sojabohnen-Sauce? Nicht? Kein Problem, hier sind auf 64 Seiten die originalen Rezepte dazu zu finden. Man sieht, mit dem gewohnten Imbiß-Essen hat dies hier nichts zu tun.

Wer allerdings noch nie mit asiatischer Küche zu tun hatte, der wird hier über Zutaten stolpern, die zwar in einem kleinen Glossar erklärt werden, die aber nicht im normalen Supermarkt zu finden sein werden. Trotzdem sind diese Zutaten für die Gerichte essentiell und leider meistens bloß in geringen Mengen pro Gericht verarbeitet. Wer also nicht weiß, was er mit Hoisin-Sauce, Misopaste oder Lilienknospen sonst noch so anfangen kann, der sollte besser hier drauf verzichten und sich lieber an der italienischen Küche versuchen. Jeder, der sich allerdings rantraut, der wird erleben, wie sich teilweise ungewohnte Geschmäcker auf dem Teller entfalten; einerseits durch viele bekannte Grundzutaten dem Gaumen etwas vertraut, andererseits exotisch durch die unbekannte Würze.

Die Anleitungen sind zwar nicht besonders ausführliche, aber man kommt damit zurecht und immerhin gibt es ein Bild, mit dem man hinterher vergleichen kann, was rauskommen hätte sollen. Das klappt aber erst nach viel Übung.

Wirsing, Sususi

P.S.: Dies war übrigens mein allererstes eigenes Kochbuch; ich habe es mal zum Geburtstag bekommen.

Meine Kochbücher…Nr. 100

Uff. Ich mache ja seit letztem Oktober zusätzlich die Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit, weil mir meine Firma ein Angebot gemacht hat, welches ich unmöglich ablehnen konnte. Deshalb habe ich mein Blog hier auch ab und an etwas vernachlässigt, und nicht so häufig gebloggt, wie ich eigentlich was zu sagen gehabt hätte. Freut Euch! Das ist jetzt vorbei! Gestern war die erste Prüfung und da ich diese glänzend bestanden habe, ist das Lernen vorerst mal vorbei. Oder zumindest nicht mehr so zeitintensiv. Deshalb: *räusper* Tatatataaaaa: Die ersten 100 sind voll! Jetzt hätte ich natürlich etwas Besonderes für diesen Anlaß heraussuchen können, aber das hätte ich den anderen Büchern gegenüber unfair gefunden und so gibt es heute Panem, allerdings, anders als bei Juvenal, ohne circenses.
“Selber Brot backen” heißt das Motto bzw. das Buch und stammt von 1984 aus dem Gräfe und Unzer Verlag.
Selber Brot backen

Was wäre Deutschland ohne Brot? Immerhin gibt es rund 300 verschiedene Sorten. Diese werden zwar nicht alle hier behandelt, aber auf 71 Seiten bringt man schon eine Menge unter. Warum aber nun Brot selber backen, wo man doch alle paar Meter über eine dieser Selbstbedienungsschnellbackwarenketten stolpert? Nun, zum einen macht es mal Spaß. Dann schmeckt es auch noch gut. Und man kann Varianten ausprobieren, die man sonst nirgends kriegt. Und teuerer ist es eh nicht.

Zunächst bekommt man in diesem Buch eine kleine Einführung in die drei verschiedenen Grundteige und jede Menge Tipps und Erläuterungen zum Backen. Zwischen den Rezepten sind auch noch mal viele nützliche Tipps versteckt. Die Rezepte kommen übrigens ohne Brotbackautomat aus – in wie weit sich die hier angegebenen Rezepte mit einem solchen Gerät umsetzen lassen, weiß ich leider nicht. Jedenfalls findet man hier alles von einfachen Rezepten wie dem Grahambrot bis hin zu St. Gallener Landbrot oder Sesamknäcke.

Die Rezepte sind vielfältig und bringen zum Großteil Brotsorten hervor, von denen auch mein Bäcker noch nichts gehört hat, von dieser Seite her auf alle Fälle lohnenswert. Allerdings gibt es hier eine Diskrepanz zwischen Temperaturangabe und Gasstufe, zu meinem Herd paßt auch noch weder das eine noch das andere. Brot ist eben manchmal eigenwillig. Das war´s eigentlich auch schon, mehr braucht man hierzu nicht zu sagen. Wer gerne Brot backt, der dürfte hiermit jedenfalls keine Schwierigkeiten haben.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 99

Wie sagt man doch in Ungarn so schön? “Der eine wünscht sich Ruhm, der andere Reichtum, aber alle wünschen sich Paprikagulasch”. Mit anderen Worten, Paprika ist so unglaublich toll, daß man gar nicht ohne kann. Wobei hier allerdings von der Gemüsepaprika die Rede ist, die Gewürzpaprika kriegen wir ein anderes Mal. Jedenfalls ist das “Paprika Kochbuch” von 1990 aus dem Richter Verlag ganz diesem lateinamerikanischen, äußerst farbenprächtigen Gemüse gewidmet.
Paprika Kochbuch

Paprika gibt es nicht nur in rot, gelb oder grün sondern auch zum Beispiel in violett oder braun. Die Rezepte auf den 72 Seiten hier geben immer an, welche Farbe sich für welches Rezept eignet. Die Farben unterscheiden sich nämlich nicht nur im Geschmack (gelb am mildesten, grün meistens etwas bitterer als die anderen Farben und läßt sich nicht gut schälen): violette oder braune Sorten verlieren ihre schöne Farbe beim Erhitzen, sollten also nur kalt verwendet werden.

Obwohl nicht jedes Rezept ein Bild dabei hat. dürften sich hier vorstellungstechnisch keine großen Herausforderungen ergeben. Der Großteil der Rezepte ist relativ simpel und die meisten davon kennt man eigentlich schon: Paprika-Schafskäse-Salat, marinierte Paprika, Paprika-Zucchini-Gemüse mit Fisch oder Paprikaschoten mit Reisfüllung. Deshalb ist das Buch diesmal auch für erfahrene Kocher eigentlich weniger geeignet, denn diese dürften hier weder etwas Neues noch Spannendes finden. Anfänger dürften hier eher etwas davon haben, obwohl einige Beschreibungen nicht grade anfängertauglich sind (“Lammkeule mit Baumwollfaden binden,…”).

Trotzdem ein schönes Basiswerk, durchaus familienfreundlich, aber man sollte sich nicht zu viel versprechen.

Wirsing, Sususi

Stadtmuseum Miltenberg

Miltenberg. Ein charmantes Städtchen zwischen Spessart und Odenwald, direkt am Main. Auch wenn wir keine herkömmlichen Touristen sind, kennen wir Miltenberg schon seit Jahren. Und sind jedes Jahr wieder angetan von der wunderschönen Altstadt, der Mildenburg und: vom Stadtmuseum Miltenberg. Dieses Museum (es befindet sich am Schnatterloch, also dem historischen Marktplatz) ist jedes Jahr fester Bestandteil unserer To-Do-Liste und hat sogar am 01.01. auf. Warum wir dort jedes Jahr hingehen? Ganz einfach: Es ist ein Museum, welches auf über 1400 qm jedes Mal aufs Neue fasziniert. Zum einen hat es immer wieder wechselnde Ausstellungen. Dieses Jahr war das Thema „Weihnachtspost“.
Stadtmuseum Miltenberg Postbote
Zu sehen waren unter anderem ein Postamtsschalter, Postwertzeichen und alte Wunschzettel, Weihnachtswünsche und Feldpostbriefe.
Stadtmuseum Miltenberg Postwertzeichenautomat
Diese kleinen Sonderausstellungen sind auch immer spannend. Zum anderen ist jedoch auch noch die Dauerausstellung zu besichtigen. Diese führt in einem Rundgang durch sieben Schwerpunktthemen zum Thema Miltenberg und Region.
Stadtmuseum Miltenberg Schrank
Stücke zur Entstehungsgeschichte, zum Alltag in und um Miltenberg …
Stadtmuseum Miltenberg Eisfink
… und zum Leben und Arbeiten (z. B. Blaudruckmodel, Waschzuber, Fischernetze)…
Stadtmuseum Miltenberg Waschzuber
sind bloß einige wenige Beispiele. Immer, wenn wir da sind, hat das Museum bis 16:00 Uhr geöffnet. Trotzdem brauchen wir immer bis kurz vor Schluß, bis wir wieder draußen sind, weil es einfach so viel zu entdecken gibt. Denn das Haus selber ist ebenfalls ein Museumsstück, überall wird an freigelegten Wandstellen oder Türbögen deutlich, wie alt das Gebäude bereits ist. Nicht nur das, nicht alle Ausstellungsstücke sind für den touristischen Konsumenten vorbereitet in Vitrinen präsentiert – nein, hier muß man selber auf Entdeckungsreise gehen und schon mal die ein oder andere Schublade aufziehen, um Spannendes zu finden. So findet man zum Beispiel späte Werke von Ernst von Zschock.
Ein weiterer wirklich sehr sehenswerter Ausstellungsteil ist die beeindruckende Spielzeugsammlung des Museums:
Stadtmuseum Miltenberg Schienenzeppelin
Eisenbahnen, Blechspielzeug, Metallbaukästen und sogar ein Chemiebaukasten lassen die Herzen höher schlagen. Außerhalb von Nürnberg ist es schwierig, wirklich gute Sammlungen dazu zu finden, und die Miltenberger Sammlung ist wirklich sehr schön.
Stadtmuseum Miltenberg Oblatenkapseln
Ein Besuch des Museums ist absolut zu empfehlen, und für 4 € Eintritt, da kann man wirklich nicht meckern! Die oberen Etagen des Museums sind auf Grund der historischen Gebäudesubstanz nur per Treppe zu erreichen, die mitunter ein wenig schief und abgelaufen ist – also aufpassen, wer schon einen Stock benötigt und große Menschen: Bitte bei den Durchgängen aufpassen und den Kopf einziehen! Ansonsten bietet das Museum auch Führungen und Workshops, stellt die Räumlichkeiten für Kindergeburtstage und die historische Kulisse für Hochzeitsfotos zur Verfügung. Also, wer sich zufällig in der Nähe von Miltenberg rumtreibt – vorbeischauen.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 98

Tja, und schon ist 2014 halb um. Zumindest ist die erste Arbeitswoche überstanden, der Winter auch schon fast. Gerüchteweise soll es jetzt kälter werden, aber gestern hatten wir 16 °C. Da hatten wir schon mal im August kältere Tage. Was liegt also näher, als auf die zwitschernden Vögelchen draußen zu hören und sich einzubilden, es wäre schon Frühling? Sagt auch “Frühlingsgemüse frisch auf den Tisch” von 2003 aus der Teubner Jahreszeitenküche.
Frühlingsgemüse frisch auf den Tisch
Hier haben wir nur knapp 80 Seiten, die unheimlich leckere Bilder bieten. Allerdings: die Rezepte sind für meine Augen (bis auf wenige Ausnahmen) nicht grade alltagstauglich, auch wenn das sozusagen auf dem Etikett steht. Sie erfordern dazu einfach zu viel Aufwand – mitunter auch finanzieller Art. Während sich die Orangen-Tarte oder die Hähnchen-Quiche mit Spinat noch recht einfach umsetzen läßt, sind die gefüllten Brandteigringe schon aufwendiger. Seehecht im grünen Sud setzt nicht nur den Fischfond selber an sondern enthält sowohl Mies-wie auch Venusmuscheln. Und wer jemals Sardinen ausgenommen hat, der wird sich dreimal überlegen, ob er die Sardinen mit Kräuterfüllung wirklich frisch zubereiten muß. Der Tipp, die Wildkräuter für den Salat immer frisch vor der Verwendung, möglichst am frühen Morgen abseits von befahrenen Straßen und gedüngten Feldern zu sammeln – der gibt der Alltagstauglichkeit wohl den Rest.

Nichstdestotrotz sind die Gerichte schmackhaft – vorausgesetzt, man nimmt sich sehr viel Zeit und Geduld mit in die Küche. Ein wenig abgehoben vielleicht – also eigentlich das Passende für einen besonderen Anlass. Dann sollte man aber unbedingt den Rhabarberauflauf ausprobieren….

Wirsing, Sususi

Altstadtmarkt Miltenberg

Juchu, ich bin gut im neuen Jahr und damit auch wieder aus dem Urlaub daheim angekommen. Wie man der Überschrift vielleicht schon entnehmen kann, wir waren in Miltenberg. Warum, das ist eine längere Geschichte. (Obwohl, so lange ist sie gar nicht: wir machen dort jedes Jahr zu Silvester 8 Tage lang Party *g*).

Jedenfalls, zwischen all dem Party feiern muß man ab und zu auch mal was essen. Ein wenig Kaffee und Kuchen sorgt auch dafür, daß der Tag zwischen Mittagessen und Abendessen nicht so lange wird. In Miltenberg gibt es verschiedene Cafes, aber unsere erste Wahl ist immer noch dies hier: der “Altstadtmarkt” mitten in der historischen Altstadt von Miltenberg.
Altstadtmarkt
Wie man dem Bild entnehmen kann, ist das Cafe in einem schönen alten Fachwerkhaus untergebracht und durch den ebenen Eingang und die automatische Schiebetür auch Rollstuhlfahrern bequem zugänglich.

Qualität wird hier groß geschrieben. Die Produkte kommen entweder aus dem eigenen Bio-Gartenbaubetrieb Parkhof oder anderen Bio-Bauern der Region und das merkt man den Lebensmitteln auch an.
Altstadtmarkt Anzeigetafel
Wo man Platz nimmt, das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks (und der freien Plätze): so kann man zum Beispiel in diesem etwas höher gelegenen Sandsteingewölbe sitzen…
Altstadtmarkt oben

…oder lieber ebenerdig. Nebenan gibt es noch den roten und blauen Salon, eine Dachterrasse ist vorhanden und gerüchteweise kann man im Sommer auch draußen sitzen.
Altstadtmarkt Innen
Unter der Woche wird man am Platz bedient, man muß aber zur Kuchentheke gehen, um zu sehen, welchen Kuchen man möchte. Wenn viel los ist und am Wochenende ist dann Selbtsbedienung angesagt, wobei hier die warmen Speisen auch serviert werden (längere Wartezeit als Kuchen, logisch, man kann ja nicht 10 min. blöd im Gang rumstehen).

Ist man an der Kuchentheke angekommen, lachen einem aus der Auslage verschiedene Kuchen und Torten appetitlich entgegen, zum Beispiel Nußtorte, Mohntorte, Apfelstrudel mit Sahne oder Vanilleeis, Apfelkuchen mit Streuseln oder diese schöne Flockentorte…
Altstadtmarkt Flockentorte

…oder eine Rumtorte… Alles ordentlich große Stücke für 2,95 € und jeden sahnigen Bissen absolut wert! Hier findet man keine angetrocknete Cremefüllung oder harten Mürbteigboden… alles super-frisch, schön fluffig-bisquitig (was für ein Wort!) und einfach nur lecker!
Altstadtmarkt Rumtorte

Das gleiche gilt auch für diesen Holunder-Brombeer-Quark-Kuchen. Der Teigboden war schön mürbe und weder krümelig noch hart. Durch die Brombeeren hatte der Belag eine sehr schöne Säure, die durch den Holunder etwas abgemildert wurde und sehr gut mit dem Quark harmonierte. Der Guß auf dem Kuchen war von schöner Konsistenz, überhaupt nicht gummi-artig oder zu schleimig, nein, fest und fast schon schmelzend im Mund.
Altstadtmarkt Holunder-Brombeer

Wem gerade nicht nach Süßem ist, der kann auch Deftiges bekommen. Zum Beispiel: ein Paar Bauernbratwürste mit Senf und Holzofenbrot.
Altstadtmarkt Bauernbratwürste
Für 6,90 € eine wirklich ordentliche Portion! Der Senf war mittelscharf von cremiger, etwas festerer Konsistenz und so ausgewogen, daß weder Säure noch Süße noch Senfaroma vorgeschmeckt haben – damit ist er ein idealer Begleiter zu den Bratwürsten, die einen ausgezeichneten Geschmack haben (und das sagt eine Nürnbergerin). Beim Bissen in das Holzofenbrot bin ich erst etwas erschrocken – Kümmel! Aber auch bei kräftigem Kauen blieb die erwartete Explosion im Mund aus – eine genauere Betrachtung ergab. keine KümmelKÖRNER! Sehr schön! Ansonsten mit knuspriger Kruste und saftigem Inneren – einfach lecker. Die Wild-Sau-Bratwurst ist übrigens auch zu empfehlen!

Wem ein Besuch hier noch nicht reicht, der kann sich ein paar der Spezialitäten mit nach Hause nehmen – Tee, Spirituosen, Marmelade und ein paar nicht-essbare Kleinigkeiten.
Altstadtmarkt Verkauf 2

Ein Besuch hier ist absolut zu empfehlen und sollte unbedingt auf dem Programm stehen. Ein kleiner Tipp: unbedingt etwas vom Wildrosenfruchtmark oder der Wacholder-Latwerge mitnehmen…

Wirsing, Sususi