Archiv der Kategorie: Produkttests

Bertolli Pesto alla Calabrese

Juchu, ich darf für Bertolli 4 Pesto-Sorten testen! “Pesto” heißt ja eigentlich nichts anderes, als “ich zerstampfe”. Was ich zerstampfe, wird erstmal damit noch nicht gesagt, obwohl es sich eingebürgert hat, automatisch Basilikum anzunehmen, wenn jemand Pesto sagt. Meint man andere Zutaten, folgt dem Pesto noch ein Zusatz, wie zum Beispiel “alla Calabrese”. So wie hier: die Bertolli-Variante mit Peperoncino und Ricotta.
Bertolli Pesto alla Calabrese
Natürlich folgt unweigerlich die Assoziattion Pesto + Pasta. Kann man damit hier auch machen. Dennoch verspreche ich Euch hier ein kleines Rezept für Schlemmerfilet alla Calabrese, welches nur ungefähr 3 Minuten länger dauert, als die bekannte Fertigvariante.

Aber zuerst ein wenig zum Bertolli Pesto. Es ist sehr cremig durch den Ricotta und enthält noch kleine Paprika-Stückchen. Geschmacklich ist es schön würzig und pikant (scharf möchte ich nicht sagen) mit einer leicht tomatigen Note. Sollte man Nudel dazu wollen, würde ich Rigatoni nehmen. Oder Tortellini. Irgendwas großes.
Bertollo Pesto alla Calabrese 2
Jetzt aber zu dem, was man mit Pesto noch alles machen kann. Diese hier würde ich noch für Nudelsalat nehmen, oder für Gemüsesticks oder Tacos zum Dippen. Oder eben, wie passend zum Karfreitag, für Schlemmerfilet alla Calabrese.

Ihr braucht dafür: ca. 3-4 Eß Semmelbrösel, Fischfilet, Butter, Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Bertolli Pesto alla Calabrese. Das war´s schon. Halt, etwas Wasser oder Wein kann auch nicht schaden. Die Menge reicht für 2 kleine Fischfilets aus, die Menge ist ungefähr wie die des Fertiggerichts (etwas größer). Mit Beilage kann man also zwei Portionen draus machen.
Schlemmerfilet Zutaten
Dann manscht Ihr in einer Schüssel ca. 3-4 Eß Semmelbrösel mit 4 Tl Pesto und einen ca. 1 cm Streifen Butter zusammen.
Schlemmerfilet Kruste
Ja, manche sagen “verkneten”. Sorgt einfach dafür, daß alles gut miteinander vermischt ist und nirgend wo mehr Butterstückchen übrig sind.
Schlemmerfilet Belag
Dann gebt Ihr auf das Fischfilet ein wenig Zitronensaft und Pfeffer. Wenn Euch der Belag noch nicht würzig genug wäre, einfach etwas salzen. Und dann ca. 1/2 cm dick auf den Fisch bringen. Möglichst gleichmäßig und auch bis an die Ränder bedeckt. Dann einfach ab in den Ofen bei ca. 200 °C (nagelt mich da nicht fest, der Ofen tut, was er will!) ungefähr 40 Minuten bei gefrorenem Fisch. Wer aufgetauten nimmt, braucht bloß 20 Minuten zu warten. Gießt ungefähr eine Tasse Wasser o. Wein nach der Hälfte der Zeit dazu, dann trocknet der Fisch nicht aus und brennt nicht an.
Schlemmerfilet vorbereitet
Wenn die Kruste nach 40 min. noch nicht knusprig genug ist, dann einfach Oberhitze oder den Grill dazu bemühen. Das war´s eigentlich schon. Rausholen und genießen!
Schlemmerfilet fertig
Diese Zubereitung läßt sich mit allen weißfleischigen Fischsorten machen oder auch mit Lachsfilet.

Na, dann guten Appetit und schönen Karfreitag!

Wirsing, Sususi

dusch das Traumland Deo

Hach, wie hieß es doch schon mal so schön? “…denn wen man nicht gut riechen kann, tja, der bekommt auch keinen Mann…” Zwar ist diese Bac-Werbung schon etwas her, aber eines der wichtigsten täglichen Kosmetik-Utensilien ist immer noch das Deo! Leider wird gerade dieses von vielen immer wieder sträflich vernachlässigt.

Dabei ist die Auswahl doch heutzutage wirklich mehr als gigantisch: Deo Spray, Sticks, Roll-on, Zerstäuber, Puder, naja, ect pp. Eigentlich bin ich eher der Roll-On-er, da die meisten Sprays einen leichten Erstickungsanfall mit 5 Minuten Niesen nach sich ziehen, aber auf der Arbeit ist die Umkleide groß genug und man hält sich dort nicht lange auf, so daß ich durch aus auch auf Sprays zurückgreife.

Davon teste ich gerade ein Neues: das dusch das Deo “Traumland”. 75 ml sinnlichen Dufts, das verspricht zumindest Unilever. Das Deo gehört zur neuen compressed-Serie von Dove, Rexona und dusch das; hier sollen durch einen neuartigen Sprühkopf und CO2-reduzierte Füllung nicht nur die gleiche Ergiebigkeit wie die 150 ml großen Deos erreicht werden sondern sie sollen auch umweltfreundlicher sein.
dusch das Deo Traumland
48 h soll die Deowirkung anhalten – ähem, ich gebe zu, das habe ich nicht ausprobiert. Ich gehe auch mal davon aus, daß eine derartige Deowirkung bei einer normalen Körperhygiene völlig unnötig ist. Wie ein Sprühdeo funktioniert, sollte eigentlich selbsterklärend sein – für alle anderen steht es aber auch noch mal auf der Dose.

Der Duft ist wirklich gut. Nicht zu blumig, nicht zu süß, nicht zu intensiv und nicht zu vorherrschend. Er sollte sich also auch nicht mit dem Parfüm ins Gehege geraten. Bei Sprühen hat man den Eindruck, das Deo entweicht etwas sanfter als bei anderen Deosprays und fühlt sich auf der Haut dadurch auch etwas besser an. Der “Vereisungseffekt” ist auch bei Unterschreitung der Abstandsgrenze zum Sprühen nicht so stark.

Was aber wirklich wichtig ist, das ist die Wirkung. Und die ist wirklich super! Dieses Deo schlägt definitiv Dove, Baleo und Nivea um Längen was die Wirkung angeht. Und zwar nicht nur im Alltag (da glaube ich sogar die 48 Stunden Wirkung….) sondern, und das ist für mich besonders wichtig, auch bei der Arbeit. Einzig beim Sport versagt es, aber nach 10 km Nordic Walking hat bisher noch jedes Deo versagt.

Von mir gibt es hierfür eine ganz klare: kann man wirklich kaufen – Empfehlung!

Wirsing, Sususi

UPDATE: Heute kam meine Kollegin, der ich eine der Test-Deos zum mittesten gegeben habe und hat mir mitgeteilt, daß sie das Deo zwar geruchlich richtig toll findet, aber leider davon einen Ausschlag bekommen hat. Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich Leute auf Kosmetik-Produkte reagieren… Nach dem Durchlesen der Inhaltsstoffe waren wir aber auch noch nicht schlauer, denn es ist nichts drin, was in ihrem anderen Deo nicht auch drin ist. Das Deo ist zwar alkoholfrei, aber mit Aluminium, vielleicht war es das? Obwohl es auch in ihrem normalen Deo drin ist, kann es manchmal sein, daß man auf bestimmte Kombinationen von Stoffen komisch reagiert, die in anderen Kombinationen oder einzeln nichts ausmachen. Wir werden es wohl nie erfahren…. Mir bekommt das Deo nach wie vor sehr gut.

Almighurt Karibik

Beim Einkaufen heute bin ich über eine wiedergekehrte Saison-Sorte von Ehrmann Almighurt gestolpert: Karibik Typ Caipirinha! Das hatte ich bisher noch nicht probiert. Ich hing also an der Angel. Hm. Mitnehmen oder nicht? Klingt komisch, Caipirinha-Geschmack im Joghurt. Ich bin jetzt kein riesiger Fan von Caipis, aber ich mag sie schon. Und es klang besser, als die anderen Sorten: es gab noch “Asien” mit Drachenfrucht und “Afrika” mit Rooibos (im Joghurt? Ehrlich??)
Almighurt Karibik
Daheim besah ich mir die Sache mal näher: 150 g für 0,55 €. “Ohne Alkohol” steht auf dem Deckel. Aha. Beim Aufmachen bin ich aber erst mal erschrocken: Grün. Sehr, äh, grün! Meine erste Assoziation war: “Das sieht ja aus wie…” na ja, etwas sehr Unappetitliches halt. Oder wie Grünspan (damit lag ich gar nicht soooo falsch – wird gleich erklärt..). Dann erst fiel mir ein, daß es ja auch leckerere Assoziationen gibt: wie Pistazieneis. Leider kommt die Farbe auf dem Foto nicht so schön rüber.
Almighurt Karibik offen
Ok, was macht es denn nun so grün? Das ist der enthaltene Farbstoff E141. Dieser wird hergestellt, indem durch den Zusatz von Kupfersalz zum Chlorophyll dessen Zentralion durch Kupfer ersetzt wird. Resultat: haltbares Grün. Darüber hinaus ist noch Joghurt drin, Rohrzucker, Wasser, Zitronen, Zucker, Fruktosesirup, mod. Stärke, Limettensaftkonzentrat und natürliches Limetten-Minzaroma.

Geschmacklich…eh…. Für meine Begriffe sehr süß. Zu süß. *kleb* Ein wenig Säure. Gut, schmeckt wie Joghurt mit Zucker und Zitrone. Auf die Caipirinha-Assoziation wäre ich nicht gekommen. Muß ich nicht noch mal haben. Obwohl es kein fettreduziertes Joghurt war, war es aber auch nicht besonders cremig. Vielleicht hätte Almighurt hier doch lieber mit Alkohol arbeiten sollen….

Wirsing, Sususi

Milka TUC

Wenn es etwas gibt, auf das ich in meinem Leben gut verzichten kann, dann sind das Süßigkeiten. Brauch ich nicht, will ich nicht und sowohl mein Magen als auch mein Gehirn sind da mit mir einer Meinung… zumindest, wenn es sich nicht um Schokolade handelt. Obwohl ich nicht sehr oft den Drang verspüre, Schokolade zu kaufen, hat sie, wenn sie sich einmal bei mir in der Wohnung befindet, keine großen Überlebenschancen. Wenn es sich dann auch noch um die Variante Vollmilchschokolade + Keks handelt, dann beträgt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer einer Tafel ungefähr 7,9 Sekunden. Als ich deshalb gesten im Kaufland war, konnte ich deshalb nicht hier dran vorbeigehen: Milka + TUC!
Milka Tuc Verpackung
Haha! Hat man also endlich eine Verwendung für diese merkwürdigen Cracker-Dinger gefunden, mit denen seit dem Ende der Cocktail-Parties niemand mehr so richtig was anfangen kann. Denn, mal ehrlich, geschmacklich sind die nicht grade der Renner. Gut, sie helfen bei Reiseübelkeit und Bauchschmerzen, aber so eine salzige, krümelige Platte, die beim Kauen auch noch fürchterlich in den Zahnzwischenräumen hängen bleibt, nein, nicht für mich. (Sagt jemand, der Reiswaffeln mag, oy vey!)

Jedenfalls, Milka. Und Keks. Vollmilchschoko und Keks. Vollmilchschokolade und salziger Keks. Wer kann da schon dran vorbeigehen? 87 gr. für 89 cent. So weit, so gut. Sah lecker auf der Verpackung aus. Hörte sich lecker beim auseinanderbrechen an. War lecker beim reinbeißen und…war leider viel zu schnell alle!
Milka Tuc innen
Durch den salzigen Cracker bekam die Schokolade einen schönen Kontrapunkt. Leider war es bloß oben und unten auf der Schokolade ein sehr dünnes Cracker-Blättchen, welches gerne hätte größer sein dürfen. So halb Schoko, halb Cracker, das wäre perfekt gewesen. Und da die Cracker auch bloß drauf lagen, fielen sie beim Durchbeißen der Stücke einem schon entgegen. Trotzdem eine Sorte, die wohl mit zu meinen neuen Lieblingssorten gehören wird. Hoffentlich ist das keine Saison-Sache.

Wirsing, Sususi

Meditonsin

Da aktuell ja wieder ganz fiese, böse Erkältungen umgehen, die sich einfach heimtückisch und ohne Vorwarnung an die Leute ranschleichen und diese anspringen, ist es mal an der Zeit, ein paar Worte dazu zu verlieren. Bei der ganzen Vielfalt der Mittelchen, Tinkturen, Tränke und Pillen, die einem helfen sollen, die Erkältung zu besiegen, weiß man ja gar nicht mehr, was man nehmen soll! Früher war das ganz einfach: Arbid N Schlucktropfen und Meditonsin, diese Kombination killte jeden Schnupfen. Leider gibt es die Schlucktropfen nicht mehr (an alle mitlesenden Pharmahersteller: Ganz ehrlich? Mir wurscht, ob da Stoffe drin sind, die Blutungen der Nasenschleimhaut auslösen könnten, ich will die Schlucktropfen wieder haben. Bittebittebitte *bettel*). Gegen den Schnupfen können wir also leider nichts mehr tun, aber wir können ein paar blöde Schnupfen-Nebenwirkungen abstellen: die Halsschmerzen zum Beispiel. Dafür ist bei mir immer noch Meditonsin die erste Wahl:
Meditonsin
Es ist ein homöopathisches Mittel gegen Entzündungen des Hals-, Nasen-u. Rachenraums. Außer man ist zufällig Alkoholiker, eignet es sich für alle Altersstufen und als Nebenwirkungen ist nichts Schlimmeres angegeben, als sehr selten vermehrter Speichelfluß oder Juckreiz.
Meditonsin Flasche
Sofort nach Auftreten der ersten Unannehmlichkeiten im Hals hat es bei mir immer die Halsschmerzen zuverlässig gelindert und ziemlich schnell verschwinden lassen. Zugegebenerweise nicht so schnell wie Dobendan, aber sehr zuverlässig und ich finde, man muß nicht immer gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen. Man muß sich auch nach oben noch etwas Spielraum lassen.

Die Tropfen gibt es in verschiedenen Packungsgrößen. Die kleine Packung mit 35 ml reicht locker für zwei bis drei Erkältungen, wobei man beachten sollte, daß die Tropfen nach Anbruch nur noch 6 Monate haltbar sind. Einnehmen nach Packungsbeilage, dabei die Tropfen nicht gleich schlucken, sondern erst etwas im Mund behalten. Steht aber alles dabei. Geschmacklich finde ich Meditonsin eher angenehm (im Vergleich zum Beispiel zu Toxiloges Tropfen – brrrrr), sehr mild, leicht süßlich, etwas alkoholisch. Also auch für jemanden geeignet, der Medizin nicht so unbedingt gerne schluckt.

Ich kann Meditonsin aus eigener Erfahrung nur empfehlen.

Wirsing, Sususi

UPDATE: Ach so, eines habe ich noch vergessen: Meditonsin hilft nicht gegen Schnupfen – dafür ist es auch gar nicht gedacht. Man hört und liest immer wieder Erfahrungsberichte, in denen Leute berichten, daß die Erkältung trotzdem nicht weggegangen ist. Logisch, wenn ich ein Mittel nehme, welches gegen Halsschmerzen helfen soll, oder?

Nivea In-Dusch Body Milk

Wer wünscht es sich nicht: spürbar weiche und gepflegte Haut und ein wunderbar zartes Hautgefühl. Und das direkt nach dem Duschen? Klar, jeder natürlich *g*. Weiß nämlich Nivea. Und deshalb verspricht die neue Nivea In-Dusch Body Milk auch genau das.
Nivea In-Dusch Body Milk
Sie verspricht reichhaltige Pflege und ein intensiv gepflegte Hautgefühl für trockene Haut, so daß ein zusätzliches Eincremen nach dem Duschen gar nicht mehr nötig ist. Klingt toll? Stimmt, dachte ich auch. Deshalb habe ich mich auf diesen Produkt-Test auch gefreut.
Nivea In-Dusch Inhaltsstoffe
Zunächst mal war ich aber über die Packungsgröße etwas überrascht. 400 ml in einer Riesen-Flasche! (Nachforschungen ergaben aber auch eine 250 ml Größe.) Jedenfalls wurde mir bald darauf klar, warum man so eine große Flasche braucht. Aber der Reihe nach:

Zunächst duscht man wie gewohnt. Da jeder wissen sollte, wie duschen funktioniert, sollte ich hier nicht näher darauf eingehen müssen. Dann dreht man das Wasser ab und….HALT! Noch nicht abtrocknen! Auch noch nicht aus der Dusche steigen. Jetzt cremt man sich (frierend) mit Nivea In-Dusch ein. Und dann duscht man noch einmal. Diesmal aber ohne Duschgel. Dann trocknet man sich ab – und fertig. Anziehen nicht vergessen.

Also zunächst mal finde ich den Geruch nicht schlecht. Angenehm süßlich mit dem typischen Nivea-Unterton. Dann stand ich unter der Dusche. Und überlegte, ob ich jetzt das Wasser laufen lassen soll während ich mich eincreme (hat den Vorteil, daß das Wasser sofort richtig temperiert ist, wenn man die Creme abspülen soll und man nicht so in der Dusche friert) oder nicht (hat den Vorteil, daß man nicht halb im Wasser steht, wenn man versucht sich einzucremen). Muß jeder für sich entscheiden. Jedenfalls war die Creme bei Entnahme sehr flüssig. Und auf der nassen Haut wurde sie logischerweise noch flüssiger. Man hatte also das Gefühl, als versuchte man, sich mit Wasser einzucremen. Aha, deshalb auch die große Packung, um sich nämlich komplett einzucremen, braucht man gehörig viel von dem Zeug! Während ich die Creme wieder abduschte, versuchte ich mir nicht vorzustellen, was die nicht wasserlöslichen Bestandteile der Creme bei Dauerbenutzung in meinem Abfluß anrichten würden. Eine Befürchtung hat sich allerdings nicht bestätigt: Ich dachte, hinterher würde die Badewanne eher einen Ölfilm haben wie zum Beispiel nach einem Ölbad. Das war glücklicherweise nicht der Fall.

Dann ging es ans Abtrocknen. Hier hinterließ die Creme, wie versprochen, tatsächlich keine Rückstände (oder zumindest keine offensichtlichen) im Handtuch zurück.

Was jetzt aber das Hinterher angeht: Also, spürbar weiche und gepflegte Haut hatte ich hinterher definitiv nicht! Es hat sich beim Drüberstreichen eher angefühlt wie eine Anti-Rutsch-Matte! So, als hätte man sich nicht richtig abgetrocknet. Wenn das der Wasserspeicherungs-Effekt der Creme ist: dieser mag ja für die Haut ganz gut sein, aber wenn ich erst warten muß, bis der Effekt wieder weg ist, dann kann ich auch normale Body-Lotion nehmen und warten, bis diese eingezogen ist! Zugegebener Weise war die Haut dann nämlich tatsächlich gepflegt.

Mein Fazit: Hört sich toll an. Spart aber keine Zeit (2 x Duschen + Abwarten, bis der Anti-Rutsch-Effekt weg ist) und man braucht sehr viel Produkt. Nein, gefällt mir nicht besonders gut und werde ich auch nicht kaufen. Schon gar nicht zu einem Preis von 4 € für 400 ml.

Wirsing, Sususi

Exquisa Quark Genuss Vanillekipferl

Heute habe ich einen freien Tag, und wie kann man so etwas besser nutzen als mit Einkaufen? Ich nahm mir also zu einer Zeit, wo die Märkte tatsächlich erstaunlich leer sind gaaaanz viel Zeit und las mich durch die Regale. Schnappte mir hier und da das ein oder andere Produkt wobei auch einige in meinem Wagen landeten. Und dann sah ich es. Es stand in der Kühltheke, etwas über Augenhöhe, etwas über dem Preisschild „1,29 €“. Es stand ein bißchen versteckt hinter Quark mit Aprikosen. Ich wußte sofort, das muß ich haben! Ich schickte also meinen Arm Richtung Regal. „Haaaalt“, schrie mein Gehirn. „Nicht schon wieder. Erinnerst Du Dich nicht mehr an das letzte Mal, als Du so etwas haben wolltest?“ Mein Arm hielt auf halber Strecke zwischen dem Wagen und dem Produkt mitten in der Luft an. Ich stutzte. Verflixt! Ich gebe es nur ungern zu, aber mein Gehirn hatte recht! Das Tiramisu-Joghurt aus der Andechser Molkerei war ein ziemlicher Reinfall. Wer stellt aber auch Tiramisu-Joghurt mit Rosinen drin her? Rosinen! Im Tiramisu! Brrrrr! Mein Arm bewegte sich ein paar Millimeter zurück. Aber das ist doch Exquisa, nicht Andechser. Exquisa Quark Genuss. Der war doch bisher immer lecker. Mein Gehirn seufzte. „Du willst es unbedingt wissen? Na schön, aber sag hinterher nicht, ich hätte Dich nicht gewarnt“. Es gab meinen Arm frei, dessen Hand sich sofort um die ersehnte Packung schloss:
Quark Genuss Packung
Exquisa Quark Genuss Vanillekipferl. 500 gr. Eine der neuen Wintersorten.

Quark Genuss Inhalt

Nachdem der Blick auf die Zutaten diesmal nichts Absonderliches wie Rosinen oder ähnliches zu Tage gebracht hatte, zuckte mein Gehirn mit den Schultern und sagte nur „Bitte“.

Stolz trug ich meine Beute nach Hause. Dann kam der große Moment. Ich nahm den Plastik-Verschluß-Deckel ab und zog die Alufolie ab.

Quark Genuss offen

Es kam leicht cremefarbene Quark-Creme hervor, die beim Durchrühren Stückchen nach oben förderte, die vermutlich die Vanille-Kipferl-Stückchen waren. Gleich mal eines herausgefischt und probiert. Hmmm, eindeutig lecker, eindeutig weiche Keks/Kuchen Stückchen in Quark. Süß, nicht zu süß, leicht vanillig, vielleicht ein wenig kleine/zu wenig Kipferl-Sückchen, aber eindeutig sehr lecker. Mjamjamjam.

Was soll ich sagen? Erwartungen voll erfüllt und das wird garantiert wieder gekauft. Da ist sogar mein Gehirn sprachlos. Wer von Almighurt das Käsekuchen-Joghurt kennt und mag, der kann auch hiermit nichts falsch machen.

Wirsing, Sususi

 

Botanis Wärme-Creme

Also manchmal, manchmal wünschte ich mir, ich wär ein Pinguin. Die haben nämlich immer schön warme Füße. Das kann man von mir nicht behaupten, und deshalb bin ich ganz froh, daß meine Füße so weit unten sind, sonst würde es mich wahrscheinlich dauernd an den Ohren frieren. Beim letzten Einkauf fand ich dann etwas, was dem Abhilfe schaffen soll: Die Wärme-Creme von Botanis von Glancos:
Botanis Wärme Creme 1
Jetzt ist eine Wärme-Creme für Füße nicht unbedingt was Neues. Allerdings sind die meisten Cremes ziemlich preisintensiv. Hier waren ganze 250 ml für 2,99 € bei Multistore im Angebot. Da ich eh eine neue Fuß-Creme brauchte, habe ich also diese hier mitgenommen. Vom Aussehen her leicht gelbstichig, läßt sie sich gut auf den Füßen verteilen und zieht auch relativ schnell ein. Sie hinterläßt erfreulicherweise kein klebriges Gefühl an den Füßen – diese fühlen sich nach der Anwendung sehr gepflegt und weich an.
Botanis Wärme Creme 2
Gut, damit hat die Creme zumindest ihren Preis schon mal abgearbeitet. Aber kriegen wir noch etwas darüber hinaus? Natürlich nicht! Wenn wir uns die Zutaten anschauen, dann finden wir in der Creme an 13. Stelle tatsächlich einen Wirkstoff, der die Durchblutung fördern kann und deshalb auch in Rheumasalben und Bädern verwendet wird: Benzyl Nicotinate.
Botanis Wärme Creme 3
Irgendwer hat allerdings vergessen, daß meine Füße nicht lesen können – sie wissen nicht, daß dieser Wirkstoff drinnen ist und sie eigentlich warm machen sollte. Von 6 Tagen Anwendung hatte ich zweimal das Gefühl, daß sie sich ein klitzekleines Bißchen erwärmt hätten – das kann aber auch nur Einbildung gewesen sein. Die anderen Male ist gar nichts passiert. Mit anderen Worten, die Wirkung ist nicht vorhersehbar. Es kann durch aus noch passieren, daß bei einer weiteren Anwendung eine zu starke Wirkung eintritt. Verlassen kann man sich hierauf aber leider nicht.

Schade, aber na ja, die Füße werden wenigstens schön weich. Nur, man sollte nicht zu sehr an der Creme selber schnuppern – dieser Geruch ist nicht besonders toll. Irgendwie wie frisch zerhäckeltes Gras in Creme mit einem sehr scharfen Unterton. Glücklicherweise ist davon auf der Haut nicht mehr allzuviel zu riechen!

Wirsing, Sususi

Update: Wie das mit Chemikern so ist, sie können das Rumspielen nicht lassen. Ich auch nicht. Deshalb habe ich die Creme einfach ein wenig, na, sagen wir aufgepimpt. ACHTUNG! Bitte auf keinen Fall nachmachen, wenn Ihr Euch nicht sicher seit, was Ihr da tut, oder wenn Ihr empfindlich auf Capsaicin reagiert oder sonst irgendwie empfindliche Haut habt!
Da Capsaicin ebenfalls eine eine gefäßerweiternde Wirkung hat und in diversen Wärme-Cremes drinnen ist, habe ich einfach für zwei Tage eine getrocknete Chilischote in der Creme versenkt. Rausfischen, durchrühren – Ergebnis im Test: zweimal ausprobiert und zweimal schön warme Füßchen bekommen. Jetzt ist sie perfekt. *ggg*

Meica Wies´n Wirt

Sooo, wieder aus dem Urlaub daheim, die Klamotten in der Waschmaschine und … Hunger! Jetzt muß ich dazu sagen, daß ich in Nürnberg war. Ich komme also mitten aus Franken, aus der Heimat der leckersten Bratwürstchen und besten Brezen (Erinnert mich an einen Beitrag zu Kolb!). Ich schlendere so durch die Regale und stelle fest, daß das Oktoberfest ja bald anfängt. Wie? Ganz einfach, überall gibt es wieder Angebote über „urbayerische Wies´n-Spezialitäten“ wie Obatzda, Weißwürste, ect. Und auch Meica kann es nicht lassen und liefert uns den „Wies´n Wirt“.
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Das sind 4 Rostbratwürstchen mit Sauerkraut und Kartoffelpüree incl. Senf und Kümmel im separaten Tütchen fix und fertig für die Mikrowelle. Grins. An so was kann ich einfach nicht vorbeigehen. Eigentlich gibt es das ja jedes Jahr von Meica, nur das „Cover“ ändert sich immer wieder.

Man entfernt also Senf und Kümmel von der Unterseite der Packung und sticht die Oberseite mehrmals ein. Oder zieht die Folie gleich ganz ab und legt einen Deckel drauf. Achtung, jetzt bitte nicht erschrecken, es sieht schlimmer aus, als es ist:
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Am Aussehen ändert sich leider auch im warmen Zustand nichts mehr, außer daß sich ein wenig Sauerkrautsaft als Pfütze in der Mitte bildet. Das Sauerkraut ist übrigens das Zeugs links und der Kartoffelbrei das Zeugs rechts in der Schale. Das in der Mitte sind die armen Rostbratwürste.

Für 4 – 5 Minuten in die Mikrowelle, heiß auf einen Teller, äh, stülpen. Dann den zusammengepressten Block aus Würstchen, Sauerkraut und Kartoffelpüree separieren und das Sauerkraut nach Belieben mit Kümmel (Pluspunkt: der Kümmel liegt in gemahlener Form vor) würzen und mit Senf verzehren.

Aaaaalso. *tief-lufthol* Die Würstchen sind gar nicht so schlecht. Sie sind essbar, schmecken sogar fast gut. Natürlich kein Vergleich zu frisch gebratenen Würstchen, aber diese Abstriche muß man bei Fertiggerichten logischerweise machen. Das Sauerkraut ist von der Konsistenz her eher schlabbrig-weich-sämig, mit Speckstückchen, aber geschmacklich auch ok. Was aber gar nicht geht, das ist das Kartoffel“püree“. Jetzt sehe ich ja ein, daß es schwierig ist, Kartoffelpüree als fertiges Fertiggericht zu verproduzieren, so daß es richtigem Püree gleich kommt. Aber was dort als harter, ausgetrockneter Klumpen Kartoffelmasse rauskommt, das ist nicht mehr gut. Nicht mal mehr ok, das ist einfach nur bäääääh! Da wäre es besser gewesen, auf die Kartoffelbeilage ganz zu verzichten.

Es ist also alles in allem eine Sache, bei der man sagen kann: „Hey, hätte schlimmer sein können“. Das vorsichtshalber „Rostbratwürstchen“ auf der Packung stand, statt Nürnberger (obwohl die Größe + das Gewicht diese Assoziation unweigerlich wachrufen) hat Meica grade noch mal davor bewahrt, mir auf meine fränkischen Zehen getreten zu sein. Allerdings werde ich dies auch als „einmal und sonst eher nicht mehr“ betrachten. Oder einfach darauf schieben, daß Meica eigentlich aus Norddeutschland kommt und von daher von Würstchen, Sauerkraut und Beilagen eh nicht soooo viel Ahnung hat. *g*

Wirsing, Sususi

Sil Spezial Deo & Schweiß Fleckenspray

Wer in einem chemischen Labor arbeitet, der weiß es. Den anderen sei es hiermit gesagt: Laborkittel sind immer weiß. Das hat damit zu tun, daß man sofort sehen soll, daß man sich mit irgend was eingesaut hat und den Kittel noch rechtzeitig ausziehen kann, bevor sich was-auch-immer durch die Kleidung frisst. (Wobei, eigentlich macht das meiste, was sich irgendwo durchfrisst, erst mal farblose Flecken *wunder*). Das ist schon mal die Grundvoraussetzung für ein großes Problem: Schweißflecken. Diese sieht man ja besonders auf weißer Kleidung. Nicht alle Labore sind beklimaanlagt und wir haben sogar noch 1300 °C heiße Schmelzöfen. Wie das im Sommer bei 38 Grad im Schatten aussieht, kann sich wohl jeder vorstellen.

Jetzt gibt es aber etwas Neues von Sil: das Sil Spezial Deo & Schweiß Fleckenspray. Zur Entfernung von vorhandenen Deo/Schweißflecken und zu Vorbeugung und on top auch noch gegen Rotwein-, Tee-, Kirschsaft- und Rostflecken.
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Bei dem zugesendeten Testpaket eines Test bei der tnd-Community machte sich aber schon Stirnrunzeln breit: Eine der Flaschen war wohl nicht richtig zugedreht gewesen und hat sich munter im Paket verteilt. Glücklicherweise waren die Flaschen noch mal in einer Plastiktüte, sonst hätte ich wohl eine Tropfenspur von der Post bis nach Hause hinterlassen. So sah nur mein T-Shirt vom Heimtragen etwas angenässt aus.GEDC0605

Im Test standen diverse Arbeits-T-Shirts, Laborkittel, Unterhemden, 8-Stunden-in-Arbeitschuhen-Socken und Baumwollhandschuhe, die ich immer unter den Einweg-Handschuhen anhabe.

Anwendung ist ganz einfach: einfach Fleck gut durchnässen, nicht eintrocknen lassen, 10-30 min einwirken lassen (bei eingetrockneten Flecken 1-3 Stunden) und dann ganz normal waschen. Normalerweise wasche ich die Weißwäsche immer mit Vanish Oxi und damit geht alles raus. Diesmal habe ich normales Waschmittel genommen (Spee) um die Ergebnisse nicht zu verfälschen.

Als erstes ein T-Shirt, das nicht nur Schweißflecken hat, sondern auch noch einen doofen Deofleck. Das Resultat ist rechts zu sehen: es hat sich nicht besonders viel verändert. Die Schweißflecken sind nicht rausgegangen und der Deofleck ist auch noch da.Kombi Shirt

Auch wenn Socken-Flecken nicht auf der Liste der Anwendungen standen: sauber geworden sind die auch nicht.Kombi Socken

Auch die versprochene Wirkung bei Rostflecken blieb aus. Hier eine Bluse, die mit dem verrosteten Gestell eines Rotationsverdampfers Kontakt hatte. Die Flecken sind zwar verblaßt, aber immer noch da. Kombi Ärmel

Egal, wie man es dreht und wendet: erstens ist das Spray in der Anwendung nicht gerade sparsam; die Flasche (250 ml) ist bei ca. 11 behandelten Wäschestücken schon mehr als halb leer. Zweitens sollte das Spray nur in einem gut gelüfteten Raum angewendet werden. Ich habe ein kleines Bad ohne Fenster und sagen wir es mal so: es ist für Asthmatiker nicht gerade zu empfehlen. Und drittens hat mich die Wirkung überhaupt nicht überzeugt. 3,99 € sollen die 250 ml kosten, das kann man sich getrost sparen. Lieber Vanish kaufen, das wirkt nämlich tatsächlich!

Schade, Sil, damit nehmt Ihr bestimmt nicht mehr „Flecken den Schrecken“

Wirsing, Sususi