Archiv der Kategorie: Allgemein

Nivea In-Dusch Body Milk

Wer wünscht es sich nicht: spürbar weiche und gepflegte Haut und ein wunderbar zartes Hautgefühl. Und das direkt nach dem Duschen? Klar, jeder natürlich *g*. Weiß nämlich Nivea. Und deshalb verspricht die neue Nivea In-Dusch Body Milk auch genau das.
Nivea In-Dusch Body Milk
Sie verspricht reichhaltige Pflege und ein intensiv gepflegte Hautgefühl für trockene Haut, so daß ein zusätzliches Eincremen nach dem Duschen gar nicht mehr nötig ist. Klingt toll? Stimmt, dachte ich auch. Deshalb habe ich mich auf diesen Produkt-Test auch gefreut.
Nivea In-Dusch Inhaltsstoffe
Zunächst mal war ich aber über die Packungsgröße etwas überrascht. 400 ml in einer Riesen-Flasche! (Nachforschungen ergaben aber auch eine 250 ml Größe.) Jedenfalls wurde mir bald darauf klar, warum man so eine große Flasche braucht. Aber der Reihe nach:

Zunächst duscht man wie gewohnt. Da jeder wissen sollte, wie duschen funktioniert, sollte ich hier nicht näher darauf eingehen müssen. Dann dreht man das Wasser ab und….HALT! Noch nicht abtrocknen! Auch noch nicht aus der Dusche steigen. Jetzt cremt man sich (frierend) mit Nivea In-Dusch ein. Und dann duscht man noch einmal. Diesmal aber ohne Duschgel. Dann trocknet man sich ab – und fertig. Anziehen nicht vergessen.

Also zunächst mal finde ich den Geruch nicht schlecht. Angenehm süßlich mit dem typischen Nivea-Unterton. Dann stand ich unter der Dusche. Und überlegte, ob ich jetzt das Wasser laufen lassen soll während ich mich eincreme (hat den Vorteil, daß das Wasser sofort richtig temperiert ist, wenn man die Creme abspülen soll und man nicht so in der Dusche friert) oder nicht (hat den Vorteil, daß man nicht halb im Wasser steht, wenn man versucht sich einzucremen). Muß jeder für sich entscheiden. Jedenfalls war die Creme bei Entnahme sehr flüssig. Und auf der nassen Haut wurde sie logischerweise noch flüssiger. Man hatte also das Gefühl, als versuchte man, sich mit Wasser einzucremen. Aha, deshalb auch die große Packung, um sich nämlich komplett einzucremen, braucht man gehörig viel von dem Zeug! Während ich die Creme wieder abduschte, versuchte ich mir nicht vorzustellen, was die nicht wasserlöslichen Bestandteile der Creme bei Dauerbenutzung in meinem Abfluß anrichten würden. Eine Befürchtung hat sich allerdings nicht bestätigt: Ich dachte, hinterher würde die Badewanne eher einen Ölfilm haben wie zum Beispiel nach einem Ölbad. Das war glücklicherweise nicht der Fall.

Dann ging es ans Abtrocknen. Hier hinterließ die Creme, wie versprochen, tatsächlich keine Rückstände (oder zumindest keine offensichtlichen) im Handtuch zurück.

Was jetzt aber das Hinterher angeht: Also, spürbar weiche und gepflegte Haut hatte ich hinterher definitiv nicht! Es hat sich beim Drüberstreichen eher angefühlt wie eine Anti-Rutsch-Matte! So, als hätte man sich nicht richtig abgetrocknet. Wenn das der Wasserspeicherungs-Effekt der Creme ist: dieser mag ja für die Haut ganz gut sein, aber wenn ich erst warten muß, bis der Effekt wieder weg ist, dann kann ich auch normale Body-Lotion nehmen und warten, bis diese eingezogen ist! Zugegebener Weise war die Haut dann nämlich tatsächlich gepflegt.

Mein Fazit: Hört sich toll an. Spart aber keine Zeit (2 x Duschen + Abwarten, bis der Anti-Rutsch-Effekt weg ist) und man braucht sehr viel Produkt. Nein, gefällt mir nicht besonders gut und werde ich auch nicht kaufen. Schon gar nicht zu einem Preis von 4 € für 400 ml.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 93

Heute begeben wir uns hinter die Landesgrenzen des wohl am häufigsten mit Spitzenköchen assoziierten Landes: Frankreich. Kaum hört man Frankreich, denkt man schon an Bocuse, Point und Ducasse… und legt eingeschüchtert den Löffel zur Seite. Französische Küche, das ist doch unheimlich kompliziert. Denkt man. Dabei liegt man damit absolut falsch. „Französiche Küche“, so übrigens auch der Titel des 2003 im Bella Vista Verlag erschienenen Werkes, ist nicht komplizierter als Deutsche Küche. Oder Spanische. Oder Italienische. Oder sonst irgendeine andere. Nur, wie auch in der Deutschen, Spanischen und Italienischen Küche auch, es gibt eben Gerichte, die sind viel komplizierter als andere. Aber daß in Frankreich gaaaaanz viele nicht komplizierte Gerichte warten, davon kann man sich hiermit überzeugen.
Französische Küche
Auf 61 Seiten erhält man einen bebilderten Einblick in all die kleinen Köstlichkeiten, die einen in ein kleines französisches Bistro an der Seine entführen: Omelette froide á la ciboulette (auf deutsch klingt das sehr viel schnöder: Omelett mit Schnittlauch), Tarte au fromage, Poulet à la normande… Und da sich ein französisches Essen sehr lange ziehen kann sind von der Vorspeise über die Hauptspeise bis zum Nachtisch alle Gänge vertreten, um einen Abend lang Urlaub zu machen. Und das gilt auch für die Köchin/den Koch, denn die Rezepte hier erfordern kein stundenlanges in-der-Küche-stehen-statt-sich-mit-den-Gästen-zu-amüsieren.

Alle Rezepte sind machbar, die Zutaten allgemein erhältlich und die Zubereitung so beschrieben, daß nahezu nichts mehr schiefgehen kann. Außerdem enthält es eines der einfachsten und ursprünglichsten Rezepte für Mousse au choccolat, das ich kenne. Reinschauen lohnt sich also auf alle Fälle.

Wirsing, sususi

 

Exquisa Quark Genuss Vanillekipferl

Heute habe ich einen freien Tag, und wie kann man so etwas besser nutzen als mit Einkaufen? Ich nahm mir also zu einer Zeit, wo die Märkte tatsächlich erstaunlich leer sind gaaaanz viel Zeit und las mich durch die Regale. Schnappte mir hier und da das ein oder andere Produkt wobei auch einige in meinem Wagen landeten. Und dann sah ich es. Es stand in der Kühltheke, etwas über Augenhöhe, etwas über dem Preisschild „1,29 €“. Es stand ein bißchen versteckt hinter Quark mit Aprikosen. Ich wußte sofort, das muß ich haben! Ich schickte also meinen Arm Richtung Regal. „Haaaalt“, schrie mein Gehirn. „Nicht schon wieder. Erinnerst Du Dich nicht mehr an das letzte Mal, als Du so etwas haben wolltest?“ Mein Arm hielt auf halber Strecke zwischen dem Wagen und dem Produkt mitten in der Luft an. Ich stutzte. Verflixt! Ich gebe es nur ungern zu, aber mein Gehirn hatte recht! Das Tiramisu-Joghurt aus der Andechser Molkerei war ein ziemlicher Reinfall. Wer stellt aber auch Tiramisu-Joghurt mit Rosinen drin her? Rosinen! Im Tiramisu! Brrrrr! Mein Arm bewegte sich ein paar Millimeter zurück. Aber das ist doch Exquisa, nicht Andechser. Exquisa Quark Genuss. Der war doch bisher immer lecker. Mein Gehirn seufzte. „Du willst es unbedingt wissen? Na schön, aber sag hinterher nicht, ich hätte Dich nicht gewarnt“. Es gab meinen Arm frei, dessen Hand sich sofort um die ersehnte Packung schloss:
Quark Genuss Packung
Exquisa Quark Genuss Vanillekipferl. 500 gr. Eine der neuen Wintersorten.

Quark Genuss Inhalt

Nachdem der Blick auf die Zutaten diesmal nichts Absonderliches wie Rosinen oder ähnliches zu Tage gebracht hatte, zuckte mein Gehirn mit den Schultern und sagte nur „Bitte“.

Stolz trug ich meine Beute nach Hause. Dann kam der große Moment. Ich nahm den Plastik-Verschluß-Deckel ab und zog die Alufolie ab.

Quark Genuss offen

Es kam leicht cremefarbene Quark-Creme hervor, die beim Durchrühren Stückchen nach oben förderte, die vermutlich die Vanille-Kipferl-Stückchen waren. Gleich mal eines herausgefischt und probiert. Hmmm, eindeutig lecker, eindeutig weiche Keks/Kuchen Stückchen in Quark. Süß, nicht zu süß, leicht vanillig, vielleicht ein wenig kleine/zu wenig Kipferl-Sückchen, aber eindeutig sehr lecker. Mjamjamjam.

Was soll ich sagen? Erwartungen voll erfüllt und das wird garantiert wieder gekauft. Da ist sogar mein Gehirn sprachlos. Wer von Almighurt das Käsekuchen-Joghurt kennt und mag, der kann auch hiermit nichts falsch machen.

Wirsing, Sususi

 

Meine Kochbücher…Nr. 92

Heute ist zwar Sonntag und nicht Freitag, aber war sagt denn, daß es Fisch bloß an einem Tag der Woche geben soll? (Ja, ja, ich weiß, sooo war das nicht gemeint…). Auch wenn die Jahreszeit eher nach Wild und Eintöfpen und Deftigem schreit… das kann man doch nicht dauern essen! Also werfen wir einen kleinen Blick in dieses Werk:
„Fisch – Köstlich und leicht“ aus dem Bella Vista Verlag von 2003.
Fisch - Köstlich und leicht
Vom Bella Vista Verlag gibt es eine ganze Reihe dieser netten, dünnen Büchlein (dieses ist nur 61 Seiten stark), die sich alle mit jeweils einem Thema beschäftigen – und hier ist das eben Fisch. In allen Variationen, als Vorspeise oder Suppe oder Gekocht, ect.

Von dem Einband-Bild sollte man sich nicht abhalten lassen – der Seeaal im Bild kommt tatsächlich nur in einem Rezept vor, alle anderen verwenden besser zu erlangende Fische wie Kabeljau, Forelle oder Lachs. Daß man damit aber auch raffinierte Gerichte zaubern kann, beweist zum Beispiel die Seezunge in Safransauce oder die Hechtfrikadellen mit Tomaten. Jedes Rezept enthält, übrigens typisch für Bella Vista, eine Kategorisierung, anhand derer man sehen kann, welches Rezept sich für Gäste eignet, oder etwas teuerer ist oder leicht gelingt. Was das leichte Gelingen angeht – da sollte es auch bei den Rezepten, die dieses Label nicht tragen, zu keinerlei Problemen kommen. Die Zubereitungsbeschreibungen sind nämlich schön ausführlich.

Wer sich bisher noch nicht an Fisch rangetraut hat, der sollte sich dieses Buch hier schnappen: nicht zu dick, nicht durch unnötige Kompliziertheit abschreckend und mit einem Bild, damit man sich vorstellen kann, was aus der Pfanne rauskommen sollte. Einzig für das Register hätte ich mir zusätzlich noch eine alphabetische Sortierung nach Fischart gewünscht.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 91

Blasen und Läppern, Schlürfen und Schmatzen…. wovon ist hier wohl die Rede? Natürlich von der ersten Speise bei einem Mahle, namentlich von der Suppe. Auch wenn das Buch hier aus dem Mary Hahn Kochbuchverlag von 1979 den Titel „Sonntagssuppen“ trägt, soll das nicht heißen, daß sie nicht an anderen Tagen auch serviert werden können.
Sontagssuppen
Auf 128 Seiten sind zwar ganz viele Rezepte, die wirklich etwas Besonderes sind und es von daher verdient haben, das Sonntagsmenü einzuläuten, wie beispielsweise die „Gebundene Trüffelsuppe mit Teigdeckeln“ oder „Rehlebersuppe mit Preiselbeeren“, aber natürlich auch Suppen, die für den täglichen Hausgebrauch geeignet sind wie die „Tessiner Gulaschsuppe“ oder die „Knoblauchsuppe“. Auch für die Einlagen ist gesorgt: Gänseleberschnitten, Käseklößchen oder Eierstich – nicht nur Croutons kann man nehmen, um eine klare Suppe aufzuhübschen.

Die Suppenzusammenstellungen hier drin sind vielfältig und außergewöhnlich – zumindest aus heutiger Sicht. Nichtsdestotrotz gerade deswegen ein spannendes Werk für Leute, die gerne ein wenig herumprobieren und nicht immer nur auf Tomatensuppe aus der Tüte zurückgreifen wollen.  Die Rezepte sind alle so aufgebaut, daß man mit ein wenig Grunderfahrung (z. B. wie macht man eine Mehlschwitze) keinerlei Probleme bei der Herstellung haben sollte – bei den Zutaten kann das Beschaffen bei einigen Rezepten eine Herausforderung sein, sollte aber bis auf ein oder zwei Ausnahmen (echte Schildkrötensuppe z.B.) auch machbar sein.

Auch ohne Bilder ein Buch, dessen Anschaffung man sicher nicht bereuen würde.

Wirsing, Sususi

 

Messe des regionalen Geschmacks Pforzheim

Heute fand im CongressCentrum Pforzheim die „Messe des regionalen Geschmacks“ statt. Nicht zu verwechseln natürlich mit dem Markt des guten Geschmacks (SlowFood Messe). Unsere wurde veranstaltet vom Verein Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e.V. Leider fand sich die Veranstaltung gar nicht auf der Homepage des Veranstaltungsortes und auch sonst war vorher kaum Werbung dazu zu finden. Diesmal war aber zumindest der Eintrittspreis schon vorher gut kommuniziert: der Eintritt war diesmal frei! Nun sagte zwar schon Albert Einstein: „Was nichts kostet, ist nichts wert“, aber bekanntlich hat auch er sich des Öfteren schon geirrt. Deshalb und weil es zu Fuß von mir aus nicht gerade weit war, wollte ich das schon mal selber überprüfen.
Als Veranstaltungsort das CongressCentrum zu nutzen, war eine wirklich gute Idee. Erstens ist dort Platz genug für alle Besucher
Messestände
und zweitens läßt sich die „Genußtafel“ (dazu kommen wir noch) bequem im großen Saal unterbringen.
Saal mit Tafel
Damit sind wir aber schon bei einem kleinen Kritikpunkt: das Licht im großen Saal wurde auch später nicht heller gedreht. Hat natürlich zur Folge, daß man dem Geschehen auf der (ebenfalls nicht besonders gut ausgeleuchteten) Bühne besser folgen kann, aber andererseits nicht mehr wirklich gut sieht, was man auf dem Teller hat. Zumal die Dunkelheit um 12:00 Uhr mittags auch extrem schläfrig macht.

Rahmenprogramm war auch umfangreich vorhanden, so spielten zur Eröffnung zum Beispiel die Jagdbläser, die später auf der Bühne ebenfalls noch einmal einen Auftritt hatten,
Jagdbläser

Frau Wäber war zu Besuch (ok, ich finde diese „Dame“ nicht lustig, eine Reihe neben mir sind ein paar Leute vor Lachen bald vom Stuhl gefallen, jedem das Seine!)
Frau Wäber

Natürlich war das allerdings nicht der Hauptgrund der Anwesenheit: es gab auch noch viel zu probieren. Zum einen natürlich an den ca. 25 Ständen: Wildschweinwurst, Schokoladenlikör oder Senf (Senf gab es an ca. 5 Ständen. Alle hatten den gleichen Senf, die gleichen Gläser, den gleichen Geschmack und die gleichen Preise.)
Senf

Zum anderen gab es wieder die „Genußtafel“, d.h. Tische, an denen man die verschiedenen Speisen verzehren konnte, die von den Naturpark-Wirten zubereitet wurden:
Speisekarte

So gab es zum Beispiel einen Schwarzwälder Vorpeisenteller (hier rechts) oder geschmälzte hausgemachte Maultaschen (hier links)
Beispielteller

Ich entschied mich aber lieber für Wild: hier die Bolognese vom Reh auf Nudelbett mit Preiselbeeren
Bolognese vom Reh
Ordentliche Portion, über die Preise kann man diesmal echt nicht meckern (auch an den Ständen ok) und geschmacklich nicht schlecht. Ich sage jetzt „nicht schlecht“, weil die Nudeln für mich einen Tick zu schlabberig waren. Und die Bolognese es fast geschafft hat, den Rehgeschmack nicht in den Hintergrund treten zu lassen. Aber eben nur fast.

Für mich persönlich hat es sich schon deshalb gelohnt, weil ich ein paar gute Wanderkarten abstauben konnte, die ich noch nicht hatte. Vielleicht sogar eine mit einer gelben Raute, die tatsächlich zum Ziel führt? (Insider-Witz)
Alles in allem? Lohnt sich schon. Ich würde dazu nicht extra anfahren, aber wenn man grade mal schon da ist, bekommt man leckeres Essen mit Unterhaltung für gute Preise von Wirten, die man sonst vielleicht nicht so oft in ihren Gasthäusern besucht. Plus für Pforzheim.
Oh und ich habe nicht widerstehen können und mir die Pfiffikus-Streuwürze endlich gekauft. Ja, ich weiß, ich hätte noch drei Wochen bis zur eat&style Messe warten können. Aber das ist dann schon mal eine Sache weniger, die ich dort mit rumschleppen muß.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 90

Nur noch 10 Stück, dann sind die 100 voll! *freu* Und was fällt mir da heute in die Finger? Was Kleines, Schnuckeliges. Grade mal so groß wie meine Handfläche. Soooo klein und schon ein Kochbuch! Das ist Band 13 der Mini-Kochbücher aus dem Maggi Kochstudio von 2001.
Die besten Partyideen

Jedes dieser Mini-Kochbücher beschäftigt sich mit einem anderen Thema, hier werden auf 256 Seiten die besten Partyrezepte behandelt. Durch das kleine Format erstrecken sich die Rezepte schon über zwei bis drei Seiten, je nachdem, ob noch ein Bild dabei ist, oder nicht.
Alle Rezepte hier sind typisch Maggi: relativ wenige, einfache Zutaten und die typischen Maggi-Produkte: so wird für den Curry-Minz-Dip die Maggi Meisterklasse Zubereitung für Curry-Sauce als Basis genommen oder ein Beutel Maggi Meisterklasse Crème Fraiche-Suppe zu Zwiebel-Quiche umgearbeitet. Wen das nicht stört, der hat ganz gute Rezepte, nicht unbedingt höhenflugtauglich aber auch nicht unschmackhaft.
Die Mengenangaben sind je nach Rezept sehr unterschiedlich – so bekommt man aus dem Rezept für Käsekrapfen 60 Stück heraus während die Wraps oder das Zwiebel-Brokkoli-Schnitzel nur für je 4 Portionen ausgelegt sind. Davon mal abgesehen würde ich Lachs-Spinat-Gratin nicht gerade als Partyrezept bezeichnen. Also nicht alles soooo optimal hier.

Braucht man nicht wirklich, kann aber nicht schaden.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 89

Ok. Heute ist es so warm, daß man nicht glauben mag, daß es schon Ende Oktober ist. Und was heißt das? Ganz einfach, es sind nur noch wenige Wochen, dann ist schon wieder Weihnachten! Die paar übrigen Wochen kann man jetzt ganz bequem zum Üben für die Weihnachtsbäckerei nutzen….

Dazu empfiehlt sich zum Beispiel das Buch „Leckere Weihnachtsbäckerei“ aus dem Lingen Verlag von 1979.
Leckere Weihnachtsbäckerei

Hier drin sind 286 Seiten vollgestopft mit mehr Rezepten, als man in seinem Leben je ausprobieren kann – zumal es als Single eh keinen Sinn macht, mehr als 1 oder 2 Sorten Plätzchen zu backen – sonst ist man Ostern noch am knuspern. Aus diesem Grund muß ich gestehen, daß ich noch nicht soooo viele der Rezepte ausprobieren konnte. Pinoli-Kipferl zum Beispiel oder Nußkringel oder den Köllner Mohnstollen. Dies sind nur wenige der in 8 Kapiteln untergebrachten Backstuben-Geheimnisse, mit denen man die Vorfreude schüren kann. Wie ausführlich die Sammlung ist, kann man schon daran erkennen, daß es ein eigenes Kapitel über Bratäpfel gibt.

Bei den nicht-Plätzchen-Rezepte des Buches bin ich sowohl mit der Beschreibung als auch mit den Zutaten gut zurecht gekommen, bei den Plätzchen-Rezepten hatte ich interessanterweise öfters Probleme mit der Mehlmenge – es ist keine Mehlsorte angegeben, kann sein, daß sich dadurch manchmal Variationen in der Menge ergeben. Übrigens sollte man daran denken, daß die Hühner 1979 noch ordentliche Eier gelegt haben – mit anderen Worten, ein Ei von damals kann durchaus mal 2 – 3 heutige Eier erfordern, also lieber schöne große Eier kaufen (L), damit kommt man hier besser aus.

Die Anleitungen sind zwar knapp gehalten, aber nicht zu knapp und sind schrittweise aufgebaut, so daß man sich auch als Anfänger im Plätzchenbacken an viele Rezepte schon mal rantrauen kann. Man sollte sich nur wirklich an die angegebenen Ausroll-Dicken halten, sonst kriegt man stellenweise Schwierigkeiten.

Wirsing, Sususi

Schulung

So, ich bin eine ganze Woche in einem Hotel, wo man außer riesigem Frühstücks-Buffet kurz nach neun eine Kaffe/Obst-Pause bekommt, dicht gefolgt von einem 3-Gänge Mittagessen welches abgelöst wird von einer Kaffe/Kuchen-Pause bevor es ein riesiges Buffet zum Abendessen gibt. Wie das Hotel heißt? Schulungshotel der BG. Genau, ich bin auf einer einwöchigen Schulung und da ich zwischen dem vielen Futtern auch noch etwas lernen soll, wird es diese Woche nix mehr mit weiteren Blog-Einträgen. Falls ich es wieder schaffe, am Freitag zurückzukugeln, geht es wieder weiter.

Bis dahin:

Guten Appetit und Wirsing,

Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 88

Erinnert Ihr Euch noch an die Cosby Show? Dort gab es eine Folge, in der es draußen schon richtig kalt war, aber Cliff trotzdem ein BBQ veranstalten wollte? Mit dicken Ohrenschützern braucht heute noch niemand im Garten stehen, aber es dauert sicher nicht mehr lang. Deshalb muß man die letzten schönen trockenen Herbsttage unbedingt ausnutzen und das Eisen schmieden so lange es noch heiß ist, bzw. den Grill feuern so lange man noch kann. Und da nicht nur die Amerikaner gerne grillen, hat Lingen 1984 ein sehr umfassendes Werk zu diesem Thema herausgegeben: „Grillen von A-Z“.
Grillen von A-Z
So kurz und prägnant der Buchtitel gehalten ist, so ausführlich sind die auf 284 Seiten verteilten Kapitel betitelt: man findet z. B. das Kapitel „Fleisch und Wurst aus dem Grill und vom Spieß zum Verwöhnen“. Oder „Die leckere Überraschung – im Ofen und unterm Grill Überbackenes“. Man sieht, jemand hat sich hier richtig Mühe gegeben. Leider sind wieder nur vereinzelte Farbtafeln im Buch verteilt, aber dafür bekommt man wirklich alles an Grillrezepten, was man sich damals so vorstellen konnte – von einfach wie Forelle auf dem Rost, Pfirsich gegrillt oder Schaschlik deutscher Art bis zu raffinierten Luleh Kebab, Hecht Saint-Germain oder Himbeer-Eis überbacken.

Wie man dem vielleicht entnehmen kann, sind nicht nur „reine“ Grillrezepte hier drin vertreten sondern auch im Ofen zuzubereitende Speisen, Salate als Beilage, Getränke als flüssiger Begleiter und, diese dürfen natürlich in keinem Grillbuch fehlen, Marinaden und Soßen. Also buchstäblich wirklich alles rund ums Grillen – von A-Z eben.

Die Anleitungen sind ausreichend ausführlich und damit sollten auch Anfänger gut zurecht kommen zumal nahezu alles mit Zeitangaben versehen ist. Ebenfalls sind die Zutaten im allgemeinen gut aufzutreiben, bis auf wenige (sehr wenige) Spezialfälle: z. B. Yamswurzeln aus der Dose, die hier interessanterweise mit Süßkartoffeln gleichgesetzt werden.

Auszusetzen ist sonst nichts an den Rezepten, außer, daß ich die frischen Champignons nicht unbedingt waschen würde. *g* Dafür finde ich es toll, daß hier endlich mal ein Werk ist, daß die Prise Zucker für die Salatsoßen sogar in der Zutatenliste erwähnt. Ein weiteres Plus ist, daß bei unklaren Zutaten-Angaben wie „ein großer Apfel“ in Klammern die Gewichtsangabe (in diesem Fall 200 gr.) dabeisteht – hier bleiben wirklich keine Unklarheiten mehr übrig. Also, ran an die Buletten bzw. rauf auf den Grill damit!

Wirsing, Sususi