Archiv der Kategorie: Allgemein

Meine Kochbücher…Nr. 131

Manntje, Manntje, Timper Te… glaubt mir, es funktioniert nicht. Liegt wohl auch daran, daß ich keine Frau mit Namen Ilsebill habe. Mir bleibt also nur die Begegnung mit dem Butt auf meinem Teller. Dort macht er sich allerdings als gekochter Heilbutt mit Zitronensahne auch nicht schlecht. Sollte noch jemand bisher kein Glück mit magischen Unterwasserwesen gehabt haben, hier sind Rezepte für die nichtmagische Variante:
Die besten Fischrezepte
Herausgegeben von Dr. Oetker im Moewig Verlag 1985 als Bestandteil einer ganzen Reihe (Meine Kochbücher…Nr. 130) werden hier auf 189 Seiten „Die besten Fischrezepte“ behandelt. Ein paar Farbtafeln gibt es, aber der Großteil ist, wie üblich, ohne Bild.

Jetzt gibt es ja in wässrigen Tiefen nicht nur Butt sondern auch Aal, Forelle, Garnelen und, und, und. Zwar gibt es hier nicht für alle Rezepte, aber die Auswahl ist schon ganz schön groß.

Und ganz schön lecker. Ich denke da nur an die Speckäschen mit Gemüse, Räucheraal auf Eiersalat oder Limanden in Bratfolie. Wobei man sagen muß, man braucht für einige Sachen schon ein etwas besser ausgestattetes Fischgeschäft als unsere Nordsee-Filiale, da einige Fischsorten heutzutage einfach nicht so einfach mehr zu bekommen sind. Oder nur mit Vorbestellung. Wahrscheinlich sieht es in Küstennähe allerdings besser aus.

Hat man den Fisch, ist der Rest nicht mehr kompliziert, viele Rezepte lassen sich dann auch ohne weiteren Einkauf verwirklichen, da das Meiste davon eh schon im Vorrat steckt. Wenn man ein paar Grundlagen beherrscht, z. B. Zwiebel schälen vor dem Würfeln (es ist erstaunlich, aber oft scheitert es wirklich an solchen Kleinigkeiten…), dann kann sich auch ein Anfänger an die Rezepte wagen. Garzeiten sind, wenn nötig, angegeben und bei Ofengerichten auch die Temperatur in Gas und Strom.

Wenn nicht anders angegeben, dann sind die Rezepte für 4 Personen berechnet – und das geht sich auch so aus. Das die Rezepte außerdem nicht zu kompliziert sind (weder in der Zubereitung noch im Geschmack), ist das Werk auch noch familientauglich und nur wenige Zubereitungen erfordern mehr Zeit als eine halbe Stunde.

Sollte man nicht den ganzen Schuber mit alle Werken dieser Reihe bekommen, lohnt sich die Suche hiernach fast am ehesten.

Wirsing, Sususi

Hotel Lafonte in Karlovy Vary

Diesmal verschlug es mich im Urlaub nach Karlsbad. Also, dem anderen. Dem in Tschechien. Karlovy Vary sozusagen. Jetzt gibt es in Karlsbad eine Unmenge an Hotels, aber ich entschied mich gegen die 160-Zimmer-Riesen und freundete mich relativ schnell mit einem kleinen Hotel an, welches mit 26 Zimmern etwas außerhalb der Innenstadt im Stadtteil Rybáře (Fischern) liegt: das Hotel Lafonte.
Hotel Lafonte
Das Gebäude selber ist ein moderner großer Bau, das Hotel bewohnt aber nur den turmartigen Teil, neben an befinden sich eine Wechselstube, Versicherungen und sonstiges Finazwesen. (Geldautomaten befinden sich übrigens ungefähr hundert Meter weiter an der Hauptstraße). Da das Hotel in einem reinen Wohnviertel steht, ist es dort ziemlich ruhig. Ein wenig hört man ab und zu einen Zug oder Geräusche von der Hauptstraße, aber sehr, sehr leise und nur bei ganz offenem Fenster.

Bett Hotel LafonteAuf jedem Stockwerk
befinden sich nur rund 4 Zimmer. Diese werden über einen kleinen Vorraum betreten, in dem ein Kleiderschrank mit großer Spiegelfläche befindet. Von dort aus betritt man das Bad bzw. das Wohn/Schlafzimmer.

Einzelzimmer gibt es nicht, es sind immer Doppelzimmer zur Alleinbenutzung.

Der elektrische Zimmerschlüssel (Karte) dient wie immer auch für die Stromversorung.

Schlafzimmer Hotel Lafonte
Betritt man das Bad, fallen einem mehrere Dinge auf: erstens ist die Dusche mit dem ausreichend großem Handtuchhalter hinter der Tür wirklich geschickt: endlich mal tropft man nicht durchs ganze Zimmer nach dem Duschen. Und zweitens verstehe ich immer weniger, warum sich jemand über zu kleine Waschbecken in dem Hotel beschwert?!? (Vielleicht meinte er „niedrig“…, aber wenn man nicht 195 cm groß ist, sehe ich da auch kein Problem…). Sonst ist alles da: Fön (hinter der Tür), Steckdosen (an Euro-Stecker denken!), Licht, Lüftung, Radio (ja, sogar das…)
Dusche Hotel LafonteBad Hotel Lafonte

Da ich einen Kuraufenthalt gebucht hatte mit Halbpension und 12 Kuranwendungen, wurde ich am nächsten Tag gleich der Ärztin vorgestellt (diese spricht übrigens, wie der Rest der Personals mehr als ausreichend Deutsch). Diese diagnostizierte einen verspannten Trapezmuskel (das wußte ich) und Blockaden im unteren Wirbelsäulenbereich (das wußte ich noch nicht) und verschrieb mir darauf hin Gasumschläge, Kohlesäurebäder, Lymphdrainage, Teilmassagen, Elektrotherapie und Moorpackungen. Das Kurangebot des Hotels ist noch weit größer; es gibt auch eine Kosmetikerin (dort bitte gleich bezahlen, also Geld mitnehmen), die auch Maniküre und Pediküre anbietet.

Der Balneo-Bereich ist nicht besonders groß, aber ausreichend, hier zum Beispiel das Zimmer, in dem Moorbäder und Kohlesäurebäder ect. stattfinden. Im gesamten Bereich sind natürlich Straßenschuhe untersagt, deshalb bekommt man schicke one-size-fits-all Badeschlappen zum Bademantel aufs Zimmer. Im kompletten Hotel ist es sehr warm, d. h. man friert bei den Anwendungen auch leicht bekleidet nicht. Im Hintergrund läuft leise Entspannungsmusik (hm, gut, 1 CD. Die ganze Woche. Vielleicht wechseln sie monatlich? *g*)
Moorbad Hotel Lafonte
Wenn man zu seinem Termin kommt und noch etwas warten muß, steht ein Aufenthaltsraum mit diversen Sitzgelegenheiten und Wasser zur Verfügung, aber länger als ein paar Minuten mußte ich dort nie warten, sogar wenn ich etwas zu früh dran war. Das Personal spricht auch hier gut deutsch, alle sind sehr freundlich und führen die Anwendungen kompetent durch. Das Gerät zur Lymphdrainage war etwas älter, aber voll funktionstüchtig. Der Bereich war nicht geleckt, aber sauber und Spuren vom Vorgänger waren nie zu finden.

Einen Pool gibt es natürlich auch noch: Dieser kann mit drei Schwimmzügen problemlos durchschwommen werden, verfügt aber über eine ausreichende Gegenstromanlage. Weiterhin gibt es zwei Massagedüsenplätze und Handtücher braucht man noch nicht mal vom Zimmer mitnehmen, die stehen hier extra zur Verfügung. Die Benutzung ist außerhalb der Therapiestunden bis 22 Uhr möglich, außer Di und Do, da ist Nachmittags Babyschwimmen. Wer die Sauna oder den Whirlpool nutzen möchte, das kostet extra, man hat dafür aber seine Privatsphäre und bekommt noch einen Cocktail dazu.
Schwimmbad Hotel Lafonte
Wen es interessiert, das Wasser war schön warm…

Der Speisesaal bestand aus zwei annähernd gleich großen Räumen. Frühstück findet dort von 7 Uhr bis 9:30 Uhr statt, Abendessen ab 18 Uhr bis 20 Uhr. Jeden Tag hatte man seinen zugewiesenen Platz, der leicht anhand der Zimmernummer zu finden war. Auch hier war das gesamte Personal wieder sehr freundlich und der deutschen Sprache mächtig. Jeden Abend gab es ein dreigängiges Menü, bei dem man sich am Abend zuvor zwischen drei Hauptgängen entscheiden konnte. Getränke wurden separat abgerechnet.
Speisesaal Hotel Lafonte
Das Frühstück gab es in Buffet-Form. 4-6 Sorten Wurst, 6-8 Sorten Käse, Eier (gerührt oder gespiegelt und hart), Müsli/Cerealien, Marmeladen, Butter, Schokocreme, Obst, Kuchen, diverse Sorten Brot und Semmeln (bitte nicht den Fehler machen und diese mit den deutschen Semmeln vergleichen…. sie sind nicht knusprig). Klein, aber absolut ausreichend.
Frühstück Hotel Lafonte
Ich habe den Aufenthalt hier sehr genossen. Alle waren sehr freundlich und hilfsbereit, alle Sonderwünsche der Gäste wurden erfüllt (ein paar mal mochte jemand die Vorspeise nicht oder wollte lieber eine kleine Portion oder noch ein zusätzliches Kissen oder den Anwendungstermin ändern…). Die Sauberkeit war gut, mal abgesehen von ein paar Kleinigkeiten, aber ich krieche halt auch so selten im Bad um die Duschumrandung und suche nach Kalkablagerungen… Alles, womit ich in Kontakt kommen konnte, war augenscheinlich sauber, und das reicht mir.

Das Abendessen war sowohl von der Portionsgröße als auch vom Geschmack einfach nur der Hammer! Typisch landestypische Küche. Also nicht beschweren über viel Fleisch und wenig Salat! Alles sehr heiß, schnell serviert, hübsch angerichtet und geschmacklich top. Bitte nicht über die Verwendung von Sahne und Speck beschweren, lieber mal vorher erkundigen, was in der böhmischen Küche so alles drinsteckt…
Hier ein kleiner Vorgeschmack:
Hähnchen mit Speckbohnen Hotel LafonteForelle Hotel LafonteEisbecher Hotel LafontePilze im Blätterteig Hotel LafontePanna Cotta Hotel LafonteGulasch mit Semmelknödel Hotel Lafontegefüllter Palatschinken Hotel LafonteBlätterteigschnecken Hotel LafonteRindfleisch mit Kartoffeln Hotel Lafonte

Ja, wichtig wäre jetzt noch, wie kommt man in die Stadt? Ganz einfach, entweder den Bus nehmen (Hauptstraße ca. 300 Meter) oder laufen. Der Bus fährt alle 20 Minuten, zu Fuß ist man in 10-15 min. am Becherplatz. Busfahrkarten gibt es im Hotel, Stadtpläne auch (15 Kronen). Im Hotel werden Kronen und Euros akzeptiert (wie fast überall anders auch), ebenso diverse Kreditkarten. Eine Wechselstube ist neben an, Geldautomaten, wie gesagt, ein paar hundert Meter weiter. Ein Parkhaus gibt es am Hotel auch (kostenpflichtig) und vom Hbf ist es ungefähr eine viertel Stunde zu Fuß.

Hier lohnt sich ein Kuraufenthalt und hier lohnt es sich auch, wenn man einfach einen ruhigen Ausgangsort für Ausflüge haben möchte. Kann ich jedenfalls nur empfehlen.

Wirsing, Sususi

Spee Color mit Anti-Farbtransfer-Formel

Sooo, der Urlaub ist noch nicht ganz rum… aber der Rest wird zu Hause abgefeiert. Nach einer Woche Karlsbad ist der Koffer schon wieder ausgeräumt. Und was ist das allerallererste danach? Richtig, waschen. Aber… so viel verschiedene Wäsche… 30 und 40 und 60 Grad. Hell, weiß, schwarz, dunkel. Feines und Wolle und Seide…. Pöh, wie lästig! Glücklicherweise hat sich Spee aber schon was Neues ausgedacht.
Wäschehaufen
Mit dem neuen Spee Color mit Anti-Farbtransferformel fällt etliches an Sortiererei weg. Laut Spee kann man jetzt problemlos dunkelblaue T-Shirts mit roten Socken und gelben Blusen zusammen gewaschen werden ohne daß dabei lila Socken und braune Blusen wieder aus der Waschmaschine kommen.
Spee Color mit Anti-Farbtransferformel
Den Geruchstest besteht das Flüssigwaschmittel, es riecht typisch seifig-waschmittelig-sauber, ohne in der Nase zu stechen oder unangenehme Assoziationen hervorzurufen. Der Geruch wird später nach dem Waschen bei der Verwendung von Weichspüler allerdings überdeckt und ohne Weichspüler bleibt der „Frische“-Duft nicht lange in der Wäsche erhalten.
In der Dosierung benötigt man nicht mehr oder weniger als bei herkömmlichen Flüssigwaschmitteln.

Was die Waschleistung angeht, kann ich sagen, daß alles sauber geworden ist, auch bei 30 Grad. Die Farben blieben bisher gut erhalten und es hat sich nichts verfärbt.

Jetzt kommt aber das Aaaaaber: Spee gibt keine Garantie für sehr bunte oder neue Textilien und empfiehlt, diese erst mind. 5 Mal separat zu waschen. Ebenfalls wird empfohlen, weiße Wäsche separat zu waschen. Hmmmmm. Also, ehrlich? Eigentlich sind das doch die einzigen Wäschestücke, die möglicherweise färben oder sich verfärben könnten. Und dafür nutzt das Spee mit Anti-Farbtransferformel doch nicht? Normalerweise ist es doch das neue T-Shirt, welches in der Wäsche färbt. Oder die sehr bunte, sehr rote Socke in der weißen Wäsche. Oder die Jeans, die halt nicht 5 Mal sondern nur drei mal separat gewaschen wurde. Erfahrungsgemäß hat sich bei mir noch nie Wäsche mit normalem Waschmittel verfärbt, wenn nicht eine der obigen Bedingungen vorlag. Von daher erschließt sich mir das Konzept nicht so ganz.

Ich kann also sage, bisher hat sich beim Waschen mit Spee Color mit Anti-Farbtransferformel nichts verfärbt. Alles ist sauber geworden und riecht auch so. Wer es ausprobieren möchte, die Flasche soll 4, 69 € kosten und 1 Liter reicht für um die 60 Waschladungen. Ich möchte nicht davon abraten, aber eine Empfehlung würde ich auch nicht aussprechen.

Fröhliches Waschen, Wirsing,

Sususi

 

Meine Kochbücher…Nr. 130

Heute kommt ein kleines, aber feines Werk zum Einsatz. Dieses stammt eigentlich aus einer ganzen Reihe von Dr. Oetker (19 Bände im praktischen Schuber) und wir hatten schon welche daraus, nämlich hier: Meine Kochbücher…Nr. 77

Wie schon gesagt, es stammt aus dem Moewig Verlag von 1985.
Feine Küche mit Crème fraîche
Bilder kann man hier keine erwarten, ein paar Farbtafeln sind schon das Höchste aller Gefühle. Das ist zwar schade, aber nicht weiter schlimm. Dafür hat das Buch das praktische kleine A5 Format und die 175 Seiten lösen sich auch nicht so schnell auf.

Crème fraîche gibt es ja heute in allen möglichen und unmöglichen Varianten mit Knoblauch, Kräutern, mit ohne Fett, ect. Da das 1985 aber noch nicht der Fall war, dreht es sich hier nur um die klassische, pure Variante. Warum denn nun keine saure Sahne? Kann man auch nehmen, aber: zum einen ist der Fettgehalt etwas anders: während saure Sahne nur ca. 10 % Fett enthält (Schmand ca. 20 %, Creme double ca. 43 %) enthält Crème fraîche doch schon gute 30 %. Wer es lieber etwas schlanker will, der kann auch zur sauren Sahne greifen. Außerdem hat Crème fraîche die schöne Angewohnheit, im Gegensatz zur sauren Sahne auch bei der Zugabe in heiße Gerichte nicht auszuflocken. Das mal schnell zur Einleitung.

Hier drin trifft man jetzt zwar auf die klassichen Verwendungen, von der Vorspeise bis zum Dessert, aber die Rezepte sind nicht einfach nur ein x-beliebiges normales Rezept, in welches einfach mal noch ein Becher Crème fraîche gekippt wurde. „Käsesalat Beatrice“ und Zwiebel-Cremesauce und eine interessante Mousse au chocolat Variante sind nur einige wenige Beispiele. Bis auf wenige Ausnahmen wird auch ordentlich Crème fraîche in den Rezepten verwendet – meistens ein Becher (150 gr.).

Im Wesentlichen sind die Gerichte hier nicht allzu kompliziert und bis auf ein paar Ausnahmen merkt man ihnen die 80er auch nicht an. Trotzdem sind viele Sachen hier drinnen einfach Geschmackssache; ich mag eben keine Mandarinen in der Sauerkrautsuppe… Ansonsten gilt: Wunderbar essbar, größtenteils lecker und alltagstauglich, aber man sollte mit den Mengenangaben aufpassen, viele Rezepte sind definitiv nicht für 4 Personen berechnet sondern für 2-3. Das kommt dann aber ungefähr hin. Oh, probiert das Schnitzel „Barbarella“, das ist überraschend gut…

Wirsing, Sususi

Nivea 2in1 Express Shampoo

Obwohl es für den Menschen keinerlei überlebenswichtige Funktion darstellt, gibt es kaum etwas, dem Frauen im täglichen Kampf im Badezimmer mehr Aufmerksamkeit widmen: das Haar! Nur, was machen wir, wenn uns die Zeit mal wieder unter den Nägeln brennt? Nivea meint, dafür gibt es eine praktische Lösung: 2in1 express Shampoo & Pflegespülung in einem. Zugegeben, das Konzept ist nicht neu. Wer sich noch an Vidal Sassoon Wash & Go erinnert, wird sich jetzt mit Grausen abwenden wollen, doch…. Halt, gebt diesem Shampoo mal eine Chance!
Nivea 2in1 express Akazienextrakt Nivea 2in1 express Inci

Nivea 2in1 ist mit Akazienextrakt und flüssigem Keratin. Es soll bei allen Haartypen das Haar in kürzester Zeit reinigen, pflegen und kämmbar machen. Wow, das sind ja drei Dinge auf einmal…

Zunächst mal liegt die schlanke Flasche sehr gut in der Hand, auch im nassen Zustand. Nimmt man etwas Shampoo auf die Hand, erinnert es ein wenig an hochglänzende weiße Lackfarbe. Der Geruch ist diesmal völlig Nivea-untypisch! Mit geschlossenen Augen hätte ich nicht erkannt, von welchem Hersteller es kommt. (Es riecht durch den Akazienextrakt ein klein wenig wie das Duschgel von Yves Roches Jardin du Monde Akazie. Wer von oben bis unten zusammenpassend duften will, der kann ja mal dran denken.) Nach dem Waschen ist der Duft allerdings verschwunden.

Man benötigt nicht mehr oder weniger Shampoo, als bei einem herkömmlichen, anderem Shampoo. Und, jetzt kommt´s: was dieses Shampoo verspricht, das hält es für meine Begriffe auch und zwar von vorne bis hinten!

Einmal gewaschen – Haare quietsche-sauber. Die Haare waren sauber und sehr leicht durchzukämmen. Einen ähnlichen Effekt erreiche ich sonst nur mit Spülung + Spray zum leichter Kämmen. Sie sind sehr schnell beim Fönen trocken geworden, was mir zeigt, daß das Shampoo rückstandslos wieder aus den Haaren raus war. Die Haare haben sehr schön geglänzt, sie waren weich und geschmeidig und die Kopfhaut hat sich nicht ausgetrocknet angefühlt. Sogar am nächsten Tag waren sie noch sichtbar gepflegt und kaum aufgeladen.

Ich muß zugeben, ich bin begeistert. Und das sogar bei mehrmaliger Anwendung. Ab jetzt geht dieses Shampoo definitiv mit in den Urlaub und zum Sport. Und für daheim, wenn es mal schnell gehen muß. Und mit auf die Arbeit.

Eine Kollegin mit kurzen Haaren war allerdings nicht so begeistert, sie meinte, ihre Haare würden dadurch sehr weich und glatt und sie bräuchte zu viel Haarspray, um eine gscheite Frisur hinzubekommen.

Mich jedenfalls hat Nivea hiermit komplett überzeugt, wieder zu einem 2in1 Shampoo zu greifen – und für 2,49 € ist das auch ein fairer Deal. Klare Kaufempfehlung meinerseits.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 129

Kennt jemand von Euch noch das Ken Hom Wok Set? Hach, einer der Klassiker des Home-Shopping-Fernsehens… *räusper*… Nun, der Name „Ken Hom“ ist allerdings nicht nur von diesem Produkt bekannt sondern auch von einem dutzend Kochbüchern mit Fusion Cooking oder Chinesischen Rezepten. So wie dieses hier von 2003 aus dem Knaur Verlag:
Ken Hom
Diese 275 Seiten sind sozusagen ein Grundkochbuch in dem viele verschiedenen Gerichte aus allen Regionen Chinas vorgestellt werden. Deshalb sind die Rezepte auch sehr vielfältig. Außerdem bekommt man Tipps zu verschiedenen Zutaten und Koch-bzw. Schnittechniken (Nein. Ich weigere mich. In Schnittechnik gibt es keine drei „t“! Ha!) – wie es sein soll.

Obwohl Suppe in China nicht wie in Deutschland als Vorspeise betrachtet wird, startet das Buch mit den Suppenrezepten. Sollte jemand die sauer-scharf Suppe vom Imbiß um die Ecke vermissen – dann ist dies garantiert nicht die Rezeptsammlung, die man dafür zu Rate ziehen sollte. Zwar sind hier auch einige „bekanntere“ Rezepte vertreten, wie die Tomaten-Eierblumen-Suppe oder Reisnudeln mit Gemüse – allerdings sind die Rezepte weit näher am chinesischen Original als hier in Deutschland zu finden. Hier findet man auch die bekannte Löwenkopf-Kasserolle, pfannengerührte Lammnieren oder Hühnerschenkel in Bohnensauce.

Zwischen den Rezepten gibt es immer wieder kleine Informationen zu den verwendeten Hauptzutaten und zu den einzelnen Rezepten. Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, wirklich alles bis auf die kleinste Zutat vorher bereit zu stellen und vorzubereiten ist das eigentliche Folgen der Rezepte nicht mehr so schwer. Trotzdem erfordern die Gerichte sehr viel Koordination und Übung, so daß sich Anfänger hiermit nicht wohl fühlen dürften. Gerade die im Wok nur kurz gebratenen Sachen bringen einen ganz schön ins Schwitzen…

Hat man den Bogen erst einmal raus, dann kann man richtig schlemmen! Absolut zu empfehlen, auch ohne Wok Set (bzw, kauft Euch ein Gscheites!). Meine absoluten Lieblingsrezepte hier raus sind übrigens das Huhn in Knoblauch-Essig-Sauce und die scharf gewürzten Gurken. Hier lohnt sich ein Kauf wirklich!

Wirsing, Sususi

Frosta Schlemmerfilet Knusper Bordelaise

Keine Tricks. Keine Geheimnisse. Steht bei Frosta Schlemmerfilet Knusper Bordelaise jedenfalls auf der Packung. Ein Geheimnis lüftet diese allerdings nicht: Warum sind auf der Homepage 1 % mehr Butter und 1 % mehr Paniermehl enthalten als auf der Packung? Alte Homepage? Neue Packung? Analphabetische Kunden? Wer weiß. Wenn das nun bei einem Produkt vorkommt – ok, kann passieren. Aber, das gleiche Spielchen ist bei dem Schlemmerfilet Brokkoli-Mandel und bei dem Lachs in Blätterteig auch schon passiert. Zufall?
Frosta Schlemmerfilet Bodelaise
Jedenfalls steht alles Wichtige auf der Packung in mehr oder weniger korrekten Angaben.
Frosta Schlemmerfilet
Befreit man das Schlemmerfilet aus der Packung, findet man eine Block Fisch mit Auflage in einer – Pappschale? Das ist mir neu. Ich kenne bisher bloß Fisch in Aluschale. Interessante Idee – sieht nicht ganz so hübsch aus, ist aber sicher umweltfreundlicher. Und es stellte sich heraus, daß sich der Fisch aus der Pappschale leichter entnehmen lies. An der Garzeit ändert sich dadurch jedenfalls nichts, jedenfalls im Ofen nicht. In der Mikrowelle ist das Gericht allerdings dadurch schneller fertig.
Schlemmerfilet Bordelaise gefroren
Eine angenehm große, gut gebräunte Portion kann man nach ca. 40 Minuten aus dem Ofen holen. Geruch erst mal nichts besonderes, wie Schlemmerfilet halt. Aber man sieht am Rand, daß sich sehr viel, hm, Öliges oder Fettiges abgesetzt hat. Das ist eher nicht so lecker.
Schlemmerfilet Bordelaise gebacken
Die Kruste ist aber wirklich krustig. Schön knusprig. Leider sind mir persönlich die Zwiebelstückchen viel zu groß. Und geschmacklich sticht die Zwiebel auch sehr vor. Eigentlich schmeckt man nur sehr salzig und zwiebelig. Zwar stimmt das Verhältnis Kruste-Fisch diesmal (bei Brokkoli-Mandel war mehr Kruste als Fisch enthalten, so daß man vom Fisch nicht wirklich was geschmeckt hat), man schmeckt auch etwas vom Fisch, aber im Großen und Ganzen ist dies für mich nicht wirklich ausgewogen. Es sind sichtbar Kräuter vorhanden, gerüchteweise Petersilie und Dill, leider schmeckt man davon gar nichts. Ein wenig mehr Zitronensaft hätte es auch sein dürfen.
Schlemmerfilet
Aufgefallen ist allerdings noch, daß die Schlemmerfilets von Fosta saftiger waren als andere, die ich bisher probiert habe. Der Fisch wirkte noch saftig und nicht ausgetrocknet.

Hm, hier weiß ich nicht so wirklich, ob ich das selber kaufen würde. Es war nicht schlecht, aber jetzt auch nicht wirklich der Brüller. Hier scheiden sich wohl die Geister. Selber ausprobieren, schaden kann es nicht, aber beschwert Euch nicht, wenn es Euch nicht super-tuper-toll schmeckt.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 128

Tja, eigentlich war es so gedacht, daß ich tatsächlich erst mal ein Gericht aus diesem Werk vorstelle, bevor ich zum Buch selbst komme. Das Wetter ist da leider anderer Meinung und ließ es regnen. Dabei ist das Rezept gar nicht soooo scheußlich…
Nun ja, dann gibt es „Leckeres vom Grill“ von 2003 aus der Teubner Jahreszeitenküche halt erst mal so:
Leckeres vom Grill
Es ist ein Grill-Buch, wie man dem Titel vielleicht schon entnehmen kann und liefert auf 79 Seiten nicht nur Grill-Rezepte sondern auch die passenden Beilagen und Nachspeisen. Nicht für jedes Rezept wird ein Grill benötigt, viele Vorschläge begleiten nur das üblichen Grillgut. So könnte man zum Beispiel als Vorspeise die marinierten Zucchini servieren, oder die Tomaten mit Knoblauch, während die Rotbarben im Weinblatt vor sich hin grillen. Dreierlei Melonen in Maracujasauce ergibt dann den Abschluß.

So weit alles ganz lecker, aber wie gesagt: bei einem Titel wie „Leckeres vom GRILL“ habe ich mir viel mehr tatsächliche Grillarbeit gewünscht. Etwa die Hälfte des Buches hat mit „grillen“ an sich erst mal nichts zu tun. Wobei die anfänglichen Marinaden und Tipps für´s Grillen ziemlich nützlich sind. Besonders schön finde ich, daß zum Grillen mit Holzkohle eine schöne Anleitung dabei ist. Die tatsächlichen Grillrezepte lassen sich auch ohne Smoker oder Hochleistungs-Weber-Grill gut umsetzen. Alle sind sowohl von der Zutatenauswahl als auch von der Umsetzung her eigentlich wirklich für jedermann gut zu händeln.

Bei einer derart geringen Seitenanzahl für ein so umfangreiches Thema ist die Zusammenstellung allgemein nicht so schlecht. Wie gesagt, etwas mehr Fokus aufs tatsächliche Grillen und es wäre perfekt gewesen. So kann man es sich durchaus besorgen, besonders, wenn man über die üblichen Nürnberger vom Grill mal etwas hinauskommen will, aber so gar keine Ahnung hat, was man sonst so machen könnte. Fazit: ganz ok.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 127

Bald. Bald ist Urlaub. Nicht mehr lange. Was tun bis dahin? Schon mal einstimmen. Die Teubner Jahreszeitenküche hat dazu ein passendes Werk, welches Sommer, Sonne und Urlaub heraufbeschwört und schon mal darauf einstimmt bzw. die Nachwehen etwas ausdehnt: „Urlaubsgerichte für zu Hause“ von 2003.
Urlaubsgerichte für zu Hause
Ziemlich dünn mit nur 79 Seiten sammeln sich hier typische Gerichte aus typischen Urlaubsgegenden: da hätten wir zum Beispiel die herzhaften Crostini mit Olivencreme. Oder Gazpacho. Oder Paella valenciana.
Nicht zu vergessen Pizza, Churros oder Crema catalana.

An den Rezepten und der Rezeptauswahl ist erst mal nicht auszusetzen. Ein wenig schade vielleicht, daß man sich doch auf südländische Speisen beschränkt, da auch andere beliebte Urlaubsregionen leckere Gerichte haben. Aber das ist hier halt so gewollt.

Für mich sind die Bücher aus der Teubner Jahreszeitenküche mitunter sehr hochtrabend, was Zutaten und Zubereitung betrifft. Dies ist hier ausnahmsweise jedoch nicht der Fall. Die Zutaten sind den Gerichten angemessen, d. h. man kreiert nicht durch merkwürdige Abwandlungen eigentlich andere Sachen als der Rezeptname suggeriert. Mit diesen Rezepte liegt man gar nicht so weit vom „Original“ entfernt (so weit man „Original“ überhaupt sagen kann, die verschiedenen Minestrone-Varianten kann man vermutlich gar nicht erst zählen…).
Die Anleitungen sind ausführlich und enthalten, neben dem großen Bild des fertigen Gerichts, zwischendurch mal immer ein paar kleine Bildchen, die bei der Zubereitung der etwas „komplizierteren“ Sachen wie Fischfond oder Gnocchi sehr hilfreich sind.

Alles in allem ist dies der Band, der mir aus der Serie am Besten gefällt, weil man diese Rezepte sehr gut ohne größere Verrenkungen in einen normalen Tagesablauf mit integrieren kann. Und weil das, was dabei rauskommt, tatsächlich gut schmeckt.

Wirsing, Sususi

Russischer Apfelkuchen

Tja, warum der Kuchen so heißt? Wer weiß. Jedenfalls hat das Rezept diesen Namen und ich finde es erstens sehr lecker und zweitens genau passend zum Wetter. Eigentlich ist es eher ein winterliches Rezept mit Zimt und Schokolade.

Bevor ihr anfangt, solltet ihr euch gut überlegen, ob ihr folgende Zutaten mögt, denn beide schmecken deutlich im Kuchen durch: Zimt und Kaffee. Man benötigt 4 gr. Zimt und 6 gr. lösliches Kaffeepulver, also doch schon ganz schön viel. Welches ihr da nehmt, ist egal, aber man kann dem Kuchen jedesmal eine leicht andere Note geben, wenn man z. B. mal Cappuccino nimmt oder Latte.

Und ihr solltet euch überlegen, ob ihr drei Tage Zeit habt. Ihr braucht einen Tag, um die Äpfel einzulegen, die sollten schon mindestens über Nacht durchziehen. Am anderen Tag backt ihr den Kuchen und am dritten Tag schmeckt er besser, als wenn man ihn frisch isst.

Ihr braucht also zusätzlich zu den 4 gr. Zimt, 6 gr. lösliches Kaffeepulver noch: 500 gr. Apfelwürfel, 30 gr. Rum, 30 gr. Weinbrand, 200 gr. Margarine, 240 gr. Zucker (200 gr. für den Teig, 40 gr. für die Äpfel), 4 Eigelb und 6 Eiweiß (do the Math!), 200 gr. Mehl, 10 gr. Backpulver (1 ganzes Päckchen ist aber auch ok), 125 gr. Haselnüsse gemahlen, 125 gr. Kuvertüre und eventuell nach Belieben Kuchenglasur.
Russischer Apfelkuchen Zutaten

Also, es geht damit los, daß ihr 500 gr. Apfelwürfel (die Größe der Würfel ist schnurz – kleiner finde ich aber besser) in 40 gr. Zucker, 30 gr. Rum und 30 gr. Weinbrand einlegt und über Nacht durchziehen lasst. Nehmt wirklich Rum und Weinbrand, der Geschmack ist anders als bloß mit einem. Als nächstes raspelt ihr 125 gr. Kuvertüre. Dann geht ihr ins Bett und schlaft euch aus.
Russischer Apfelkuchen Äpfel
Am nächsten Tag fangt ihr am Besten damit an, die 6 Eiweiß zu Eischnee zu schlagen. Wenn der fertig ist, einfach im Kühlschrank zwischenlagern. Damit fangt ihr an, da das Eiweiß nicht steif wird, wenn an der Schüssel oder am Rührer noch irgendwo Fettspuren sind. So könnt ihr nach dem Eischnee schlagen gleich mit dem Teig weitermachen ohne das Rührgerät erst richtig sauber spülen zu müssen.
Eine Springform könnt ihr auch gleich einfetten und mehlen und beiseite stellen.
Dann rührt ihr 200 gr. Margarine mit 200 gr. Zucker schön schaumig. Da kann gar nichts passieren, wenn ihr zu lange rührt, also lieber etwas länger rühren. Die 4 Eigelb dazugeben und weiter schaumig rühren. Wenn das ganze ungefähr so aussieht, ist das ok.
Russischer Apfelkuchen Margarine
Dann siebt ihr 200 gr. Mehl und das Backpulver in eure Schüssel. Die Haselnüsse, die Kuvertüre, den Zimt und das Kaffeepulver dazugeben. Und alles möglichst gleichmäßig vermanschen (schon wieder dieses Wort…). Das ist der Punkt, an dem ihr mich verfluchen wollt, denn was ihr jetzt in der Schüssel haben dürftet, hat Ähnlichkeit mit etwas, das in seinem früheren Leben benutzt wurde, um Schlaglöcher auszuspachteln. Auch wenn ihr es nicht glaubt, aus dieser zähen, störrischen Pampe wird tatsächlich später ein Kuchen! Nehmt eventuell die Knethaken zu Hilfe, wenn ihr per Hand nicht weiterkommt.
Russischer Apfelkuchen trockener Teig
Jetzt hebt ihr das steif geschlagene Eiweiß unter den Teig und schon sieht die Sache etwas vielversprechender aus. Jetzt kommen noch die Apfelwürfel komplett mit der ganzen Einlegeflüssigkeit mit rein. Wenn ihr die jetzt unterrührt, dann sieht der Teig schon eher nach Kuchen aus, oder?
Russischer Apfelkuchen Teig fertig
Den Teig in die vorher gefettete und bemehlte Springform geben und glattstreichen. Welche Größe die Form hat, ob 24 cm oder 26 oder 28 ist völlig egal. Bei der einen wird der Kuchen halt etwas höher, bei der anderen etwas niedriger. Hängt euch da dran nicht auf. Ihr müßt vielleicht bloß an der Backzeit etwas probieren. Original Rezeptangabe möchte den Kuchen bei 150 °C Umluft 60 min. gebacken haben. Da ich Gasherd habe, blieb er bei mir auf Stufe 5 ca. 75 min. im Ofen. Stäbchenprobe klappt hier wieder gut um zu prüfen, ob der Kuchen fertig ist.
Russischer Apfelkuchen
Der Kuchen sieht pur etwas unspektakulär aus, deshalb kann man ihn noch mit Glasur überziehen. Wie man hier sieht, wurde er allerdings schon angeknabbert, bevor ich dazu gekommen bin. Warmer Kuchen ist halt auch mal lecker. Normalerweise aber lieber bis zum nächsten Tag warten, dann schmeckt er noch besser. Im Winter noch eine heiße Schokolade dazu…. oder jetzt einfach hoffen, daß das Wetter wieder sommerlicher wird!

Wirsing, Sususi