Meine Kochbücher…Nr. 140

Tja, hier haben wir so einen traurigen Fall: Mein Exemplar von „Die Küche der Britischen Inseln“ von 1977 aus dem Time Life Verlag hat keinen kleinen Begleiter… So sind mir nur die 208 Seiten des Hauptwerks in die Hände gefallen und ich hoffe darauf, daß das dazugehörige Spiralbuch irgendwann einmal vor mir auftaucht.
Die Küche der Britischen Inseln

Bis dahin muß ich mich halt leider mit Brandy Snaps, Oxtail Stew oder Finnan Haddie zufrieden geben. Diese Rezepte sind nämlich hier auch drin. Zugegeben, Plum Pudding ist nicht wirklich meins und die englische Küche hat ihren merkwürdigen Ruf nicht ganz zu unrecht – Inselvölkchen sind halt etwas eigen.

Sollte es jemanden geben, der die britische Küche nicht nur zum Frühstück schätzt, dann ist er hiermit gut beraten. Ausführliche Zubereitungsanweisungen (siehe Frankreich) sind hier ebenfalls wieder zu finden und sie führen zu einem sehr authentischen Ergebnis. Für alle anderen ist aber auch schon der ganze Rest des Buches, sprich Land und Leute mit ihren Eigenheiten, interessant.

Wirklich gut hier drin sind alle Süßspeisen und Rezepte, die irgendwie auf irgend eine Art gebacken werden: Cornish Pasty, Irish Soda Bread oder Crumpets (oh, yummy!). Die kann sogar der herkömmliche Nicht-Insulaner getrost seiner Familie vorsetzen.

Ich würde es jetzt nicht wirklich als kulinarischen Höhenflug anpreisen wollen – dazu ist die britische Küche auch außerhalb Englands schon seltsam genug. Aber wer sich damit arrangieren kann, oder sich einfach nur für einen kleinen Rundgang über die Insel interessiert, der kann hier getrost zugreifen.

Wirsing, Sususi

Kamille

Also, nach den paar Wochen Vorweihnachtszeit/Weihnachten/Silvester bin ich sooooo vollgefuttert, daß ich Essen grade nicht mehr so wirklich sehen kann…. folglich hatte ich auch keine Lust auf ein Kochbuch und dachte, wir Kräutern noch ein wenig. Heute hätte ich da Kamillenblüten anzubieten:
Kamillenblüten
Sollte man Kamille selber sammeln wollen, dann muß man aufpassen, daß man sie nicht mit der Hundskamille verwechselt – sieht fast gleich aus, hat aber keinen Wirkstoff. Das geht aber ganz einfach: die echte Kamille duftet nach Kamille und hat einen hohlen Kopf – die Hundskamille nicht.

Das zweite Wissenswerte über die Kamille ist folgendes: sie ist tückischer, als man glaubt! Immer wieder werden Empfehlungen ausgesprochen, Kamillensud bei juckenden Augen anzuwenden oder bei Erkältungen als Tee zu trinken. Dabei ist genau das eigentlich verkehrt. Die feinen Härchen der Kamille wirken nämlich äußerst reizend auf die Schleimhäute und können so sogar Bindehautentzündungen auslösen (abfiltrieren hilft nichts – Blauband vielleicht, aber schon bei Schwarzband sitzt ihr drei Tage dran, bis ihr ein paar Tassen durch habt…). Zudem wirkt Kamille auch noch austrocknend auf Schleimhäute und die Haut. Diese Wirkung ist manchmal durchaus gewünscht, z. B. bei Ekzemen, aber bei Halsschmerzen macht sie die Sache manchmal noch schlimmer…

Was macht man denn dann überhaupt mit Kamille? Zum einen wirkt sie beruhigend auf den Magen. Eine Tasse Kamillentee bei Magenschmerzen, Krämpfen, Durchfall oder Gastritis wirkt schön lindernd. Zum anderen wirkt sie entzündungshemmend. Dafür ist unter anderem das alpha-Bisabolol verantwortlich, welches oft als entzündungshemmender Wirkstoff in Kosmetikas eingesetzt wird. Bei Ekzemen, Schuppenflechte oder sonstigen Hautproblemen kann man die betroffenen Stellen mit Kamillen-Tee betupfen, bis die Probleme verschwinden.

Warum habe ich Kamille jetzt trotzdem im Erkältungstee? Also erstens, sie wirkt schon antibakteriell und entspannend. Zweitens, sie schmeckt gut. Manche Kräuter sind nicht gerade ein kulinarischer Hochgenuß und deshalb können sie ein wenig Geschmack schon vertragen. Nur, wie gesagt, aufpassen bei Halsschmerzen, dann lieber weglassen.

Wirsing, Sususi

Happy New Year!

Ok, das neue Jahr ist schon ein paar Tage alt. Zählt aber nicht, ich bin nämlich erst seit heute wieder da. Also sozusagen frisch in 2015 angekommen. Die Wäsche wäscht, der Koffer ist schon im Schrank verstaut und der Rest auch wieder aufgeräumt. Sobald sich mein Schlafrhythmus wieder auf den eines normal arbeitenden Menschens eingestellt hat, gibt es den ersten gscheiten Eintrag für dieses Jahr.

Auf ein schönes 2015 (welches bestimmt mindestens so gut wird wie 2014, wenn nicht sogar besser!),

Wirsing, Sususi

Weihnachten, Silvester und so weiter

Soooo, seit heute sind alle alten Blogeinträge wieder vorhanden… bis auf einen einzigen. Nun, der hat sich irgendwo im Äther verloren und muß eben noch mal vorgestellt werden. Aber das wird erst später passieren, denn:
Ihr habt es sicher gemerkt, es ist kurz vor Weihnachten. Und da ich schon wieder eine Woche Lehrgang vorher noch reinquetschen muß und ich nach Weihnachten auch gleich wieder unterwegs bin, müßt ihr euch bis ins neue Jahr gedulden.

Also, falls wir uns nicht mehr lesen: schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr und Hals und Beinbruch und ect. pp. Viel Spaß!

Wirsing, Sususi

Eibischwurzel

So, da der Winter sprunghaft fortschreitet, kann man neben der Erkältung auch ein bißchen Husten mitnehmen… wir hatten ja schon ein paar Zutaten für unseren Erkältungstee und heute gibt es etwas, was zwar nicht direkt mit in die Teemischung mit rein soll, aber ergänzend ziemlich gut paßt: Eibischwurzel!
Eibischwurzel
Ob Eibischwurzel in Frage kommt, richtet sich immer nach der Art des Hustens. Ist es eher ein verschleimter Husten, dann bringt Eibischwurzel nicht viel. Ist es eine Art trockener Reizhusten oder Halsschmerzen beim Schlucken oder gereizter Hals durchs Husten – dann ist Eibischwurzel richtig toll!

Die enthaltenen Schleimstoffe legen sich wie eine Schutzschicht auf die Schleimhäute und mildern so das Kratzen im Hals und das störende Gefühl, welches einem immer wieder hüsteln läßt. Diese Schleimstoffe sind aber auch der Grund, warum man Eibischwurzeltee separat zubereiten sollte: am Besten macht man davon nämlich einen sogenannten Kaltauszug (während man den restlichen Erkältungstee ja möglichst heiß trinken soll…). 1 Tl Eibischwurzel auf eine Tasse mit 150 ml Wasser geben und mind. zwei Stunden stehen lassen. Dann kann man den Tee trinken. Je länger man ihn stehen läßt, desto mehr Schleimstoffe werden freigesetzt und die Eibischwurzel wird etwas, na, wie drückt man das gefühlvoll aus… ekelig-schleimig. Also besser in einen dieser losen Teebeutel geben! Mehr als zwei bis drei Tassen sollte ein Erwachsener am Tag davon aber nicht trinken.

Nebenwirkungen sind mir jetzt keine bekannt – was aber nicht heißt, daß keine möglich sind! Also gilt hier auch, was für alle Kräuter/Heiltees gilt: Vorsicht, wenn man sich nicht sicher ist.

Gute Besserung und Wirsing,

Sususi

Osteria Nürnberg

Bei meinem letzten Besuch in Nürnberg hatten wir richtig Glück mit dem Wetter – es war nämlich noch mal schön angenehm sonnig und wir konnten unseren kleinen Stadtspaziergang ganz in Ruhe genießen. Wir arbeiteten uns durch eine erstaunliche Vielzahl vorweihnachtlicher Touristen bis in die Winklerstraße vor, also sozusagen bis um die Ecke vom Hauptmarkt. Dort befindet sich die „Osteria“. Nicht zu verwechseln mit „L´Osteria“ oder „Die Osteria“.
Osteria
Laut Definition (das Wort setzt sich zusammen aus „Oste“ und der italienischen Nachsilbe „eria“, also sozusagen Ort des Gastwirtes/der Gastfreundschaft) ist eine Osteria ein kleines Weinlokal, in dem zum Wein kleinere Speise serviert werden. Also nichts Pompöses, kein gemütliches Restaurant sondern das, was man hier „Besenwirtschaft“ nennen würde.

Deshalb ist das Inerieur auch genau so: funktional-praktisch ohne einem eigentlich zum langen Verweilen aufzufordern.
Osteria Innen
Besieht man sich die Speisekarte, dann hat man hier die Wahl zwischen Salat, Pizza oder Pasta. Reine Fleischgerichte sucht man hier bis auf die auf der Tageskarte vergeblich. Tragisch ist das nicht, gerade für eine Osteria sogar passend.
Osteria Speisekarte
Bedient wird man hier vom netten Italiener nebenan, der mit Charme und dem daherkommt, was man gemeinhin als „typisch italienisch“ bezeichnen würde – gute Unterhaltung ist also vorprogrammiert.
Hier sieht man das Beispiel Pizza Prosciutto Crudo. Was man nicht sieht, ist, daß die Pizza rundherum rund 3 cm über den Teller ragt – und das keineswegs, weil der Teller so klein wäre! Pizza gibt es hier also im XXL Format. Die anderen Gerichte sahen von den Portionen dann wieder normal aus.
Pizza Prosciutto Crudo Osteria
Dies war übrigens endlich mal eine Pizza, die nicht nur auf der Speisekarte mit Parmaschinken belegt war – diesmal war es tatsächlich Parmaschinken. Schön auch, daß der Schinken nicht zu Tode gebrutzelt mit unter dem Käse versteckt war, sondern erst ganz zum Schluß oben auf die Pizza kam.

Wer schnell mal eine Pizza oder Nudeln essen möchte zu normalen Preisen etwas außerhalb der sich tot trampelden Touristen, der ist hier richtig. Falsch machen kann man hier nichts, man wird freundlich und schnell bedient, kriegt ordentliches Essen und kann deshalb ruhig wieder hingehen.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 139 A + B

Warum heute im Titel A und B steht? Weil das heutige Kochbuch eigentlich aus zwei Teilen besteht. Einem großen Hardcover und einem kleinen Ringbuch. Beide bilden zusammen eine Einheit, nur leider wissen das viele Leute nicht oder haben nur den einen Teil (…“Nein, das kann gar nicht sein, da gab es immer schon nur ein Buch von…“ – leidvolle Flohmarkterfahrungen…)

Es ist ein Werk aus einer Serie von Time Life, die uns um die ganze Welt führt: „Die Küche aus Frankreichs Provinzen“ von 1970.
Die Küche in Frankreichs Provinzen
Diese Serie gehört zu meinen absoluten Lieblingen und ich lese sie immer wieder und wieder gerne.
Denn, blättert man hier durch die 208 Seiten, dann wird einem auffallen, daß sich das große Werk neben einigen Rezepten sehr mit dem jeweiligen Land beschäftigt. Es ist fast wie „No reservations“ ohne Anthony Bourdain… eben Land und Leute und Essen und Trinken und Lebensmittel. Die Bilder die hier zwischendurch verteilt sind, sind typisch 70er Jahre… hier sind nämlich nicht nur Speisen drauf sondern auch die Leute, die Landschaft und vieles mehr.

Ein Teil der Rezepte ist schon im großen Hauptwerk. Der weitaus ausführlichere Teil ist aber das kleine Ringbuch dazu, welches auf 112 Seiten zusätzlich noch eine Fülle weiterer Rezepte neben den im großen Buch schon erklärten enthält. Die Rezepte sind sehr ausführlich erklärt und gut beschrieben und wären damit auch Anfängertauglich. So wird das Wasser nicht einfach nur zum kochen gebracht sondern muß „sprudeln“ oder man macht nicht nur die Pfanne heiß sondern man erhitzt sie, „bis ein hineingespritzer Wassertropfen sofort verdampft„. Nur, durch die erwähnte Ausfürhlichkeit kann sich so ein Rezept in Times New Roman Schriftgröße 10 schon mal auf 1 1/2 Seiten Fließtext erstrecken! Deshalb: immer sehr genau durchlesen und zwar vor dem Anfangen.

Beginnern sei empfohlen, sich alles in größer und in einzelnen Schritten rauszuschreiben. Dann allerdings glänzt man mit „Darnes de Saumon Grillées au Beurre d`Escargots“ (enthält keine Schnecken, heißt aber so, weil man die Würzbutter eben auch für Schnecken hernehmen kann – übersetzt heißt das Gericht einfach gegrillte Lachssteaks mit Kräuterbutter), „Tomates à la Provencale“ oder „Diplomate“ (garnierte Eiercreme mit glasierten Früchten).

Wer auch immer das Glück hat, eines der Werke in die Finger zu kriegen: zugreifen! Egal ob Frankreich, Spanien, Vorderer Orient… jedes einzelne Buch ist eine Fülle an Informationen, authentischen Rezepten und Lebensart. Eigentlich viel zu schade, um als reines Kochbuch gesehen zu werden…

Wirsing, Sususi

Eat & Style Messe Stuttgart 2014

Dieses Wochenende war fest für einen Termin eingeplant, den ich auf gar keinen Fall verpassen wollte: die Eat & Style Messe in Stuttgart. Diesmal parallel zur Heim&Familie, Hobby&Elektronik und ein paar anderen Hallen.

Auch dieses Jahr konnte man an einigen interessanten Workshops teilnehmen, die natürlich alle mit Voranmeldung funktionieren. Bei Lucki Maurer in der Perfect Meat Academy konnte man(n) sich für 29 € vom Strip Loin vom Bison bis zum Wagyu Ribeye probieren und bekam noch zusätzlich Tipps zum richtigen Zubereiten von Steak.
Maurer + Schneider
Kostenlose Workshops wurden wieder von der Miele Backstube angeboten:
Programm BackstubeFinanciers
Hier wurden gerade die Financiers & Cakes hergestellt und verziert.
Wer nicht mitmachen konnte oder wollte, der konnte immerhin noch viel sehen und probieren. Auf der Kochbühne fanden den ganzen Tag spannende Shows statt, z. B. zeigte Wolfgang Müller die relativ einfache und fixe Herstellung frischer Rehbratwurst mit Cranberry-Chutney. Das ganze durfte natürlich vom Publikum wieder verkostet werden.
Wolfgang MüllerRehbratwürste mit Cranberry Chutney

 

 

Aber auch sonst gab es viel zu entdecken. (Viele interessante Stände finden sich übrigens auch immer in einer Halle der Heim&Familie… also, da auch mal vorbeischauen). beanarella zum Beispiel trumpft mit einer kompostierbaren Kaffekapsel auf, die auch noch mit Fair Trade Kaffee gefüllt ist! Wer sich jetzt fragt, warum beanarella das kann und die anderen Hersteller nicht – beanarella hat das Pferd bzw. die Kapsel sozusagen von hinten aufgezäumt. Da das kompostierbare Material etwas störrisch zu verarbeiten ist, haben sie zuerst die Kapsel entwickelt und dann die Maschine drumgebaut. Jetzt kann man Espresso, Kaffee und entkoffeinierten Kaffee bekommen. Möglicherweise paßt die Kapsel auch in andere Maschinen (nicht Nespresso), da laufen noch Versuche…
beanarella

Ebenfalls interessant war der Aussteller von http://www.mychipsbox.de
Dieser bietet Chipsboxen zum Versand an, die natürlich in allen herkömmlichen Geschmacksrichtungen auftauchen – aber eben auch in Ingwer-Paprika, Wasabi oder, tatsächlich, Joghurt-Heidelbeere. Wer sich noch an die WM erinnert, kennt vielleicht mit Grausen an die Caipirinha-Chips, die es eine zeitlang im Angebot gab und die wirklich, wirklich, wirklich widerlich waren! Nicht so diese hier. Warum auch immer, hier wirkt die Balance zwischen Süße und Kartoffeln wirklich gut umgesetzt. Ausprobieren empfohlen.
mychipbox

Es gab natürlich noch viel mehr zu probieren und zu entdecken: Vodrock (Bayerischer Vodka), Tosca in feui (sehr flache Aioli), Himbeer-Aperitiv auf Weißweinessigbasis, Lavendelkäse, ect…
OlivenScharfe Saucen
Gewürze aus aller WeltFiensmecker Met Sauce

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sollte man vom Essen selbst erst mal genug haben, dann kann man sich durch die ganzen Küchengeräte inkl. Zubehör gucken. Der neue Thermomix, die KitchenAid, Backformen, Microplane, Reinold, und so weiter. Zwischendurch findet man sogar amüsante Teile, die ungefähr so nützlich sind wie ein Popcornmaker, ein Schokobrunnen oder eine Heim-Zuckerwatte-Analge. Dieses mal war das eindeutig der Kikeriki (der übrigens verdächtig wie der Rollie Eggmaster aussieht):
Kikeriki
Für ca. 30 Euro bekommt man ein Leuchtturmähnliches Gerät, in welches man dann Pfannkuchenteig gießen kann, oder Frühlingsrollen friemeln oder Rührei machen kann. Einfach oben einfüllen; warten, bis es hochkommt (alles mit Ei geht auf, deshalb kommt es automatisch oben raus) und fertig ist der Pancake am Spieß. Geschätzte Nutzungsdauer: maximal zwei Taga nach Kauf – dann steht es im Keller… Aber lustig sieht es aus.

Sollte man spätestens nach der Probierportion geräuchertem Lachs mit Parmesanschaumsauce noch nicht satt sein, dann hat man definitiv was falschgemacht – und kann sich an den diversen Ständen auch noch eine Spanferkelsemmel, eine Riesencurrywurst, Eis oder sonstiges gönnen.
geräucherter Lachs mit Parmesanschaum

Und so sieht die diesjährige Ausbeute aus:
Ausbeute
Zu sehen ist wieder eine Flasche Rapsöl (die alte war eh schon leer..), eine Microplane-Reibe (endlich; war schon lange nötig), eine sehr leckere Knoblauchsauce von Fiensmecker (richtig ordentlich Knoblauch-Geschmack, ohne den künstlich-süßlichen Nachgeschmack aus dem Supermarkt – und mit 3,50 auch nicht teuer), Marie Sharp´s Habanero Sauce mit Grapefruit (dadurch ist sie schön scharf, aber ohne diesen widerlichen Nachgeschmack, den scharfe Habanero-Saucen oft haben), der Safti (das Ding, was man in die Orange reinschraubt, damit der Saft rauskommt) und die allererste Flasche Amato Wiesbaden Dry Gin.
Amato Dry Gin
Nicht ganz günstig (25 € für 500 ml) ist der Amato Dry Gin ein sehr neuer Gin (erst seit Mai produziert). Nicht ganz so gut wie feel!, aber auch sehr unkonventionell. Auch hier kommt der Wacholder erst sehr spät hinten raus. Davor kommt diesmal Thymian und irgendwas frisches, was ich nicht ganz zuordnen kann. Im Gegensatz zu anderen deutschen Gins, z. B. Senft Bodensee, ist er auch sehr wenig scharf. Ich denke, daß das Rezept noch nicht komplett ausgereift ist, da wird bestimmt in den nächsten Jahren noch etwas gebastelt. Meiner Meinung nach sehr schön für Cocktails geeignet, ich würde den Hersteller sicher im Auge behalten.

So, das war es von der diesjährigen Eat & Syle,

Wirsing, Sususi

Brownies

Heute gibt es ein Rezept für Brownies. Leckere Brownies. Leckere, saftige, schokoladige, einfache, 5-Minuten-Brownies. Das Rezept ist so einfach, daß könnt ihr Eurem Mann und den Kindern in die Hand drücken, und es kommen tatsächlich immer noch Brownies bei raus. Liegt vielleicht auch daran, daß ich das Rezept aus einem Kinder-Bastel-Buch von 1985 habe. Dann habe ich noch ein wenig dran rumgebastelt (Nüsse reingekippt) und, voila!

Also, Ihr braucht: eine Tasse. Völlig egal, ob 100 ml reingehen oder ob es ein großer Pott mit 250 ml ist. Bei dem Rezept sind die Verhältnisse der Zutaten zueinander entscheidend, nicht die tatsächliche Menge.
Dann schüttet ihr der Reihe nach in eine Schüssel:
Brownies Zutaten
2 Tassen Mehl, 1 Tasse gemahlene Nüsse (Haselnüsse oder Mandeln), 1 gut gehäufte Tasse Zucker, 2 Tassen Wasser, 3/4 Tasse Öl (neutral), 6 El Backkakao (kein Kaba!), 3 El Essig, 1/4 Tl Salz, 1 Päckchen Vanillezucker und 1 Päckchen Backpulver. 2-3 Tropfen Rumaroma oder Zitronenaroma können auch nicht schaden. Das sollte dann mehr oder weniger dem hier ähnlich sehen:
Brownies Schüssel
Jetzt mit einem Schneebesen alles gut verrühren, bis die einzigen Klümpchen Nußstückchen sind. Das war es übrigens schon. Ihr seit fast fertig.
Brownies Teig
Jetzt legt Ihr eine Auflaufform oder eine Springform mit Backpapier aus und schüttet den Teig dazu. Schüssel auslecken, aber Vorsicht: der Essiggeschmack verschwindet im gebackenen Teig vollständig. Im rohen Teig schmeckt er noch durch.
Brownies Form
Das Ganze bei 175°C ca. 50 Minuten in den Ofen. Stäbchenprobe nicht vergessen, oder einfach oben drauf fühlen, ob er fertig ist. Dann rausholen, abkühlen lassen und stürzen. Backpapier abziehen.
Brownies gebacken
Jetzt einfach nur noch nach Belieben verzieren. Die Zuckerguß und das-muß-weg-Variante seht Ihr hier. Ich liebe diese Brownies aber auch mit Nougatcreme oben drauf und dann noch Vollmilchschokoladenguß.
Brownies verziert
Dann in Quadrate, Rauten oder Recktecke schneiden.
Brownies fertig
Das ist ausnahmsweise mal etwas, wozu ich keine Sahne essen würde. Vanilleeis ist aber sehr schön dazu und als halbgefrorene Brownies schmeckt das Ganze auch lecker.

Na dann, eigentlich hat man bei dem Kuchen doch alle Zutaten daheim, oder? Worauf wartet Ihr dann noch?

Wirsing, Sususi

Vernel Soft & Oils Weichspüler

„So weich, so frisch, Vernel.“ Hm. „Traumhaft weich. Traumhaft frisch.“ Ok, Slogans liegen Henkel offenbar nicht so sehr. Trotzdem, die gefürchtete Trockenstarre bekämpft man heute auch ohne peppigen Zweizeiler: nämlich mit Vernel Soft & Oils. Das ist der neueste Weichspüler-Spross der Kette und verspricht Weichheit und faszinierende Pflege.
Vernel Soft & Oils
Ein wenig sperrig finde ich die 750 ml schon verteilt – zwar erkennt man die Flasche ohne weiteres sofort im Regal (gut für den Hersteller…), aber daheim im Wäscheeck nimmt sie doch viel Platz weg (schlecht für den Verbraucher…). Ansonsten ganz wie sonst auch. Informationen vorne und hinten alle drauf, Dosieranleitung und Dosierkappe auch da.

Schnuppert man zur Probe mal Probe, dann riecht der Weichspüler süßlich-mild, aber undefinierbar. Dieser Duft bleibt auch sehr lange in der Wäsche erhalten. Auch nach ein paar Tagen Balkon-Trocknung (habe keinen Trockner) und mehreren Tagen Schrank ist in der Wäsche noch ein deutlicher „frisch-gewaschen-Duft“ zu riechen.
Vernel Soft & Oils Incis
Weicher als andere Markenweichspüler macht er meiner Ansicht nach aber nicht. Statt 750 ml (reicht für ungefähr 21 Anwendungen) ist auch die 1,5 Liter Version zu haben; beide Größen in den varianten Gold, Blau und Violett. Wobei ich noch nicht rausgekriegt habe, was da der Unterschied ist.

Die angegebene Dosierung habe ich nicht ganz eingehalten, ich habe immer etwas weniger Weichspüler genommen als empfohlen. Trotzdem war die Wäsche noch sehr schön weich. Ob sich durch Soft & Oils die Reibung der Wäsche am Körper tatsächlich verringert – das weiß ich noch nicht. Dazu verwende ich ihn noch nicht lang genug.

Schöner Weichspüler, der landet bestimmt mal wieder in meiner Wäsche.

Wirsing, Sususi