Archiv der Kategorie: Haushalt

Waldmeister

Ja, ist denn schon wieder Mai? Fragt sich mancher bei dieser Überschrift, denn mit Waldmeister wird eben hauptsächlich Maibowle assoziiert. Oder Wassereis. Oder Wackelpudding. Oder…, oookay, es gibt eine Menge Zeugs mit Waldmeistergeschmack und bis auf die selber gemachte Maibowle wird wohl nichts davon je auch nur ein einziges Blatt Waldmeister zu Gesicht bekommen haben.
Die wenigsten wissen allerdings, daß Waldmeister auch als Tee zubereitet werden kann und in dieser Form eine interessante Ergänzung des heimischen Kräuterarsenals sein kann.
Waldmeister
Waldmeister hat nämlich einige tolle Eigenschaften: er wirkt in kleinen Mengen entkrampfend (bei jeder Art von Schmerzen), beruhigend und Schlaf fördernd. In dieser Eigenschaft macht er sich wunderbar als Ergänzung zum Erkältungstee. In kleinen Mengen hilft Waldmeister auch gegen Kopfschmerzen und Migräne.

Aber auch hier bitte aufpassen: Waldmeister enthält ein Cumarin-Derivat. Das ist an sich noch nichts schlimmes, bei gesunden Menschen wirkt das sogar leicht durchblutungsfördernd und gefäßerweiternd. Was beim gesunden Menschen also gegen Venenerkrankungen und Durchblutungsstörungen hilft, kann für Bluter oder Menschen, die eh schon Blutverdünner nehmen, im allerallerschlimmsten Fall tödlich sein. Trotzdem braucht niemand jetzt vor lauter Schreck auf seinen Wackelpudding verzichten, dort ist der Geschmack „nicht echt“.

Ich rede hier immer wieder von „kleinen Mengen“, was heißt das denn nun? Man rechnet mit rund maximal 3 gr. frischem Waldmeister auf einen Liter – dieser Wert ist nach neuesten Erkenntnissen auch schon wieder viel zu niedrig angesetzt. je nachdem, wie das Kraut getrocknet wurde, hat sich außerdem schon ein Teil des Cumarins zersetzt. Trotzdem kann das enthaltene Cumarin eben bei höheren Dosen eben die Kopfschmerzen auslösen, die man eigentlich bekämpfen will. Daher bleibe ich gerne bei dieser Menge. Ein Teelöffel im Teegemisch pro Kanne (1 – 1/12 Liter), das sollte eine gute Menge sein.

Wirsing, Sususi

Weidenrindentee

Langsam kann man es nicht mehr ignorieren: der Sommer ist vorbei! Es wird später hell, früher dunkel und inzwischen nachts auch schon mal ganz schön frisch. Die ideale Zeit also, um sich einen netten kleinen Schnupfen zu holen.

Deshalb möchte ich heute etwas zu Weidenrindentee erzählen. Nicht so skeptisch gucken! Immerhin rennt der gewöhnliche Kranke nicht nur sofort zum Arzt und zur Apotheke sondern kauft auch in der nächsten Drogerie alle möglichen Mittelchen und Tees, die helfen solle. Erkältungstee, Grippetee, Hustentee und was weiß ich nicht noch alles. Zugegeben: die meisten helfen wirklich. Aber ich stelle meine Tees lieber selber je nach erwünschter Wirkung zusammen.

Wer das tut, der sollte auf alle Fälle eines immer im Haus haben: Weidenrindentee.
Weidenrinde
Warum? Er enthält Salicin welches im Körper zu Salicinsäure umgewandelt wird. Halt, das haben wir doch irgendwo schon mal gehört? Stimmt, Wenn man das ganze chemisch aufbereitet und ein „Acetyl“ davorsetzt, dann hat man was? Richtig, Aspirin. Weidenrindentee ist sozusagen die natürliche Form davon.

Natürlich wirkt Weidenrinde auch ebenso wie Aspirin mit einem Unterschied: es hat in der natürlichen Form nur eine sehr geringe bis gar keine blutverdünnende Wirkung. Man kann den Tee also einsetzen wie Aspirin: bei Kopfschmerzen, Rheumaschmerzen, sonstigen Schmerzen und eben auch als Zusatz im Erkältungstee.

Zubereitet wird der Tee ganz einfach: pro Tasse 1 Tl mit heißem Wasser ca. 5 Minuten ziehen lassen. Dann trinken. Aber Vorsicht: es schmeckt leider auch wie Aspirin, deshalb lieber etwas süßen. Oder gleich in einen Tee mit Lindenblüten einbauen, die sind leicht süßlich und passen auch zur Erkältung (dazu später mal mehr).

Bitte unbedingt beachten: natürliche Heilkräuter wirken in der Anwendung genau so unterschiedlich auf die verschiedenen Menschen wie normale Arzneimittel. Deshalb können natürlich auch Nebenwirkungen auftreten. Beim Weidenrindentee können bei zu viel Tee zum Beispiel auf Grund der Gerbstoffe Magenbeschwerden auftreten oder Kreislaufbeschwerden. Deshalb sollte man (übrigens auch nicht Pfefferminztee oder sonstige gekaufte Beuteltees!) Kräutertees aber ja auch nicht literweise saufen sondern mal eine Tasse. Vielleicht zwei am Tag. Das reicht!

Wer es ausprobieren will, der Tee hält sich ca. 2 Jahre und ist leider nicht überall erhältlich. Manchmal findet man ihn in großen Tee/Kräuterläden, ansonsten muß man das Internet bemühen. Es lohnt sich aber, ihn im Haus zu haben. 100 gr. kosten zwischen 3 – 5 Euro und jetzt rechnet mal aus, was euch eine Aspirin kostet und wie viele Tassen ihr aus 100 gr. rausbekommt.

Wirsing, Sususi

Vanille-Eis

Ha, habt Ihr es gesehen? Der Sommer ist noch einmal zurück! Da kann man doch glatt das Eis wieder aus der Gefriertruhe holen… Nun ist die Auswahl an der Tiefkühltheke noch nicht so weit, uns die exotische Welt der Eisdielenauslagen bequem für den Hausgebrauch zu liefern. Aber glaubt man den alljährlich stattfindenden Umfragen, dann ist die beliebteste Sorte eh immer noch Vanilleeis. Sowieso.

Wenn man mich fragt, dann ist Vanille eine ziemlich langweilige Sorte. Das ist auf der einen Seite schlecht, wenn man einfach Eis essen will. Auf der anderen Seite ist es dadurch ein seeeehr vielseitiges Eis. Ob als sanfter Engel, Schlammbowle oder Eiskaffee…Vanilleeis passt eigentlich zu allem. Deshalb wundert es mich, daß man bei uns eine Variante vermisst, die, zumindest ich, ziemlich lecker finde.

Zunächst stellt ihr ein Glas in einer euch genehmen Größe bereit. Dazu stellt ihr eine Flasche Milch.
Milch
Dann stopft ihr so viel Vanilleeis wie möglich in das Glas.
Vanilleeis Glas
Dann noch mit der Milch aufgießen, Strohalm und Löffel dazu und loslöffeln.
Vanille-Shake
Das ist sozusagen die warmduscherweicheimixerfreie Milchshake-Variante. Was ich aber besser finde als bei Milchshakes ist: die Milch, besonders wenn sie kalt ist, friert außen am Eis fest und bildet eine dünne Schicht leichter Eiskristalle…hmmmm.

So, und jetzt entschuldigt mich bitte, eine Portion Eis ist noch da….

Wirsing, Sususi

Frosta Schlemmerfilet Knusper Bordelaise

Keine Tricks. Keine Geheimnisse. Steht bei Frosta Schlemmerfilet Knusper Bordelaise jedenfalls auf der Packung. Ein Geheimnis lüftet diese allerdings nicht: Warum sind auf der Homepage 1 % mehr Butter und 1 % mehr Paniermehl enthalten als auf der Packung? Alte Homepage? Neue Packung? Analphabetische Kunden? Wer weiß. Wenn das nun bei einem Produkt vorkommt – ok, kann passieren. Aber, das gleiche Spielchen ist bei dem Schlemmerfilet Brokkoli-Mandel und bei dem Lachs in Blätterteig auch schon passiert. Zufall?
Frosta Schlemmerfilet Bodelaise
Jedenfalls steht alles Wichtige auf der Packung in mehr oder weniger korrekten Angaben.
Frosta Schlemmerfilet
Befreit man das Schlemmerfilet aus der Packung, findet man eine Block Fisch mit Auflage in einer – Pappschale? Das ist mir neu. Ich kenne bisher bloß Fisch in Aluschale. Interessante Idee – sieht nicht ganz so hübsch aus, ist aber sicher umweltfreundlicher. Und es stellte sich heraus, daß sich der Fisch aus der Pappschale leichter entnehmen lies. An der Garzeit ändert sich dadurch jedenfalls nichts, jedenfalls im Ofen nicht. In der Mikrowelle ist das Gericht allerdings dadurch schneller fertig.
Schlemmerfilet Bordelaise gefroren
Eine angenehm große, gut gebräunte Portion kann man nach ca. 40 Minuten aus dem Ofen holen. Geruch erst mal nichts besonderes, wie Schlemmerfilet halt. Aber man sieht am Rand, daß sich sehr viel, hm, Öliges oder Fettiges abgesetzt hat. Das ist eher nicht so lecker.
Schlemmerfilet Bordelaise gebacken
Die Kruste ist aber wirklich krustig. Schön knusprig. Leider sind mir persönlich die Zwiebelstückchen viel zu groß. Und geschmacklich sticht die Zwiebel auch sehr vor. Eigentlich schmeckt man nur sehr salzig und zwiebelig. Zwar stimmt das Verhältnis Kruste-Fisch diesmal (bei Brokkoli-Mandel war mehr Kruste als Fisch enthalten, so daß man vom Fisch nicht wirklich was geschmeckt hat), man schmeckt auch etwas vom Fisch, aber im Großen und Ganzen ist dies für mich nicht wirklich ausgewogen. Es sind sichtbar Kräuter vorhanden, gerüchteweise Petersilie und Dill, leider schmeckt man davon gar nichts. Ein wenig mehr Zitronensaft hätte es auch sein dürfen.
Schlemmerfilet
Aufgefallen ist allerdings noch, daß die Schlemmerfilets von Fosta saftiger waren als andere, die ich bisher probiert habe. Der Fisch wirkte noch saftig und nicht ausgetrocknet.

Hm, hier weiß ich nicht so wirklich, ob ich das selber kaufen würde. Es war nicht schlecht, aber jetzt auch nicht wirklich der Brüller. Hier scheiden sich wohl die Geister. Selber ausprobieren, schaden kann es nicht, aber beschwert Euch nicht, wenn es Euch nicht super-tuper-toll schmeckt.

Wirsing, Sususi

KoRo Drogerie Vollwaschmittel

„Wie viel Wäsche kann denn in einem Ein-Personen-Haushalt schon anfallen?“ Diese Frage kriege ich immer von Bekannten zu hören, wenn ich erzähle, daß schon wieder die ganze Wäscheleine voll hängt. Tja, es kann eine ganze Menge anfallen. Vor allem, wenn man wie ich in einem Labor mit Metallstaub, Öl, Rost, sonstigem Dreck und viiieeel Schweiß (1300 °C heiße Schmelzöfen) zu tun hat. Da ist jeden Tag wechseln angesagt! Und, da Laborkittel auch noch weiß sind… Nun ja, man kann es sich vorstellen.
Für weiße Wäsche nimmt man, außer man greift zu Spezialmitteln, ein sogenanntes Vollwaschmittel. Dieses enthält, entgegen den Colorwaschmitteln, Bleichmittel und Stoffe, die den gefürchteten Grauschleier verhindern. Deshalb sollte man mit Vollwaschmitteln auch keine Buntwäsche waschen, die kann nämlich dadurch ausbleichen.
Herkömmlicherweise gehe ich zu Müller oder DM und hole mein Waschmittel, und da sich der Weg sonst nicht lohnen würde, kaufe ich auch gleich alles andere noch mit ein. Geht aber auch einfacher. Glaubt Ihr nicht? KoRo-Drogerie machts möglich: www.korodrogerie.de
Wenn Ihr jetzt sagt, „Häh?“, dann reagiert ihr genau wie ich, als ich auf www.produkttest-online.de von einem Waschmitteltest für diese Drogerie gelesen habe.
Getestet wurde das Vollwaschmittel der KoRo-Drogerie; es kommt im 10 kg Sack für schlappe 6,90 € und reicht für 167 Waschladungen. Damit schlägt es preislich alle anderen mir bekannten Hersteller!
Koro Vollwaschmittel Sack
Allerdings sollte man sich im Klaren sein, daß 10 kg halt auch 10 kg sind und das ist eine ganze Menge. Trocken aufzubewahren ist hier etwas schwierig, denn der Sack läßt sich nicht wieder verschließen. Man braucht also eine Box. Diese hat KoRo leider nicht mit im Angebot, ebensowenig wie einen Dosierlöffel. Vielleicht könnte man eine Art Starterpaket machen für einen Euro mehr, da gibt es dann beides mit dazu. Wäre praktisch.

Dafür sind auf dem Sack alle Angaben, die man braucht, von Inhaltsstoffen bis zur Dosieranleitung.
Koro Vollwaschmittel
Dosieren lässt es sich seht gut, denn das Pulver ist schön fein, aber ohne Klumpgefahr. Hier mal kurz der Lösetest: links das Vollwaschmittel von KoRo, rechts ein herkömmliches. Beide wurden in 250 ml Wasser gelöst.(Und nein, das rechte ist kein Latte Macchiato, es ist tatsächlich Waschpulver!) Man sieht, daß sich bei KoRo auch bei dieser geringen Wassermenge fast alles schon gelöst hat und daß die Schaumbildung fast nicht vorhanden ist. Das heißt, man braucht später auch nicht so viel Wasser, um das Waschmittel aus der Kleidung rauszuspülen und für die Kläranlage ist weniger Schaum auch besser.
Koro Vollwaschmittel Schaum
Aber wie wäscht es denn nun? Also, ich bin zufrieden. Bei allen Mischgeweben hatte ich gute Ergebnisse, bei Polyester und Polyelastan die besten Ergebnisse, da haben die Fasern fast schon geleuchtet. Wovon ich nicht so überzeugt war, war die Leistung bei reiner Baumwolle. Da bildet sich meiner Ansicht nach ein leichter grauer Schleier mit der Zeit. Allerdings muß man zugeben, daß die vorhandenen Flecken alle rausgegangen sind.

Was mir sehr gut gefallen hat, war der Duft. Das Pulver selber riecht sehr intensiv „sauber“ und waschmittelig, aber das verfliegt sofort beim waschen. Nach dem Waschen roch ich – gar nichts! Absolut porentief rein sozusagen, keine Rückstände von irgendwas mehr in der Wäsche. Das ist toll!
Jedenfalls werde ich bei diesem Preis ernsthaft drüber nachdenken, nicht auch mal die anderen Produkte auszuprobieren: Weichspüler oder Oxireiniger oder so.

Wirsing, Sususi

Bofrost Dessert

Passend zum Sommer hatte ich Gelegenheit mich mit Kollgeninnenunterstützung mal durch verschiedene bofrost*-Sachen durchzufuttern. Während das Lava-Dessert Schoko-Minze und die Himbeer-Joghurt-Törtchen bei allen gut ankamen, schieden sich bei anderen Sachen die Geister. Das Schoko-Minze Dessert hat in der Mitte zwischen dem Schokoladen-Eis ein Schokominzsaucenreservoir, welches man beim Löffeln sozusagen ausgräbt. Der Becher war ganz schön groß, trotzdem war unserer Meinung nach genug Sauce dazu drin. Die Sauce selber war nur sehr dezent minzig, sozusagen nur ein Hauch von. Das fand ich sehr gut, so harmonierte es gut zum Eis. Die Himbeer-Joghurt-Törtchen waren fein, wenn auch ein wenig zu klein. Der Keksboden hat dazu besonders gut geschmeckt.
bofrost Desserts
Weiter ging es mit diesem hier: den Quark-Marillen-Palatschinken. Fangen wir damit an, daß die Zubereitung genau so funktioniert, wie sie auf der Packung steht. Macht man sie in der Mikrowelle heiß, sind sie gleichmäßig aufgetaut und durch und werden auch nicht matschig. Die Füllung ist schön cremig, ausreichend mit Marillenstückchen und erfreulich richtig gesüßt. Ein wenig blöd ist hier allerdings die Packungsmenge: 5 Stück waren in der Packung; das ist für 4 Personen doof, weil einer dann zwei kriegt oder man einen übrig hat. Ungerade Anzahlen sind eh nicht so geschickt, finde ich. Noch einen mehr rein und die Sache ließe sich schon ganz anders aufteilen.
bofrost Quark-Marillen Palatschinken
Etwas unglücklich waren wir auch mit der Botinchen-Torte. Jeder kennt bestimmt das Stiel-Eis mit der Kaugummi-Nase. Dieses gibt es jetzt in größer als Eistorte. Geschmacklich läßt sich hier nichts negatives finden, die Qualität ist gut. Aber, erstens ist die Torte sehr klein, also grade mal so für 4 Personen. Und dann gibt es das Problem der Aufteilung. Wer zwei oder mehr Kinder hat, der weiß, daß Dinge, die man nicht in gleiche Stücke teilen kann, ein Spiel mit dem Feuer sind! Dazu noch, wo hier auch nur eine Nase zu verteilen ist! Scheiben sind ungünstig, Viertel sind ungleich, Hälften sind zu groß. Und jetzt? Alleine essen? Also doch wieder am Stiel…
bofrost Botinchen-Torte
Das Erdbeer-Pannacotta-Eis war geschmacklich genau meins. Richtig schön sahnig, das Erdbeermark ausreichend vorhanden und richtig fruchtig. Bloß, wie essen? Um das Problem mal kurz zu beleuchten: eingefrorenes Eis lässt sich mit dem Löffel abstechen. Gefroren, aber nicht hart. Eingefrorene Sahne lässt sich nicht mal mit der Säge bearbeiten. Steinhart. Beides in Kombination und ich habe hartes Eis. Jedesmal, wenn ich dem Eis mit dem Löffel zu nahe kam, flüchtete es (rutschte es weg), legte sich quer oder versuchte, sich umzudrehen. Der Papieruntersetzer war auch nicht hilfreich, darin hatte das Eis keinen Halt. Aß man es frisch aus dem Tiefkühler, war es unmöglich nur mit Löffel zu essen. Messer und Gabel brachten hier das beste Resultat. Ließ man es kurz antauen, war es außen rum schon sehr weich und auch nicht mehr optimal. Vielleicht könnte man das ganze ja auch in einen Becher geben?
bofrost Erdbeer-Pannacotta Eis
Bis auf diese Kleinigkeiten waren wir aber zufrieden. Nur, bei den Törtchen und dem Pannacotta-Eis hätte die Portion ruhig auch größer sein können.

Ignoriert die Schafskälte und gönnt Euch ein Eis!

Wirsing, Sususi

Kobold VG100 Fenstersauger von Vorwerk

*hüpf* *hüpf* *hüpf* Oh, bei all der Hüpferei hätte ich Euch beinahe übersehen. Ich kann bloß grade nicht anders! Ich bin sozusagen total verzückt, und wenn ich dieses Wort benutze, dann muß es dafür schon einen guten Grund geben, denn normalerweise findet es sich nicht in meinem Wortschatz!

Warum? Ich habe gerade die Wollmilchsau gefunden! (Warum es nicht die „eierlegende“ ist – später.) Die sozusagen beste Erfindung nach dem eckigen Schleudermob. Ich bin also über ein Haushaltsgerät dermaßen aus dem Häuschen? Ja. Das kann wohl nur jemand nachvollziehen, der selber einen Haushalt führt.

Und was ist die absolut undankbarste Aufgabe dort überhaupt? Klar, Fenster putzen! Es gibt nichts lästigeres und nichts, was einen mehr ärgert. Und kommt mir nicht mir Tipps, ich habe alles ausprobiert. ALLES! Fensterleder, Zeitung, Spiritus, Klarspüler, Weichspüler, Waschmittel, Glasreiniger, Baumwolltücher, Microfaser…. Alles. Und die Fenster sehen prima aus. So lange, bis die Sonne draufscheint und doch wieder Schlieren sichtbar sind. *zähne-knirsch* Da ich Ost-West-Fenster habe, kann ich mich passend zum Tagesverlauf früh im Wohnzimmer und Nachmittags im Schlafzimmer ärgern. Und das bei insgesamt 17,583 Quadratmetern Fenster, Glas und Spiegel!

Nun ist ein Fenstersauger ja auch nichts Neues. Bloß, die meisten taugen absolut nichts! Warum also sollte es bei Vorwerk anders sein? Der Vorwerk Kobold VG100 ist ja auch bloß ein weiterer Fenstersauger. Dachte ich. Bis ich ihn selber ausprobieren durfte.

Hier ist er. Er ist ziemlich klein und kompakt (ca. 30 cm) und kommt mit Ladegerät, Abtropfgestell, Reinigungskonzentrat, zwei Wischtüchern und Anleitung. Wegen der Abziehlippe muß er immer auf dem Abtropfgestell gelagert werden, hier steht er mal schnell fürs Bild ohne da. Zuerst Akku laden (ca. 6 Stunden), dann kann man loswischen. In der Zwischenzeit bitte gut die Anleitung lesen, sonst geht was schief.
Kobold VG100Kobold VG 100 Zubehör

Und dann kann es auch schon losgehen. Reinigungskonzentrat einfüllen, Wasser einfüllen und ein verdrecktes Fenster suchen. Beim Einfüllen ist auch noch einiges zu beachten, aber das steht in der Anleitung. Ich zeige Euch jetzt mal das Beispiel Glastisch, weil es sich besser fotografieren lies: So sah der Wohnzimmertisch vor dem Kobold aus.
Tisch vor Kobold-reinigung
Uns so danach: Spiegelblitzeblank, ohne Schlieren, einmal drübergewischt, ohne Nachpolieren! *hüpf* *hüpf*
Tisch nach Kobold-Reinigung
Wie man hier sehen kann, sieht man wirklich absolut nichts mehr auf dem Tisch. Und das gleiche gilt auch für Fenster und Spiegel. Ich bin absolut begeistert!
Streifenfrei mit Kobold
Ich habe in einen Anfall von *ich-glaubs-ja-nicht* gleich mal alle Fenster gewischt. Und alle Spiegel und Spiegeltüren und mit jedem Mal wurde ich aufgeregter. Der Fenstersauger ist absolut kinderleicht in der Anwendung: einfach anschalten, gerade (! hier schlägt er z. B. den Kärcher, bei dem das Ergebnis sehr stark vom Winkel des Aufsetzens abhängt) und langsam gerade nach unten ziehen. Fertig. Nächste Bahn ansetzen, Spielchen wiederholen. Durch seinen Griff und sein geringes Gewicht hat man auch kein Problem bei größeren Fenstern, wenn man z.B. über Kopf arbeiten muß. Er ist nicht so schwer, daß einem nach zwei Fenstern die Arme abfallen, er ist schön leicht.

Ein klitzekleines Manko hat er aber: natürlich ist so ein Fenster breiter als der Sauger selbst. Dadurch kommt es zu einer kleinen Ansatznaht, wenn die zweite Bahn gemacht wird. Aber die läßt sich mit einem einzigen Wisch beseitigen, ebenso die Ecken, die er vielleicht nicht ganz abgezogen hat. Perferkt. Kein langes Polieren, keine Schlieren. Nur bei richtig klebrigen Straßendreck bin ich vorher mit einem Lappen und klarem Wasser drüber, die Rahmen müssen ja eh auch gewischt werden.

Als dann die Sonne auf meine Fenster schien, war ich noch viel gespannter. Aha, hier wurde eine kleine Naht übersehen – wisch – und weg. Früher habe ich vielleicht zwei Fenster am Tag geschafft, dann war der Lappen naß, der Nachwischlappen naß, der Boden verkleckert, die Nerven am Ende und das Fitnessstudio konnte ich mir auch sparen. Hier war ich an einem Tag mit allem durch. Obwohl ich einmal nachladen mußte.

Es ist wirklich selten, daß ich von einem Haushaltsgerät so überzeugt bin und es so uneingeschränkt empfehlen würde wie den Kobold VG100. Danke, Vorwerk, das ist mal wirklich eine tolle Erfindung!

Das Wischtuch einfach auswaschen und trocknen, den Wassertank ausleeren und ausspülen, nachladen und aufräumen bis zum nächsten Mal. Diesmal freu ich mich schon drauf!

Wirsing, Sususi

Barilla Pasta

Pasta. Basta! Mehr braucht’s nicht. Und mit Barilla kann man auch gleich loslegen, denn das Haus Barilla bietet nicht nur Nudeln in sämtlichen vorstellbaren Varianten sondern auch die passende Sauce dazu. Die Neuen sind gerade bei mir im Test:
Bolognese Sauce, Bolognese Verdure Meditérranee und Bolognese Formaggi Italiani.
Barilla Pasta + Pastasaucen
Alle drei wurden ausgiebig getestesst (Neologismus aus getestet und gegessen), natürlich inklusive der Nudeln. Die Spaghetti wie auch die Tagliatelle unterschieden sich geschmacklich eher nicht von anderen Herstellern, aber die Fusilli waren ziemlich lecker. Bei allen Nudeln ist die Kochzeit auf der Packung perfekt angegeben. Kommen wir zum Wichtigsten, denn trockene Nudeln sind ja nun wirklich höchstens als Student akzeptable Nahrung: der Sauce. Saucenfetischisten werden hier schon leichte Probleme kriegen, denn die 400 gr. im Glas sind für 4 Personen berechnet! Also, das geht bei mir nicht auf! Mit Glück werden es drei Portionen, aber da muß einer schon wirklich nicht besonders hungrig sein. Ist das Glas erst mal auf und doch noch nicht leer – es hält sich geöffnet etwa 5 Tage im Kühlschrank.
Barilla Pasta Bolognese Verdure Mediterranee
Alle drei der neuen Pastasaucen sind übrigens wie der Name schon vermuten lässt, mit Fleischeinlage und daher für Vegetarier nicht geeignet. Während die Bolognese Formaggi Italiani wirklich sehr käsig ist (schmeckt sehr deutlich nach Hartkäse, also nur etwas für Leute, die Käse wirklich mögen) und die normale Bolognese auch wir ganz normale Bolognese schmeckt, schmeckt die Bolognese Verdure Mediterranee im kalten Zustand sehr stark nach Aubergine. Dies gibt sich aber im erhitzten Zustand wieder und dann schmeckt sie wirklich lecker! Ausgewogen im Geschmack zwischen Fleisch und Gemüse, richtiges Säure-Süße Verhältnis, das Tomatige passt, das Fleisch passt, eigentlich so weit alles gut. Das Einzige, was mir bei allen drei Saucen aufgefallen ist, ist: sie sind alle ein wenig „langweilig“ im Geschmack. Kräuter wie Oregano oder Majoran oder Thymian oder sonst was nudeltypisches vermisse ich etwas. Natürlich kann es sein, daß es so mehr den „breiten“ Geschmack trifft und nachwürzen kann man ja eh immer, aber da war ich etwas enttäuscht.

Ansonsten habe ich hier nichts auszusetzen, man kann Barilla geschmacklich getrost kaufen.

Wirsing, Sususi

Shennong Teamaker

Seit kurzem ist bei mir der Shennong Teamaker von T4U (Tea for You) im Test. Wie jetzt? Seit wann braucht man für Tee mehr als eine Kanne und Wasser? Na, zugegeben, brauchen braucht man das nicht. Aber gerade für die Arbeit ist er unheimlich nützlich. So sieht er aus; nicht besonders groß, eine ideale 400 ml Füllung findet darin Platz (das ist genau passend für einen Thermobecher!). Der Teamaker ist zweiteilig, oben der “Teamaker” und unten ein Untersetzer, damit nichts kleckert.
Shennong Teamaker
Und so funktioniert der Teamaker: Tee rein, heißes Wasser drauf, ziehen lassen. Man kann übrigens problemlos losen Tee direkt in den Teamaker geben, das feine Sieb vor dem Auslaß hält alles zurück. Aber dann muß man den losen Tee wieder aus dem Teamaker kratzen und das ist mir, gerade auf Arbeit, etwas zu lästig. Deshalb nehme ich hier auch die Teebeutel für losen Tee.
Shennong Teamaker aufgegossen
Sobald der Tee fertig gezogen ist, kann er abgegossen werden. Halt! DAS macht jetzt der Teamaker fast selbst. Sonst wäre er ja nur eine weitere Teekanne. Der Teamaker wird jetzt genommen…
Shennong Teamaker fertig
…und vorsichtig auf eine Tasse/Glas/Thermobecher gesetzt. Am Besten auf etwas, das 400 ml fasst und den Durchmesser einer Kaffeetasse hat. (kleiner geht auch, dann sabbert es aber etwas; größer löst den Mechanismus nicht aus).

Sobald der Teamaker auf dem Glas steht, wird durch den Glasrand unten ein Ventil mit einer Metallkugel nach oben gedrückt, die Metallkugel verschließt den Auslaß nicht mehr und der Tee läuft automatisch in das Gefäß unter dem Teamaker. Nimmt man den Teamaker hoch, stoppt das Fließen.
Shennong Teamaker ablassen
Ist der Teamaker leergelaufen, stellt man ihn auf dem mitgelieferten Untersetzer ab, damit kleine Resttropfen nicht herumkleckern. Nimmt man guten Tee, kann man ihn so sogar noch 1 – 2 mal aufgießen.
Shennong Teamaker leer
Also, bis jetzt bin ich davon ziemlich begeistert! Natürlich ist die Zubereitungszeit des Tees immer noch die gleiche, aber es macht viele Dinge einfacher: ich muß mir nicht überlegen, wo ich den Teebeutel loswerde. Der Teebeutel/Tee bleibt einfach so lange im Maker, bis ich ihn nicht mehr brauche und kann ohne Probleme öfter aufgegossen werden. Ohne sabbern. 400 ml sind die ideale Menge für eine Thermobecherfüllung. Bis jetzt ist er auch noch dicht; wie lange das so ist, zeigt natürlich erst der Langzeittest. Nimmt man Teebeutel für den Tee ist auch die Reinigung sehr einfach. Ab und zu entkalken ist natürlich je nach Wasserhärte nötig und wen die Teeränder (die sich mit der Zeit ablagern werden) stören, der muß halt ab und zu mal Corega-Tabs reinschmeißen. (Kein Witz. Hilft wirklich gegen Teeränder!)

Ach ja, der Teamaker ist aus Kunststoff und nicht aus Glas, daher ist er auch nicht schwer und läßt sich leicht auch in den Urlaub mitnehmen.

Wirsing, Sususi

Meditonsin

Da aktuell ja wieder ganz fiese, böse Erkältungen umgehen, die sich einfach heimtückisch und ohne Vorwarnung an die Leute ranschleichen und diese anspringen, ist es mal an der Zeit, ein paar Worte dazu zu verlieren. Bei der ganzen Vielfalt der Mittelchen, Tinkturen, Tränke und Pillen, die einem helfen sollen, die Erkältung zu besiegen, weiß man ja gar nicht mehr, was man nehmen soll! Früher war das ganz einfach: Arbid N Schlucktropfen und Meditonsin, diese Kombination killte jeden Schnupfen. Leider gibt es die Schlucktropfen nicht mehr (an alle mitlesenden Pharmahersteller: Ganz ehrlich? Mir wurscht, ob da Stoffe drin sind, die Blutungen der Nasenschleimhaut auslösen könnten, ich will die Schlucktropfen wieder haben. Bittebittebitte *bettel*). Gegen den Schnupfen können wir also leider nichts mehr tun, aber wir können ein paar blöde Schnupfen-Nebenwirkungen abstellen: die Halsschmerzen zum Beispiel. Dafür ist bei mir immer noch Meditonsin die erste Wahl:
Meditonsin
Es ist ein homöopathisches Mittel gegen Entzündungen des Hals-, Nasen-u. Rachenraums. Außer man ist zufällig Alkoholiker, eignet es sich für alle Altersstufen und als Nebenwirkungen ist nichts Schlimmeres angegeben, als sehr selten vermehrter Speichelfluß oder Juckreiz.
Meditonsin Flasche
Sofort nach Auftreten der ersten Unannehmlichkeiten im Hals hat es bei mir immer die Halsschmerzen zuverlässig gelindert und ziemlich schnell verschwinden lassen. Zugegebenerweise nicht so schnell wie Dobendan, aber sehr zuverlässig und ich finde, man muß nicht immer gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen. Man muß sich auch nach oben noch etwas Spielraum lassen.

Die Tropfen gibt es in verschiedenen Packungsgrößen. Die kleine Packung mit 35 ml reicht locker für zwei bis drei Erkältungen, wobei man beachten sollte, daß die Tropfen nach Anbruch nur noch 6 Monate haltbar sind. Einnehmen nach Packungsbeilage, dabei die Tropfen nicht gleich schlucken, sondern erst etwas im Mund behalten. Steht aber alles dabei. Geschmacklich finde ich Meditonsin eher angenehm (im Vergleich zum Beispiel zu Toxiloges Tropfen – brrrrr), sehr mild, leicht süßlich, etwas alkoholisch. Also auch für jemanden geeignet, der Medizin nicht so unbedingt gerne schluckt.

Ich kann Meditonsin aus eigener Erfahrung nur empfehlen.

Wirsing, Sususi

UPDATE: Ach so, eines habe ich noch vergessen: Meditonsin hilft nicht gegen Schnupfen – dafür ist es auch gar nicht gedacht. Man hört und liest immer wieder Erfahrungsberichte, in denen Leute berichten, daß die Erkältung trotzdem nicht weggegangen ist. Logisch, wenn ich ein Mittel nehme, welches gegen Halsschmerzen helfen soll, oder?