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Botanis Wärme-Creme

Also manchmal, manchmal wünschte ich mir, ich wär ein Pinguin. Die haben nämlich immer schön warme Füße. Das kann man von mir nicht behaupten, und deshalb bin ich ganz froh, daß meine Füße so weit unten sind, sonst würde es mich wahrscheinlich dauernd an den Ohren frieren. Beim letzten Einkauf fand ich dann etwas, was dem Abhilfe schaffen soll: Die Wärme-Creme von Botanis von Glancos:
Botanis Wärme Creme 1
Jetzt ist eine Wärme-Creme für Füße nicht unbedingt was Neues. Allerdings sind die meisten Cremes ziemlich preisintensiv. Hier waren ganze 250 ml für 2,99 € bei Multistore im Angebot. Da ich eh eine neue Fuß-Creme brauchte, habe ich also diese hier mitgenommen. Vom Aussehen her leicht gelbstichig, läßt sie sich gut auf den Füßen verteilen und zieht auch relativ schnell ein. Sie hinterläßt erfreulicherweise kein klebriges Gefühl an den Füßen – diese fühlen sich nach der Anwendung sehr gepflegt und weich an.
Botanis Wärme Creme 2
Gut, damit hat die Creme zumindest ihren Preis schon mal abgearbeitet. Aber kriegen wir noch etwas darüber hinaus? Natürlich nicht! Wenn wir uns die Zutaten anschauen, dann finden wir in der Creme an 13. Stelle tatsächlich einen Wirkstoff, der die Durchblutung fördern kann und deshalb auch in Rheumasalben und Bädern verwendet wird: Benzyl Nicotinate.
Botanis Wärme Creme 3
Irgendwer hat allerdings vergessen, daß meine Füße nicht lesen können – sie wissen nicht, daß dieser Wirkstoff drinnen ist und sie eigentlich warm machen sollte. Von 6 Tagen Anwendung hatte ich zweimal das Gefühl, daß sie sich ein klitzekleines Bißchen erwärmt hätten – das kann aber auch nur Einbildung gewesen sein. Die anderen Male ist gar nichts passiert. Mit anderen Worten, die Wirkung ist nicht vorhersehbar. Es kann durch aus noch passieren, daß bei einer weiteren Anwendung eine zu starke Wirkung eintritt. Verlassen kann man sich hierauf aber leider nicht.

Schade, aber na ja, die Füße werden wenigstens schön weich. Nur, man sollte nicht zu sehr an der Creme selber schnuppern – dieser Geruch ist nicht besonders toll. Irgendwie wie frisch zerhäckeltes Gras in Creme mit einem sehr scharfen Unterton. Glücklicherweise ist davon auf der Haut nicht mehr allzuviel zu riechen!

Wirsing, Sususi

Update: Wie das mit Chemikern so ist, sie können das Rumspielen nicht lassen. Ich auch nicht. Deshalb habe ich die Creme einfach ein wenig, na, sagen wir aufgepimpt. ACHTUNG! Bitte auf keinen Fall nachmachen, wenn Ihr Euch nicht sicher seit, was Ihr da tut, oder wenn Ihr empfindlich auf Capsaicin reagiert oder sonst irgendwie empfindliche Haut habt!
Da Capsaicin ebenfalls eine eine gefäßerweiternde Wirkung hat und in diversen Wärme-Cremes drinnen ist, habe ich einfach für zwei Tage eine getrocknete Chilischote in der Creme versenkt. Rausfischen, durchrühren – Ergebnis im Test: zweimal ausprobiert und zweimal schön warme Füßchen bekommen. Jetzt ist sie perfekt. *ggg*

Aiuto! Le zanzare! (oder: was 12 € für Dich tun können!)

Heute gibt es ausnahmsweise mal auch kein Kochbuch. Eigentlich war eins geplant, aber dann habe ich irgendwo wieder mal die Frage gelesen: „Was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?“ Hm, mal sehen: tropisches Klima, eventuell irgendwo ein See oder Bach und…. ich? Mit meinem Blut? Ich bin immer noch davon überzeugt, daß manchen Kindern von Geburt an ein GPS-Sender eingepflanzt wird, welcher es Stechmücken ermöglicht, zielsicherer als eine M600 meinen Abwehrschirm zu durchfliegen und mich zwischen 34.772 anderen Leuten ausfindig zu machen. Und trotz Autan buchstäblich bis aufs Blut auszusaugen. Deshalb gibt es tatsächlich etwas, was ich unbedingt auf besagte Insel mitnehmen würde: den Stichheiler. Hier das Modell von wellango für ca. 12 €:
Stichheiler

Dieses kleine niedliche Gerät ist batteriebetrieben und erreicht an einer kleinen Metallplatte an der Vorderseite knapp über 50°C. Man presst das Gerät auf den Stich und drückt den blauen Knopf. Solange man diesen hält, heizt das Gerät. Bis es Endtemperatur erreicht hat, dauert es in etwa 25 Sekunden. Es gibt aber anscheinend auch Geräte, die erreichen die Endtemperatur schon nach wenigen Sekunden. Dann hält man das Gerät noch etwas 30 Sekunden länger auf die Stelle und – fertig! Jucken weg, Stich weg. Na ja, so einfach ist es dann doch nicht. Bei mir haben alle Stiche die Angewohnheit, zu riesigen angeschwollenen Auswüchsen von gut 6 Quadratzentimetern Durchmesser zu werden. Der Stichheiler reduziert das auf einen kleinen roten Fleck, zumindest bei frischen Stichen. Bei älteren Exemplaren kann schon mal ein Mini-Hubbel nach der ersten Anwendung bleiben und auch um das Jucken wegzukriegen muß ich ab und zu noch zwei oder drei mal nachbehandeln. Ich liebe dieses Gerät! Seit ich den Stichheiler habe, habe ich kein einziges Mal mehr Systral oder Fenistil oder sonst was kaufen müssen. Ich hatte nicht mehr den Drang, mich am liebsten mit einem Messer kratzen zu wollen. Und die Stiche sind nach spätestens einer Woche vollständig unsichtbar!
Stichheiler (2)

Natürlich will ich nicht verschweigen, daß es auch einen klitzekleinen Nachteil gibt. Und der hat was mit Relativität zu tun. Wenn man in eine 50°C heiße Sauna gehen soll, lacht einen jeder aus. Wenn man in 50°C heißes Badewasser steigen soll, zeigt einem jeder einen Vogel. Mit anderen Worten: die 50°C, die das Gerät warm/heiß wird, reichen nicht aus, um die Haut oder das Gewebe zu schädigen. Es gibt weder Brandblasen noch Narben noch sonstwas. Aber: die Haut an sich ist, was Wärme angeht, etwas empfindlich. Die Nervenenden fangen sofort an zu schreien: „heiß, heiß, heiß“ sobald die 50°C erreicht werden. Hier muß man sich einfach mental ein wenig anstrengen und die Nerven dieses Mal ignorieren. Einfach dran denken: „es hört auf zu jucken, es hört auf zu jucken“ und schon klappt das!

Es gibt von verschiedenen Herstellern verschiedene Modelle in unterschiedlichen Preisklassen. Dieses von wellango ist sogar mit eines der Günstigsten, aber aus meiner Sicht absolut empfehlenswert (Und nein, ich kriege kein Geld für Schleichwerbung. Ich sage nur, was ich denke! Falls ein Hersteller jetzt trotzdem was überweisen möchte…*g*)

Dumm ist jetzt bloß, daß ich auf meiner Insel auch dran denken sollte, Akkus reinzulegen und ein Solar-Akku-Ladegerät mit einzupacken….

Wirsing, Sususi

Schneiden, oder wie?!?

Am Wochenende waren wir Pizza essen. Der Bericht folgt natürlich auch noch. Aber vorher möchte ich noch etwas anderes unter die Leute bringen. Den meisten Leuten ist es völlig wurscht, womit sie ihre Speisen mundgerecht bearbeiten und vielen Restaurants ist es ebenso wurscht, womit ihre Gäste dies tun müssen. Hier bekamen wir aber wirklich ungewöhnliche Pizzamesser serviert:

Pizza Messer Montego, Stahlheftmesser, nahtlos 18/10, 230 mm

Dies ist das Modell Montego von Picard und Wielpütz. Es hat zwar eine Schneide, diese ist aber sehr gebogen, fast schon wie ein Wiegemesser. Und das ist auch der Trick an der Sache! Ein paar Mal mußte ich schon verzweifelt an meiner Pizza „sägen“, bis ich herausfand, daß man gleichzeitig wie mit einem Wiegemesser wiegen muß. Also eine gleichzeitige Bewegung aus vorwärts wiegen und schneiden. Dann funktioniert das Messer bei Pizza allerdings viel besser als normale Messer.

Ich muß mir unbedingt ein paar von diesen Messern zulegen. Und das schöne daran ist: sie sind noch nicht mal unheimlich teuer, so um die 5 Euro pro Messer.

Wirsing, Sususi

Meine Tassen…04

Also, da das Wetter keine Anstalten macht, sich in eine weniger winterliche Richtung zu bewegen, gibt es zum Nachmittagskaffee heute einfach mal keinen Kaffee sondern eine Russische Schokolade. Die könnte man jetzt einfach in irgendeine Tasse klatschen – oder man macht es so wie ich: man sucht sich eine optisch dazu passende Tasse raus. In meinem Fall diese hier:
GEDC0245

Das ist ein Sammelgedeck mit einer Porzellanmarke, über die ich leider nicht besonders viel weiß: aofi Porzellan Bavaria. Ich habe keine Ahnung, zu welcher Manufaktur diese Marke paßt, also, wenn es jemand weiß, dann darf er mir gerne schreiben.
GEDC0251

Was ich aber weiß, ist, daß diese Tasse mit Ätzdekor verziert ist. Ätzdekore sind zum einen im Aufglasurbrand hergestellt (vielleicht erinnert Ihr Euch an diese hier: http://sususi.meinblog.de/?p=407 da hatte wir das mit den Brenntemperaturen schon mal). Zum Ätzdekor kommt man jetzt, wenn auf die Goldmetallschicht an den Stellen, die unverändert bleiben, per Schablone ein Lack aufgetragen wird, der diese Stellen vor dem Säureangriff schützt. An den Stellen, wo der Lack nicht ist, wird die Metallschicht mit Säure angeätzt. Das kann man dann auch daran sehen, daß diese Stellen dann matt aussehen. Hier das fertig ausgeätzte Motiv:
GEDC0249

Diese Art von Dekor ist nicht spülmaschinenfest und auch sonst recht empfindlich –  es ist anfällig für Kratzer oder andere Spuren, die auch dann gerne entstehen, wenn Teller ohne Schutz dazwischen übereinander gestapelt werden. Wenn man genau hinschaut, dann sieht man an dieser Untertasse leichte Spuren, die die Tasse darauf mit der Zeit hinterlassen hat.

Trotzdem eine schöne Tasse, die ich gerne benutze (das tut natürlich sein Übriges zum Abnutzen *g*) und so schick kann es dann fertig aussehen:
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Wirsing, Sususi

Aeroccino Plus von Nespresso

Ich hab ein neues Spielzeug… und zwar ein Küchengerät, das eigentlich nur eine einzige Funktion ausführen soll und im Vergleich zu seinem Nutzen unwahrscheinlich teuer ist. Mit anderen Worten: ein absoluter Luxusartikel, der unglaublich viel Spaß macht!

Hier ist er, der Aeroccino Plus von Nespresso für *hüstel*…70 Euro. Dazu muß man allerdings sagen, auf anderen Seiten als direkt über Nespresso geht der Aeroccino mal locker für den doppelten Preis weg (Amazon!)
Aeroccino Plus

Er kann eigentlich zwei Sachen, Milch aufschäumen und Milch heiß machen. Milch heiß machen interessiert mich nicht, aber die Milch-Aufschäumung hier ist eben einfach unschlagbar. Erstens produziert er unheimlich viel Schaum. Dies scheint laut anderen Erfahrungsberichten allerdings abhängig von der Milchsorte zu sein; Bioland funktioniert angeblich nicht so gut wie z. B. Gut und Günstig. Ich habe die Aldi-Milch Milfina mit 1,5 % Fett verwendet und damit hat es prima geklappt. Drückt man nur einmal sehr kurz auf den Ein-Schalter, schäumt der Aeroccino und wärmt die Milch gleichzeitig. Hält man den Ein-Schalter ca. 2-3 sek. lang gedrückt, schäumt er bloß, ohne zu heizen.
Cappucino

Mit einem Mal aufschäumen hat der Aeroccino eine ganze Tasse voll Schaum geliefert und er war noch nicht mal bis zur maximalen Füllhöhe befüllt. Für zwei Portionen Cappuccino sollte er also ohne Probleme Schaum genug liefern.

Und zweitens gefällt mir, daß der Schaum richtig schön fest wird. Jetzt werden einige motzen: „Bauschaum-Qualität“ und „für Cappuccino ungeeignet, weil sollte cremig und halbflüssig sein“, aber ich trinke recht wenig Cappuccino. Und auf meinem Kakao möchte ich festen Milchschaum. Ebenso auf meiner Suppe und meinen Erdbeeren, ect.

Reinigen ist auch ganz einfach, einfach mit kaltem Wasser ausspülen, die Spirale rausnehmen (die dank eines Magnet sicher sitzt und sich trotzdem leicht rausnehmen läßt) und das Innere mit einem Küchentuch trocknen. Dauert bei mir grade mal 10 Sekunden. Ehrlich gesagt kann ich aber nichts zur Reinigung sagen, wenn die Milch heiß gemacht wurde, da scheint es manchmal zu Schwierigkeiten mit Ablagerungen zu kommen. Man müßte da mal bei Nespresso nachfragen, ob man den Milchaufschäumer mit herkömmlichen Milchsteinentferner reinigen kann. Ansonsten gilt natürlich: wegen der Anti-Haft-Beschichtung auf keinen Fall ätzende oder scheuernde Reinigungsmittel verwenden (auch keine Mikrofasertücher!) oder sonst irgendwie drin rumkratzen.

Warum ich den Aeroccino Plus wollte und nicht den Aeroccino 3, also das Nachfolgemodel? Der Aeroccino Plus läßt sich durch den etwas größeren Durchmesser in Kombination mit der geringeren Höhe für meinen Geschmack leichter saubermachen. Und der hat einen Henkel. Und eine Ausgießtülle. Deutliches Plus also für den „Plus“ *g*

So, ich geh jetzt noch eine Tasse Schaum genießen…

Wirsing, Sususi

UPDATE: Inzwischen habe ich verschiedene Milchsorten und Fettstufen ausprobiert, und er hat alle gut aufgeschäumt. Sogar die entrahmte H-Milch mit 0,1 % Fett von Kaufland (Wellyou). Wichtig ist bloß, daß die Packung frisch geöffnet wird. Stand sie schon ein paar Tage geöffnet im Kühlschrank, dann wird der Schaum nicht mehr so fest und es wird auch nicht so viel Schaum. Fragt mich nicht, warum.

Meine Tassen…03

Eigentlich wollte ich heute einen anderen Eintrag schreiben, aber das war, bevor ich wußte, daß es auch wirklich, wirklich ekelig schmeckende Nudel-Mikrowellen-Fertiggerichte gibt. Deshalb brauche ich erst mal Zeit, um das buchstäblich zu verdauen, bevor ich mich dazu äußern kann. Und was beruhigt den Magen besser, als ein Tässchen Tee, deshalb hier eine meine Lieblingstassen:

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Die Tasse stammt, wie die Marke verrät, aus der Porzellanmanufaktur mit dem heutigen Namen Kaiser irgendwann aus der Zeit zwischen 1948 und 1955. Zur damaligen Zeit hieß die Firma allerdings noch AL-KA Kunst nach den Firmeninhabern Alboth und Kaiser. Die Porzellanmarke war so nur in der Zeit zwischen 1948 und 1955 in Gebrauch, deshalb läßt sie sich zeitlich besser eingrenzen als viele andere Tassen.
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So sieht das ganze dann mit schwarzem Tee drin aus (Caribic Sun; von dm, schmeckt sehr fruchtig und lecker)
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Von diesen sind anscheinend noch ziemlich viel im Umlauf, denn ich habe von diesen schon zwei Stück jeweils incl. Untertasse und kleinem Teller. Und man sieht immer wieder mal welche auf Flohmärkten. So, bevor der Tee jetzt kalt wird…

Wirsing, Sususi

Meine Tassen…02

Vielleicht ist einigen aufgefallen, daß ich im letzten Artikel wieder eine meiner Tassen verwendet habe. Wem es nicht aufgefallen ist, hier ist sie noch einmal in ihrer ganzen Schönheit:

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Ein Sammelgedeck der Firma Heinrich & Co., Selb. An der Porzellanmarke ist zu erkennen, daß das Gedeck von nach 1939 stammt, davor hatte H&C noch zwei überkreuzte Schwerter in der Marke. Wie man sieht, ist dieses Gedeck „Echt Kobalt“, deshalb auch diese wunderschöne tiefblaue Farbe. „Uiuiui, echt Kobalt,“ werden jetzt einige fragen, „ist das denn nicht giftig?“ Jaein. Kobalt an sich gilt als gesundheitsschädlich, das ist richtig. Trotzdem ist es ebenfalls Bestandteil des Vitamin B12 und als solches sogar lebensnotwendig. Wie immer, die Dosis macht das Gift.
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Was jetzt das Geschirr mit Kobaltglasur betrifft: Kobalt ist, neben Chromverbindungen (grün) eine der wenigen Glasuren, die im Unterglasurbrand verarbeitet werden können, d. h. der Glattbrand erfolgt bei über 1300 °C und somit bei viel höheren Temperaturen als Dekore im Aufglasurbrand (dazu kommen wir beim Gold irgendwann noch mal). Dabei verschmilzt das Cobalt so vollständig mit dem Porzellan, daß keine Spuren mehr abgegeben werden.

Wer allerdings aus dem letzten Südamerika-Urlaub (ebenfalls nicht ausgenommen sind Hinterhofmanufakturen in Spanien, Portugal o. ä.) ein Saftservice mit Bemalung mitgenommen hat, der sollte zumindest drauf achten, keine säurehaltigen Getränke drin aufzubewahren bzw. längere Zeit drin stehen zu lassen. Extrem bleihaltige Glasuren bzw. metalloxidhaltige Glasuren im Aufglasurdekor (keine hohe Brenntemperatur) sind immer noch gerne im Umlauf; hier kann eine gewisse Vorsicht nicht schaden.

Wirsing, Sususi

 

Tassen…01

Jetzt, wo das Wetter langsam so wird, daß man die Eiswürfel aus den Getränken getrost weglassen kann (nicht, daß diese Phase dieses Jahr besonders lang gewesen wäre…*sfz*), kann man so langsam wieder dazu übergehen, einen schönen Tee zu genießen. Daher ist das jetzt die passende Zeit, um auf ein Thema zu sprechen zu kommen, daß in den letzten Jahrzehnten schamhaft an den Rand des Bewußtseins gedrängt wurde und dort mehr Staub angesetzt hat, als in Omas Vitrinenschrank: die Sammeltasse! Dieses hausbackene Objekt biederen Bürgertums ist durch die Spülmaschine (weil nach einem Spülgang das Gold-Dekor eben kein solches mehr ist) endgültig aus dem Geschirrarsenal des modernen Haushalts verschwunden, wohl auch, weil man keinen Sinn mehr darin sieht, Geschirr zu haben, was keiner benutzt. Warum eigentlich? Hat man vergessen, daß man aus Tassen auch trinken kann?

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Vielleicht ist das gerade in Deutschland nicht zu verstehen, in anderen Ländern ist die Verbundenheit zum Tee viel tiefer als hier. Teezeremonien und besonders dafür benutztes Geschirr sind dort nichts besonderes, nur in Deutschland trinken wir unseren Tee aus riesigen Pötten mit sinnreichen Aufschriften wie „Samstag, Sonntag, Scheißtag“ oder ähnlichem. Und da soll dann ein Tee noch schmecken? Das ganze Wesen des Tees steht in absoluter Diskrepanz zu den hier üblichen Gefäßen.

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Wie anders ist doch die Sammeltasse. Leicht, zart, wie der Tee selbst. Bei den fünfhunderttausend verschiedenen Dekors, was liegt da näher, als den Tee passend zur Tasse oder die Tasse passend zum Tee zu wählen?

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Warum sollten also die alten Tassen nicht mal zum persönlichen Vergnügen statt zur Präsentation im Schrank dienen? Grade jetzt, wo „Vintage“ kein Schimpfwort mehr ist sondern Mode kann man seiner Teetafel doch auch mal was gönnen. Übrigens, ein Sammeltassenset ist normalerweise dreiteilig: Tasse, Untertasse und kleiner Teller. Für die Kuchenunterlage ist also ebenfalls gesorgt.

Wirsing, Sususi

Auf den Hund gekommen…

…bin ich noch nicht, wohl aber meine neue Snack-Box. Was das heißt? Ganz einfach, ich war mal wieder einkaufen, was nicht besonders außergewöhnlich ist. Dann habe ich was gesehen, was ich unbedingt haben wollte. Auch nicht außergewöhnlich. Aber diesmal von Tschibo. Dort gibt es momentan alles für unsere vierbeinigen Freunde. Unter anderem eine Box, die dafür gedacht ist, unterwegs für das leibliche Wohl des Vierbeiners zu sorgen, nämlich in Form von Leckerlis.  Aber wer sagt denn, daß ich nicht auch meine Leckerlis da drin unterbringen könnte?

So sieht sie aus:

HPIM1907

Eine große Box in etwas dunklerem Grün in Knochenform und dazu eine etwas hellgrünere Box ebenfalls in Knochenform. Beide zusammen für 3,49 €.

HPIM1902

Da drin hatte ich heute schon mein Frühstück eingepackt (sie ist größer als gedacht) und in der kleinen Box sind Goldfischlis zum Knabbern gelandet. Dadurch, daß die Box recht schlank ist, paßt sie gut in jede Tasche.

Was man reinsteckt bleibt einem selbst überlassen, sie ist halt nicht wasserdicht und aus naheliegenden Gründen wahrscheinlich weder spülmaschinenfest noch mikrowellentauglich. Aber als schöne Bento-Box eignet sie sich hervorragend!

Wirsing, Sususi