Archiv der Kategorie: Bücher

Meine Kochbücher…Nr. 46

In Zeiten der fortschreitenden Wirtschaftskrise ist es sicher nicht verkehrt, ein wenig sparsamer zu sein. Eine gute Hilfe könnte dies hier sein: „Gut gekocht für wenig Geld“ aus dem Heyne Verlag von 1968.
Gut gekocht für wenig Geld

Auf ca. 185 Seiten findet man hier zwar keine Bilder, dafür aber alles sonst: Delikate Fleischgerichte, So schmecken Kartoffeln täglich besser oder Mit Mehl und Reis … um nur ein paar der Kapitel zu nennen. Alle Rezepte sind für 4 Personen und wenn dabei Sachen herauskommen wie Seemannsessen mit grünen Heringen, Fleischwurst mit Kräuterkartoffeln auf hessische Art oder Rindfleischtopf auf südfranzösische Art, dann spare ich gerne ein wenig. Zudem sind die Rezepte auch noch einfach und unkompliziert umzusetzen und familientauglich – was will man also mehr?

Wirsing, Sususi

 

Meine Kochbücher…Nr. 45

Oh, schon wieder eine Sigloch Edition! Keine Angst, es ist diesmal die Vorletzte. „Früchte“ von, tja, diesmal ist kein Erscheinungsjahr vorhanden. Macht aber nichts, darauf kommt es ja auch nicht an.
Früchte

 

205 Seiten, Foto wie gehabt groß rechts und ein Stückchen auch auf der linken Seite, wo diesmal die Rezepte in weiß auf rot zu finden sind.

Hier ist findet man schöne Sachen, die man mit Früchten machen kann, ob das jetzt Getränke sind wie der heiße Orangenpunsch, Trauben in Armagnac oder Schlehenlikör, oder Speisen wie Trifle mit Früchten, Himbeer-Eclairs oder Zwetschgenauflauf. Aber nicht nur die Süßschnäbel kommen hier zu ihren Leckereien, es sind auch herzhafte Sachen dabei und davon nicht zu knapp. Ob Mandarinensalat mit Palmenherzen, gefüllte Ananas oder Lachskotelett mit Avocadomus – kurze Zutatenlisten mit guten Rezeptbeschreibungen führen zu rundum schmackhaften Ergebnissen. Ausprobieren!

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 44

Heute mal ein Buch, das zu dem trüben Wetter da draußen paßt: „Kochen nach dem Wetter“ von 1999 aus dem Midena Verlag. Dieses Werk hat es sich zur Aufgabe gemacht, Rezepte je nach Wetterlage und Jahreszeit vorzuschlagen und damit Wehwehchen wie beispielsweise hoher Blutdruck, Kopfschmerzen oder Winterdepressionen zu bekämpfen bzw diesen vorzubeugen.

Kochen nach dem Wetter

 

Als Einführung erhält man Informationen über die vier verschiedenen Wettertypen und 6 verschiedenen Wetterphasen. Jetzt braucht man nur noch einen Kalender (zwecks der Jahreszeit) und ein Barometer (um den Luftdruck bestimmen zu können). Ach, und eine Küche natürlich.

Aufgeteilt in Frühling, Sommer, Herbst und Winter bekommt man jetzt Rezepte, zu denen die jeweilige Wirkung auf den Organismus mit angegeben wird. Im Winter bei stabilem Mischluftwetter (1030 – 1050 mbar) werden Röstkartoffeln mit Salat als Mittagessen vorgeschlagen, um Wetterfühligkeit vorzubeugen. Im Sommer hingegen senkt bei Grenzbereichswetter (990 – 1030 mbar) Apfelkompott mit Zucker und Zimt die Schmerzempfindlichkeit. Ich glaube, man kann sich jetzt so ungefähr vorstellen, wie es funktioniert.

Ob es wirklich funktioniert, das kann ich beim besten Willen nicht sagen, dazu müßte man sich natürlich über einige Zeit mehr oder weniger konsequent an diese Ratschläge halten. Ein Interessantes Werk ist es trotzdem; erstens sind es schon leckere Rezepte und zum Zwoten kann man es trotzdem ab und an als Anregung nehmen, wenn man wieder mal nicht weiß, was heute auf dem Speiseplan stehen soll.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher… Nr. 43

So, bevor ich mich dann mal in die Silvesterpause nach Garmisch-Partenkirchen verabschiede, gibt es heute noch ein weiteres Exemplar aus der Sigloch Edition:

Kulinarische Streifzüge durch Baden von 1982.

Kulinarische Streifzüge durch Baden

Die Sigloch-Bände sind immer sehr schön und edel aufgemacht, so auch dieses hier. Auf 206 Seiten unternehmen wir hier einen kleinen Abstecher nach Baden – nicht nur kulinarisch. In den Eingangskapiteln finden sich viele Informationen zu Land und Leuten und zur geschmacklichen Historie der Region.

Die Rezepte haben wieder auf der linken Seite das Rezept und auf der rechten ein sehr ansprechendes, großes Foto dazu. Typisch Badisches wird versprochen und gehalten: mit Schwarzwälder Kirschtorte, Badischer Vesperteller und Feldberger Rehgulasch werden hier die Klassiker abgedeckt – und mit Chratzete, Bodenseehecht nach Art des Herzogs Gunzo oder Schnecken im Roggenweckle findet man auch etwas ungewöhnlichere Rezepte hier drin.

Auch hier gilt wieder: wer das Glück hat, über dieses Werk zu stolpern: zugreifen, auch wenn der Preis etwas höher liegen dürfte als für normale Flohmarkt-Kochbücher.

Wirsing bis ins neue Jahr,

Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 42

Maggi Band 12

Nein, das heutige Kochbuch ist kein Suchbild…es ist tatsächlich nur ca. 5 x 5 cm groß. (Geschätzt; ich hab´s nicht nachgemessen). Es handelt sich hier um Band 12 einer Mini-Kochbuchserie aus 2000 vom Maggi Kochstudio. Dieses hier fasst die besten Rezepte aus den bisher seit 1987 erschienenen Bänden zusammen (diese sind übrigens schon lange vergriffen – bei Maggi nachfragen lohnt sich also nicht *g*)

Obwohl das Büchlein so klein ist, ist es doch stolze 253 Seiten stark und hat so alle 3-4 Seiten auch ein Farbbild zu den Rezepten zu bieten. Alle Rezepte verwenden natürlich irgendein Maggi-Produkt: Maggi klare Brühe, Maggi-Fix für Rahmchampignons, ect. Daraus entstehen dann Gerichte wie beispielsweise Russisches Kaninchen, Frankfurter Motten-Knödel oder Curry-Fisch mit Apfel.

Zu den Rezepten bleibt einem nur zu sagen: nicht schlecht – aber auch nicht besonders toll oder kreativ. Es ist wenigstens für jeden etwas dabei; Fisch, Fleisch, Salat oder Dessert. Dafür lassen sie sich durch die Verwendung von Fertigprodukten natürlich ziemlich leicht und unkompliziert umsetzen. Wie man bei uns so schön sagt: Paßt scho´!

Wirsing, Sususi

 

Meine Kochbücher…Nr. 41

Heute wieder mal eines meiner Lieblings-Kochbücher, passend natürlich zur Vorweihnachtszeit: „es weihnachtet sehr – Ein kulinarischer Kalender von Advent bis Neujahr“  Es stammt aus der Sigloch Edition von 1978; von diesem Verlag gibt es eine ganze Reihe solcher Bände (leider findet man die noch gut Erhaltenen nur für relativ viel Geld).

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191 Seiten bieten hier wieder mal nicht bloß Rezepte. Es wird der Martinsbrauch erklärt, die Geschichte vom Nikolaus und was man als Mädchen Silvester mit einem Stück Apfelschale anfängt.

Aufgeteilt in Vorweihnachtszeit, Weihnachten und Silvester hat man hier ein schön aufgemachtes Buch; links die Rezepte, rechts das (wirklich gut gelungene) Bild dazu. Ein bißchen gewöhnungsbedürftig ist, daß die Rezepte in weiß auf weihnachtlich-festlichem grün stehen. Aber: egal ob Ingwerplätzchen, Martinsente oder Matjestopf, die Rezepte hier drin sind wirklich der Hammer!

Die meisten Rezepte sind recht einfach umzusetzen (na ja, wissen, wie man Eischnee schlägt, sollte man schon, so Grundlagen werden nicht mehr erklärt) und die Zutatenlisten halten sich wirklich sehr in Grenzen. Etwas unklar ist mir allerding, beim Rezept für Vanillekipferl, wie man sie “ möglichst heiß vom Blech löst (das ist nicht der unklare Teil) und WICKELT sie in Vanillezucker ein. Beim besten Willen, das hab ich noch nicht geschafft. Ich habe sie bisher immer nur in Vanillezucker gewälzt. Falls jemand es schon mal geschafft hat, irgendwas in Vanillezucker einzuwickeln, der darf sich gerne melden. Die Kipferl sind allerdings dank der Verwendung von 3 Eigelb buchstäblich zum reinlegen.

Tolles und schönes Buch, nur zu empfehlen.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 40

„Koche und lebe gesund“ – so der Titel des Buches aus dem Oldenbourg Verlag. Es handelt sich eigentlich um ein Schulbuch von 1974, genauer eines für den hauswirtschaftlichen Unterricht der Sekundarstufe 1. Ja, ein Schulbuch. Auch wenn die Zeiten von Rhovyl, Diolen und Orlon vorbei sind, die Haushalts -u. Koch-Tipps, die in solchen Büchern zu finden sind, die gelten immer noch. So wird zum Beispiel erklärt, was es mit den verschiedenen Mehltypen auf sich hat oder welche Wirkung Hirschhornsalz beim Backen hat.

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Auch wenn von den 224 Seiten nur etwa 1/4 für Rezepte verwendet werden, sind diese, wie für Schulkochbücher üblich, mit einfachen Zutaten leicht umzusetzen. Grundrezepte wie Hefemürbteig, Bohnenkaffee (ja, es ist erstaunlich, wie wenig Leute einen trinkbaren Kaffee zustande bringen – Tap rein, Tasse raus ist eben manchmal nicht genug) oder Leberknödel – alles einfache Rezepte. Daher natürlich auch für Anfänger richtig gut geeignet, zumal Schulkochbücher die Angewohnheit haben, Zubereitungsarten extra noch mal zu erklären. Deshalb – lohnt sich immer.

Wirsing, Sususi

 

Meine Kochbücher…Nr. 39

Heute liefert uns Alfon Schuhbeck Schmankerln und Brauchtum aus Bayern: In „Bayerisch genießen“ aus dem Weltbild Verlag von 2007. Aufgeteilt in die vier Jahreszeiten mit Vorworten und Zwischeninfos zu Bayerischen Bräuchen wie der Starkbierzeit, dem Maibaum-Aufstellen oder dem Jakobi-Fest sind ganz, ganz leckere Schuhbeck´sche Rezepte zu finden.

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Ob Rotweinbirnen mit Orangen-Krokant-Parfait, gebratene Gans mit Gewürzblaukraut oder braun eingemachtes Hirschwild… hier bleiben keine Wünsche offen. Und alle Rezepte haben irgendetwas, was ihnen den jeweiligen „Pfiff“ gibt: eine Prise Koriander im Zwiebelkuchenteig, der Cayennepfeffer in der Dillsauce zum Matjes oder der Ingwer in der Haxerlsülze…typisch Schuhbeck eben. Deshalb seien Ingwer-Hasser auch lieber gleich vorgewarnt: der obligatorische Ingwer wird hier drinnen gerne genommen. Na ja, man kann ihn zur Not ja auch mal weglassen (oder mehr nehmen…ich liebe Ingwer!).

Jedenfalls ein wirklich tolles Buch mit sehr leckeren Rezepten auf ca. 160 Seiten mit appetitlichen Bilderchen dazu. Mnjam!

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 38

Auch wenn der Titel des heutigen Buches „Unvergessene Küche“ heißt –  das galt wohl eher für das Erscheinungsjahr 1979, als es von der Gruner&Jahr AG herausgegeben wurde. Seit damals sind ganz viele Gerichte aus diesem knapp 400 Seiten starken Buch von der herkömmlichen Speisekarte verschwunden – bei vielen wissen die meisten Leute nicht mal mehr, daß es sie mal gab.

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Hier drinnen findet man die schönsten Rezepte aus deutschen Landschaften; in diese Kapitel ist das Buch auch aufgeteilt: Schleswig-Holstein, Westfalen, Bayern, ect. Aus jeder Region sind Spezialitäten und typische Rezepte aufgeführt: Lübecker National z. B. oder Pluckte Finken, Prilleken, Bambser oder Nürnberger Gwärch. Wer jetzt keine Ahnung hat, um was für Gerichte es sich überhaupt mal annähernd handelt…der werfe einen Blick hier rein. *g*

Leider sind keine Bilder dabei, aber dafür stehen in den Einleitungen der jeweiligen Kapitel kleine Charakterisierungen der jeweiligen Region und zwischen den Rezepten sind kleine Bonmots oder Verschen zu finden wie „De Mensch hot en Mage un net for umsonscht!“ Dadurch wird die ganze Sache etwas aufgelockert. Außerdem stehen zwischen den aufbereiteten Rezepten noch handschriftliche alte Rezepte und kleine Anekdoten zu verschiedenen Gerichten.

Die Rezepte selbst sind gut umsetzbar, unschlagbar lecker und in dieser geballten Form sonst wohl kaum zu finden. Ein absolutes Schätzchen, unbedingt auf den Flohmärkten Ausschau nach halten!

Wirsing, Sususi

 

 

Meine Kochbücher…Nr. 37

Na, weiß jeder schon, was es Weihnachten zum Essen gibt? Wer hier noch keine Idee hat, der hat noch Zeit, sich „Festliche Weihnachten – Das große Koch- und Backbuch“ vom BellaVista Verlag von 2000 zu besorgen.

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Dieses Werk hat schlappe 304 Seiten, auf denen man neben den üblichen Kategorien wie Braten, Meeresfrüchte oder Kuchen&Plätzchen auch Sonderkategorien wie Schinken, Heiße Klassiker oder Pudding im Tuch findet.

Wie es öfter mal der Fall ist, wenn man verschiedene Werke eines Verlages hat, findet man hier auch bekannte Rezepte aus anderen Büchern des BellaVista-Verlages, aber es sollte trotzdem noch viel Neues dabei sein.

Die Rezepte hier drin sind ausgesprochen vielfältig und lecker, z. B: Zitronen-Garnelen-Pastete, Truthahntaschen oder Haselnuß-Schokoladen-Torte…aber: die meisten Rezepte erfordern etwas Kocherfahrung. Das gilt nicht nur für Rezepte wie die Hühnerballotine (ich gebe zu, hier schummle ich immer ein bißchen und lasse das Hühnchen von meinem Metzger entbeinen *g*) obwohl die Rezepte an sich wirklich gut und schrittweise beschrieben sind.

Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen, nicht nur für Weihnachten, es sind auch anderweitig „festlich“ verwendbare Rezepte hier drin. Das einzige, was mir negativ aufgefallen ist, ist das Rezept für Mint Julep. Mint Julep ist ein wirklich sehr mnjam-mnjam schmeckendes Getränk aus den Südstaaten der USA, bestehend aus Bourbon Whiskey, Zucker und Pfefferminze. Es ist kein Mix aus Anananssaft und Ginger Ale! (obwohl das auch so klingt, als schmeckt es lecker). Aber das kann man dem Buch ja nicht vorwerfen, höchstens dem Lektor.

Weihnachten kann jetzt jedenfalls kommen…

Wirsing, Sususi