Archiv der Kategorie: Ausflüge/Urlaub

Eat & Style Messe Stuttgart 2013

Dieses Wochenende war wieder ein Besuch in der Messe Stuttgart angesagt. Genauer gesagt interessierte mich eigentlich am Stuttgarter Messe Herbst fast nur die Halle 7 (fast deshalb, weil auch in Halle 8 noch Interessantes zu finden war.): dort fand nämlich die diesjährige Eat&Style Messe statt. Das ist eine Messe, die regionale und internationale Leckereien, Küchen-Neuheiten und Koch-Shows an drei aufeinanderfolgenden Tagen bietet. Man kann probieren, einkaufen, noch mal probieren, noch viel mehr shoppen und zwischendurch ein paar Kochshows anschauen. Diesmal waren außer Frank Oehler auch noch Sarah Wiener (die mit einem eigenen Stand vertreten war) und Sante de Santis vertreten, der hier auf seinen eigenen Auftritt morgen wartet und derweil…
Sante de Santis
seinem Kollegen Stefan Marquard beim servieren zuschaut.
Stefan Marquard

Natürlich gab es auch wieder die üblichen Verdächtigen, wie den Käsehimmel, wo ich diesmal ein Stückchen hiervon naschte:
Trüffelkäse
Vielleicht erinnert sich einer an meine Aussage zu Trüffeln (hier noch mal nachzulesen:http://sususi.meinblog.de/2013/04/16/slow-food-messe-2013-stuttgart/). Tja, was soll ich sagen? Im Käse fand ich den Trüffel gar nicht mehr sooo schlimm. War schon fast eßbar!
Aber ich probierte dann lieber etwas schmackhafteres:
Rosen Eis
Das ist Rosen-Eis, auf Schafsmilchbasis von Kreß, der Honig-Eis-Manufaktur. Sieht unspektakulär unfarbig aus, schmeckt aber sehr lecker! Erstens ist das Eis wirklich fest, nicht so cremig-lätschig wie Eis in den letzten Jahren geworden ist. Je cremiger nämlich das Eis ist, desto weniger kalt empfindet man es – mag ich gar nicht! Eis sollte schön kalt sein. Wie dieses. Und dann war natürlich auch der Geschmack entscheidend: dezent nach Rosen, nicht zu süß, die Schafsmilch hat man gar nicht geschmeckt. Rundherum sehr zu empfehlen!

Steak mit Cuciniale zubereitet
Diese Probier-Portion Steak mit Risotto wurde (fast) von einem Computer gekocht! Cucinale hat nämlich einen Sensor entwickelt (sieht aus wie ein Bratenthermometer) und die dazu passende App, nutzbar auf iPod, iPhone oder iPad. Dieser App gibt man vor, ob man Fleisch, Fisch, Risotte ect. kochen will, welche Herdart man hat, und welchen Garpunkt man möchte. Dann steckt man den Sensor in das Gericht und die App sagt einem dann, wann man wenden muß, den Herd runterschalten soll und wann das Fleisch innen medium ist. Eigentlich eine völlig unnütze aber ziemlich coole Sache, die in der Grundausstattung (Sensor + App) mal satte 300 € kostet!

Ein paar Dinge haben mir aber auch dieses Jahr nicht so gut gefallen. Dazu zählte zum Beispiel Herr von Due:
Herr von Due
Eigentlich ist die Idee eines fertigen Fondue-Mix ja nicht neu. Eigentlich ist es auch eine gute Idee, diesen Mix mit frischem Käse anzubieten. Aber Herr von Due bietet keinen richtigen Fondue-Mix an, sondern nur geraspelten Käse. Und den ganz schön preisintensiv. Alle weiteren Zutaten wie Knoblauch, Kirschwasser oder Wein, Speisestärke ect. muß man trotzdem noch selber dazugeben. Das ist irgendwie eher unnütz.

Auch nicht toll war der Senf von Columella.
Columella Senf Lucinella
Alle Senfsorten dort schmeckten irgendwie muffig und hatten überhaupt keine Säure, die die anderen Geschmäcker wieder ausbalanciert hätte.

Werder würde ich sonst eigentlich immer empfehlen.
Werder Ketchup & Saucen
Aber die Curry-Wurst-Sauce fand ich außer leicht scharf überhaupt nicht schmackhaft. Zuwenig tomatig, zuwenig süß, einfach unrund. Schade.

Genügend gute Sachen waren aber trotzdem noch da, und deshalb hier die diesjährige Ausbeute:
Ausbeute
Das ist Grüntee Knuspersalz, knackig mit einem leichten Geschmack nach grünem Tee. Der heiß-ersehnte Spiralschneider durfte diesmal natürlich auch mit. Bei Sarah Wiener nahm ich Lavendel-Rot-Orange Tee mit. Dieser hat einen sehr leichten Lavendel-Geschmack und ist insgesamt sehr sanft im Geschmack. Bei IKK gewann ich eine Dose mit Pfefferminz-Pastillen und die UFOP (Union zur Förderung von Oel-u. Proteinüpflanzen) verschenkte nach Beantwortung eines kleinen Raps-Fragebogens eine Flasche Rapsöl und einen Kochlöffel. Am Stand Leinfelden-Echterdingen Marketing konnte man seine eigene Seifenkugel herstellen.

Man sieht, es wird einem wirklich ganz viel geboten, es waren noch ganz viele andere tolle Hersteller mit tollen Produkten vor Ort und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Wer sich nicht so für Essen & Trinken interessiert kann beim Stuttgarter Messe Herbst mit der selben Eintrittskarte auch noch andere Messen besuchen, Modell Süd, die Spielemesse, Hobby + Elektronik, ect. Bloß gute Nerven sollte man mitbringen, bei so viel Leuten…

Wirsing, Sususi

Messe des regionalen Geschmacks Pforzheim

Heute fand im CongressCentrum Pforzheim die „Messe des regionalen Geschmacks“ statt. Nicht zu verwechseln natürlich mit dem Markt des guten Geschmacks (SlowFood Messe). Unsere wurde veranstaltet vom Verein Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e.V. Leider fand sich die Veranstaltung gar nicht auf der Homepage des Veranstaltungsortes und auch sonst war vorher kaum Werbung dazu zu finden. Diesmal war aber zumindest der Eintrittspreis schon vorher gut kommuniziert: der Eintritt war diesmal frei! Nun sagte zwar schon Albert Einstein: „Was nichts kostet, ist nichts wert“, aber bekanntlich hat auch er sich des Öfteren schon geirrt. Deshalb und weil es zu Fuß von mir aus nicht gerade weit war, wollte ich das schon mal selber überprüfen.
Als Veranstaltungsort das CongressCentrum zu nutzen, war eine wirklich gute Idee. Erstens ist dort Platz genug für alle Besucher
Messestände
und zweitens läßt sich die „Genußtafel“ (dazu kommen wir noch) bequem im großen Saal unterbringen.
Saal mit Tafel
Damit sind wir aber schon bei einem kleinen Kritikpunkt: das Licht im großen Saal wurde auch später nicht heller gedreht. Hat natürlich zur Folge, daß man dem Geschehen auf der (ebenfalls nicht besonders gut ausgeleuchteten) Bühne besser folgen kann, aber andererseits nicht mehr wirklich gut sieht, was man auf dem Teller hat. Zumal die Dunkelheit um 12:00 Uhr mittags auch extrem schläfrig macht.

Rahmenprogramm war auch umfangreich vorhanden, so spielten zur Eröffnung zum Beispiel die Jagdbläser, die später auf der Bühne ebenfalls noch einmal einen Auftritt hatten,
Jagdbläser

Frau Wäber war zu Besuch (ok, ich finde diese „Dame“ nicht lustig, eine Reihe neben mir sind ein paar Leute vor Lachen bald vom Stuhl gefallen, jedem das Seine!)
Frau Wäber

Natürlich war das allerdings nicht der Hauptgrund der Anwesenheit: es gab auch noch viel zu probieren. Zum einen natürlich an den ca. 25 Ständen: Wildschweinwurst, Schokoladenlikör oder Senf (Senf gab es an ca. 5 Ständen. Alle hatten den gleichen Senf, die gleichen Gläser, den gleichen Geschmack und die gleichen Preise.)
Senf

Zum anderen gab es wieder die „Genußtafel“, d.h. Tische, an denen man die verschiedenen Speisen verzehren konnte, die von den Naturpark-Wirten zubereitet wurden:
Speisekarte

So gab es zum Beispiel einen Schwarzwälder Vorpeisenteller (hier rechts) oder geschmälzte hausgemachte Maultaschen (hier links)
Beispielteller

Ich entschied mich aber lieber für Wild: hier die Bolognese vom Reh auf Nudelbett mit Preiselbeeren
Bolognese vom Reh
Ordentliche Portion, über die Preise kann man diesmal echt nicht meckern (auch an den Ständen ok) und geschmacklich nicht schlecht. Ich sage jetzt „nicht schlecht“, weil die Nudeln für mich einen Tick zu schlabberig waren. Und die Bolognese es fast geschafft hat, den Rehgeschmack nicht in den Hintergrund treten zu lassen. Aber eben nur fast.

Für mich persönlich hat es sich schon deshalb gelohnt, weil ich ein paar gute Wanderkarten abstauben konnte, die ich noch nicht hatte. Vielleicht sogar eine mit einer gelben Raute, die tatsächlich zum Ziel führt? (Insider-Witz)
Alles in allem? Lohnt sich schon. Ich würde dazu nicht extra anfahren, aber wenn man grade mal schon da ist, bekommt man leckeres Essen mit Unterhaltung für gute Preise von Wirten, die man sonst vielleicht nicht so oft in ihren Gasthäusern besucht. Plus für Pforzheim.
Oh und ich habe nicht widerstehen können und mir die Pfiffikus-Streuwürze endlich gekauft. Ja, ich weiß, ich hätte noch drei Wochen bis zur eat&style Messe warten können. Aber das ist dann schon mal eine Sache weniger, die ich dort mit rumschleppen muß.

Wirsing, Sususi

Pforzheim handelt

Pforzheim hat sich etwas Neues ausgedacht: zum ersten Mal findet dieses Jahr die Messe/Ausstellung/Veranstaltung „Pforzheim handelt“ auf dem Pforzheimer Messplatz statt. Wunderbar mit Flyern, Plakaten und Internet-Auftritt angekündigt, haben die Veranstalter nur eines vergessen, zu erwähnen: den Eintritt. Stillschweigend ist dieser einfach unter den Tisch gefallen. Nun könnte man sagen, erfahrene Messebesucher wissen, überall, wo sich auch nur im Kleingedruckten irgendwo das Wörtchen „Messe“ versteckt – da muß man erst mal den Geldbeutel zücken. Das weiß ich, das weiß auch der ein oder andere, aber alleine als ich an der Kasse stand, kamen ein paar Leute, die dies nicht wußten. Und die extra angefahren sind. Vermutlich haben die Veranstalter damit gerechnet, so nach dem Motto „jetzt sind wir extra hergefahren, jetzt kehren wir nicht extra wieder um und zahlen halt den Eintritt“. Der mit 6 Euro übrigens ordentlich hoch angesetzt war!

Pforzheim handelt - Stand

Ich weiß nicht genau, wie groß der Messplatz ist. Es passen jedenfalls ca. 500 Autos drauf, die Messefläche bedeckte ungefähr die Hälfte davon. In sogenannten „Hallen“ (Zelte. Zelte, in denen pro Zelt ca. 5 – 8 Aussteller Platz finden.) kann man sich über Bautrends, Wintergärten, Gartenpflanzen und diverse andere Felder (Mode, Tierzubehör, Salami, ect.) informieren. Für Häusle-Neu/Um-Bauer finden sich hier bestimmt Ideen, zumal der Großteil der Aussteller tatsächlich aus der Region stammt und sozusagen „vor Ort“ ist.

Pforzheim handelt - Käse

Zusätzlich gab es noch ein etwas größeres Zelt mit einer Showbühne, auf der diverse Veranstaltungen wie Bauchtänzerinnen, Musikveranstaltungen oder Tipps zum Blumengesteck-binden stattfinden.

Ebenfalls gibt es ein Zelt, in dem eine Kocharena eingerichtet wurde, auf der Köche aus der weiteren Region Gerichte aus ihren Restaurants präsentieren.

Pforzheim handelt - Kochshow

Netterweise durfte das Publikum auch einen kleinen Happen probieren: Hier Perlhuhnbrust mit Garnele an Lavendelsauce mit Steinpilzragout.

Pforzheim handelt - probieren

Außerhalb der Hallen gab es zwischendurch ebenfalls noch ein paar Aussteller verteilt.

Pforzheim handelt - Garten

Für Verpflegung gab es allerdings mehr als genug Möglichkeiten: ein Grill/Pommes/Currywurst-Stand am nächsten, zwischendrin auch mal Eis oder Kaffe + Kuchen oder Kürbissuppe oder Schnitzel mit Pommes. Wobei man hier beim Eis noch am Besten wegkam, mit 80 cent pro Kugel sollte man sich besser den Bauch vollschlagen, denn zusätzlich zum Eintritt geht ein Standbesuch hier schnell gewaltig ins Geld.

Pforzheim handelt - Eis

Ein paar spannende Sachen habe ich dann aber doch entdeckt: zum einen ein Grill, der außen nicht heiß wird, der beim Umfallen die Kohle nicht überall verteilt, der nicht raucht und der sich auch noch leicht saubermachen läßt. Es ist der Holzkohle-Grill Lotusgrill!

Pforzheim handelt - Grill

Mit 159 Euro (Messepreis 139 Euro + Tragetasche) absolut jenseits von gut und böse (jedenfalls für meine Begriffe) aber in meinen Augen absolut den Preis wert!

Jetzt aber noch etwas, was ich absolut unverschämt fand: ich durfte Saft verkosten. Orange-Mandarine-Maracuja, Dornfelder Traubensaft und noch irgend einer. Die beiden ersten waren geschmacklich wirklich der Hammer, mit 4,50 € pro Flasche allerdings auch nicht gerade günstig. Bestellbar allerdings laut Auskunft nur in Kartons á 24 Flaschen. Kann ja jetzt jeder selber ausrechnen. Bisher noch kein Problem, kennt man ja. Jetzt aber kommt´s: auf meine Nachfrage, ob ich ein Prospekt haben könnte, oder ob es einen Internetauftritt gibt, wurde verneint. Der Vertreiber ist angeblich aus Berlin angereist, deshalb gilt das Angebot natürlich auch nur hier auf der Messe. Prospekte gibt es nicht, Internet auch nicht. Daheim nachgeschaut, fand ich nicht nur die Internetseite sondern auch den Hersteller mitten in Baden-Württemberg! Klar, auf Messen versucht man immer, dem Kunden so viel wie möglich aufs Auge zu drücken, ein wenig Übertreibung ist auch ok, aber für dumm verkaufen, da bin ich allergisch dagegen!

Was ist jetzt das Fazit des Ganzen? Nicht perfekt. Könnte aber tatsächlich was werden, wenn die Veranstalter ein wenig mehr Erfahrung haben. Wenn die Technik schon vor Öffnung steht. Wenn die auftretenden Gruppen und der dafür eingeplante Platz tatsächlich zusammenpassen. Wenn zum Kochen alle Geräte bereit stehen und sich jemand mit dem Herd auskennt. Wenn die Veranstalter vorher den Preis veröffentlichen. Wenn man für Publikum-an-Experten-Fragen Mikrophone verwendet, so daß man tatsächlich die Frage auch versteht. Warten wir einfach mal auf das nächste Jahr. Wer dieses Jahr noch vorbeischauen möchte, der kann dies noch bis Sonntag, 06.10.2013 tun.

Wirsing, Sususi

„Kaiser – Reich – Stadt“ in Nürnberg

Ich hatte es ja schon erwähnt – ich war in meinem Urlaub in Nürnberg. Und da sich das Wetter leider nicht erbarmte, beschränkten sich die Aktivitäten eher auf alles Innere. Da traf es sich ganz gut, daß noch bis zum 10. November eine Sonderausstellung auf der Kaiserburg in Nürnberg zu sehen ist: „Kaiser – Reich – Stadt“. Natürlich gibt es noch viel mehr gute Gründe, auf „die Burg“ zu gehen: zum einen ist die fast noch komplett erhaltene  mittelalterliche (oder wiederaufgebaute) Stadtmauer mit ihren vielen Türmen und Toren an sich schon eine beeindruckende Anlage und zum anderen hat man zum Beispiel von der Freiung aus einen wunderschönen Ausblick über die Sebalder Altstadt und noch viel weiter.
Freiung
Den Ausblick kennt aber jeder Nürnberger schon, und deshalb wollten wir sie den Touristen auch nicht allzulange versperren *g*

Will man in die Kaiserburg gelangen, dann muß man erst vorbei am Sinwellturm (wer des mittelhochdeutschen nicht mächtig ist: „sinwell“ heißt nichts anderes als „rund“; also sozusagen der „runde Turm“), einem der Haupttürme der Nürnberger Burg/Stadtmauer. Auf diesen kann man auch rauf. Tiefer runter geht es in dem Häuschen davor, dort ist nämlich der „Tiefe Brunnen“ drin. Dieser ist auch zu besichtigen.
Sinwellturm

Ist man in der Burg, kommt man durch den Rittersaal in die Obere Kapelle (Kaiserkapelle). Hier ein Bild aufgenommen aus der Kaiserloge. Unter der Oberen Kapelle befindet sich die (logisch!) Untere Kapelle, die Margarethenkapelle.
Margarethenkapelle

Kommt man in den Kaisersaal, findet man nicht nur Infotafeln zum Wirken und Walten der verschiedenen Kaiser des heiligen römischen Reiches, man findet auch Ausstellungsstücke wie eine der sieben noch erhaltenen Originalschriften der Goldenen Bulle, eine Nachbildung der Reichskleinodien (die Wien ja nicht mehr rausrücken will *hrmpf*) und diverse andere sehenswerte Stücke.

Zum Beispiel eine Statue von Karl IV.:
Kaiser Karl IV

Reichsapfel: (Nachbildungen der Reichskrone, der heiligen Lanze, ect. sind ebenfalls zu sehen, unter der Reichskrone ist übrigens ein tolles Modell von Nürnberg ausgestellt!)
Reichsapfel

Damit endet die Ausstellung natürlich noch nicht. In den folgenden Säälen finden sich eine Vielzahl an Rüstungen, Rüstungsgegenständen, Waffen und sogar astronomische Meßgeräte.

Rüstung:
Rüstung

Modell der Nürnberger Burg, wie sie um 1100 ausgesehen haben muß:
Burg1100

Helme:
Helme

Alles in allem eine wirklich sehenswerte und beeindruckende Ausstellung und zumindest für jeden Nürnberger oder Wahl-Franken ein absolutes Muß!

Mit einem kurzen Blick auf den wohl meist-bekletterten und meist-bespielten und deshalb schon ganz glattgeschliffenen Felsen in ganz Nürnberg, den Ölberg, sage ich erst mal: Wirsing, Sususi

Oelberg

Insel Reichenau mit Eberhardt

Es ist ein übles Gerücht, daß bei Busreisen mindestens eine Person im Bus Zitronenmelissebonbons verteilt. Stimmt nicht! Es waren Eukalyptus und Joghurt-Bonbons. Nein, mal im Ernst: ich bin ein wirklich großer Fan von Busreisen. Wo sonst kann man den Homo Touristii besser studieren, als in seinem natürlichen Habitat, dem Reisebus. So gesehen war der Ausflug an den Bodensee zur Insel Reichenau mit Eberhardt Reisen nahezu eine Studienreise.

Los ging es in Pforzheim um 11 Uhr vormittags. Da der Bus bereits in Karlsruhe war, war er schon zur Hälfte besetzt. Und hier gab es auch schon die ersten Schwierigkeiten: ein Herr mit Platznummer 9 A wollte unbedingt neben seiner Frau mit Platznummer 14 D sitzen. Da die Dame auf 14 C so nett war, zu tauschen, konnten wir sogar pünktlich abfahren.

Die Fahrt an sich war sehr entspannend, es war schön, endlich mal nicht selber auf den Verkehr aufpassen zu müssen!
Vorne hinter dem Fahrer war eine kleine Digitalanzeige angebracht, die abwechselnd die Uhrzeit bzw. die Innentemperatur anzeigte. Kurz nach Fahrtantritt holte jemand seinen Rucksack aus dem Gepäckfach und kam dabei auf diesen kleinen „Stop“-Knopf. Jetzt zeigte die Anzeige natürlich nur noch „Stop“ und keine Temperatur mehr an. Nach zehn Minuten begann nervöses Geflüster. Offensichtlich waren sich die Reisenden nicht mehr sicher, ob sie noch schwitzen oder schon frieren sollten. Das zweiköpfige Abgesandten-Team konnte vom Busfahrer allerdings beruhigt werden: beim Raststätten-Halt geht das „Stop“ wieder weg!

Diesen Halt machten wir dann am Rasthaus Im Hegau. Von dort hat man eine schöne Aussicht, z. B. auf das Franzosenwäldchen oder den Berg Hohenhewen. Und ab da kann man schon sagen, wie das Wetter wird. Wie wir losgefahren sind, hat es, wie auch im Tagesverlauf, mal kurz getröpfelt, aber sonst war es heiß und sonnig.

Gegen halb zwei/zwei waren wir dann auf der Insel. Der erste Abstecher ging hinunter zum Yachthafen, wo auch noch das Wein-u. Fischerfest 2013 stattfand.
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Dies war allerdings eher enttäuschend. Anscheinend war das Fischerfest tatsächlich mal ein Fest, an dem frischer Bodensee-Fisch serviert wurde. Das sich der Fisch in den letzten Jahren in 1/2 Hähnchen, Thüringer Bratwurst und Zwiebelkuchen verwandelt hatte, das war Eberhardt Reisen wohl ebenfalls unbekannt, wie aus der Reaktion des Busfahrers zu schließen. Er gibt es aber so an den Veranstalter der Fahrt weiter. Alles, was jetzt noch an Fisch zu finden war, war dies:
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Ok, dann halt ein Felchenfilet. Schmeckt ja auch. Aber wenn es nicht so heiß gewesen wäre, und ich Hunger gehabt hätte, dann wäre ich ziemlich enttäuscht gewesen.
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Hm, also, wenn es schon keinen Teller als Unterlage gibt, dann hätte ich wenigstens gerne ein Messer gehabt, denn mit einem Büschel Petersilie verstreicht sich der Meerrettich so blöde!

Ein Glas Wein gab es auch, für mehr war es eindeutig zu heiß:
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Also gut, ein Trip an den Bodensee lohnt sich ja auch ohne Fisch, deshalb habe ich einen schönen Spaziergang unternommen: zum Seebad, zu Peter und Paul, zum Kräutergarten, und natürlich so viel wie möglich in Wassernähe. Sogar bis zu den Schenkeln im Wasser war ich, was bei meinem Temperaturempfinden wirklich was heißen will!
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Fällt jemandem an diesem Bild was auf? Kleiner Tip: es ist ein Schild an diesem Baum angebracht!

Auf der anderen Bodensee-Seite war Allensbach schön zu sehen:
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Wem es zu heiß ist, der kann sich ja das Marienmünster anschauen, dort im Klosterkeller ist auch ein Weinverkauf untergebracht:
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Da der Busfahrer bereits auf der Hinfahrt angedroht hatte, wer zur spät zur Abfahrt kommt, muß im Bus singen und tanzen, waren alle sehr pünktlich wieder um 18:30 Uhr am Bus, alle mehr oder weniger k.o. Die Heimfahrt verlief dann dementsprechend ruhig, trotz der Vollsperrung der A8. Aber unser (wirklich sehr netter und) souveräner Fahrer bog einfach vorher schon von der Autobahn ab, und so bekamen wir noch eine kleine Rundfahrt mit dazu. Pünktlichst um Schlag 21:00 Uhr waren wir dann wieder am ZOB Nord.

Das war ein sehr schöner Ausflug, jederzeit gerne wieder mit diesem Unternehmen, wenn dort alle Fahrten so sind. Bequemer kann man ja eigentlich auch gar keinen Ausflug unternehmen: man muß nicht selber fahren und sich mit anderen Verkehrsteilnehmern rumärgern. Man muß keinen Parkplatz suchen; man muß sich um nichts kümmern, außer daß man pünktlich ist. Und für 36 € kann man nicht meckern, wenn man sich hier die Benzin-Preise mal anschaut! Also, mal sehen, wohin der nächste Ausflug geht…

Wirsing, Sususi

Schneiden, oder wie?!?

Am Wochenende waren wir Pizza essen. Der Bericht folgt natürlich auch noch. Aber vorher möchte ich noch etwas anderes unter die Leute bringen. Den meisten Leuten ist es völlig wurscht, womit sie ihre Speisen mundgerecht bearbeiten und vielen Restaurants ist es ebenso wurscht, womit ihre Gäste dies tun müssen. Hier bekamen wir aber wirklich ungewöhnliche Pizzamesser serviert:

Pizza Messer Montego, Stahlheftmesser, nahtlos 18/10, 230 mm

Dies ist das Modell Montego von Picard und Wielpütz. Es hat zwar eine Schneide, diese ist aber sehr gebogen, fast schon wie ein Wiegemesser. Und das ist auch der Trick an der Sache! Ein paar Mal mußte ich schon verzweifelt an meiner Pizza „sägen“, bis ich herausfand, daß man gleichzeitig wie mit einem Wiegemesser wiegen muß. Also eine gleichzeitige Bewegung aus vorwärts wiegen und schneiden. Dann funktioniert das Messer bei Pizza allerdings viel besser als normale Messer.

Ich muß mir unbedingt ein paar von diesen Messern zulegen. Und das schöne daran ist: sie sind noch nicht mal unheimlich teuer, so um die 5 Euro pro Messer.

Wirsing, Sususi

Restaurant Firenze in Freiburg

Da der Sommer mal kurz beschlossen hat, doch noch vorbeizuschauen, haben wir den Samstag für eine kleine Spazierfahrt genutzt. Dabei sind wir dann so weit gefahren, daß wir in Freiburg gelandet sind.

Freiburger Münster

In Freiburg angekommen, haben wir uns vor dem Stadtbummel natürlich noch eine Stärkung in Form von Mittagessen gegönnt. Da wir um die Ecke des Siegesdenkmals geparkt hatten, war eines der ersten Restaurant über die wir gestolpert sind das italienische Restaurant Firenze.

Restaurant Firenze

Sah es von außen noch ziemlich klein und eng aus, öffnete sich beim Reinkommen ein Riesen-Gastraum nach hinten.

Firenze Innenraum

Kaum saßen wir am Tisch tauchte neben uns auch schon ein Kellner auf, der uns mit Speisekarten und einer netten Begrüßung versorgte.

Auf der Karte war alles zu finden, was der herkömmliche Italiener so bietet: Pizza, Pasta, Pesce und Fleisch in diversen Varianten. Da ich schon lange keine mehr hatte, habe ich mich diesmal für die Pizza Hawaii entschieden. Der Service war hier sehr flott und widmete den Gästen so viel Aufmerksamkeit, daß sogar das ein oder andere Scherzchen hin und her ging. Er informierte uns auch noch darüber, daß die Tintenfische, die in der Variante Calamari alla Livornese bestellt wurden, aus Norwegen stammen. Das dritte Gericht auf der Bestellung war Spaghetti Carbonara.

So sah dann die Pizza aus:
Pizza Hawai

Normale Größe, Geschmack gut, absolut nichts dran auszusetzen. *lecker* Ein wenig schade war, daß die Pizza zuerst kam, ein paar Minuten später die Spaghetti und die Calamarie noch mal etwas später. Am Timing könnte man hier noch arbeiten. Allerdings waren die Calamari geschmacklich auch gut. Sie wurden mit Reisbeilage serviert und der Reis hat auch etwas vom Tintenfisch-Sud abbekommen, jedenfalls hat er auch sehr lecker geschmeckt!

Hier kann man auf alle Fälle wieder reingehen wenn man mal wieder in Freiburg ist, zumal man von dort aus auch gleich mitten in der Stadt ist.

Ach ja, kleiner Tipp noch: Wechselgeld beim Bezahlen mal nachzählen, der Kellner ist ein klein wenig fehlsichtig.

Wirsing, Sususi

Vegan Street Day 2013 Stuttgart – Die Dritte

Eigentlich wollte ich Euch ja schon gestern den Rest geben, äh, vom Vegan Street Day erzählen, aber ich, hm, ich… ach, ich geb es zu, ich hatte einfach keine Lust.

Aufgehört hatten wir ja nach dem komischen Tiramisu. Erst mal grob gesättigt hatte ich nun auch Augen und Ohren für viele andere Stände, Vorträge und Leute. Zwischendurch probierte ich bei Taifun Tofu. Den Mandel-Sesam Tofu kannte ich ja schon (und finde den von all den angebotenen Sorten immer noch am leckersten), aber man konnte auch Curry oder Basilikum oder Pizza-Geschmack probieren.
Tofu von Taifun
Basilikum sagte mir nicht so zu, aber Curry und Pizza kann ich mir auch in verschiedenen Speisen gut vorstellen
Taifun Tofu
Einkaufsmöglichkeiten gab es auch zu Hauf, zum Beispiel war die Kichererbse mit einem Stand vertreten (veganer Laden aus Stuttgart)
Kichererbse
oder alles-vegetarisch:
alles-vegetarisch
Dies nutzten viele auch aus und luden sich die Einkaufskörbe richtig voll. Da konnte man schon ordentlich Geld lassen, wenn man sich die Preise der veganen Alternativ-Produkte näher anschaut.
Einkauf bei alles-vegetarisch
Aber ich war ja nicht zum Einkaufen hier, also schlenderte ich ein wenig durch die Gegend und überlegte mir, was ich als nächstes probieren wollte. *g* Empfohlen wurde mir der Stand von Coox & Candy, aber da war die Warteschlange (wie bei allen anderen Ständen auch) meterlang. Außerdem gab es noch eine Sache, auf die ich schon seit geraumer Zeit furchtbar neugierig war, aber dazu kommen wir gleich. Vorher fand ich heraus, daß ich Tempeh immer noch nicht mag,
Tempeh
und daß Baobab zu einem der gruseligsten Produkte gehört, die der Mensch verarbeiten kann. Kennt jemand, die Szene, wo Spongebob an Garrys Schneckenfutter mit der Zungenspitze probiert? Genau so müßt Ihr Euch die Szene hier vorstellen.
Baobab Produkte
Zwischendurch hörte ich, wie in Teil 1 schon zu lesen, diversen Leuten auf diversen Bühnen zu. Und dann fiel mir etwas ins Auge, für das ich die längere Anstehzeit gerne in Kauf nahm: Veganes Softeis von Coox & Candy. In Vanille, Nougat oder gemischt für 2,50 € – das mußte ich selbstverständlich probieren. In Vanille, zum besseren Vergleich mit dem „echten“ Produkt. Ich liebe Softeis.
Veganes Softeis Vanille
Und dieses hätte man mir ohne Probleme als normal unterjubeln können. Gut, die Farbe war nicht so strahlend weiß, weil Sojamilch, aber geschmacklich top. Etwas wässriger, aber das hätte ich im Zweifelsfall darauf geschoben, daß es ohne Eispulver, also nur mit Milch (Soja), Zucker, Vanille und Öl hergestellt war. *schleck*

Da das Wetter immer schlechter wurde, beschloß ich, zum Abschluß noch etwas zu probieren, was mich schon ganz lange Zeit interessierte. Manch einer wird jetzt schon wissen, um was es sich handelt: analogen Analogkäse. Das ist kein Schreibfehler, da Analogkäse nicht vegan ist, haben es die Veganer geschafft, dazu ein analoges Produkt zu entwickeln (=das Eiweiß weggelassen), also sozusagen analogen Analogkäse. Und da Wilmersburger einen Pizzastand hatte kam ich gar nicht drumrum, davon auch noch ein Stück (3 €) zu probieren!

Pizza Funghi mit Wilmersburger
Optisch hätte ich zuerst gedacht, die Pizza wäre nicht lange genug im Ofen gewesen (war sie übrigens tatsächlich nicht, der Teig war innen noch etwas glitschig), weil der Käse nicht verlaufen war, und nicht braun wurde. Anscheinend ist das aber bei dieser Art „Käse“ so üblich. Hm, beim essen hat man tatsächlich ein Mundgefühl, daß einem suggeriert: „käsig“. Geschmacklich hätte ich ihn zuerst für eine Art billigen Analogkäse gehalten, abgesehen von einem etwas staubigen Nachgeschmack. Aber so nach der Hälfte des Stücks entwickelte sich langsam ein total penetranter Nachgeschmack. Irgendwie nach mit Scheiblettenkäse überbackenem Plexiglas. Das ist ein Produkt, da kann ich gut drauf verzichten! Nein, Käse machen können sie wirklich nicht. Arme Veganer! *g*

So, das soll es erst mal gewesen sein. Halt, ich wollte Euch die Tombola nicht vorenthalten: Hauptpreis war ein Vitamix, 1 Los hat 1 € gekostet und der Erlös wurde verwendet, um den Vegan Street Day zu finanzieren. Und das habe ich mit meinem Los gewonnen:
Tartex Aufstrich Champignon
Den kenn ich zwar schon, aber jetzt hab ich schon einen Blog-Artikel mehr zum schreiben.

Das war es jetzt aber wirklich erst mal.

Wirsing, Sususi

Zu Teil 1: http://sususi.meinblog.de/2013/05/20/vegan-street-day-2013-stuttgart-die-erste/
Zu Teil 2: http://sususi.meinblog.de/2013/05/20/vegan-street-day-2013-stuttgart-die-zweite/

Vegan Street Day 2013 Stuttgart – Die Zweite

So, heute geht es weiter mit dem Bericht vom Vegan Street Day. Dort ging es nämlich kulinarisch schon mal sehr gut los: ich bekam einen Schoko-Muffin mit Frosting in die Hand gedrückt, von dem ich geschmacklich erstens niemals vermutet hätte, daß es kein „normaler“ Muffin ist und der zweitens so lecker war, daß ich davon das Rezept mal ausspionieren muß. *g* Vor allem fand ich gut, daß er eine sehr angenehme Süße hatte (wer mein Blog kennt, der wird schon gemerkt haben, daß ich bei den meisten Rezepten die Zuckermenge reduziere, weil es mir sonst zu süß wird).

Dann war da natürlich noch sooooo viel anderes leckeres: Vegan Indisch (mach ich selber öfter daheim, muß ich also nicht unbedingt probieren)
Vegan Indisch

Oder Falafel in verschiedenen Varianten… (mach ich auch öfter selber)
Falafel

… oder „Steaks“
"Steaks"

… aber ich wollte ja etwas, was ich sonst so nicht esse. Also entschied ich mich hierfür: Bei „Vegifee“ gab es Bagels mit Bärlauchpesto und Grillgemüse und Räuchertofu für 4 €.
Vegifee Bagels

Hmmm, die Bagels waren gut, das Grillgemüse war auch ok (hat Grillgemüse nicht normalerweise Grillstreifen?) und bestand aus Gelbe Rübe, Paprika, Zucchini und als Salat Tomate, Eisbergsalat und Gurke. Das Bärlauchpesto war auch gut und alles zusammen sah dann so aus:
Bagel mit Räuchertofu + Grillgemüse
Alles alleine eher unspektakulär, aber die Kombination zusammen war richtig lecker und wird für später vorgemerkt!

Dann sollte zum Nachtisch mal wieder etwas Süßes her, also ließ ich mich von veganem Tiramisu vom „Allgäuer Vegie-Projekt“ für 2,50 € locken; hier mit Erdbeersauce:
veganes Tiramisu
Sieht lecker aus, oder nicht? Tja, Aussehen ist leider manchmal alles. Bis zu diesem Tiramisu war mir nicht klar, daß man Zutaten miteinander so kombinieren kann, daß sie sich komplett gegenseitig aufheben. Ehrlich, geschmacklich ein schwarzes Loch! Erstaunlich! Die Erdbeersauce war toll, richtig schön nach Erdbeeren, aber das Tiramisu… Konsistenz war tatsächlich wie etwas festeres Tiramisu, aber total geschmacklos. Wobei ich dabei eher vermute, daß das daran liegt, daß nicht alle Veganer auch kochen können. Es muß doch möglich sein, veganes Tiramisu mit Geschmack zu produzieren?!?

So, und morgen erfahrt Ihr dann, ob ich doch noch einen gscheiten Nachtisch bekommen habe und was ich in der Tombola gewonnen habe.

Wirsing, Sususi

 

Zu Teil 1: http://sususi.meinblog.de/?p=855

Vegan Street Day 2013 Stuttgart – Die Erste

Am 19.05 (Pfingstsonntag) fand in Stuttgart der Vegan Street Day statt. Wie man hier sehen kann, ließen sich die Leute durch den Wetterbericht nicht von einem Besuch dort abhalten. Es war voll. Richtig voll. So viele Vegetarier/Veganer auf einem Haufen *staun*
Vegan Street Day
Und nein, ich habe mich nicht über Nacht in einen von denen verwandelt. Aber dort gab es was leckeres zum Essen, und so dachte ich, „schau ich halt mal vorbei, wird mich schon keiner fressen“. *g*

Abgesehen von den ganzen Essen-Möglichkeiten gab es auch noch eine Showbühne auf der fleißig gekocht wurde und eine Info-Bühne mit verschiedenen Vorträgen. Und natürlich waren auch Organisationen wie die „Soko Tierschutz“, „Sea Shepherd“ oder „Ärzte gegen Tierversuche“ dort vertreten ebenso wie diverse „faire“ Textil-Hersteller und (wer´s mag) Lush und diverse andere Kosmetikfirmen.

Vorher allerdings noch ein paar kleine Worte: Liebe Veganer/Vegetarier. Wir haben nichts gegen Euch. Aber versucht doch nicht dauernd, die Leute für dumm zu verkaufen. Wenn ich etwas gar nicht leiden kann, dann die Behauptung, Fleisch hätte keinen Eigengeschmack, Geschmack käme nur von den Gewürzen. (O-Ton Björn Moschinski beim Kochen auf der Showbühne). Ich gebe zu, das mag auf Discounter-Pute und tot gekochtes/gebratenes Fleisch tatsächlich mal zutreffen. Fleisch hat allerdings sehr wohl einen Eigengeschmack. Leicht süßlich, ein bißchen metallisch (logisch, Eisen im Blut), wenn man Glück hat, ein wenig nach dem, mit dem es gefüttert wurde. Wenn ein gutes Steak gut gebraten ist (Roh. Ich liebe rohes Fleisch. Punkt) dann brauch ich dafür nicht einmal Salz.
Ebenfalls nicht einverstanden bin ich mit Karl Ess: Tiere sind fit und schlank, weil sie sich natürlich ernähren (nicht genau die gleichen Worte, aber der Grundtenor). Ähm, so ein Elefant ist nicht grade ein Elfchen und Flußpferde wohl auch nicht. Und beides sind Pflanzenfresser. Auch Schoßhunde sind, wenn sie vernünftig gefüttert werden, normalerweise nicht übergewichtig, auch nicht mit Fertigfutter. Fleisch essen heißt nicht gleich jeden Tag zu McDonalds zu rennen oder dauernd Döner zu kauen. Auch mit Fleisch kann ich mich gesund und fit halten.
Das Argument der fitten Affen mit ihrer Ernährung würde ich auch noch mal überdenken und im nächsten Vortrag weglassen: grade Schimpansen fressen (und jagen) nämlich durchaus auch kleine Wirbeltiere; Mäuse, Vögel ect. Wer jemals in Karlsruher Zoo gesehen hat, was mit unvorsichtigen Spatzen passiert, wenn sie dem Außenkäfig zu nahe kommen – der kann sich den Beweis live anschauen.

Also, sagt doch einfach, „ich bin Vegetarier/Veganer, weil ich es so will und ich mich damit besser fühle“ aber hört auf, uns Omnivoren als die von Natur aus Ungesünderen hinzustellen. Es kommt immer drauf an, was man aus der Nahrung macht, man kann sich so oder so gesund ernähren und Fit halten.
Oh, und die Dame an dem einen Stand, die so etwas sagte wie „…das war eins der wenigen Male, wo ich jemanden, der Pelz getragen hat, nicht bespuckt habe“  – das trägt nicht gerade zu einem friedlichen Miteinander bei und sorgt bei Leuten wie mir für eine erst mal eher mißtrauische Grundeinstellung!

So, das war´s jetzt erstmal zur Einleitung, den Rest gibt es morgen, da erfahrt Ihr dann, was es zu Essen gab.

Wirsing, Sususi