Minze

Schokominze, Orangenminze, Erdbeerminze… obwohl es inzwischen so viele verschiedene Minz-Arten gibt (die sich daheim übrigens hervorragend im Blumentopf ziehen lassen…), sind die bekannstesten wohl immer noch Pfefferminze, Nana-Minze und die Marokkanische Minze.  Hier auf dem Bild ist marokkanische Minze zu sehen, leider gekauft, da mir Blattläuse letztes Jahr meine komplett zerfressen haben *grummel*

Wer Minze-Tee sehr häufig als Erfrischungsgetränk zu sich nimmt (kann man keinem verübeln, ist ja auch lecker und durstlöschend), der kann eigentlich aufhören zu lesen, denn der Körper gewöhnt sich schon nach drei bis vier Wochen so daran, daß eine Heilwirkung danach ausbleibt.
Marokkanische Minze
Wer das nicht tut, der hat mit Minze in jeder Art eine sehr gute Ergänzung zum Erkältungstee. Das in allen Minz-Arten in mehr oder weniger hohen Konzentration (marokkanische Minze z. B. hat bloß einen geringen Anteil) enthaltene Menthol macht die Atemwege bei verstopfter Nase wunderbar frei. Zusätzlich wirkt auch Minze leich schmerzstillend und entspannend auf die Atemwege. Zusätzlich hilft es natürlich, wenn man die heißen Tee-Dämpfe auch gut einatmet – dadurch werden die Schleimhäute nicht nur gut befeuchtet sondern zusätzlich befreit.

Obwohl ich nicht der große Freund von Minz-Öl bin (ein Alkoholauszug ist mir hier lieber – meine Haut reagiert da nicht so empfindlich drauf: einfach in Korn mit mind. 45 % im Verhältnis 10:1 mit Minze mischen, zwei bis drei Wochen stehen lassen, abfiltrieren und dunkel aufbewahren), wirkt Minz-Öl (und die Tinktur) bei Spannungskopfschmerzen lindernd: das Menthol bewirkt über einen TRP-Nerven-Kanal zwar ein Kühlungsgefühl (was bei der Tinktur noch durch das Verdunsten des Alkohols verstäkt wird), erweitert aber die Blutgefäße und steigert somit die Durchblutung und Entspannung der Nackenmuskulatur. Auch auf die Stirn und die Schläfen gestrichen, ergibt sich ein ähnlicher Effekt. Durch diese Durchblutungsförderung kann es auch bei müden Muskeln und rheumatischen Erkrankungen eingesetzt werden.

Als Tee wirkt Pfefferminze ebenfalls gegen Übelkeit, also eine Alternative für alle, die keinen Ingwer mögen/vertragen. Stillende Frauen sollten wissen, daß Pfefferminztee den Milchfluß hemmt.

Aber, wie überall: Nebenwirkungsfrei ist Minze nicht. Zum einen können empfindliche Menschen nicht nur hautmäßig auf das Öl allergisch reagieren sondern auch auf das Kraut direkt. Insbesondere bei hohen Dosen oder bei Kindern kann dann der sogenannte Menthol-Krampf auftreten, der besonders bei Kindern unter 6 Jahren zu Atemstillstand führen kann. Hier sollte man auf Minzöl ganz verzichten und Pfefferminztee auch nur sehr vorsichtig geben. Bei einigen Menschen kommt es auf Grund des Menthols zu Magenbeschwerden, obwohl Minze andererseits grade bei Gastritis als Heilkraut empfohlen wird. Bei Gallensteinen aber bitte auf Minze verzichten.

Auch hier gilt: Im Zweifelsfall lieber den Arzt fragen – der kennt nämlich auch die jeweilige persönliche Situation und kann deshalb etwas mehr als allgemein beraten.

Wirsing, Sususi

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