Archiv der Kategorie: Bücher

Meine Kochbücher…Nr. 83

Heute gibt es wieder einmal ein Kochbuch. Und, wer hätte das gedacht, es enthält diesmal Rezepte von Uschi Glas! Aber keine Angst, Nachkochen führt nicht automatisch zum gleichen Aussehen: „Uschi Glas Kochbuch“ aus dem Pichler Verlag von 1994.
Uschi Glas

Die 202 Seiten sollen uns laut Klappentext helfen, gesund, schlank und schön zu bleiben. Dabei sollen die Rezepte auch noch gut schmecken.

Tun sie größtenteils wirklich. Zunächst muß man sich aber mit einigen österreichischen Begriffen vertraut machen, u. A. „dag“ (=10 gr.), „Germ“ (=Hefe) oder „Obers“ (=Sahne). Wer damit keine Probleme hat, der findet in den Zutaten keine Stolpersteine, denn die Zutaten sind allgemein gut erhältlich.

Die Rezepte sind unterteilt in die vier Jahreszeiten; zu jeder finden sich die passenden Vorschläge von Fr. Glas. Diese sind auch nicht übermäßig kompliziert und reichen von Kohlstrudel, Szegediner Gulasch über Karfiolcremesuppe und Gerstencremesuppe.

(Fast) Keines der Rezepte wirkt übermäßig „gesund“ und insbesondere die Süßspeisen wie beispielsweise der Nusspudding oder die Ostfriesische Teecreme lassen sich ohne weiteres auch Personen vorsetzen, die beim Wörtchen „gesund“ schon anfangen die Nase zu rümpfen!

Fazit der ganzen Geschichte: Kann man echt nicht meckern.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 82

So, ich hatte ja gesagt, eine Chance hat IBSE noch: „Schnell und Gut gekocht – unwiderstehliche Zaubereien“ von 1993.Schnell und Gut gekocht

Und diesmal hat es der Verlag geschafft, nicht nur einigermaßen essbare sondern auch noch gar nicht mal sooo schlechte Rezepte auf 111 Seiten zu Papier zu bringen.

Die Rezepte sind für 4 Personen (außer anders angegebene) und reichen von Räucheraal mit Eiersalat bis Blaubeer-Creme. Diesmal sind sogar die Bilder nicht ganz so komisch wie in den vorangegangenen Werken. Und sind es bis auf wenige Ausnahmen brauchbare Rezepte, die ziemlich einfach sind und tatsächlich schnell umzusetzen sind. Ein wenig schade ist hier, daß keine Zeitangaben zu den Rezepten vorhanden sind, an Hand derer man abschätzen könnte, wie schnell sich ein Gericht tatsächlich machen läßt.

Oh, das hier kommt uns aber doch bekannt vor: das Rezept für Fleischklößchen mit Makkaroni hieß bei dem Nudel-Kochbuch noch „Makkaroni mit Fleischklößchen“. Wenigstens haben sie sich die Mühe gemacht, das Bild zu spiegeln und den Ausschnitt etwas zu verkleinern. *g*

Alles in allem ist das Werk hier ok – nicht mehr aber auch nicht weniger. Unwiderstehlich finde ich es zwar gar nicht, aber na ja…

Meine Kochbücher…Nr. 81

Ob wir dem komischen Verlag mit dem komischen Namen und den komischen Rezepten noch mal eine Chance geben sollen?

Gelegenheit hätten wir ja, hier ist die „Single Küche – praktisch, schnell und schmackhaft“ von 1991 aus dem selben Verlag wie das vorherige Werk. Und nein, ich schreibe ihn nicht noch mal aus!

Single Küche

Ebenfalls recht dünn mit 108 Seiten gefällt mir dieses hier allerdings ein klein wenig besser als das letzte. Es ist immer noch kein Knaller – aber die Rezepte sind diesmal zumindest essbar und das macht es schon wieder akzeptabel. Eine weitere Chance hat der Verlag übrigens noch.

Viele der Rezepte hier sind nicht nur für Singles sonders für zwei Personen berechnet – ist mir ehrlich gesagt manchmal lieber, sonst bleibt man wieder auf 1/2 Becher saurer Sahne oder ähnlichem sitzen. Ansonsten funktionieren die Rezepte – ob Risi Bisi, Tomatensuppe Adelheid oder Heilbutt gebraten – eben die typischen Single-Rezepte, die sich ohne viel Aufwand, Zeit oder Mühe erledigen lassen.

Ok, der allseits bekannte Sermon über die Blätter hört sich schon an, wie eine Schallplatte mit Sprung – es ist halt mal wieder Herbst im Kochbuchland….

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 80

Irgendwie hab ich´s grade mit Pizza….
Heute gibt es „Nudeln und Pizza“ von 1993 aus dem International Book Sales Establishment Verlag (uff – was für ein Name!):
Nudeln und Pizza

Der Untertitel hier sagt: …“das mögen auch Kinder“. Hm, ja, das mag generell auf die beiden Nahrungsmittel tatsächlich zutreffen. Allerdings habe ich noch nie ein Kind sagen hören: „Mami, machst Du heute wieder Nudeln mit frischen Pflaumen und Sauerrahm?“ Oder, auch gut: „Mami, gibt´s heute endlich Pizza „norddeutsch“ mit Backobst?“ „Darf ich heute Glasnudelsuppe mit Huhn haben“ ist da schon etwas wahrscheinlicher. Man sieht, die Rezepte der 111 Seiten hier sind, zumindest aus meiner Sicht, nicht unbedingt Kindertauglich. Was ja nicht heißen muß, daß es solche Kinder nicht auch gibt.

Ansonsten kann man sagen, daß zumindest die Mengenangaben für 4 Personen hinkommen. Was Positiveres fällt mir nicht ein. Geschmacklich ist die Mehrzahl der Rezepte ok, der Rest etwas merkwürdig auf Grund der Zusammenstellungen, sogar in den Makkaroni mit Fleischklößchen sind Korinthen drin. Vielleicht ist das Werk für Norddeutsche eher geeignet? Jedenfalls finde ich hier sogar die Bilder sehr seltsam und nicht unbedingt Appetit anregend.

Ok, fassen wir mal zusammen: ein Buch mit merkwürdigen Bildern zu merkwürdigen Rezepten aus einem Verlag mit einem merkwürdigen Namen… Tja, was soll man da noch sagen…

Wirsing, Sususi

 

Meine Kochbücher…Nr. 79

So, nachdem ich mich von meinen Zähnen wieder erholt habe, stellte sich mir natürlich die Frage, was beißen? Also, vorausgesetzt, daß der Kaumuskelkater endlich aufhört *g*. Hm, ich bin natürlich gleich mal alles durchgegangen und dachte mir zuerst: Burger. Aber dann, dann dachte ich: Pizza! Saftig, knusprig, käsig, salzig und hmmmm…..

Könnte man natürlich vom Pizzaservice bekommen. Oder so: „Pizza und Pasta Variationen“ von 1983 aus dem GU Verlag.
Pizza und Pasta Variationen

Ein wenig schade, daß es nur 95 Seiten stark ist, aber das reicht dicke, um alle Klassiker abzudecken: Pizza mit Gemüse, Pizza quattro stagioni, Spaghetti alle vongole oder Trenette al pesto. Alles hinlänglich bekannte Rezepte, die jeder im Repertoire haben sollte. Deshalb und auch wegen den guten Rezeptbeschreibungen kann sich hier auch ein Anfänger mal rantrauen.

Mengenmäßig sind die Angaben hier gut gewählt, damit kommt man prima aus. Bei den Pizza-Teigen finde ich allerdings etwas schade, daß es sich allesamt um ziemlich dicke Hefeteige handelt, aber das kann man ja im Zweifelsfall noch selber etwas variieren bzw. dünner ausrollen. Ich bin halt ein Fan des richtig dünnen Bodens!

Wenn man jetzt mal wieder davon absieht, daß die Blätter sich schon wieder selbstständig machen – dann kann man hier glatt von einer Empfehlung sprechen. Oh, und die Gnocchi alla romana mit Grieß statt Kartoffeln – ausprobieren!

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 78

Kennt Ihr Gilroy? Gilroy ist eine Stadt in den USA, genauer in Kalifornien. Und wie das mit den Amerikanern so ist, sie werden manchmal ein bisserle megalomaniac, wie es so schön neudeutsch heißt. Deshalb hat sich Gilroy 1979 ganz einfach mal schnell zur Welthauptstadt des Knoblauchs erklärt. Seit damals findet dort jedes Jahr das Garlic-Festival statt. Dort werden von Anwohnern leckere Gerichte mit Knoblauch gekocht und serviert, es wird eine „Miss Garlic“ gekürt und vermutlich sollte jemand, der keinen Knoblauch mag, an diesem Tag spätestens in San Francisco wieder umkehren. Jedenfalls gab 1980 der Papyrus-Verlag eine Sammlung von auf diesem Fest gekochten Speisen heraus. Unten seht Ihr die Ausgabe von 1984.

Garlic

Dieses Buch kommt zwar optisch schlicht daher – es enthält auch keine Bilder. Aber: wer Knoblauch mag, der kann hier auf 143 Seiten richtig schwelgen! Ob die Croissants D´Ail, wo die Knoblauchbutter gleich unter den Hörnchen-Teig geknetet wird oder Reis a la Najar  oder Onkel Hugos Huhn – alles sehr ungewöhnliche und ausgefallene Rezepte, die sich aber wirklich gut umsetzen lassen. Sie kommen mit ganz herkömmlichen Zutaten aus, was zum Teil auch der deutschen Bearbeitung geschuldet ist: hierzulande nicht zu bekommende Zutaten wurden den Gegebenheiten des deutschen Marktes angepaßt. Zum Beispiel war es Anfang der 80er noch etwas schwierig, hierzulande Venusmuscheln zu bekommen – die sind nämlich meistens gemeint, wenn hier von „clams“ die Rede ist (mercenaria mercenaria). So wird hier im Deutschen einfach „Muscheln“ draus, und jeder kann selber sehen, was er bekommt.

Ansonsten gibt es hier drin sowohl Rezepte, die auch einfach für 2-4 Personen zu machen sind, aber auch genau so viele, die für 4 bis ziemlich viel mehr Personen gut zu kochen sind.

Jedes Rezept enthält natürlich auch Knoblauch – mal mehr, mal weniger: das Huhn Filice enthält ganze 40 Knoblauchzehen. Wem das jetzt viel erscheint – der hat unrecht. Die Zehen kommen nämlich im ungeschälten und unzerteilten Zustand in das Gericht und geben deshalb nur einen dezenten Knoblauchgeschmack an das Huhn ab. Der Clou an der Geschichte ist, daß man hinterher. nach dem Kochen, die ganz weichen Knoblauchzehen aus der Schale aufs Brot streicht und zum Huhn ist.

Ein Muß jedenfalls für alle Knoblauch-Fans und solche, die es werden wollen!

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 77

Heute gibt es wieder etwas von Dr. Oetker, aus einer Reihe, aus der wir schon zwei Werke hatten. Diesmal mit dem verheißungsvollen Titel: „So kocht die Hausfrau“ aus dem Moewig-Verlag von 1985.
So kocht die Hausfrau

 

Los gehen die 192 Seiten mit einem kleinen „Grundkurs“: Rührei, Spätzle, Brühreis, ect, gefolgt von 10 weiteren Kategorien, die alles abdecken von „Deftiges für kalte Tage“ bis „Imbiß um Mitternacht“. Also alles, was die Hausfrau und die nicht-ganz-so-hausfräuliche-moderne Familienmanagerin ihren Lieben auftischen könnte. Mal ernsthaft: die Rezepte hier drin sind wirklich gut Familien-u-.Alltagstauglich.

Ein wenig Erfahrung im Kochen kann auch hier trotz dem Grundkurs nicht schaden. Manche Rezepte sind einfach von der Koordination etwas ungünstig aufgebaut. So werden die Möhren beim Möhren-Champignon-Gemüse erst geputzt und geschnitten, wenn der Speck schon in der Pfanne brutzelt. Nichtsdestotrotz kann sich auch ein Anfänger hier ran wagen, die Rezepte sind relativ einfach und verzeihen auch die ein oder andere vergessene Zutat, veränderte Reihenfolge oder überschrittene Garzeit ohne große Probleme. Schade, daß bloß so wenig Farbtafeln drin sind, dann könnte man sich sicher besser vorstellen, wie die fertige Speise aussehen sollte.

Wirsing, Sususi

Hier geht es übrigens zu einem weiteren Werk aus der Reihe:
<a href=“http://sususi.meinblog.de/2013/05/29/meine-kochbucher-nr-67/“ title=“Meine Kochbücher…Nr. 67″></a>

Meine Kochbücher…Nr. 74

Da der Sommer doch noch eingetroffen ist, kann man den Bikini wieder aus dem Versteck holen, obwohl es jetzt wohl ein wenig zu spät ist, wenn man die Figur dafür noch nicht auf Vordermann gebracht hat. Hilfreich könnte dafür aber dieses kleine Werk sein: „Fitnessküche“ aus dem Naumann & Göbel Verlag. Fitnessküche

Die Aufteilung dieses doch immerhin 240 Seiten starken Werkes ist etwas ungewöhnlich: statt Vorspeisen, Hauptspeise, Desserts sind die Rezepte hier in Frühstück; Snacks, Salate, Suppen oder Vegetarische Gerichte unterteilt. Eine Unterteilung, die ich in diesem Fall sehr gut finde. Zu jedem Rezept gibt es auch ein leckeres Bild.

Die Gerichte bestehen zum Großteil aus einfachen, leicht zu bekommenden Zutatenlisten, die sich auch einfach in das beschriebene Essen verwandeln lassen. Erfreulich ist auch, daß sich nahezu alle Gerichte in einem Zeitrahmen deutlich unter 45 min zubereiten lassen – also nicht nur Fitnessküche sondern auch noch schnelle Fitnessküche.

Obwohl die Rezepte so einfach sind, daß man meint, man hätte sie schon tausendmal gesehen, sind sie auf keinen Fall langweilig: Himbeeren mit Buttermilchgelee, Vollkorncrêpes mit Fruchtpüree und Kokos oder Gemüsereis mit Radieschen und Gurke – leichte Abwandlungen der allseits bekannten Rezepte bringen hier ein wenig Pfiff mit rein.

Seite um Seite kann man sich so bequem durchs Buch kochen – ich bin noch auf kein Rezept gestoßen, welches nicht geschmeckt hat. Schön fand ich übrigens auch, daß bei den Kuchen Weinstein verwendet wurde statt Backpulver.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 73

Vielleicht hält der Sommer doch noch Einzug, eine meiner Zucchini produziert doch tatsächlich schon eine einzelne Blüte. Bis die Zucchini dann so weit sind, könnte es allerdings noch etwas dauern. Trotzdem heute schon mal die passenden Rezepte, falls es doch noch zur Schwemme kommt: „Zucchini Kochbuch“ aus dem Weltbild-Verlag von 2000.
Zucchini Kochbuch

Alle 121 Seiten beschäftigen sich hier mit dem kleinen Verwandten des Kürbis. Wer schon mal erlebt hat, wie man von Zucchini im Sommer/Herbst buchstäblich erschlagen wird, der hat sicher schon ganz viel ausprobiert und kann am Ende der Erntezeit wahrscheinlich keine Zucchini mehr sehen. Wer dieses Problem noch nie hatte, der kann wahrscheinlich davon gar nicht genug kriegen. Nur, normalerweise fällt einem nach Zucchini-Suppe, gebratenen oder gefüllten Zucchini nicht mehr so allzu viel ein, was man noch Kochen könnte.

Diesem Problem kann man mit diesem Buch aus dem Weg gehen: Krabbensnack, Zucchinischnecken mit Ricotta-Mousse oder Zucchini-Gnocchi mit Salbei… teilweise überraschende Rezepte, die aus dem Alltag ausbrechen helfen und sich weder vor der Familie noch vor Gästen verstecken müssen. Hier ist übrigens auch der Zucchini-Mandel-Kuchen drin, der seit einigen Jahren durch das Netz geistert und nicht zu Unrecht hoch gelobt wird.

Allerdings sollte man ein wenig Erfahrung im Verarbeiten von Zucchini mitbringen – da sich die Früchte in Festigkeit und Wassergehalt mitunter doch sehr unterscheiden müssen Garzeiten und Flüssigkeitsangaben halt immer der tatsächlichen Situation angepaßt werden. Nicht umsonst werden Würzangaben hier auch immer ohne Dosierempfehlung gemacht.

Ich mag das Buch sehr gerne; einige meiner Lieblings-Zucchini-Rezepte stammen hier raus.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 72

Das heutige Kochbuch ist mal wieder einer meiner Flohmarkt-Funde, und, obwohl es auf den ersten Blick nicht besonders toll aussieht, sind doch tolle Rezepte drin: „Das beste Dr. Oekter Kochbuch“ aus dem Ceres-Verlag. Auf Grund des Zustands würde ich fast behaupten, es ist schon etwas älter. Es ist zwar kein Erscheinungsdatum angegeben, aber ich würde schätzen so Ende 90er.Dr. Oetker Kochbuch

 

Mit 290 Seiten nicht grade dünn liefert es Vorspeisen, Desserts, Quarkspeisen, Eierspeisen und noch vieles mehr. Meistens gibt es mehrere Rezepte pro Seite, der größte Teil davon mit Bild.

Sehr schön finde ich hier die Aufteilung der Zutatenliste: sie ist geordnet nach der Reihenfolge des Gebrauchs; das macht es also relativ einfach, auch für ungeübte Kocher den Überblick zu behalten.

Die Rezepte selbst fallen nicht unbedingt in die Kategorie „exklusiv und außergewöhnlich“, ich würde sagen, sie lassen sich sehr gut in einen normalen Speiseplan integrieren ohne großen finanziellen oder technischen Aufwand, sei es die geschmorte Kalbshaxe, die Gemüsegurke mit Maisgriess oder das Melonen-Sorbet.

Ich habe die Erfahrung gemacht, daß die Rezepte hier drinnen sehr gut funktionieren (von den Anleitungen und dem Geschmack) und so gut wie gar keine Abwandlung benötigen. Und mehr kann man von einem Kochbuch ja schon fast gar nicht verlangen.

Wirsing, Sususi