Archiv der Kategorie: Bücher

Meine Kochbücher…Nr. 129

Kennt jemand von Euch noch das Ken Hom Wok Set? Hach, einer der Klassiker des Home-Shopping-Fernsehens… *räusper*… Nun, der Name „Ken Hom“ ist allerdings nicht nur von diesem Produkt bekannt sondern auch von einem dutzend Kochbüchern mit Fusion Cooking oder Chinesischen Rezepten. So wie dieses hier von 2003 aus dem Knaur Verlag:
Ken Hom
Diese 275 Seiten sind sozusagen ein Grundkochbuch in dem viele verschiedenen Gerichte aus allen Regionen Chinas vorgestellt werden. Deshalb sind die Rezepte auch sehr vielfältig. Außerdem bekommt man Tipps zu verschiedenen Zutaten und Koch-bzw. Schnittechniken (Nein. Ich weigere mich. In Schnittechnik gibt es keine drei „t“! Ha!) – wie es sein soll.

Obwohl Suppe in China nicht wie in Deutschland als Vorspeise betrachtet wird, startet das Buch mit den Suppenrezepten. Sollte jemand die sauer-scharf Suppe vom Imbiß um die Ecke vermissen – dann ist dies garantiert nicht die Rezeptsammlung, die man dafür zu Rate ziehen sollte. Zwar sind hier auch einige „bekanntere“ Rezepte vertreten, wie die Tomaten-Eierblumen-Suppe oder Reisnudeln mit Gemüse – allerdings sind die Rezepte weit näher am chinesischen Original als hier in Deutschland zu finden. Hier findet man auch die bekannte Löwenkopf-Kasserolle, pfannengerührte Lammnieren oder Hühnerschenkel in Bohnensauce.

Zwischen den Rezepten gibt es immer wieder kleine Informationen zu den verwendeten Hauptzutaten und zu den einzelnen Rezepten. Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, wirklich alles bis auf die kleinste Zutat vorher bereit zu stellen und vorzubereiten ist das eigentliche Folgen der Rezepte nicht mehr so schwer. Trotzdem erfordern die Gerichte sehr viel Koordination und Übung, so daß sich Anfänger hiermit nicht wohl fühlen dürften. Gerade die im Wok nur kurz gebratenen Sachen bringen einen ganz schön ins Schwitzen…

Hat man den Bogen erst einmal raus, dann kann man richtig schlemmen! Absolut zu empfehlen, auch ohne Wok Set (bzw, kauft Euch ein Gscheites!). Meine absoluten Lieblingsrezepte hier raus sind übrigens das Huhn in Knoblauch-Essig-Sauce und die scharf gewürzten Gurken. Hier lohnt sich ein Kauf wirklich!

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 128

Tja, eigentlich war es so gedacht, daß ich tatsächlich erst mal ein Gericht aus diesem Werk vorstelle, bevor ich zum Buch selbst komme. Das Wetter ist da leider anderer Meinung und ließ es regnen. Dabei ist das Rezept gar nicht soooo scheußlich…
Nun ja, dann gibt es „Leckeres vom Grill“ von 2003 aus der Teubner Jahreszeitenküche halt erst mal so:
Leckeres vom Grill
Es ist ein Grill-Buch, wie man dem Titel vielleicht schon entnehmen kann und liefert auf 79 Seiten nicht nur Grill-Rezepte sondern auch die passenden Beilagen und Nachspeisen. Nicht für jedes Rezept wird ein Grill benötigt, viele Vorschläge begleiten nur das üblichen Grillgut. So könnte man zum Beispiel als Vorspeise die marinierten Zucchini servieren, oder die Tomaten mit Knoblauch, während die Rotbarben im Weinblatt vor sich hin grillen. Dreierlei Melonen in Maracujasauce ergibt dann den Abschluß.

So weit alles ganz lecker, aber wie gesagt: bei einem Titel wie „Leckeres vom GRILL“ habe ich mir viel mehr tatsächliche Grillarbeit gewünscht. Etwa die Hälfte des Buches hat mit „grillen“ an sich erst mal nichts zu tun. Wobei die anfänglichen Marinaden und Tipps für´s Grillen ziemlich nützlich sind. Besonders schön finde ich, daß zum Grillen mit Holzkohle eine schöne Anleitung dabei ist. Die tatsächlichen Grillrezepte lassen sich auch ohne Smoker oder Hochleistungs-Weber-Grill gut umsetzen. Alle sind sowohl von der Zutatenauswahl als auch von der Umsetzung her eigentlich wirklich für jedermann gut zu händeln.

Bei einer derart geringen Seitenanzahl für ein so umfangreiches Thema ist die Zusammenstellung allgemein nicht so schlecht. Wie gesagt, etwas mehr Fokus aufs tatsächliche Grillen und es wäre perfekt gewesen. So kann man es sich durchaus besorgen, besonders, wenn man über die üblichen Nürnberger vom Grill mal etwas hinauskommen will, aber so gar keine Ahnung hat, was man sonst so machen könnte. Fazit: ganz ok.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 127

Bald. Bald ist Urlaub. Nicht mehr lange. Was tun bis dahin? Schon mal einstimmen. Die Teubner Jahreszeitenküche hat dazu ein passendes Werk, welches Sommer, Sonne und Urlaub heraufbeschwört und schon mal darauf einstimmt bzw. die Nachwehen etwas ausdehnt: „Urlaubsgerichte für zu Hause“ von 2003.
Urlaubsgerichte für zu Hause
Ziemlich dünn mit nur 79 Seiten sammeln sich hier typische Gerichte aus typischen Urlaubsgegenden: da hätten wir zum Beispiel die herzhaften Crostini mit Olivencreme. Oder Gazpacho. Oder Paella valenciana.
Nicht zu vergessen Pizza, Churros oder Crema catalana.

An den Rezepten und der Rezeptauswahl ist erst mal nicht auszusetzen. Ein wenig schade vielleicht, daß man sich doch auf südländische Speisen beschränkt, da auch andere beliebte Urlaubsregionen leckere Gerichte haben. Aber das ist hier halt so gewollt.

Für mich sind die Bücher aus der Teubner Jahreszeitenküche mitunter sehr hochtrabend, was Zutaten und Zubereitung betrifft. Dies ist hier ausnahmsweise jedoch nicht der Fall. Die Zutaten sind den Gerichten angemessen, d. h. man kreiert nicht durch merkwürdige Abwandlungen eigentlich andere Sachen als der Rezeptname suggeriert. Mit diesen Rezepte liegt man gar nicht so weit vom „Original“ entfernt (so weit man „Original“ überhaupt sagen kann, die verschiedenen Minestrone-Varianten kann man vermutlich gar nicht erst zählen…).
Die Anleitungen sind ausführlich und enthalten, neben dem großen Bild des fertigen Gerichts, zwischendurch mal immer ein paar kleine Bildchen, die bei der Zubereitung der etwas „komplizierteren“ Sachen wie Fischfond oder Gnocchi sehr hilfreich sind.

Alles in allem ist dies der Band, der mir aus der Serie am Besten gefällt, weil man diese Rezepte sehr gut ohne größere Verrenkungen in einen normalen Tagesablauf mit integrieren kann. Und weil das, was dabei rauskommt, tatsächlich gut schmeckt.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 126

Sooo, heute kommt wieder eines meiner Lieblingskochbücher. Leider hat dieses (wie alle dieser Reihe) die Angewohnheit, am Rücken brüchig zu werden und sich zu verziehen, deshalb sieht es nicht mehr so ganz so schön aus wie 1980 als es vom GU Verlag wieder aufgelegt wurde. Das Original stammt von 1976, aber vor ein paar Jahren wurde es erneut aufgelegt, man hat also die Auswahl. Verändert hat sich seitdem nichts.
Kochvergnügen wie noch nie
Auch wenn auf den 338 Seiten so manch ein Rezept etwas veraltet und „aus der Mode gekommen“ wirkt (wer serviert denn heute noch Charleston-Klößchen oder Sardinentoast Albufera – äh, übrigens, ausprobieren, schmeckt super-lecker!) findet man in Kategorien wie „Wenn Gäste kommen“, „Festliche Koch-Ideen“ oder „Gutes für jeden Tag“ richtig tolle Rezepte.
Leider aber gilt auch hier: die Mengenangaben sind Glückssache! Bei der Lasagne kommt man für vier Personen mit 125 gr. Rindfleisch halt nicht sehr weit, oder? Wie klein der Weißkohl für die flämischen Kohlköpchen sein soll… wer weiß, ich hatte jedenfalls am Ende der Füllung noch einen halben Kohl übrig! Also, ausprobieren, da muß man durch, aber glücklicherweise lohnt es sich wirklich. Es kommen nämlich teilweise ungewöhnliche bzw so nicht mehr servierte alltagstaugliche Gerichte heraus, die der ganzen Familie schmecken.
Hat man rausgefunden, wie ein Rezept funktioniert, dann lassen sich alle hier drin sehr einfach, schnell und problemlos umsetzen, denn die Zutaten sind absolut überschaubar und Klein-Supermarkt-tauglich.

Es lohnt sich auf alle Fälle, einen Blick reinzuwerfen, und das nicht nur wegen der schönen Bildchen. (Die sind aber auch wirklich zu appetitlich!) Oh, und das Rezept für Schwarzwälder Kirschtorte hier drin? Super, schmeckt fast wie vom Konditor – wenn man zur angegebenen Sahnemenge noch mal die Hälfte dazuaddiert….

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 125

Um mich herum mutieren plötzlich alle zum Vegetarier – oder, noch schlimmer einen Schritt weiter, zum Veganer. Tja, diese Ernährungsform ist zwar momentan „in“, aber keineswegs neu. So hat GU 1996 sein Kochbuch „Kochvergnügen vegetarisch“ herausgegeben.
Kochvergnügen vegetarisch
Wie bei allen Kochvergnügen-Büchern gibt es auch hier eine ausführliche Einleitung mit Erklärungen, einem Saisonkalender und, sehr hilfreich, einem „Was koche ich, wenn…“-Teil. Dieser gibt geeignete Rezepte des Buches an, wenn Gäste kommen, es ein kaltes Buffet geben soll oder der Winter kommt.

Ein Kochbuch ohne Fleisch und Fisch und dann 240 Seiten voll? Joa, das geht. Und zwar so, daß keine Nahrungsmittelgruppe übermäßig repräsentiert wäre (also, zum Beispiel fast nur Rezepte mit Nudeln drin wären). Man bekommt beispielsweise Rote-Bete-Taler mit Dip, Apfel-Kartoffel-Gratin oder, Getränke sind hier nämlich auch gut vertreten, einen Rhabarber-Cooler.

Interessante Rezepte wechseln sich hier mit den Klassikern ab und hier ist ausnahmsweise auch das Problem mit den merkwürdigen Mengenangaben der Kochvergnügen-Reihe fast gar nicht vorhanden wie bei den anderen Werken. Zu dem hat man hier nicht den Eindruck, daß es sich einfach um Rezepte handelt, wo der Fleischteil einfach weggelassen wurde. Einzig bei den Büromahlzeiten zum Mitnehmen fand ich einige Rezepte sehr unglücklich gewählt, wie die gefüllten Paprikascheiben, die sich sehr nett auf einem kalten Buffet machen, für die Vesperbox jedoch eher ungeeignet sind, genau wie die Käse-Pastete.

Alle anderen Rezepte sind wirklich auch alltagstauglich und schmackhaft und der Gebrauch seltsamer Zutaten aus dem Reformhaus hält sich in sehr, sehr, sehr sehr geringen Grenzen (Hirsemehl gibt es aber auch im Kaufland bei uns…). Anfänger sollten hiermit eigentlich auch zurecht kommen, sooo viel kann man bei Gemüse ja auch nicht falsch machen… *g*

Schönes Buch, schöne Rezepte; wer Vegetarisch mal ausprobieren will, der kann hiermit einsteigen, da die Rezepte doch schon sehr „normal“ sind und ohne Leute-Schreck wie Tofu auskommen (na ja, bis auf 1 Rezept… aber nur ein winziges).

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 124

So, hat also die Schafskälte doch noch zugeschlagen! Es ist zwar nicht richtig kalt, aber doch schon kühler. Und nasser. Und so fällt der geplante Ausflug aus. Nur, was sonst tun? Ich könnte mal wieder einen Kuchen backen… und schon war ich mitten in einem meiner Lieblings-Backbücher verschwunden: “Backvergnügen wie noch nie” aus dem Gräfe und Unzer Verlag. Das Original stammt von 1984, aber es wird alle paar Jahre mal wieder neu aufgelegt, genau wie die anderen aus dieser Serie (bis auf das grüne “Kalte Köstlichkeiten wie noch nie”… aber genau das fehlt mir noch!)
Backvergnügen wie noch nie
238 Seiten beschäftigen sich hier nicht nur mit den Rezepten (die alle mit Bild sind) sondern auch mit Theorie und Tipps z. B. für Blätterteig, Brandteig, Backzutaten und Backgeräten.
Ansonsten ist hier alles vom süßen oder herzhaften Kleingebäck bis hin zur mehrstöckigen Hochzeitstorte wirklich alles drin. Also, die Auswahl ist wirklich groß und lecker, aber: irgendwie sind die Mengenangaben hier (und in den anderen der Serie) eher als freundliche Empfehlung zu sehen.
Entweder stimmen die Mengenangaben so wenig, daß damit nicht das gewünschte Endprodukt rauskommen würde oder die Personen/Stückangabe weicht erheblich ab. Jedenfalls würde ich niemandem ohne Erfahrung dieses Buch ans Herz legen. Das geht schief. Rückschläge sind hier also sozusagen vorprogrammiert. Zumal zwar durch die Eingangstheorie viel vermittelt wird, aber die Rezeptbeschreibungen sehr spärlich sind. Hat man es aber einmal raus, was man ändern muß, dann kommen wirklich tolle Geschichten dabei raus.

Jemand, der aber backen kann und weiß, wenn ein Teig zu flüssig/fest/komisch ist und wie man dem Abhilfe schafft oder der nicht so einfach das Handtuch schmeißt, der findet hier viele wirklich schöne Rezepte. Sei es der Himbeer-Baiserkuchen, die kleinen Schoko-Igel oder Anchovishappen… prima Ideen, prima Geschmack (wenn´s klappt!). Brot, Pizza, Gesundheitskuchen, Torten, Früchtekuchen, jahreszeitliche Spezialitäten, alleine schon hier durchzublättern macht Appetit auf das kleine Kaffeegedeck am Nachmittag (für mich wahlweise natürlich mit Tee).

Und da das Apfelmus eh weg muß und in der Hoffnung auf besseres Wetter versuche ich mich jetzt mal an den schwedischen Apfeltörtchen… die kann man nämlich auch zum Picknick mitnehmen, sollte das Wetter morgen wieder schöner sein.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 123

Es ist ja jetzt schon geraume Zeit wettermäßig wirklich sooo schön, daß dem Besuch im Schwimmbad eigentlich nichts mehr im Weg steht. Oder? Ähm, tja, wenn der Bikini halt noch passen würde… Denken sich bestimmt einige und versuchen im letzten Augenblick noch zur Strandfigur zu kommen. Und da es inzwischen ungefähr 5 Millionen verschiedener Diätratgeber gibt, und man eh nicht mehr weiß, was klappt und was nicht – kann man auch genauso gut auf dieses Werk hier zurückgreifen: „Low-Fat“ von 2003 aus dem Parragon Verlag.
Low Fat
Ob die auf 384 Seiten verteilten Rezepte tatsächlich einer ausgewogenen und fettärmeren Ernährung entsprechen – hm, wahrscheinlich schon. Dabei sind die Rezepte hier eigentlich alle ganz normal, sie verwenden genau so Öl zum anbraten, Mozzarella zum überbacken oder Parmesan zur Garnierung. Das einzige, woran man das Low-Fat merkt, ist, daß bei Rezepten wie beispielsweise der cremigen Muschelsuppe oder den Kartoffeln mit Guacamole statt normalem Joghurt oder Frischkäse die fettarme Variante in der Zutatenliste steht. Die anderen Rezepte sind so gewählt, daß sie schon von vorne herein schön „leicht“ sind, wie Biryani mit Zwiebeln oder der gekühlte Bohnensalat. Also kann man hier auch reinschauen, wenn man nicht unbedingt auf Low Fat wert legt.

Alle Rezepte enthalten natürlich konsequenterweise Nährwertangaben pro Person, damit man auch weiß, wieviel man von der 4-Personen-Portion essen darf…*g*.

Geschmacklich scheiden sich hier bei mir wirklich die Geister. Die eine Hälfte Rezepte ist wirklich gut und lecker und trifft genau meinen Geschmack, die andere Hälfte ist geschmacklich eher fragwürdig, obwohl das auf den ersten Blick aus den Zutaten nicht erkennbar ist. Hier muß man also wirklich ausprobieren. Viele der Rezepte eignen sich übrigens nicht wirklich zum einfrieren, also bei weniger als 4 Personen lieber schon vorher weniger davon kochen. Ein wenig schade ist auch, daß die Kategorie mit den Beilagen schon arg kurz ist – da hätte man lieber von den knapp 40 Seiten Suppe ein paar weggelassen.

Die Anleitungen sind allerdings sehr schön klar strukturiert und die Rezepte auch nicht wirklich kompliziert, also auch prima anfängertauglich. Außerdem ist von Fisch über Fleisch bis zum Gemüse und Obst alles ausgewogen vertreten.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 121

Es gibt zwei Schlagwörter, die ziehen eigentlich immer. Das eine ist “einfach”. Eigentlich selbsterklärend, denn einfach ist sozusagen einfach einfach. Und das zweite ist “köstlich”. Kombiniert man auch noch beide, dann hat man schon fast einen Bestseller. So auch hier: “Einfach Köstlich Kochen” von 1993 aus dem Tormont Verlag.
Einfach köstlich kochen
Curryhuhn-Wontons? Prosciutto-Schnecken? Oder doch lieber Ananas-Würstchen-Spieße? Nomnomnom…. und das waren erst die Vorspeisen (also, ein paar davon)! Hier findet man 448 Seiten wirklich voller Köstlichkeiten, genau wie der Titel verspricht und diesmal wirklich hält.

Natürlich beschränkt sich das nicht auf die Vorspeisen. es geht weiter mit Pasteten, Suppen, Salaten, Eiern, Rind,… soll ich weitermachen? Jedenfalls alle Nahrungsmittelgruppen und noch mehr. Zwar hat nicht jedes Rezept ein begleitendes Bild (welche für ein Werk aus den 90er wirklich ausnahmsweise mal richtig lecker aussehen) aber dafür sind die Rezepte alle, wirklich alle ausnahmslos richtig gut! Zwar sind sie von der Anleitung her manchmal etwas knapp (man soll z. B. den Brokkoli vor dem Verwenden blanchieren, es wird aber nicht näher aufgeführt, wie das geht. Grundkenntnisse sollten also vorhanden sein) und es sind ein paar Fehler durch die Korrektur gerutscht, aber was hinterher dabei rauskommt – einfach köstlich. Buchstäblich. Und auch noch einfach, denn kein Rezept ist übermäßig kompliziert.

Das dies wieder mal eines meiner Lieblingskochbücher ist, ist wohl überflüssig zu erwähnen. Es gibt zwar auch noch ein Register hinten drinnen, aber ansonsten ist das ganze Buch für reine Rezeptarbeit verwendet worden, also eine ganze Menge. Und die Karotten-Muffins hier drin sind die Besten, die ich je gebacken habe.

Rundherum nur zu empfehlen, schon fast ein absolutes Muß!

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 120

Ho veramente fame. Io vorrei mangiare qualcosa…
Hm, aber was? „Italienische Küche“, hier in der Sonderausgabe für die Planet Medien AG, bietet die passenden südländischen Anregungen.
Italienische Küche
Auf 160 Seiten sind die „beliebtesten Rezepte aus Italien“ verteilt.
Die mich leider nicht so ganz überzeugt haben. Zwar sind hier Klassiker wie das Carpaccio „Emilio“, Fenchelsuppe „Fontina“ oder Risotto „Grano Padano“ gut vertreten, aber irgendwie sind viele Rezepte geschmacklich einfach etwas komisch. Das mag am Koriander in den Miesmuscheln, dem Brandy im Tiramisu oder den Kümmelkörnern im Hummer liegen… es ist einfach nicht mein Geschmack.

Wobei man zugestehen muß, daß die Rezepte nicht schlecht sind. Sie lassen sich gut umsetzen und die Zutaten lassen sich gut beschaffen. Noch dazu ist die Zubereitung meistens nicht besonders kompliziert. Höhenflüge sollte man hier aber nicht erwarten. Für richtig italienische Hausmannskost etwas dürftig, für gehobene Küche zu simpel. Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich davon halten soll. Wen die Herausgeber nach den beliebtesten Rezepten gefragt haben, erschließt sich auch nicht, denn gebackene Rotbarben mit Maronenfüllung haben wohl die wenigsten schon mal gegessen.

Das einzig wirklich tolle Rezept hier drin ist der geschmorte Ochsenschwanz…aber das Rezept gibt es auch in anderen Werken.

Nun ja, man hat es halt. Gibt aber viel bessere Kochbücher zum Thema Italien.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 119

Wusstet Ihr, daß die allererste Mikrowelle ca. 350 kg wog? Nicht gerade Praxistauglich, würde ich sagen. Glücklicherweise hat sich das inzwischen geändert und die Heimgeräte sind schön handlich. Und, ehrlich gesagt, ganz ohne Mikrowelle möchte ich auch nicht mehr auskommen. Sie ist halt für manche Dinge unheimlich praktisch – für eine Single-Portion Kakao zum Beispiel. Dafür schmeiß ich sicher nicht den Herd an. Jetzt kann man mit einer Mikrowelle aber nicht nur Sachen aufwärmen sondern sozusagen von der Pike auf kochen. Wenn man weiß, wie. dabei hilft „Das große Mosaik Mikrowellen Kochbuch“, hier in der Sonderausgabe von 1993 für den Gondrom Verlag.
Mikrowellen Kochbuch
Die 159 Seiten enthalten zunächst eine kleine Einführung in die Mikrowelle: Wie funktioniert sie, Reinigung und Pflege und natürlich Kochpraxis. Dann folgen 200 Rezepte, mit Bild, die vom Sauerbraten „beschwipst“ über Tomaten-Ketchup bis zum Rotbarsch in Apfel-Curry-Sauce eigentlich alles liefern, was man mit einer Mikrowelle so machen kann.

Die Rezepte sind abgestimmt auf eine Mikrowelle mit einstellbarer Watt-Zahl und erfordert zudem noch ein Kombi-Gerät (Mikrowelle mit Backofen), deshalb eignen sich die Anweisungen nicht für alle Mikrowellen und einige Rezepte eignen sich für reine Mikrowellen überhaupt nicht. Da aber sehr viele der heute verkauften Geräte doch schon mit so ziemlich allem ausgestattet sind, haben viele damit sicher keine Probleme.

Schön ist auch, daß für jedes Rezept das passende Geschirr angegeben ist (das ist wirklich unterschiedlich, Glas verhält sich anders als Porzellan und Kunststoff).

Joa, die Rezepte funktionieren. Sie müssen teilweise von den Garzeiten noch etwas ausprobiert werden, auch Glasgeschirr ist nicht gleich Glasgeschirr und natürlich selber abgeschmeckt werden. Was dabei rauskommt geht einfach und schmeckt ok, aber mehr ist bei Mikrowellen-Gerichten, auch selber gemachten, halt einfach nicht drin. Damit es wirklich fast wie vom Herd schmeckt, ist eine ganze Menge Übung gefragt, sonst besteht leicht die Gefahr, daß das Gemüse matschig, der Fisch steinhart und die Kartoffeln noch nicht durch sind.

Kann man. Muß man nicht. Gibt aber auch schlechteres.

Oh, und wer Angst hat, wegen der Strahlung: Mikrowellen funktionieren mit elektromagnetischer Strahlung. Diese regt die Wassermoleküle an, schneller zu schwingen und wer sich an den Physikunterricht erinnert: je schneller sich etwas bewegt, desto wärmer wird es. (Ich könnte jetzt ausholen und die Funktionsweise eines Magnetrons bei der Erzeugung elektromagnetischer Wechselfelder und deren Wirkung auf Dipolmoleküle erklären, aber dann reicht die eine Seite nicht. Wer´s genau wissen will, darf mir gerne schreiben, dann erklär ich es demjenigen gerne…*g*). Jedenfalls ist das das ganze Geheimnis: schnelleres bzw. wärmeres Wasser. Da ist nichts, wo irgendwie Essen verstrahlt wird, oder Rückstände bleiben oder so. Natürlich kann ich die Vitamine verkokeln, aber das kann ich auf dem Herd genauso.

Wirsing, Sususi