Archiv der Kategorie: Bücher

Meine Kochbücher…Nr. 139 A + B

Warum heute im Titel A und B steht? Weil das heutige Kochbuch eigentlich aus zwei Teilen besteht. Einem großen Hardcover und einem kleinen Ringbuch. Beide bilden zusammen eine Einheit, nur leider wissen das viele Leute nicht oder haben nur den einen Teil (…“Nein, das kann gar nicht sein, da gab es immer schon nur ein Buch von…“ – leidvolle Flohmarkterfahrungen…)

Es ist ein Werk aus einer Serie von Time Life, die uns um die ganze Welt führt: „Die Küche aus Frankreichs Provinzen“ von 1970.
Die Küche in Frankreichs Provinzen
Diese Serie gehört zu meinen absoluten Lieblingen und ich lese sie immer wieder und wieder gerne.
Denn, blättert man hier durch die 208 Seiten, dann wird einem auffallen, daß sich das große Werk neben einigen Rezepten sehr mit dem jeweiligen Land beschäftigt. Es ist fast wie „No reservations“ ohne Anthony Bourdain… eben Land und Leute und Essen und Trinken und Lebensmittel. Die Bilder die hier zwischendurch verteilt sind, sind typisch 70er Jahre… hier sind nämlich nicht nur Speisen drauf sondern auch die Leute, die Landschaft und vieles mehr.

Ein Teil der Rezepte ist schon im großen Hauptwerk. Der weitaus ausführlichere Teil ist aber das kleine Ringbuch dazu, welches auf 112 Seiten zusätzlich noch eine Fülle weiterer Rezepte neben den im großen Buch schon erklärten enthält. Die Rezepte sind sehr ausführlich erklärt und gut beschrieben und wären damit auch Anfängertauglich. So wird das Wasser nicht einfach nur zum kochen gebracht sondern muß „sprudeln“ oder man macht nicht nur die Pfanne heiß sondern man erhitzt sie, „bis ein hineingespritzer Wassertropfen sofort verdampft„. Nur, durch die erwähnte Ausfürhlichkeit kann sich so ein Rezept in Times New Roman Schriftgröße 10 schon mal auf 1 1/2 Seiten Fließtext erstrecken! Deshalb: immer sehr genau durchlesen und zwar vor dem Anfangen.

Beginnern sei empfohlen, sich alles in größer und in einzelnen Schritten rauszuschreiben. Dann allerdings glänzt man mit „Darnes de Saumon Grillées au Beurre d`Escargots“ (enthält keine Schnecken, heißt aber so, weil man die Würzbutter eben auch für Schnecken hernehmen kann – übersetzt heißt das Gericht einfach gegrillte Lachssteaks mit Kräuterbutter), „Tomates à la Provencale“ oder „Diplomate“ (garnierte Eiercreme mit glasierten Früchten).

Wer auch immer das Glück hat, eines der Werke in die Finger zu kriegen: zugreifen! Egal ob Frankreich, Spanien, Vorderer Orient… jedes einzelne Buch ist eine Fülle an Informationen, authentischen Rezepten und Lebensart. Eigentlich viel zu schade, um als reines Kochbuch gesehen zu werden…

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 138

Beim Blick in den Schrank ist mir aufgefallen, daß wir schon lange kein Schulkochbuch mehr hatten. Bitte schön, dem kann man abhelfen: „Hauswirtschaft in der Hauptschule“ aus dem Auer Verlag von 1986, hier die Ausgabe für die 7. Jahrgangsstufe. Was ich von Schulkochbüchern im Allgemeinen halte, daß habe ich ja schon kund getan. Auch hier gilt natürlich wieder, daß die allgemeinen Regeln für Hygiene in der Küche, Arbeitsplatzgestaltung oder Einkaufsplanung heute noch genau so gelten wie vor 28 Jahren…

Hauswirtschaft in der Hauptschule
Die in den 131 Seiten zwischen all den anderen Informationen versteckten Rezepte sind einfach (das ist ein weiterer Vorteil, warum Kochanfänger, bevor sie sich an Johann Lafer wagen, lieber mal mit einem Schulkochbuch anfangen sollten…), aber schmackhaft (was allerdings das Ketchup im Fleischsalat soll… muß wohl eine merkwürdige Variante sein).

Linker Hand die Zutatenliste in der Reihenfolge ihres Gebrauchs, rechts die passende Anleitung dazu. Da mehrere Rezepte auf einer Seite stehen, sind sie gelblich hinterlegt – man sieht also sofort, wo ein Rezept aufhört. Jetzt haben die wenigsten Siebtklässler Probleme mit altersbedingter Sehschwäche… aber auch unter ihnen gibt es kurzsichtige Exemplare! Die Rezepte hätten ruhig eine Schriftgröße größer sein dürfen. Hoffen wir, daß die Neuauflagen das berücksichtigt haben.

Basics wie Obstsalat, Salatsoße für rohe Salate oder Blumenkohlcremesuppe, solche Sachen findet man hier. Dabei kann man die Mengenangaben ohne Änderung so verwenden, wie sie da stehen.

Tja, aller Anfang ist schwer, also sollte man ihn sich ein wenig einfacher machen. Es gibt noch eine ganze Reihe Schulkochbücher für alle möglichen Klassenstufen aus sämtlichen Jahren…. irgend eines wird einem schon über den Weg laufen.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 137

Es gibt ein dänisches Sprichwort, das heißt übersetzt so viel wie: „Beurteile das Mädchen beim Backtrog und nicht beim Tanze“. Wer das nachfolgende Werk im Schrank hat, der dürfte sich absolut keine Sorgen darüber machen müssen: es heißt: „DIe süße Küche“ und stammt aus dem NP Buchverlag von 2003. Der Untertitel „Das Österreichische Mehlspeisenkochbuch“, das sagt ja wohl schon alles.
Die süße Küche
Während der Rest der Welt zwar auch leidlich gut backen und Süßspeisen herstellen kann, haben es die Österreicher zumindest auf diesem Gebiet zur absoluten Meisterschaft gebracht. Auf 477 Seiten tummeln sich hier: Kardinalschnitten, Topfenstrudel, Nektarinen-Krokant-Timbale mit Ribiseln, Kardamombeerenschokolademinzespumamarillenkuchenapfelkuchen….*lufthol*.

Nicht nur Kuchen, nicht nur Gebäck, auch Marmelade, Pfannkuchen, Strudel, Muse, und vieles mehr steckt hier drin; leider davon viel ohne Bild, aber das Wasser läuft einem ja eh schon beim Lesen aus den Mundwinkeln.

Ein wenig mit österreichischen Ausdrücken sollte man sich auskennen, aber die sind ja heutzutage schon fast so gängig, daß man dafür nicht mal mehr Google bemühen muß. Wenn doch, dann hat man die Einkaufsliste trotzdem schnell abgearbeitet. Ich persönlich komme mit den Anleitungen übrigens sehr sehr gut zurecht, egal worum es sich handelt. Grundkenntnisse wie „Teig abschlagen“ oder „Eier schaumig schlagen“ sollten einem aber schon geläufig sein.

Zwischendurch werden immer wieder kleine Geschichten zur Herkunft oder der vermeindlichen Herkunft verschiedener Rezepte erzählt (hättet Ihr gewußt, wo der Name „Rhabarber“ herkommt? Oder wie die Dobostorte erfunden wurde?) und Tipps und Tricks zum Gelingen gibt es auch. Zudem ist dies eines der wenigen Werke, die nahezu alle Massen, die man zum Süßspeisenherstellen so braucht abhandelt: von der warmen Biskuitmasse bis zur Panamamasse ist alles vertreten und verständlich erklärt.

Eigentlich weiß ich gar nicht, was man dazu noch groß sagen soll, außer noch mehr der enthaltenen Rezepte aufzuzählen, denn das spricht sozusagen für sich selbst. Hat man dieses Buch, dann kann man sich fast alle anderen Bücher über Süßspeisen sparen, denn bis man sich hier durchgearbeitet hat, das dauert…

Absolut uneingeschränkt zu empfehlen, die Rezepte hier drin haben mich noch nie im Stich gelassen. Wer Süßes mag, der wird hiermit wirklich seine Freude haben.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 136

Man möge es mir verzeihen, wenn ich heute mal aus dem folgendem Werk zitiere: Einen guten Salat habe ich zum Fressen gern. Das sehe ich genau so, deshalb findet sich „Salate mit Biskin-Öl“, ebenfalls von der Margarine-Union von 1971 auch in meinem Schrank.
Salate mit Biskin-Öl
Kochbuch, so kann man die 145 Seiten diesmal wohl nicht nennen. Wie bei Salat so üblich, kommt die Mehrzahl der Rezepte mit rohen Zutaten aus. Und eben mit Biskin. Natürlich steht es jedem frei, das geschmacklich bevorzugte Öl zu verwenden.

Von ca. 95 % aller Salate hier drin wird man vorher noch nie im Leben etwas gehört haben: Salat Après Ski, Fenchelsalat mit Loquats oder Salat Rumpelstilzchen… um nur ein paar der sehr abenteuerlich im Namen oder der Zusammenstellung anmutenden Rezepte zu nennen. Die Kombination Steckrüben und TK-Erbsen sagt halt nicht jedem zu (mir übrigens auch nicht…). Trotzdem gibt es eine ganze Reihe gut schmeckender Gemüse-o. Blattsalate zu entdecken.

Oft sind für die Würzmittel wie Salz, Zucker oder Herbadox keine Mengenangaben vorhanden, abschmecken muß jeder selber. Ansonsten kann man bei Salaten nicht wirklich etwas falsch machen, deshalb sind die Anleitungen kurz und knackig.

Wer noch Abwechslung zum alltäglichen Tomatensalat oder Gurkensalat sucht, der wird hier auf jeden Fall fündig, zumindest, wenn er sich traut, auch auf den ersten (und vielleicht auch zweiten) Bissen seltsame Kombinationen auszuprobieren. Wem es nicht schmeckt, tja, der hat nicht notwendigerweise was falsch gemacht, aber Kanarische Bananesauce zu Chicoréesalat…. wie sagt man so schön? „Schatz, das schmeckt aber interessant….“

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 135

*wink* I AM BACK!
*uff*, die letzten Wochen haben ganz schön geschlaucht. Wer hätte aber auch gedacht, daß Stranggießen soooo gefährlich ist!

Nicht ganz so gefährlich ist das Thema des heutigen Kochbuchs: „Braten mit Biskin“. Ursprünglich wurde es 1971 von der Margarine-Union GmbH herausgegeben. Braten mit Biskin
Was Biskin ist, das muß ich euch nicht erst erklären, oder? Jedenfalls kann man damit ganz leckere Sachen braten, zum Beispiel das Rumpsteak Moskau oder Hammelkoteletts Biarritz oder Falsche Heidehasen. Natürlich auch noch viel mehr und für all das gibt es hier auf 114 Seiten ein Rezept.

Wie man sieht, ist das Format des Buches diesmal ziemlich außergewöhnlich (und für den Bücherschrank etwas lästig…). Aber während man auch allerhand zum und über Fleisch erfährt, sind das wirklich Interessante hier die Rezepte. Die natürlich nichts für Vegetarier sind. Die Rezepte sind allesamt wirklich sehr gut umsetzbar. Auch Anfänger haben hier sicher ihre Freude daran, denn die Anleitungen sind zwar nicht besonders lang, fassen aber alles wichtige kurz und knackig zusammen.

Gerade bei den Braten kann man damit nicht nur die eigene Familie Sonntags verköstigen sondern auch mal den ein oder anderen Gast. Noch nicht einmal für die Beilagen muß man sich viel selber einfallen lassen, sondern findet hier sogar noch ein paar Vorschläge mit Rezept. Zu den jeweiligen Gerichten sind übrigens Beilagemempfehlungen und Getränkeempfehlungen mit angegeben.

Wer leckeres fleischiges in Hülle und Fülle sucht, der ist hier genau richtig. Man sieht, nicht immer braucht es moderne, durchgestylte Farbbände, auch die älteren Bücher ohne Bild haben in diesem Fall wirklich ihre Berechtigung im heimischen Bücherregal.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 134

Bei Kochbuchsammlern bleibt nicht aus, daß sich auch das ein oder andere Werk in die Sammlung begiebt, welches sich mit dem beliebten Thema „Diät“ beschäftigt. Ganz einfach weil es so viele davon gibt. Sucht man auf Amazon danach, werden einem 10505 Vorschläge angezeigt. Kein Wunder, daß sich so was auch bei mir findet: die allseits bekannte, beliebte und vielfach versuchte „Brigitte Diät“ aus dem Bertelsmann Verlag von 1975.
Brigitte Diät
Eines muß ich aber gleich vorne weg schicken: ich habe nicht die leiseste Ahnung, ob man damit wirklich schlank werden und bleiben kann, wie der Titel verspricht.

Die 179 Seiten sind aufgeteilt in Frühstück, warme Mahlzeiten, kalte Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten. Diese bewegen sich immer in einem bestimmten Kalorien-Rahmen, z. B. die warmen Mahlzeiten sind alle mit 300 Kalorien, das Frühstück mit 400 Kalorien, ect. Das Buch ist dann darauf ausgelegt, daß so am Tag nicht mehr als 1000 Kalorien zu sich genommen werden. Dazu gibt es auf den ersten Seiten auch noch einen Ratgeber über Vitamine, den richtigen Weg zur guten Figur, ect. Hier bitte etwas vorsichtig sein, das Buch ist schön über 30 Jahre alt, das sind die Ernährungserkenntnisse halt eben auch.

Da aber Blumenkohl auch in den Siebzigern schon Blumenkohl war, lassen sich die Rezepte jedenfalls auch heute noch verwenden (auch für Diäten). Was mir aber sehr gut gefällt, ist, daß das Buch total single-tauglich ist. Alles ist bequem Ein-Personen-portioniert! Das gilt für die Königsberger Klopse ebenso wie für den Kartoffel-Auflauf, den Mohrrübensalat oder das Cornedbeef-Sandwich. Obwohl ich normalerweise nicht einsehe, warum ich für eine Portion Königsberger Klopse den Herd anschmeißen soll, finde ich es hin und wieder nicht unangenehm, nicht drei Tage hintereinander das Gleiche essen zu müssen. Auch Tiefkühltruhen haben eine Füllgrenze.

Was jetzt die Diät betrifft: es sind eben ganz normale Gerichte, nur eben den Kalorienangaben entsprechend ausgewählt. Dazu wird Magerquark verwendet, Buttermilch und Süßstoff (*würgs*). Viel Fisch, viel mageres Fleisch. Also eigentlich nichts anderes, als das, was heute immer noch unter „Diätkost“ fällt.

Da hier über 400 Rezepte zu finden sind, sollte die Diät auch nicht langweilig werden. Es gibt sicher genügend Variationsmöglichkeiten, selbst wenn man das ein oder andere Gericht oder die Zutat nicht so mag.

Die Brigitte-Diät ist einfach ein zeitloser Klassiker und der Apfelkuchen mit Guß sollte wohl jede Diät versüßen. Wer es findet, schaden kann es auch ohne Diät-Wunsch sicher nicht.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher… Nr. 133

Nun, es herrscht mal wieder eine Zeit, wo ich nicht so oft dazu komme, einen Artikel zu schreiben. Liegt daran, daß ich gerade mitten in meiner Praktikumsarbeit in der Ausbildung zur FaSi mit dem spannenden Titel „Sicherheitstechnische Überarbeitung des Stranggießprozesses“ stecke. Also, nicht böse sein, noch sieben Wochen durchhalten und einfach ein paar Tage abwarten, es kommt schon immer wieder was.

So wie heute: „Dorothea´s Kochgeheimnisse mit Pfiff“, auch wieder aus dem Vehling-Verlag.
Dorothea´s Kochgeheimnisse mit Pfiff

Eigentlich könnte man jetzt sagen, lest hier nach: *Meine Kochbücher…Nr. 132* und ersetzt einfach „Backen“ durch „Kochen“. Wirklich, mehr ist da nicht dran. Oder habt ihr noch nie Rosenkohl mit Schinken-Sahne-Soße gemacht? Oder Rhabarber-Auflauf? Oder Leber mit Stachelbeeren? Nein? Ok, dann seit ihr hier richtig.

444 Seiten, von Hühnerbrühe bis gegrillten Pfirsichen ist alles dabei. Natürlich gilt auch wieder die selbe Kritik wie bei dem vorherigen Werk. Zusätzlich sind hier bereits in den Zutatenlisten Zubereitungsschritte versteckt. Das wirkt, insbesondere mit der handschriftlichen Aufmachung oft sehr unübersichtlich.

Schön finde ich hier besonders die Milchmixgetränke, die leider nur vier Seiten ausmachen… Schaden kann das Werk auf keinen Fall, nützliche Tricks kann man immer brauchen und wenn man noch kein Grundlagenkochbuch hat, dann kann man gerne dieses hier versuchen. Vorausgesetzt, man stört sich nicht daran, daß hier die Soße Tunke heißt…

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 132

Wolltet ihr schon immer wissen, wie man Plunderteig macht? Oder Ölkrapfen? Oder wieso euer Mürbteig zäh wird? Oder einfach mal eine Nußtorte mit Rumrosinen backen? Dem kann geholfen werden! „Dorothea´s Backgeheimnisse“ von, äh, irgendwann aus dem Vehling-Verlag gibt darauf ausführlich Antwort.
Dorothea´s Backgeheimnisse
Auf 422 Seiten beschäftigt sich die Autorin nur mit dem Backen. Schritt für Schritt Anleitungen der verschiedenen Teige helfen unheimlich, insbesondere weil auch immer wieder Tipps und Tricks und mögliche Fettnäpfchen angesprochen werden und so prima umschifft werden können. Bei so viel Seiten kann man sich natürlich denken, daß wirklich alles an Kuchen, Torten, Plätzchen, Gebäck, Glasuren, Füllungen ect pp vertreten ist (zumindest sehr, sehr, sehr viel).

Obwohl sehr viele nützliche Hinweise versteckt sind, bin ich mir nicht sicher, wie gut Anfänger damit zurechtkommen. Dies liegt aber weniger an den Rezepten an sich als vielmehr an dem Design: es ist handschriftlich gedruckt und dadurch verliert man an einigen Stellen leicht die Übersicht, z. B. wenn man merkt, daß am Ende der Seite noch Rezept übrig war und es etwas gequetscht wirkt. Ansonsten ist dieser Effekt sehr schön, zumal auch auf fast jeder Seite kleine Zeichnungen zur Illustration und Hintergrunduntermalung dienen.

Es ist ein sehr umfangreiches Werk, von A-Z ist genug Auswahl vorhanden und auch Feste und Feiertage kommen nicht zu kurz. Länger brauchen wir es auch gar nicht machen – ich finde es ein sehr schönes Backbuch.

Wirsing, Sususi

 

Meine Kochbücher…Nr. 131

Manntje, Manntje, Timper Te… glaubt mir, es funktioniert nicht. Liegt wohl auch daran, daß ich keine Frau mit Namen Ilsebill habe. Mir bleibt also nur die Begegnung mit dem Butt auf meinem Teller. Dort macht er sich allerdings als gekochter Heilbutt mit Zitronensahne auch nicht schlecht. Sollte noch jemand bisher kein Glück mit magischen Unterwasserwesen gehabt haben, hier sind Rezepte für die nichtmagische Variante:
Die besten Fischrezepte
Herausgegeben von Dr. Oetker im Moewig Verlag 1985 als Bestandteil einer ganzen Reihe (Meine Kochbücher…Nr. 130) werden hier auf 189 Seiten „Die besten Fischrezepte“ behandelt. Ein paar Farbtafeln gibt es, aber der Großteil ist, wie üblich, ohne Bild.

Jetzt gibt es ja in wässrigen Tiefen nicht nur Butt sondern auch Aal, Forelle, Garnelen und, und, und. Zwar gibt es hier nicht für alle Rezepte, aber die Auswahl ist schon ganz schön groß.

Und ganz schön lecker. Ich denke da nur an die Speckäschen mit Gemüse, Räucheraal auf Eiersalat oder Limanden in Bratfolie. Wobei man sagen muß, man braucht für einige Sachen schon ein etwas besser ausgestattetes Fischgeschäft als unsere Nordsee-Filiale, da einige Fischsorten heutzutage einfach nicht so einfach mehr zu bekommen sind. Oder nur mit Vorbestellung. Wahrscheinlich sieht es in Küstennähe allerdings besser aus.

Hat man den Fisch, ist der Rest nicht mehr kompliziert, viele Rezepte lassen sich dann auch ohne weiteren Einkauf verwirklichen, da das Meiste davon eh schon im Vorrat steckt. Wenn man ein paar Grundlagen beherrscht, z. B. Zwiebel schälen vor dem Würfeln (es ist erstaunlich, aber oft scheitert es wirklich an solchen Kleinigkeiten…), dann kann sich auch ein Anfänger an die Rezepte wagen. Garzeiten sind, wenn nötig, angegeben und bei Ofengerichten auch die Temperatur in Gas und Strom.

Wenn nicht anders angegeben, dann sind die Rezepte für 4 Personen berechnet – und das geht sich auch so aus. Das die Rezepte außerdem nicht zu kompliziert sind (weder in der Zubereitung noch im Geschmack), ist das Werk auch noch familientauglich und nur wenige Zubereitungen erfordern mehr Zeit als eine halbe Stunde.

Sollte man nicht den ganzen Schuber mit alle Werken dieser Reihe bekommen, lohnt sich die Suche hiernach fast am ehesten.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 130

Heute kommt ein kleines, aber feines Werk zum Einsatz. Dieses stammt eigentlich aus einer ganzen Reihe von Dr. Oetker (19 Bände im praktischen Schuber) und wir hatten schon welche daraus, nämlich hier: Meine Kochbücher…Nr. 77

Wie schon gesagt, es stammt aus dem Moewig Verlag von 1985.
Feine Küche mit Crème fraîche
Bilder kann man hier keine erwarten, ein paar Farbtafeln sind schon das Höchste aller Gefühle. Das ist zwar schade, aber nicht weiter schlimm. Dafür hat das Buch das praktische kleine A5 Format und die 175 Seiten lösen sich auch nicht so schnell auf.

Crème fraîche gibt es ja heute in allen möglichen und unmöglichen Varianten mit Knoblauch, Kräutern, mit ohne Fett, ect. Da das 1985 aber noch nicht der Fall war, dreht es sich hier nur um die klassische, pure Variante. Warum denn nun keine saure Sahne? Kann man auch nehmen, aber: zum einen ist der Fettgehalt etwas anders: während saure Sahne nur ca. 10 % Fett enthält (Schmand ca. 20 %, Creme double ca. 43 %) enthält Crème fraîche doch schon gute 30 %. Wer es lieber etwas schlanker will, der kann auch zur sauren Sahne greifen. Außerdem hat Crème fraîche die schöne Angewohnheit, im Gegensatz zur sauren Sahne auch bei der Zugabe in heiße Gerichte nicht auszuflocken. Das mal schnell zur Einleitung.

Hier drin trifft man jetzt zwar auf die klassichen Verwendungen, von der Vorspeise bis zum Dessert, aber die Rezepte sind nicht einfach nur ein x-beliebiges normales Rezept, in welches einfach mal noch ein Becher Crème fraîche gekippt wurde. „Käsesalat Beatrice“ und Zwiebel-Cremesauce und eine interessante Mousse au chocolat Variante sind nur einige wenige Beispiele. Bis auf wenige Ausnahmen wird auch ordentlich Crème fraîche in den Rezepten verwendet – meistens ein Becher (150 gr.).

Im Wesentlichen sind die Gerichte hier nicht allzu kompliziert und bis auf ein paar Ausnahmen merkt man ihnen die 80er auch nicht an. Trotzdem sind viele Sachen hier drinnen einfach Geschmackssache; ich mag eben keine Mandarinen in der Sauerkrautsuppe… Ansonsten gilt: Wunderbar essbar, größtenteils lecker und alltagstauglich, aber man sollte mit den Mengenangaben aufpassen, viele Rezepte sind definitiv nicht für 4 Personen berechnet sondern für 2-3. Das kommt dann aber ungefähr hin. Oh, probiert das Schnitzel „Barbarella“, das ist überraschend gut…

Wirsing, Sususi