Archiv der Kategorie: Bücher

Meine Kochbücher…Nr. 93

Heute begeben wir uns hinter die Landesgrenzen des wohl am häufigsten mit Spitzenköchen assoziierten Landes: Frankreich. Kaum hört man Frankreich, denkt man schon an Bocuse, Point und Ducasse… und legt eingeschüchtert den Löffel zur Seite. Französische Küche, das ist doch unheimlich kompliziert. Denkt man. Dabei liegt man damit absolut falsch. „Französiche Küche“, so übrigens auch der Titel des 2003 im Bella Vista Verlag erschienenen Werkes, ist nicht komplizierter als Deutsche Küche. Oder Spanische. Oder Italienische. Oder sonst irgendeine andere. Nur, wie auch in der Deutschen, Spanischen und Italienischen Küche auch, es gibt eben Gerichte, die sind viel komplizierter als andere. Aber daß in Frankreich gaaaaanz viele nicht komplizierte Gerichte warten, davon kann man sich hiermit überzeugen.
Französische Küche
Auf 61 Seiten erhält man einen bebilderten Einblick in all die kleinen Köstlichkeiten, die einen in ein kleines französisches Bistro an der Seine entführen: Omelette froide á la ciboulette (auf deutsch klingt das sehr viel schnöder: Omelett mit Schnittlauch), Tarte au fromage, Poulet à la normande… Und da sich ein französisches Essen sehr lange ziehen kann sind von der Vorspeise über die Hauptspeise bis zum Nachtisch alle Gänge vertreten, um einen Abend lang Urlaub zu machen. Und das gilt auch für die Köchin/den Koch, denn die Rezepte hier erfordern kein stundenlanges in-der-Küche-stehen-statt-sich-mit-den-Gästen-zu-amüsieren.

Alle Rezepte sind machbar, die Zutaten allgemein erhältlich und die Zubereitung so beschrieben, daß nahezu nichts mehr schiefgehen kann. Außerdem enthält es eines der einfachsten und ursprünglichsten Rezepte für Mousse au choccolat, das ich kenne. Reinschauen lohnt sich also auf alle Fälle.

Wirsing, sususi

 

Meine Kochbücher…Nr. 92

Heute ist zwar Sonntag und nicht Freitag, aber war sagt denn, daß es Fisch bloß an einem Tag der Woche geben soll? (Ja, ja, ich weiß, sooo war das nicht gemeint…). Auch wenn die Jahreszeit eher nach Wild und Eintöfpen und Deftigem schreit… das kann man doch nicht dauern essen! Also werfen wir einen kleinen Blick in dieses Werk:
„Fisch – Köstlich und leicht“ aus dem Bella Vista Verlag von 2003.
Fisch - Köstlich und leicht
Vom Bella Vista Verlag gibt es eine ganze Reihe dieser netten, dünnen Büchlein (dieses ist nur 61 Seiten stark), die sich alle mit jeweils einem Thema beschäftigen – und hier ist das eben Fisch. In allen Variationen, als Vorspeise oder Suppe oder Gekocht, ect.

Von dem Einband-Bild sollte man sich nicht abhalten lassen – der Seeaal im Bild kommt tatsächlich nur in einem Rezept vor, alle anderen verwenden besser zu erlangende Fische wie Kabeljau, Forelle oder Lachs. Daß man damit aber auch raffinierte Gerichte zaubern kann, beweist zum Beispiel die Seezunge in Safransauce oder die Hechtfrikadellen mit Tomaten. Jedes Rezept enthält, übrigens typisch für Bella Vista, eine Kategorisierung, anhand derer man sehen kann, welches Rezept sich für Gäste eignet, oder etwas teuerer ist oder leicht gelingt. Was das leichte Gelingen angeht – da sollte es auch bei den Rezepten, die dieses Label nicht tragen, zu keinerlei Problemen kommen. Die Zubereitungsbeschreibungen sind nämlich schön ausführlich.

Wer sich bisher noch nicht an Fisch rangetraut hat, der sollte sich dieses Buch hier schnappen: nicht zu dick, nicht durch unnötige Kompliziertheit abschreckend und mit einem Bild, damit man sich vorstellen kann, was aus der Pfanne rauskommen sollte. Einzig für das Register hätte ich mir zusätzlich noch eine alphabetische Sortierung nach Fischart gewünscht.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 91

Blasen und Läppern, Schlürfen und Schmatzen…. wovon ist hier wohl die Rede? Natürlich von der ersten Speise bei einem Mahle, namentlich von der Suppe. Auch wenn das Buch hier aus dem Mary Hahn Kochbuchverlag von 1979 den Titel „Sonntagssuppen“ trägt, soll das nicht heißen, daß sie nicht an anderen Tagen auch serviert werden können.
Sontagssuppen
Auf 128 Seiten sind zwar ganz viele Rezepte, die wirklich etwas Besonderes sind und es von daher verdient haben, das Sonntagsmenü einzuläuten, wie beispielsweise die „Gebundene Trüffelsuppe mit Teigdeckeln“ oder „Rehlebersuppe mit Preiselbeeren“, aber natürlich auch Suppen, die für den täglichen Hausgebrauch geeignet sind wie die „Tessiner Gulaschsuppe“ oder die „Knoblauchsuppe“. Auch für die Einlagen ist gesorgt: Gänseleberschnitten, Käseklößchen oder Eierstich – nicht nur Croutons kann man nehmen, um eine klare Suppe aufzuhübschen.

Die Suppenzusammenstellungen hier drin sind vielfältig und außergewöhnlich – zumindest aus heutiger Sicht. Nichtsdestotrotz gerade deswegen ein spannendes Werk für Leute, die gerne ein wenig herumprobieren und nicht immer nur auf Tomatensuppe aus der Tüte zurückgreifen wollen.  Die Rezepte sind alle so aufgebaut, daß man mit ein wenig Grunderfahrung (z. B. wie macht man eine Mehlschwitze) keinerlei Probleme bei der Herstellung haben sollte – bei den Zutaten kann das Beschaffen bei einigen Rezepten eine Herausforderung sein, sollte aber bis auf ein oder zwei Ausnahmen (echte Schildkrötensuppe z.B.) auch machbar sein.

Auch ohne Bilder ein Buch, dessen Anschaffung man sicher nicht bereuen würde.

Wirsing, Sususi

 

Meine Kochbücher…Nr. 90

Nur noch 10 Stück, dann sind die 100 voll! *freu* Und was fällt mir da heute in die Finger? Was Kleines, Schnuckeliges. Grade mal so groß wie meine Handfläche. Soooo klein und schon ein Kochbuch! Das ist Band 13 der Mini-Kochbücher aus dem Maggi Kochstudio von 2001.
Die besten Partyideen

Jedes dieser Mini-Kochbücher beschäftigt sich mit einem anderen Thema, hier werden auf 256 Seiten die besten Partyrezepte behandelt. Durch das kleine Format erstrecken sich die Rezepte schon über zwei bis drei Seiten, je nachdem, ob noch ein Bild dabei ist, oder nicht.
Alle Rezepte hier sind typisch Maggi: relativ wenige, einfache Zutaten und die typischen Maggi-Produkte: so wird für den Curry-Minz-Dip die Maggi Meisterklasse Zubereitung für Curry-Sauce als Basis genommen oder ein Beutel Maggi Meisterklasse Crème Fraiche-Suppe zu Zwiebel-Quiche umgearbeitet. Wen das nicht stört, der hat ganz gute Rezepte, nicht unbedingt höhenflugtauglich aber auch nicht unschmackhaft.
Die Mengenangaben sind je nach Rezept sehr unterschiedlich – so bekommt man aus dem Rezept für Käsekrapfen 60 Stück heraus während die Wraps oder das Zwiebel-Brokkoli-Schnitzel nur für je 4 Portionen ausgelegt sind. Davon mal abgesehen würde ich Lachs-Spinat-Gratin nicht gerade als Partyrezept bezeichnen. Also nicht alles soooo optimal hier.

Braucht man nicht wirklich, kann aber nicht schaden.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 89

Ok. Heute ist es so warm, daß man nicht glauben mag, daß es schon Ende Oktober ist. Und was heißt das? Ganz einfach, es sind nur noch wenige Wochen, dann ist schon wieder Weihnachten! Die paar übrigen Wochen kann man jetzt ganz bequem zum Üben für die Weihnachtsbäckerei nutzen….

Dazu empfiehlt sich zum Beispiel das Buch „Leckere Weihnachtsbäckerei“ aus dem Lingen Verlag von 1979.
Leckere Weihnachtsbäckerei

Hier drin sind 286 Seiten vollgestopft mit mehr Rezepten, als man in seinem Leben je ausprobieren kann – zumal es als Single eh keinen Sinn macht, mehr als 1 oder 2 Sorten Plätzchen zu backen – sonst ist man Ostern noch am knuspern. Aus diesem Grund muß ich gestehen, daß ich noch nicht soooo viele der Rezepte ausprobieren konnte. Pinoli-Kipferl zum Beispiel oder Nußkringel oder den Köllner Mohnstollen. Dies sind nur wenige der in 8 Kapiteln untergebrachten Backstuben-Geheimnisse, mit denen man die Vorfreude schüren kann. Wie ausführlich die Sammlung ist, kann man schon daran erkennen, daß es ein eigenes Kapitel über Bratäpfel gibt.

Bei den nicht-Plätzchen-Rezepte des Buches bin ich sowohl mit der Beschreibung als auch mit den Zutaten gut zurecht gekommen, bei den Plätzchen-Rezepten hatte ich interessanterweise öfters Probleme mit der Mehlmenge – es ist keine Mehlsorte angegeben, kann sein, daß sich dadurch manchmal Variationen in der Menge ergeben. Übrigens sollte man daran denken, daß die Hühner 1979 noch ordentliche Eier gelegt haben – mit anderen Worten, ein Ei von damals kann durchaus mal 2 – 3 heutige Eier erfordern, also lieber schöne große Eier kaufen (L), damit kommt man hier besser aus.

Die Anleitungen sind zwar knapp gehalten, aber nicht zu knapp und sind schrittweise aufgebaut, so daß man sich auch als Anfänger im Plätzchenbacken an viele Rezepte schon mal rantrauen kann. Man sollte sich nur wirklich an die angegebenen Ausroll-Dicken halten, sonst kriegt man stellenweise Schwierigkeiten.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 88

Erinnert Ihr Euch noch an die Cosby Show? Dort gab es eine Folge, in der es draußen schon richtig kalt war, aber Cliff trotzdem ein BBQ veranstalten wollte? Mit dicken Ohrenschützern braucht heute noch niemand im Garten stehen, aber es dauert sicher nicht mehr lang. Deshalb muß man die letzten schönen trockenen Herbsttage unbedingt ausnutzen und das Eisen schmieden so lange es noch heiß ist, bzw. den Grill feuern so lange man noch kann. Und da nicht nur die Amerikaner gerne grillen, hat Lingen 1984 ein sehr umfassendes Werk zu diesem Thema herausgegeben: „Grillen von A-Z“.
Grillen von A-Z
So kurz und prägnant der Buchtitel gehalten ist, so ausführlich sind die auf 284 Seiten verteilten Kapitel betitelt: man findet z. B. das Kapitel „Fleisch und Wurst aus dem Grill und vom Spieß zum Verwöhnen“. Oder „Die leckere Überraschung – im Ofen und unterm Grill Überbackenes“. Man sieht, jemand hat sich hier richtig Mühe gegeben. Leider sind wieder nur vereinzelte Farbtafeln im Buch verteilt, aber dafür bekommt man wirklich alles an Grillrezepten, was man sich damals so vorstellen konnte – von einfach wie Forelle auf dem Rost, Pfirsich gegrillt oder Schaschlik deutscher Art bis zu raffinierten Luleh Kebab, Hecht Saint-Germain oder Himbeer-Eis überbacken.

Wie man dem vielleicht entnehmen kann, sind nicht nur „reine“ Grillrezepte hier drin vertreten sondern auch im Ofen zuzubereitende Speisen, Salate als Beilage, Getränke als flüssiger Begleiter und, diese dürfen natürlich in keinem Grillbuch fehlen, Marinaden und Soßen. Also buchstäblich wirklich alles rund ums Grillen – von A-Z eben.

Die Anleitungen sind ausreichend ausführlich und damit sollten auch Anfänger gut zurecht kommen zumal nahezu alles mit Zeitangaben versehen ist. Ebenfalls sind die Zutaten im allgemeinen gut aufzutreiben, bis auf wenige (sehr wenige) Spezialfälle: z. B. Yamswurzeln aus der Dose, die hier interessanterweise mit Süßkartoffeln gleichgesetzt werden.

Auszusetzen ist sonst nichts an den Rezepten, außer, daß ich die frischen Champignons nicht unbedingt waschen würde. *g* Dafür finde ich es toll, daß hier endlich mal ein Werk ist, daß die Prise Zucker für die Salatsoßen sogar in der Zutatenliste erwähnt. Ein weiteres Plus ist, daß bei unklaren Zutaten-Angaben wie „ein großer Apfel“ in Klammern die Gewichtsangabe (in diesem Fall 200 gr.) dabeisteht – hier bleiben wirklich keine Unklarheiten mehr übrig. Also, ran an die Buletten bzw. rauf auf den Grill damit!

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 87

Wenn man im hiesigen Supermarkt einen Blick in die Tiefkühltheken wirft, dann könnte man fast der Meinung sein, Fisch existiert eigentlich nur in Ring-, Stäbchen-o. Blockform. Daß dies nicht ganz richtig ist, geht einem dann auf, wenn man bei Nordsee vorbeischaut. Dort gibt es Fisch auch in Brötchen-Form. Jetzt muß man der Fairness halber sagen, daß Nordsee auch Fisch in seiner natürlichen Form zu bieten hat, wobei hier von Filiale zu Filiale ganz schöne Qualitätsunterschiede auftreten können. Der Vorteil daran ist, natürlich, daß heute keiner mehr angeln gehen muß, der Fisch essen will. Es ist heutzutage also nicht mehr schwer, sich mit der Grundzutat des folgenden Werkes zu versorgen: „Maritime Leckereien – Das Fischkochbuch von der Waterkant“ aus dem Ditzen & Co Verlag von 1976.
Maritime Leckereien
Es ist ein Jammer, daß dieses 120 Seiten starke Buch kaum Bilder enthält, bis auf ein paar zwischendurch verteilte Farbtafeln. Ansonsten würden einem bei Rezepten wie Matjesfilet „Gourmet“, Krabbensteak „Büsumer Art“ oder Bremerhavener Fischsuppe garantiert sofort das Wasser im Mund zusammenlaufen. So muß man sich erst ein bißchen durchlesen, bevor das passiert. Dann jedoch findet man hier eine sehr umfangreiche Rezeptsammlung, die hauptsächlich einfache und schnelle aber auch ein paar aufwendigere Gerichte bereithält. Leider sind die meisten Rezepte ein wenig knapp gehalten – Zeitangaben zur Garzeit fehlen fast völlig (außer bei den Ofengerichten). Wenigstens Richtwerte wären hier wünschenswert gewesen.

Ansonsten gibt es nur noch zu sagen: die Rezepte funktionieren. Und irgend ein Fischkochbuch sollte sich in jedem Haushalt finden. Warum also dann nicht dieses?

Oh, eines noch: Nordsee ist nicht unbedingt die beste Quelle für frischen Fisch. Aber eben manchmal leider die einzige und die Auswahl ist mal so, mal so. Bei so viel Rezeptauswahl kann man aber auch leicht mal umplanen, wenn der Heilbutt grade aus ist. Räucherlachsforelle ist ja auch was Feines.

Meine Kochbücher…Nr. 86

In letzter Zeit sieht man ja vermehrt wieder Backbücher, Backrezepte und Bäckerinnen. Sei es im Internet, in Zeitschriften oder in den Buchläden. Auch wenn man sich heutzutage eher an Cake-Pops oder Muffin-Tops versucht, backen scheint momentan wieder „in“ zu sein.

Dies behauptete 1982 allerdings auch schon der Vehling-Verlag und gab passend zur damaligen Backwelle dieses Buch heraus: „Das neue große farbige Backbuch“.
Das große neue farbige Backbuch
Farbig, ja, gut jede zweite Seite der 240 Seiten enthält verschiedene Farbbilder der nachzubackenden Köstlichkeiten. Groß, darüber kann man streiten, jedenfalls ist die Rezeptvielfalt wirklich ziemlich umfangreich: Vanillerosetten, Orangenkuchen oder Brombeer-Sahne-Krapfen, um nur ein paar wenige der süßen Verführungen zu benennen. Die Palette reicht hier über wirklich alle Teigarten und Waffeln, Plätzchen, Torten sogar Herzhaftes wie Zwiebelbrot, Tiroler Kletzenbrot oder Salzstangen kommen hier nicht zu kurz.

Neu, klar, das kann man nicht wirklich behaupten. Trotzdem sind bei den Rezepten nicht nur die Zeit-u. Temperaturangaben für Gasherde sondern auch für Elektroherde zu finden. Es ist allerdings nicht gerade ein Einsteiger-Backbuch, da viele Schritte einfach nicht näher erklärt werden bzw. angenommen wird, das die  Ausführung bekannt ist. Aber vor jedem Kapitel gibt es eine kurze Einleitung, die zum Beispiel ausführt, wie man einen Rührteig richtig zubereitet und was dabei besonders zu beachten ist (Fett weich, ect.)

Wer Spaß am Backen hat, der wird an diesem Buch wirklich seine Freude haben, denn bis man sich einmal von vorn bis hinten durchgearbeitet hat, da vergeht schon einige Zeit.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 85

Indien. 4 Millionen stellenweise ziemlich überfüllte Quadratkilometer auf denen nicht nur religionstechnisch und kulturell sondern folglich auch kulinarisch ein ziemliches Durcheinander herrscht. Von daher ist der Titel des nächsten Kochbuches sozusagen als Kurzfassung zu verstehen: „Indische Küche“ paßt eben problemlos auf den Einband während „Einige ausgewählte Beispiele einiger in Indien und Umgebung in dieser oder abgewandelter Form vorkommender Speisen“ es zwar besser trifft, aber dann hätte das Werk nicht so schön handlich klein bleiben können wie 2003 von Parragon herausgegeben.
Indische Küche
Dazu muß man allerdings sagen, auf 256 Seiten paßt schon eine Menge Indien. Fleisch & Fisch, Gemüse, Getreide, Snacks und Desserts sind die grobe Einteilung und zu jedem Kapitel ist ausreichend Auswahl vorhanden, um für jeden Geschmack etwas zu finden. Übrigens findet man auch Rezepte mit Rindfleisch. Zwar ist die Kuh in Indien ein besonderes Tier, aber das gilt nur für Hindus – Muslime leben dort aber auch, die essen Kuh schon mal, dafür halt dann kein Schwein. Falls man sich nicht sicher ist, mit Lamm gibt es genügend Varianten, um alle satt zu bekommen.

Oder man greift auf Gemüse oder Getreide zurück: Dhaal mit Zwiebel-Tarka, Rettich-Curry oder Okraschoten mit Röstzwiebeln – nicht nur für Vegetarier kann man dies locker mal als Hauptgang servieren.

Desserts gibt es, wie bereits erwähnt, ebenfalls. Allerdings ist meine Zuckertoleranz dafür bei weitem nicht hoch genug!

Ein wenig Mühe beim Einkaufen muß man sich aber schon machen. Bockshornkleesamen und Schwarzkümmel gibt es leider noch nicht bei Penny, bei derlei oder ähnlichen Zutaten, die hier des Öfteren verwendet werden muß man entweder auf das Internet zurückgreifen oder einen Asia-Laden in der Nähe haben. Weglassen geht natürlich auch, aber ich finde, dann geht den Rezepten der „Pfiff“ einfach ab. Die Anleitungen sind klar verständlich und recht kurz und knapp gehalten – alles wichtige steht drin, alles andere muß man sich denken. Wer also nicht gewohnt ist. die Zwiebel vor dem Schneiden zu schälen – der sollte hiervon besser die Finger lassen. *g*

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 84

Also, das heutige Werk kann man nicht wirklich als „Buch“ bezeichnen. Es ist mehr eine etwas dickere Broschüre: 64 Seiten hat es und es stammt vom Verlag für Wirtschafts-Informationen GmbH. Es stammt aus einer Zeit, in der Zucker als Schlankheitsmittel empfohlen wurde, weil es den Blutzuckerspiegel sofort erhöht und deshalb sofort satt macht. Aus einer Zeit, in der empfohlen wurde, Kindern täglich ordentlich Zucker zuzuführen, da Zucker ein natürlicher Energielieferant ist, der Trägheit und Faulheit bekämpft. Aus einer Zeit, als Zucker als natürlicher, leicht verdaulicher Energiespender hoch gefeiert wurde. Mit anderen Worte, es ist bereits hoffnungslos überholt und veraltet! *g*

Hier ist es: „gekocht gebacken gezuckert – gezaubert“
gekocht gebacken gezuckert - gezaubert

Auch wenn das Werk ernährungsphysiologisch nicht mehr auf dem neuesten Stand ist – schmecken tun die Rezepte allemal. Und was den Zucker angeht: es gibt eben Rezepte, die funktionieren ohne Zucker nu mal nicht. Ob das die Vanillekipferl sind, oder Rote Ritter oder Krambambuli – alles mit ordentlich Zucker. Aber man futtert so was ja auch nicht täglich!

Gut, es sind schon extrem viele Süßspeisen in diesem Werk vertreten – Schokoladensuppe mit Schneebällen (süße Suppen sind so gar nicht meins, deshalb kann ich nicht sage, ob das Rezept was taugt), Weingelee mit Orangen, Bananen-Tortoni-Dessert. Also um die Nachspeise muß man sich hiermit schon mal keine Gedanken mehr machen. Da allerdings sogar in 95% der herzhaften Rezepte Zucker verarbeitet ist (zugegeben – er gehört dort auch rein, wie in den Schinken mit Kirschsauce), sollte man sich über seine Zuckertoleranz allerdings genau im Klaren sein: Auch wenn hier drin Hausmittel vom Herd vertreten sind – gegen Diabetes hilft Zucker nämlich auch nach modernsten Erkenntnissen wirklich nicht!

Wirsing, Sususi