Meine Kochbücher… Nr. 155

Kochgeheimnisse und beliebte Originalrezepte von Bayern bis Schleswig-Holstein, quasi durch ganz Deuschland? Kein Problem, gibt es hier: „Deutsche Spezialitäten nach Großmutters Art“ aus dem GU Verlag von, äh, irgendwann als die Postleitzahlen noch 4-stellig waren.
Deutsche Spezialitäten nach Großmutters Art
138 Seiten mit dazwischen spärlich verteilten Farbtafeln enthalten „ausgewählte Rezepte nach den Möglichkeiten des heutigen Marktes“. Das heißt, man arbeitet mit Zutaten, die allgemein leicht zu beschaffen sind. So weit ja schon mal gut.
Die Rezepte bewegen sich im Bereich gut bürgerlich, Hausmannskost und ein paar festlichere Angelegenheiten. Wobei hier die Mengenangaben tatsächlich nicht „modernisiert“ wurden, statt vier Personen werden davon heute oft fünf oder mehr satt.

Daß sich Gerichte oft nicht kulinarisch auf Bundeslandsgrenzen festlegen lassen, ist wohl auch klar, oder? Trotzdem findet man an der Waterkant zum Beispiel den Friesischen Kohlkopf oder die Bochumer Altbiersuppe bei Rhein und Ruhr. Für jede Region sind eben „typische“ Gerichte vertreten, auch wenn man sie vielleicht in anderen Gegenden auch finden könnte.

Die Anleitungen sind leider auch nicht modernisiert worden, d.h. man sollte einigermaßen mit dem Herd und allen anderen Zubehörteilen und Zutaten umgehen können. Sonst stolpert man auch des öfteren über die Rezeptreihenfolge: wo in der Zutatenliste noch die ganze Zwiebel steht, kommt im Rezept bereits „die fein gewürfelte Zwiebel mit …. zugeben…“ Es empfiehlt sich also, das Rezept genau zu lesen, die Zutaten so vorzubereiten, wie sie im Rezept gebraucht werden und dann erst anzufangen. (Nicht, daß das für andere Kochbücher nicht auch gilt, aber manchmal schachteln die die Anleitung halt so geschickt, daß es nichts macht, wenn man Schritte so „nebenher“ ausführt…)

Abschmecken muß natürlich jeder so oder so auch.  Es kommen leckere Sachen dabei raus, allerdings eben, „nach Großmutters Art“, d.h. ein wenig angestaubt, ein wenig schwerfällig und nichts für die schlanke Linie. Da man aber ja nicht jeden Tag danach kochen wird, schadet das nicht. Für den Sonntagsbraten eignet sich das Werk hier definitiv auch heute noch, für die meisten werden die Rezepte aber zu altmodisch sein, um daran Freude zu haben.

Wirsing, Sususi

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