Lu&Na Woodstone BBQ; Kelpen-Oler (NL)

2021 waren wir zum ersten Mal in den Niederlanden im Urlaub…abgesehen davon, daß wir eine super Zeit hatten, hatten wir auch noch super Essen zum Futtern. Und ich rede jetzt nicht von Frikandeln (brrr….), Bitterballen (mehr brrrr) und Fritten (Dicke. Dicke Pommes. Wer tut denn so was und warum?). Freunde sind nämlich über ein Steakhaus gestolpert und da wir auch gerne Steaks essen, mussten wir das natürlich auch ausprobieren. Und fanden es so gut, daß wir in der einen Woche Urlaub sogar noch ein zweites Mal dort waren! Jetzt ist ein gutes Steak nie zu verachten. Und wenn es aussieht, wie hier, ein Genuß:

Ribeye Steak
Aber: es ist heute nicht mehr sehr schwierig, ein gutes Steak zu bekommen und deshalb habe ich etwas anderes bestellt. Es stand nämlich auf der Empfehlungskarte ein Gericht, welches nicht sehr oft zu finden ist: Pluma vom Iberico-Schwein*
Pluma vom Iberico
Es war sooo schweinisch, so zart und sooooo saftig zubereitet, daß ich ein ganzes Jahr lang nur von diesem Schwein geträumt habe! Die Tomatensalsa als Beilage war nichts besonderes, die hätte ich gar nicht gebraucht. Aber die Fleischqualität und die perfekte Zubereitung – das mußten wir einfach wiederholen.
Wie schon gesagt, ein Steak kriege ich auch Zuhause und deshalb landeten diesmal die Schweinerippchen auf dem einen Teller: (die, laut dem Verspeiser „sehr, sehr lecker“ waren)
Armenian Ribs
Mich aber hatte das Versprechen von frischer, neapolitanischer Pasta auf der Karte fast schon genötigt, „Tagliatelle mit Scampi“ zu bestellen.
Pasta mit Meeresfrüchten
Der Teller war übrigens absurd groß/tief, deshalb sieht die Portion hier so klein aus… sie war ausreichend, um mit einem Nachtisch zusammen satt zu werden. Was soll ich sagen? Geschmacklich wirklich her-vor-ra-gend!

Nun, irgendwann ist der Urlaub leider vorbei… man träumt immer noch schweinisches…und dann hat man das Glück und kommt im nächsten Jahr wieder in die Gegend! Und stellt fest: das Restaurant ist umgezogen! Großer Schock auf den ersten Blick, Erleichterung auf den zweiten: es ist immer noch in der näheren Umgebung geblieben (jetzt in Kelpen-Oler), hat den holzbefeuerten Pizzaofen mitgenommen und serviert immer noch „Armenian Woodstone Barbeque“.
Lu&Na BBQ
Jetzt ist es direkt an einer gut erreichbaren Straße mit einem großen Außenbereich…
…einem Innenbereich mit Blick auf den riesigen Pizzaofen…
Pizzaofen + Grill
…und man kann dort schön gemütlich sitzen:
Innen2
Also, das Innen-u. Außenleben hat sich geändert, die Belegschaft auch. Und das Essen?
Ist glücklicherweise immer noch köstlich! Diesmal fingen wir mit ein paar Vorspeisen an: hier die „Soep von de Dag“, eine kalte Tomatensuppe mit Olivenöl und Paprika.
Soep van de dag
Es waren noch Stückchen in der Suppe vorhanden, sie war nicht glatt passiert, aber es waren nirgends Schalenstückchen zu finden. Es hätte allerdings ein wenig mehr Salz haben können. Ansonsten eine gute, leichte Vorspeise; bei den folgenden Portionen auch eine wirklich gute Idee… alternativ ist auch ein Tuna Tartar zu haben:
Tuna Tartar
..oder die Bruschetta LuNa nach „Art des Chefs“
Bruschetta Lu&Na
Die haben mir extrem gut gefallen: auf dem einen war eine Oliven-Tapenade mit eingelegten Tomaten, auf dem anderen eine Avocadocreme, Käse, Parmaschinken und eingelegte Paprika. Geschmacklich einfach Bombe!
Steak gibt es immer noch vom offenen Grill: (als Beilage gab es gegrilltes Gemüse und eine scharfes Kräuteröl)
Ribeye steak
Man sieht, das mit den Gargraden funktioniert hier auch; wer englisch will, der bekommt auch englisch!
Ribeye2
Was ist jetzt aber mit meinem Schwein? Gibt es auch noch! Entweder als Steak oder als…Burger:
Iberico Pork Burger
Das ist der „Iberico Pork Burger“. Ich dachte eigentlich, es ist ein normaler Burger. Halt mit einem Patty aus Iberico-Hackfleisch. Nein, sie grillen das Iberico am Spieß, wenn es fertig ist, kommt es auf das Bun. Auf welches ich tatsächlich hätte verzichten können. Die Sauce ist auch immer noch die gleiche Tomatensalsa. Aber das Fleisch! Ein außen knuspriger, innen saftiger, zartschmelzender Traum!

Die Qualität des Fleisches und der anderen Zutaten ist immer noch richtig gut! Und, nachdem der Pizza-„Koch“ krankheitsbedingt am ersten Abend nicht da war, hatten wir Glück, und beim zweiten Besuch konnten wir diese doch auch noch probieren.
Dies hier ist die Pizza Mediterana:
Pizza Mediterana
Und dies hier ist die Pizza…die Pizza…ja, hm, welche denn nun?
Pizza what
Unschwer zu erkennen ist, daß auf der Pizza Burrata Cream befindet. Theoretisch sollte es sich auch laut Bestellung um die Margherita 2.0 handeln. Witzigerweise ist sie auf der gedruckten Menükarte im Restaurant aber als vegetarisch ausgewiesen. Dem würde allerdings die Wurst auf der Pizza widersprechen. Das würde wieder besser zu der Pizza Diavola passen, diese hätte Spianata Calabrese drauf….egal wie, geschmeckt hat sie. Der Teig war geschmackvoll (das muß eine Pizza wirklich können!) und obwohl er außen so dick war, war er so fluffig, daß das nicht auffiel. Es hätte jedoch ein wenig weniger Belag bei mir sein können, durch das Pesto, die Gemüse und ja, auch das Fett vom Käse wurde der Boden dann doch weich. Nicht suppig, aber sehr weich. Geschmacklich fand ich sie jedenfalls auch gut, aber der Fokus liegt hier eindeutig auf dem Barbeque!

Leider gibt es am neuen Standort keine Pasta mehr; liegt vielleicht daran, daß es einen Wechsel am Küchenchef gab (jetzt eine Chefin; die ist aber wirklich auf Zack! Sie ist mit eingesprungen, als coronabedingt die Bedienungen ausgefallen sind…)

Dessert haben wir am neuen Standort noch keines ausprobiert, liegt vielleicht daran, daß uns das beim letzten Mal nicht so wirklich überzeugt hat:
Dessert
Dessert
Sprühsahne und Hagelslag… nicht wirklich meins.

Aber sollten wir mal wieder dort hinkommen…dann muß es diesmal ein Steak bei mir werden…außer, es gibt wieder Iberico *sabber*

Das war es für heute,

Wirsing, Sususi

Pluma: das ist das sogenannte Federstück; die Spitze vom Rücken sozusagen.

Iberico: die geilste Schweinerasse überhaupt! Da kann das schäbisch-hällische Eichelmastschwein seinen Rüssel packen und heimgehen. Keine andere Rasse schmeckt so nach Schwein. Iberico-Schweine fressen als Hauptbestandteil ihrer Nahrung Korkeicheln und sind besonders verbreitet in Spanien und Portugal. Aus ihnen kann man auch geilen Schinken machen, den Jamón Ibérico de Bellota. Solltet Ihr je die Wahl haben zwischen Duroc, Iberico oder dem Schwäbisch-Hällischem… ich wüsste, was ich nehmen würde!

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