Körperwelten

Wer es noch nicht mitgekriegt hat: momentan kann man in Ludwigsburg in der Arena noch bis zum 20. September die Körperwelten-Ausstellung von Gunther von Hagen besuchen.

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Trotz vieler negativer Meinungen waren eine Kollegin und ich am Freitgag entschlossen, auf keine anderen Meinungen zu vertrauen als auf unsere eignen und uns deshalb unvoreingenommen diese Ausstellung anzusehen.

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Der Eintritt beträgt 18 €; wer ADAC-Mitglied ist, kann gratis einen Audio-Guide dazu bekommen, über den man zu den einzelnen Exponaten noch weitere Informationen erhält.

Ich nehme es gleich mal vorweg: Es hat sich aus meiner Sicht absolut gelohnt!

Wenn man nicht wüßte, daß die Plastinate aus „echten“ Menschen bestehen…man könnte es glatt vergessen, weil man es einfach nicht mehr sieht. Sie sehen nicht anders aus als Repliken aus Plastik, wenn man von der Detailgenauigkeit mal absieht.

Wenn man sich diese Ausstellung ansieht bekommt man einen ganz neuen Respekt vor dem Beruf des Arztes, der sich alles, was der Laie hier zu sehen bekommt, merken muß und wissen muß, wie das alles zusammenspielt. Man bekommt einen ganz neuen Respekt vor der Natur, wenn man die winzigen, zarten Blutgefäße sieht, die um ein Herz herum liegen. Wenn man ein Kunstherz in seiner ganzen Plumpheit trotz der allermodernsten Technik im direkten Vergleich mit einem echten Herz in all seiner Feinheit  sieht, dann bekommt man einen ganz neuen Respekt vor dem Leben. Und wenn man eine richtige Raucherlunge sieht, die tatsächlich mal in jemanden drin war…dann bekommt man eine ganz neue Sicht auf alles, was man seinem Körper tagtäglich antun kann.

Es war beeindruckend, nicht nur Abbildungen zu sehen oder Animationen sondern zu sehen, was für eine geniale Konstruktion ein Lebewesen ist und es war ein merkwürdiges Gefühl, wenn man sich in Erinnerung ruft, daß alles in dieser Ausstellung auch in einem selbst vorhanden ist.

Über die Art der Positionierung der einzelnen Exponate kann man sagen, daß sie in keiner Weise respektlos rüberkommt – jede Pose unterstreicht die jeweils gezeigten Körperteile, . B. die Muskeln in einer Pose der Bewegung wie beim Basketballspielen.

Ich fand es eine ausgesprochen interessante Erfahrung, die einem sehr viel zum Nachdenken mitgibt. Ich kann diese Ausstellung ausdrücklich empfehlen. Auf der Homepage steht, daß man 1-2 Stunden einplanen sollte, meine Kollegin und ich haben allerdings fast 3 Stunden gebraucht, bis wir durch waren, obwohl nicht viel Betrieb war.

Wirsing, Sususi

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