Archiv für den Monat Juli 2015

Meine Kochbücher… Nr. 162

Puhh, Urlaub ist anstrengend! Also, wenn ihn jemand anders hat. Zum Beispiel meine Kollegin… Ich kann Euch versichern, ich habe Euch nicht vergessen. Nur ist grade so viel los, und es ist Tour de France (da bin ich eh für außer-TV-liche Aktivitäten nicht zu haben…). Schnell muß es also gehen.
Deshalb nehmen wir einfach die „Schnelle Küche“ aus dem Parragon Verlag.
Schnelle Gerichte
512 Seiten, schöne Bilder, brüchiger Rücken, verliert schnell.. *bla-bla-bla* Kennt Ihr ja von den anderen Parragon Büchern. Muß ich alles nicht noch mal sagen. Und eigentlich ist jedes dieser Rezepte auch in irgend einem der anderen Parragon-Bände auch schon drin. Hier sind halt alle „schnellen“ Gerichte zusammengefaßt. Diesmal stimmt das aber auch wirklich.

Rindfleisch mit Erbsen und Bohnenpaste, Sirup-Sahne-Kuchen oder Orangen-Thymian-Kürbis-Suppe… von gewohnt bis exotisch ist alles dabei, was sich schnell braten, kurz kochen oder fix backen läßt. Von daher hält das Buch, was es verspricht. Und die Rezeptauswahl ist so groß, daß von Suppen, Salaten, Fisch oder Geflügel eigentlich für jeden war dabei sein sollte. Nur „typisch deutsche Hausmannskost“, die wird man hier nicht finden.

Anfänger kriegen die Rezepte mit Hilfe auch hin (stellt jemanden daneben, der sagt, daß man den Staudensellerie erst abfädeln soll, bevor man ihn in dünne Scheiben schneidet… es wäre nicht das erste Mal!) und die wirklich exotischen Zutaten (Rauchmandeln ect.) beschränken sich auch ein paar wenige Rezepte.

Eigentlich ein universell einsetzbares Werk, „moderne“ Rezepte und vor allem leckere Rezepte für Alles-Esser, die keine Berührungsängste haben mit Chorizo, Süßkartoffeln oder Pak Choi. Mir taugt es, ich habe schon sehr viel hier draus ausprobiert und bin noch nie enttäuscht worden. Schön, um sich wirklich der Reihe nach durchzuprobieren und da es ja über 500 Seiten sind, hat man da lange was von.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher… Nr. 161

Es ist Sommer, es ist Tour de France… was paßt da besser, als eine kulinarische Reise durch Südfrankreich? „Die Landküche der Provence“ aus dem Kosmos-Verlag von 2013 bietet genau das an.
Die Landküche der Provence
144 Seiten hübsch aufgemacht mit leckeren Fotos und gut gegliederten Rezepten versetzen einen gedanklich in kleine Brasserien nach Montélimar oder Avignon…

Was ist das erste, an das jeder denkt, wenn er „Provence“ hört? Logisch, Lavendel. Weite, im Wind leicht wogende, duftende, lilablaue Lavendelfelder… Wen wundert es, daß deshalb auch hier Rezepte drin sind, die Lavendel verwenden? Die Lauchtarte mit Lavendel (Tarte aux poireaux) oder Feigen mit Lavendel-Sahne (Figues à la Niçoise) zum Beispiel. Aber auch sonst sind die Rezepte hier geeignet, um einem schier das Wasser im Mund zusammenlaufen zu lassen! Olivencreme mit Paprika (Olivade), Oventomaten (Lu Toùrmati où fourn), Rippchen mit Feigen (Travers de Porc) ect… Natürlich kommen auch die Desserts zu ihrem Recht.

Die Rezepte sind übersichtlich gegliedert und lassen sich für mich gut nachvollziehen. Den Umgang mit Kugelausstecher, Mangold oder Tintenfischen sollte man schon mal gesehen haben, also vielleicht nichts für totale Anfänger auf dem Gebiet des Kochens. Aber wer Spaß an Französischer Küche und am Kochen hat, der hat bestimmt auch Spaß an diesem Kochbuch. Die Rezeptauswahl paßt sehr gut und schön finde ich, daß die Zeitangaben gegliedert sind in Zeit, die man zum Vorbereiten braucht und tatsächliche Garzeit. Das macht es übersichtlicher. Bei manchen Rezepten sind auch noch Varianten, Beilagenempfehlungen oder sonstige Tipps vorhanden.

Zu jedem Kapitel wie „aus dem Meer“ oder „Hülsenfrüchte“ gibt es eine kleine Einführungsinformation bezogen auf die in der Provence verwendeten Produkte.

Für mich ein rundherum abgerundetes und gelungenes Werk!

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher… Nr. 160

Hach, endlich ist es mal schön warm! Und während die Kartoffeln am Fensterbrett vor sich hingaren (kein Witz, ging gestern in Alufolie prima!), kann man sich überlegen, was man heute kocht. Äh, außer sich selbst. Da sich die Nahrungsaufnahme der meisten Menschen bei diesen Temperaturen nicht nur bis kurz vor Mitternacht verschiebt und sich dann auf Salat oder Suppe beschränkt… Hier die Anregungen für Ersteres: „Das große Buch der Salate“ aus dem Weltbild-Verlag. Erscheinungsdatum leider unbekannt.
Das große Buch der Salate
Das große Buch hat tatsächlich 320 Seiten und bietet damit Anregungen für wohl fast jeden Geschmack. Ob Fleisch, Geflügel, Fisch, Vegetarisch oder Obstsalate… alles mit dabei.

Dabei sind einige Salate wirklich gut für den Herbst geeignet, der Salat mit Birnen und Knusperspeck z. B., aber grade schön leichte Salate wie der Salat mit Tomaten, Mozzarella und Avocado oder der typische Griechische Salat sind hier ausgiebig vertreten. Ganz besonders schön ist die Sparte mit den Obstsalaten, die sowohl die herzhafte wie auch die süße Variante aufgreifen. (Auf die Idee, Lebkuchengewürz für die Obstsalat-Marinade zu nehmen, bin ich auch noch nicht gekommen…) Das Schöne bei allen Salaten ist, daß die Kombinationen erfreulich wenig „Arbeitsaufwand“ vom Gehirn erfordern… zwar sind auch exotischere Salate vertreten, mit Erdnußbutterdressing oder die Kombination mit Ziegenkäse und Pfirsichen, aber es ist keine einzige Kombination dabei, die schon beim Lesen seltsam klingt. Man kann sich schon vorher vorstellen, daß bei dem jeweiligen Rezept alles zusammenpaßt – und das tut es auch, wenn der Salat fertig ist.

Die meisten Rezepte sind für 4 Personen (Ausnahmen nach oben oder unten sind auch dabei) und das kommt meistens auch so hin. Hängt natürlich davon ab, ob der Salat vorne weg, dazu oder als Einzelnes gegessen werden soll, aber hier sind fast alle Rezepte Hauptgangtauglich.

Das Dressing, daß bei den Salaten dabei ist, paßt zum jeweiligen Gericht und schmeckt auch noch – nachwürzen ist ja immer erlaubt. Die Beschreibungen sind für Salat schon ausführlich, wenn mehr Schritte dabei sind, als „alles in eine Schüssel geben und mischen“. Ansonsten kann man aber ja auch nicht sooo viel falsch machen hierbei.

Wer also keinerlei Talent im Improvisieren von Salat hat, dem sei dieses Werk wärmstens ans Herz gelegt – alle anderen tun auch gut dran, mal einen Blick hier rein zu werfen, denn es ist ein wirklich schönes Salat-Buch.

Wirsing, Sususi