Meine Kochbücher… Nr. 148

Manche Rezepte sind einfach nur heiße Luft. Buchstäblich. Nennt sich dann „Dampfgaren“, das Ganze. Hier ist so ein Beispiel von 2006 aus dem Dorling Kindersley Verlag. Der Titel sagt es schon: es geht ums „Garen im Dampf“.
cook it. Garen im Dampf
„Und jetzt?“, fragt man sich vielleicht. „Ich hab keinen Dampfgarer im Haus, so reich bin ich nicht.“ Macht nichts, man kann auch ohne Dampfgarer im Dampf garen. Zum Beispiel im Dämpfkorb der Asiaten, im Topf auf einem umgedrehten Teller oder im Römertopf. Alles das gleiche Prinzip. Zumal dünsten ja auch dazu gehört. Das ist dann sozusagen garen in feuchter Hitze. Als Einleitung bekommt man auch noch ein paar Tipps bezüglich Gerätschaften ect.

Vorspeisen, Salate, Hauptspeisen, Beilagen und Desserts – das sind die Kategorien, mit denen das Buch hier aufwartet. Wobei sich bei den Salaten das Dämpfen natürlich nicht auf den kompletten Salat bezieht sondern auf einige zum Salat gebrauchten Zutaten wie z. B. Hähnchenbrust. Asiatische Küche sollte man auf alle Fälle mögen, denn die Rezepte hier sind fast alle sehr asiatisch angehaucht: Muscheln in Wasabi-Butter, Salat mit Sake-Hähnchen und Korianderdressing oder offene Teigtaschen mit Fleisch-Garnelen-Füllung, um nur einige wenige Beispiele der auf 399 Seiten verteilten Gerichte zu nennen. Teigtaschen sind hier übrigens gut vertreten und diese Rezepte sind für meine Begriffe uneingeschränkt zu empfehlen. Die anderen Gerichte hauen einem nicht so wirklich vom Hocker. Gut, aber nicht überragend.

Ebenso sollte man mit der Verwendung bzw. der Einkaufsmöglichkeit von exotischeren Zutaten wie Kaffirlimettenblätter, Sesamöl oder Fischsauce zurecht kommen, da diese Zutaten doch sehr häufig vorkommen. Ansonsten sind die Rezepte nicht allzu schwer nachzukochen, die Garzeiten können natürlich wieder variieren.

Weniger gut haben mir hier drin allerdings die Kuchen und Desserts geschmeckt. Das man Kuchen auch kochen bzw. dämpfen kann, habe ich euch ja schon hier gezeigt: „Gekochter Kuchen“ . Es geht also, sogar schmackhaft. Nur, irgendwie wurde ich mit den Dessert-Rezepten hier drin nicht so warm.

Sicher interessant für einige, die bisher noch nicht wissen, was man alles wie schonend garen kann oder aus gesundheitlichen Gründen gerne aufs braten verzichten möchten. Für alle anderen lohnt sich das Werk nicht wirklich.

Wirsing, Sususi

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