Meine Kochbücher… Nr. 168

Erinnert sich noch jemand an Heidi? Die Zeichentrickserie? Erinnert Ihr Euch noch dran, was das erste ist, was Heidi bei ihrem Großvater auf der Hütte isst? (Ok, ich habe ein sehr merkwürdiges Gedächtnis für alles, was mit Essen zu tun hat…). Ich sag es Euch: es war Käse! Käse, an einem Stock vor dem Feuer geschmolzen auf Brot. Nomnomnom… So eine Art Raclette sozusagen. Und darum geht es heute auch. Nicht um Raclette sondern um Käse: „Käse“ von 1982 aus der Sigloch Edition.
Käse
Diesmal sind die 214 Seiten nicht nur mit Rezepten sondern auch mir ordentlich Informationen und Hintergrundwissen über Käse vollgepackt: wie Käse hergestellt wird, woher kommt der Edamer und was darf ich mit Stilton auf gar keinen Fall machen, obwohl alle immer behaupten, es wäre die einzige Art, Stilton zu genießen (für alle ohne dieses Buch: von der Geschichte mit dem Portwein wird abgeraten…).

Dann kommen natürlich die Rezepte. Von Appenzeller Chäshappech über Brinza de Braila Frecata bis zu Salzburger Zwetschgenknödeln (aus Quark, ergo in einem Buch über Käse zu finden…) ist man gut international mit einem oder mehreren Rezepten pro Käsesorte unterwegs. Das ist leider auch schon das einzige Manko: da es über 4000 Käsesorten gibt, muß man sich bei einem Werk mit knapp 75 Rezepten natürlich für ein paar wenige Käsesorten entscheiden. Dafür sind die Rezepte aber gut getroffen.

Wer sich dieses Buch zulegen möchte, der sollte aber ein wirklicher Käse-Liebhaber sein. Es gibt ja immer wieder Rezepte. die auch für Leute geeignet sind, die Käse nicht so sehr mögen, weil entweder sehr wenig geschmacksintensive Sorten oder entsprechend wenig Käse verwendet wird. Das ist hier nicht der Fall. Romadur, Roquefort, Sbrinz oder Gruyère… alles ordentlich „käsige“ Sorten die in der Hauptsache verwendet werden.
Für die Käsegenießer ist das aber ein wirklich empfehlenswertes Werk. Nicht nur, weil die Rezepte nicht unbedingt alltäglich sind (Gomser Cholera, Grünkohlsuppe mit Roquefort ect) sondern auch, weil man viel über Käse erfährt und die Rezepte dazu wirklich gut funktionieren. Und schöne Fotos gibt es obendrein.

Ich finde, mit einer Sigloch Edition kann man nicht viel falsch machen. Leider hat der Verlag bereits 2013 den Druck seiner Bücher komplett eingestellt, so daß man sich wohl auf Flohmärkten danach umsehen muß. Wenn es einem aber in die Finger fällt – die Gelegenheit nutzen und mitnehmen!

Wirsing, Sususi

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