Archiv der Kategorie: Bücher

Meine Kochbücher… Nr. 149

Eines mal gleich vorne weg: ich habe keine Ahnung, wie und ob das mit den Punkten funktioniert, ich habe nicht vor abzunehmen und ich mache keine Werbung für WeightWatchers. Trotzdem habe ich „Das neue grosse WeightWatchers Kochbuch“ von 2003 aus dem Heyne Verlag in meiner Sammlung.
WeightWatchers Kochbuch
Immerhin sind das 576 Seiten, da bringt man schon ganz schön viele Rezepte unter. Und wenn man die sich so anschaut, dann hat man wirklich nicht den „Diät“-Eindruck: Mandel-Waffeln, Putenrollen mit Rosmarin-Kartoffeln oder pochiertes Ei auf Spinat mit Gorgonzola-Sauce erwecken eher den Eindruck eines ganz normalen Kochbuchs, vielleicht manchmal ein wenig leichter und ein wenig fett-u. salzarmer.

Das Kochbuch eignet sich also ganz hervorragend auch für die „normalen“ Leute. Diese ignorieren halt einfach die Points-Angabe, die sich sowieso dezent im unteren Seitenbereich versteckt. Die Verwendung von Konserven und Instant-Produkten macht das Ganze dann auch bei Zeitmangel praktikabel zumal hier viele Rezepte drin sind, die insgesamt nicht länger als 30 Minuten brauchen – also sozusagen noch unter die schnelle Küche fallen.

Die Herausgeber gehen allerdings davon aus, daß der abnehmwillige WeightWatcher kochen kann – die Beschreibungen kürzen schon mal ab, überspringen Schritte bzw. fassen mehrere in einem Schritt zusammen und setzten diverse Techniken als bekannt voraus. Des Weiteren sind die Portionsgrößen deutlich auf Diät ausgelegt. Für 4 Personen 240 gr. Spaghetti zu rechnen, das geht sich bei mir nicht aus. Besonders toll sind die Rezepte jetzt auch nicht. Sie schmecken zum Großteil, aber das ist auch alles.
Ich sehe also keinen Grund, dieses Werk zu empfehlen, wenn man es zufällig rumstehen hat, dann kann man sich darin mal schnell Anregungen holen, wenn man wirklich nicht weiß, was man morgen kochen will, aber extra anschaffen lohnt sich aus keinem Grund. Außer natürlich, man will tatsächlich Points zählen…

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher… Nr. 148

Manche Rezepte sind einfach nur heiße Luft. Buchstäblich. Nennt sich dann „Dampfgaren“, das Ganze. Hier ist so ein Beispiel von 2006 aus dem Dorling Kindersley Verlag. Der Titel sagt es schon: es geht ums „Garen im Dampf“.
cook it. Garen im Dampf
„Und jetzt?“, fragt man sich vielleicht. „Ich hab keinen Dampfgarer im Haus, so reich bin ich nicht.“ Macht nichts, man kann auch ohne Dampfgarer im Dampf garen. Zum Beispiel im Dämpfkorb der Asiaten, im Topf auf einem umgedrehten Teller oder im Römertopf. Alles das gleiche Prinzip. Zumal dünsten ja auch dazu gehört. Das ist dann sozusagen garen in feuchter Hitze. Als Einleitung bekommt man auch noch ein paar Tipps bezüglich Gerätschaften ect.

Vorspeisen, Salate, Hauptspeisen, Beilagen und Desserts – das sind die Kategorien, mit denen das Buch hier aufwartet. Wobei sich bei den Salaten das Dämpfen natürlich nicht auf den kompletten Salat bezieht sondern auf einige zum Salat gebrauchten Zutaten wie z. B. Hähnchenbrust. Asiatische Küche sollte man auf alle Fälle mögen, denn die Rezepte hier sind fast alle sehr asiatisch angehaucht: Muscheln in Wasabi-Butter, Salat mit Sake-Hähnchen und Korianderdressing oder offene Teigtaschen mit Fleisch-Garnelen-Füllung, um nur einige wenige Beispiele der auf 399 Seiten verteilten Gerichte zu nennen. Teigtaschen sind hier übrigens gut vertreten und diese Rezepte sind für meine Begriffe uneingeschränkt zu empfehlen. Die anderen Gerichte hauen einem nicht so wirklich vom Hocker. Gut, aber nicht überragend.

Ebenso sollte man mit der Verwendung bzw. der Einkaufsmöglichkeit von exotischeren Zutaten wie Kaffirlimettenblätter, Sesamöl oder Fischsauce zurecht kommen, da diese Zutaten doch sehr häufig vorkommen. Ansonsten sind die Rezepte nicht allzu schwer nachzukochen, die Garzeiten können natürlich wieder variieren.

Weniger gut haben mir hier drin allerdings die Kuchen und Desserts geschmeckt. Das man Kuchen auch kochen bzw. dämpfen kann, habe ich euch ja schon hier gezeigt: „Gekochter Kuchen“ . Es geht also, sogar schmackhaft. Nur, irgendwie wurde ich mit den Dessert-Rezepten hier drin nicht so warm.

Sicher interessant für einige, die bisher noch nicht wissen, was man alles wie schonend garen kann oder aus gesundheitlichen Gründen gerne aufs braten verzichten möchten. Für alle anderen lohnt sich das Werk nicht wirklich.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher… Nr. 147

Hättet Ihr erkannt, wer uns da so jung vom Cover entgegenlächelt, wenn Ihr es nicht oben überm Titel gelesen hättet? Genau, es ist tatsächlich Alfons Schuhbeck. In den 90ern war er die Werbefigur für Herta Fleischwurst („Ja. Eben drum.“ Wer kennt den Spot noch?). Deshalb erschien 1993 herausgegeben von der Herta GmbH ein kleines Büchlein mit dem Titel „Raffinierte Fleischwurst-Ideen“:
Raffinierte Fleischwurst-Ideen
Immerhin doch 72 Seiten stark ist dieser Werbeblock von Herta für die Jubiläums-Schinken-Wurst, aaaaaaber man kann natürlich auch jede andere Fleischwurst nehmen.

Mit Fleischwurst zu kochen wird vielleicht erst einmal dem ein oder anderen komisch vorkommen, der bisher Fleischwurst nur als Brotbelag kannte bzw. höchstens noch als Wurstsalat. Fleischwurst-Rouladen, Trauben-Wurst-Salat oder Fleischwurst im Schlafrock sind da doch schon die exotischeren unter den Rezepten, aber Eintöpfe, Wurstsalate oder Paprika-Wurst-Toast sind natürlich auch dabei.

Wer Fleischwurst mag, der findet hier ein paar nette Anregungen, die ganz Schuhbeck-untypisch ohne Ingwer auskommen! Ich muß gestehen, daß ich Fleischwurst zwar mag, aber jetzt nicht so der totale Fan bin – schmackhaft und familientauglich sind die Rezepte trotzdem. Sie stellen weder eine besondere Herausforderung beim Einkaufen noch beim Kochen dar.

Ein paar der Rezepte kommen auch bei mir immer wieder, insbesondere die Salatvarianten. Das ist doch mal eine Werbeidee gewesen, mit der man tatsächlich was anfangen kann. Extra danach suchen lohnt sich aber meiner Meinung nach nicht.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher… Nr. 146

In Zeiten von Lieferservice und Co an jeder Ecke… wer sorgt denn da noch selber fürs Buffet? Eigentlich wenn man sich umhört ganz schön viele. Obwohl es ganz schön aus der Mode gekommen ist, die Schnittchen selber zu belegen. Trotzdem hat das „kleine Buffet“ grade unter Freunden noch viele Anhänger und ein Buch wie das nachfolgende darf dann natürlich nicht fehlen: „Kalte Küche“ aus dem Gruner & Jahr Verlag von 1981.
Kalte Küche
Die meisten Rezepte hier sind für ein Buffet mit 12 Leuten ausgerichtet – hat man mehr oder weniger muß man eben ein wenig rechnen.

Schön finde ich die Buffet-Tipps, die man hier bekommt. Zwar sind sie nur ein kleiner Teil der 288 Seiten, aber Rezeptempfehlungen helfen einem, zum Beispiel ein Mittelmeer-Buffet zusammenzustellen oder einen russischen Sakuska-Tisch. Natürlich sind die vorgeschlagenen Rezepte auch mit hier drin. Angefangen bei Canapés mit Kasseler über Spareribs mit Honig und Rosmarin bis hin zur Rhabarbergrütze mit Erdbeeren… in 16 Kategorien findet man alles – wirklich – alles, was man so aufs Buffet stellen kann. Und Tipps zum garnieren gibt es obendrein (schön farblich geordnet – so sind in der Kategorie Garnieren in Orange hübsche Möhrenschnitzereien oder Orangenkörbchen zu finden…).

Die Rezepte selber reichen von ultra-einfach und schnell bis zu kompliziert und braucht viel Vorbereitungszeit; man hat also die Auswahl, wie schwierig man es sich machen möchte. Die Anleitungen sind ausführlich und verständlich und in der Zutatenliste sind weiter hilfreiche Hinweise wie Einwaage, Erklärungen ect. angegeben. Also haben auch Kochanfänger hiermit eine reelle Chance, ein schönes Buffet (oder Picknick – manche Rezepte eignen sich auch hierfür) auf die Füße zu stellen – wenn man sich an die 20 einfachen Grundregeln hält, die am Anfang des Rezeptteils auf einen warten.

Ich mag dieses Buch sehr. Auch wenn ich bisher nicht Gelegenheit hatte, mich durchs ganze Buch zu kochen – soooo oft gibt es nun auch kein Buffet hier – bin ich davon überzeugt, daß die noch nicht ausprobierten Sachen genau so lecker sind wie die bisherigen. Oh, und die Preiselbeer-Cognac-Sauce hier drin? Der Renner letztes Thanksgiving zu unserer Pute…

Also, ruhig öfter mal selber was zum Buffet beisteuern, ruhig auch mal an Fisch rantrauen… und unbedingt nach diesem Buch Ausschau halten!

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher… Nr. 145

Kennt jemand von Euch Whirlpool? NIcht den zum plantschen sondern die Hauselektrogerätefirma? Nein? Na, dann vielleicht eher Bauknecht oder Privileg? Schon eher, gell? Gehört aber beides (und noch viel mehr) zur Whirlpool Corporation. Wer sich vor unbekannter Zeit mal einen neuen Whirpool Philips Multifunktions-Herd angeschafft hat, der hat vielleicht auch so etwas hier bekommen:
Kochen nach internationalen Rezepten
Von Whirlpool herausgegeben sind hier 120 Rezepte aus verschiedenen europöischen Ländern drin, mit denen der neue Herd das „i-Tüpfelchen Ihres Kochtalents“ werden sollte…

Gegrillte Lammkotelett in Ingwermarmelade (England), weiße Bohnen im Römertopf (Italien) oder Egerländer Quarkschnecken (Deutschland)… die ausgewählten Rezepte hören sich wirklich fast außnahmslos sehr lecker an. Zutatenlisten und Beschreibung sind alle ziemlich kurz und setzen allerdings schon etwas Kocherfahrung voraus. Für jemanden, der keinen Whirlpool Herd hat, läßt sich hier übrigens sehr leicht erkennen, was eventuell geändert werden muß – die Einschubhöhen, Temperaturen ect sind nämlich kursiv im Rezept untergebracht. Da fällt das Auge sofort drauf und man muß nicht lange suchen.

Der Großteil der Rezepte bewegt sich im Bereich Hauptgerichte für 4 Personen und Kuchen – wobei ich auch mit den Kuchenrezepten hier gut klargekommen bin. Tipps und Tricks oder sonstige Erläuterungen wie man sie in anderen Werken öfter findet fehlen hier allergings völlig. Ist von einem Elektrogerätehersteller auch etwas viel verlangt… Bilder gibt es auch nicht.

Alles in allem nichts, worüber man in Jubelrufe ausbrechen muß – aber schmackhaft und sicher auch mit anderen Herden lohnenswert.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher… Nr. 144

Heute mal wat os Oma freher kochde…
Vielleicht hat es der ein oder andere schon erkannt, wir sind in NRW im Kreis Siegen-Wittgenstein, genauer in Wilnsdorf. Dort erschien 1993 von der ev. Frauenhilfe und der Kath. Frauengemeinschaft herausgegeben ein Kochbuch, dessen Verkaufserlöse karitativen Zwecken zuflossen.
Wilnsdorfer Kochbuch
Wie schon beim Thiersheimer Kochbuch (hiersollteeigentlicheinlinkstehenaberderartikelistbeimumzugverlorengegangen…)
ist hier drin auf 310 Seiten eine riesige Sammlung an regionalen und weniger regionalen (aber an den Hausgebrauch angepassten) Rezepten zu finden. Da alle Rezepte von Privatpersonen stammen sind natürlich auch die Anleitungen mal mehr oder weniger ausführlich oder gut erklärt. Das trifft ebenso auf die Zutatenangaben zu, die manchmal etwas wage werden, denn wenn man selber kocht, weiß man, wie groß das „Glas Sellerie“ immer ist. Das es das in verschiedenen Einwaagegrößen gibt, wird eben als Privatperson oft vergessen… aber mit etwas Nachdenken kann man die Lösung meistens selber finden (und sich denken, daß zwei mal 720 ml auf 6 Pellkartoffeln doch etwas viel Sellerie wäre).  Grießmealkliase, Irish Stew nach Wilnsdorfer Art oder Kiwi-Torte… eben eine bunte Mischung von allem, was man so kochen könnte.

Gerade bei Desserts und Kuchnrezepte findet man in solchen Sammlungen immer noch den ein oder anderen „Geheimtipp“. Viel mehr gibt es eigentlich dazu gar nicht zu sagen, denn solche Bücher lohnen sich immer. Dabei darf man natürlich nichts Hochtrabendes erwarten sondern eben einfach Alltagstaugliches bis Partytaugliches in erprobten Gerichten.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher… Nr. 143

Wer kennt sie nicht, die „Brigitte“? Seit Jahrzehnten unermüdlich um Mode, Kultur und Wohnen der Haus-u. aller anderen Frauen bemüht… Natürlich dürfen Rezepte nicht fehlen. Wem das dauerende Ausschneiden eben dieser zu doof ist, der findet ab und an Sammelbände in Buchform. So auch diesen hier: „Die schnellsten Rezepte aus der Brigitte-Küche“, 2009 im Bassermann-Verlag erschienen und ursprünglich von 2006. Die schnellsten Rezepte aus der Brigitte-Küche
96 Seiten und auf den ersten wird bereits versprochen, daß „Rezepte auch für Anfänger leicht und schnell nachzukochen sind und dabei so schmecken, als hätten Sie heimlich das goldene Kochabzeichen erworben“.

Also schnell zubereitet sollen sie sein, die Rezepte? Na, ich weiß ja nicht. 20 Minuten, ok, das ist schnell. 30 Minuten laß ich mir auch noch eingehen, aber alles drüber ist bei mir nicht mehr wirklich schnell. Muß jeder selber wissen. Außerdem sind die Zeitangaben wirklich zum Teil sehr willkürlich oder ich bin schon zu geübt in manchen Sachen. Aber das Linguine mit Knoblauch und Rauke unter die Kategorie „40-Minuten-Küche“ fallen, das erschließt sich mir nicht ganz…

Ein paar der Rezepte sind wirklich ganz normal und sollten eigentlich auch jedem schmecken. Und dann gibt es noch die anderen. So wie den Mozzarella mit Mango und Rauke. Oder die Kritharaki mit Kohlrabi und Feta. Oder den Schafskäse-Endivien-Salat mit Wassermelone. Ich weiß nicht, aber dieses Jahrzehnt hat es sich wohl zur Aufgabe gemacht, alles mit allem anderen zu mischen und zu servieren.

Schön finde ich die Informationen und Tipps, die man neben den Rezepten bekommt, z. B. Infos über bestimmte nicht allen unbedingt immer bekannte Zutaten wie Bresàola oder Surimi. Oder welche Küchenutensilien für die nachfolgenden Rezepte daheim im Schrank vorhanden sein sollten. Den Rezepten selbst kann man gut folgen und zumindest das Versprechen, daß Anfänger gut damit zurechtkommen, wurde offenbar gehalten.

Es ist ein für mich sehr nichtssagendes Werk; kein einheitliches Thema; kein roter Faden; nicht alle Kategorien der 20-Minuten-Küche (wie Suppen, Vegetarisch, Kinder, ect.) finden sich bei der 30-Minuten-Küche; und irgendwie ist nicht ganz klar, wie die wenigen ausgewählten Rezepte es geschafft haben, ausgewählt zu werden. Das ist eines der Werke, worauf man auch gut verzichten kann, denn soooo toll sind die Rezepte nun auch wieder nicht.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 142

Im kulinarischen Weihnachtsgeschenk meiner Schwester war auch ein Glas Ghee dabei. Das erinnerte mich an ein kleines Kochbuch von 1993 aus dem Asfahani-Verlag: „Indische Küche – Südostasiatische Kochrezepte vom Himalaya bis zum indischen Ozean“.
Indische Küche
Es ist leider auch ohne Bilder und nur 122 Seiten stark. Bei der Auswahl der Rezepte wurde darauf geachtet, daß alle darin vorkommenden Zutaten auch in Deutschland erhältlich sind. Die meisten davon findet man sogar in jedem größeren Supermarkt. Nichtsdestotrotz sind die Rezepte nicht „eingedeutscht“ sondern noch im Original. Nur eben übersetzt.

Ein wenig schade ist, daß die Herstellung von Panir (Paneer) und Rezepte damit hierin nicht enthalten sind. Dafür sind viele andere bekanntere indische Gerichte vertreten: Pakoras, Samosas mit verschiedenen Füllungen oder Kurma Tamata Kari ( Lamm-Tomaten-Curry). Es ist übrigens immer der deutsche und der indische Name zum Rezept mit angegeben.

Wem die indische Küche geschmacklich vertraut ist, der dürfte weder mit den Rezepten noch mit der Anleitung Probleme kriegen – die anderen sollten sich mit den vielen Gewürzen wie Garam Masala, Kurkuma, Piment oder Koriander erst langsam rantasten – das kann für den europäischen Gaumen auf den ersten Bissen etwas heftig erscheinen (insbesondere, wenn man keine Ahnung hat, wie es schmecken sollte). Dazu muß man allerdings auch sagen, daß die Rezepte hier sehr einfach umzusetzen sind und keinen riesen Aufwand erfordern.

Wer an authentischen Rezepten interessiert ist, der sollte hier definitiv zugreifen, sollte er es sehen. Wer mit „exotischen“ Rezepten nichts anfangen kann, der sollte darum einen großen Bogen machen.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 141

Boah, was habt Ihr denn mit dem Goldpreis gemacht? Plötzlich wieder nach oben geschossen, werden wir gerade so mit Proben zugeschmissen, daß wir gar nicht mehr nachkommen! Soooooo viel Arbeit! Bei so viel Arbeit bin ich dann leider auch nicht mehr dazu gekommen, die Salami-Pepperoni-Muffins zu machen, auf die mein Auge letzte Woche gefallen ist. Das Rezept stammt aus diesem Werk hier (und kommt bestimmt irgendwann auch noch):
„Kleine Muffins ganz groß“ von 2000 aus dem Weltbild-Verlag.
Kleine Muffins ganz groß
Es ist ein sehr schlichtes Buch, etwas größer als A5; mit 120 Seiten ganz ohne Bild. Was hier schon wirklich schade ist, denn, was sieht denn appetitlicher aus, als Pfirsich-Melba-Muffins, Tiramisu-Muffins oder Bananen-Walnuss-Muffins? Und, wie ja oben schon gesagt, hier sind auch ein paar schöne herzhafte Varianten vertreten.

Eigentlich kann man bei Muffins jetzt nicht soooo viel falsch machen, daß die Zubereitungsanleitungen mega-genau sein müssen. Aber wenn ich in einem Rezept Butter unter die verquirlten Eier dazurühren soll – was soll ich sagen, es gibt Leute, die kommen einfach nicht von selber auf die Idee, hierzu ein Rührgerät zu nehmen – und dann wird die Sache etwas unschön. Oder wenn in der Zutatenliste „Butter“ steht und im Rezept dann die Rede von „Fett“ ist (für mich logisch, man kann ja statt Butter auch Margarine nehmen, also egal, mit welchem „Fett“ man weitermacht…), dann bringt das Anfänger manchmal zum stolpern.

Sollten diese Kleinigkeiten aber keine Probleme bereiten, dann sind die Rezepte fast alle lecker. Nicht ganz zufrieden bin ich mit den Trauben-Muffins, da finde ich die ganzen Weintrauben (obwohl kernlos) einfach irgendwie nicht ganz optimal zu verarbeiten (zu verteilen) und hinterher haben sie eine seltsame Konstistenz. Die herzhaften Rezepte muß man einfach ausprobieren und dann eventuell geschmacklich bezüglich Salz oder sonstiger Würze anpassen, da ist halt viel Geschmackssache dabei.

Wirsing, Sususi

Meine Kochbücher…Nr. 140

Tja, hier haben wir so einen traurigen Fall: Mein Exemplar von „Die Küche der Britischen Inseln“ von 1977 aus dem Time Life Verlag hat keinen kleinen Begleiter… So sind mir nur die 208 Seiten des Hauptwerks in die Hände gefallen und ich hoffe darauf, daß das dazugehörige Spiralbuch irgendwann einmal vor mir auftaucht.
Die Küche der Britischen Inseln

Bis dahin muß ich mich halt leider mit Brandy Snaps, Oxtail Stew oder Finnan Haddie zufrieden geben. Diese Rezepte sind nämlich hier auch drin. Zugegeben, Plum Pudding ist nicht wirklich meins und die englische Küche hat ihren merkwürdigen Ruf nicht ganz zu unrecht – Inselvölkchen sind halt etwas eigen.

Sollte es jemanden geben, der die britische Küche nicht nur zum Frühstück schätzt, dann ist er hiermit gut beraten. Ausführliche Zubereitungsanweisungen (siehe Frankreich) sind hier ebenfalls wieder zu finden und sie führen zu einem sehr authentischen Ergebnis. Für alle anderen ist aber auch schon der ganze Rest des Buches, sprich Land und Leute mit ihren Eigenheiten, interessant.

Wirklich gut hier drin sind alle Süßspeisen und Rezepte, die irgendwie auf irgend eine Art gebacken werden: Cornish Pasty, Irish Soda Bread oder Crumpets (oh, yummy!). Die kann sogar der herkömmliche Nicht-Insulaner getrost seiner Familie vorsetzen.

Ich würde es jetzt nicht wirklich als kulinarischen Höhenflug anpreisen wollen – dazu ist die britische Küche auch außerhalb Englands schon seltsam genug. Aber wer sich damit arrangieren kann, oder sich einfach nur für einen kleinen Rundgang über die Insel interessiert, der kann hier getrost zugreifen.

Wirsing, Sususi